Am 5. Februar 2026 hat Google das erste Core Update des Jahres veröffentlicht – und erstmals richtet sich ein solches Update ausschließlich an Google Discover. Das sogenannte „February 2026 Discover Core Update“ verändert grundlegend, wie Inhalte im personalisierten Discover-Feed ausgespielt werden. Der Rollout erfolgt zunächst für englischsprachige Nutzer in den USA und wird in den kommenden Monaten weltweit auf alle Länder und Sprachen ausgeweitet. Für Website-Betreiber, Publisher und SEO-Verantwortliche bedeutet das: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die eigene Discover-Strategie zu überprüfen und anzupassen. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wichtige über die Änderungen, deren Auswirkungen und konkrete Maßnahmen, die Sie jetzt ergreifen sollten.
Was ist das February 2026 Discover Core Update?
Am 5. Februar 2026 hat Google offiziell das „February 2026 Discover Core Update“ angekündigt. Es handelt sich dabei um das erste Core Update des Jahres 2026 – und es ist in mehrfacher Hinsicht einzigartig: Erstmals in der Geschichte von Google richtet sich ein Core Update ausschließlich an Google Discover. Bisher wirkten sich Core Updates auf die gesamte Google-Suche aus, wobei Discover stets mitbetroffen war. Dieses Mal konzentriert sich Google gezielt auf die Algorithmen, die bestimmen, welche Artikel und Inhalte im personalisierten Discover-Feed erscheinen.
Google beschreibt das Update als „eine umfassende Aktualisierung unserer Systeme, die Artikel in Discover anzeigen“. Interne Tests hätten laut Google gezeigt, dass Nutzer die Discover-Erfahrung nach dem Update als nützlicher und wertvoller empfinden. Der Rollout erfolgt über einen Zeitraum von etwa zwei Wochen und wird zunächst in den USA für englischsprachige Nutzer ausgerollt. Eine weltweite Ausweitung auf alle Länder und Sprachen ist für die kommenden Monate geplant.
Die drei Kernänderungen des Updates im Detail
Google hat klar kommuniziert, in welchen Bereichen das Discover Core Update Verbesserungen bringen soll. Die Änderungen betreffen drei zentrale Aspekte der Content-Ausspielung im Discover-Feed. Für Website-Betreiber und Content-Ersteller ist es entscheidend, diese Änderungen im Detail zu verstehen, um die eigene Strategie entsprechend anzupassen.
Lokale Relevanz als neuer Fokus
Eine der bedeutendsten Änderungen betrifft die geografische Relevanz von Inhalten. Google wird Nutzern künftig verstärkt Inhalte von Websites anzeigen, die in ihrem eigenen Land ansässig sind. Für den US-Markt bedeutet das konkret: Nicht-amerikanische Websites, die bisher Traffic aus dem US-Discover-Feed erhielten, könnten deutliche Rückgänge erleben. Umgekehrt profitieren lokale Publisher, die relevante Inhalte für ihr Zielpublikum erstellen.
Diese Änderung ist besonders relevant für den deutschsprachigen Raum: Wenn Google das Update auf weitere Länder ausweitet, dürften deutsche Websites stärker im Discover-Feed deutscher Nutzer erscheinen – vorausgesetzt, die Inhalte erfüllen die Qualitätsanforderungen. Gleichzeitig könnten deutschsprachige Seiten, die bisher Traffic aus anderen Ländern über Discover generierten, Einbußen verzeichnen.
Das Ende von Clickbait in Discover
Google geht mit dem Update deutlich konsequenter gegen Clickbait und sensationsgetriebene Inhalte vor. In der aktualisierten Discover-Dokumentation hat Google die Richtlinien verschärft und konkretisiert. Die wesentlichen Punkte lauten: Irreführende oder übertriebene Details in Vorschau-Inhalten wie Titel, Snippets oder Bildern dürfen nicht verwendet werden, um das Engagement künstlich zu steigern. Entscheidende Informationen dürfen nicht bewusst zurückgehalten werden, um Klicks zu provozieren. Seitentitel und Überschriften sollen den tatsächlichen Inhalt der Seite widerspiegeln. Sensationalismus, der auf morbide Neugier, Provokation oder Empörung abzielt, wird klar abgelehnt.
⚠️ Aktualisierte Discover-Richtlinien beachten
Google hat seine Discover-Dokumentation zeitgleich mit dem Update überarbeitet. Neben den verschärften Clickbait-Regeln wurde auch die Empfehlung „Provide a great page experience“ hinzugefügt. Das bedeutet: Websites mit übermäßig vielen aufdringlichen Werbeanzeigen, Auto-Play-Elementen oder schlechter Nutzererfahrung werden ebenfalls abgewertet.
Themenbasierte Expertise-Bewertung
Die dritte zentrale Änderung betrifft die Art und Weise, wie Google Expertise bewertet. Bisher wurde die Autorität einer Website häufig domainweit betrachtet. Mit dem neuen Update bewertet Google Expertise auf themenbasierter Ebene. Das bedeutet konkret: Eine Website kann in einem bestimmten Themenbereich in Discover prominent erscheinen, während sie in einem anderen Bereich unsichtbar bleibt. Konsistenz in der thematischen Abdeckung wird wichtiger als einzelne virale Artikel.
Google hat dazu erklärt, dass viele Websites tiefgreifendes Wissen zu einer breiten Palette von Themen besitzen. Daher seien die Systeme darauf ausgelegt, Expertise themenweise zu identifizieren. Für Publisher bedeutet das: Es ist nicht notwendig, sich auf ein einzelnes Thema zu beschränken – aber die Qualität und Tiefe der Inhalte muss in jedem abgedeckten Bereich stimmen. Oberflächliche oder opportunistische Inhalte werden weniger wahrscheinlich im Feed angezeigt.
Google Discover verstehen: So funktioniert der Feed
Um die Auswirkungen des Updates vollständig einordnen zu können, ist es hilfreich, die grundlegende Funktionsweise von Google Discover zu verstehen. Anders als die klassische Google-Suche basiert Discover nicht auf aktiven Suchanfragen der Nutzer. Stattdessen handelt es sich um einen personalisierten Content-Feed, der auf Mobilgeräten in der Google-App und im Chrome-Browser auf der „Neuer Tab“-Seite angezeigt wird.
Discover nutzt Algorithmen, die vorhersagen, welche Inhalte für einen bestimmten Nutzer interessant sein könnten – basierend auf dem bisherigen Nutzerverhalten, Interessen und Quellenpräferenzen. Der Feed zeigt Artikel, Videos und andere Webinhalte an, ohne dass der Nutzer eine Suchanfrage eingeben muss. Dadurch unterscheidet sich Discover-Traffic grundlegend von organischem Suchtraffic: Er ist interessengesteuert statt keyword-gesteuert.
| Merkmal | Google Suche | Google Discover |
|---|---|---|
| Auslöser | Aktive Suchanfrage des Nutzers | Automatische Ausspielung basierend auf Interessen |
| Traffic-Typ | Keyword-gesteuert, intent-basiert | Interesse-gesteuert, prädiktiv |
| Vorhersagbarkeit | Relativ stabil, vorhersagbar | Episodisch, volatil |
| Nutzerengagement | Variabel je nach Intent | Oft höher: längere Verweildauer, niedrigere Bounce-Rate |
| Optimierung | Keywords, Meta-Tags, Backlinks | Qualität, Aktualität, Bilder, E-E-A-T |
| Reporting | Search Console → Suchergebnisse | Search Console → Discover (separater Bericht) |
Ein wichtiger Punkt: Discover-Traffic ist von Natur aus volatil. Ein einzelner Artikel kann über mehrere Tage massive Impressionen generieren und dann abrupt auf null fallen. Personalisierung spielt eine große Rolle – Änderungen betreffen Nutzergruppen statt Rankings. Genau deshalb empfinden viele Publisher Discover-Schwankungen als abrupter und emotionaler als Veränderungen im organischen Suchtraffic.
Auswirkungen auf Publisher und Website-Betreiber
Die Auswirkungen des February 2026 Discover Core Updates werden in der SEO-Branche bereits intensiv diskutiert. Schon in den Tagen vor der offiziellen Ankündigung berichteten zahlreiche Website-Betreiber über signifikante Sichtbarkeitsveränderungen in Discover. Branchenexperten bezeichnen das Ausmaß der gemeldeten Schwankungen als ungewöhnlich hoch.
Gewinner und Verlierer des Updates
Basierend auf den ersten Beobachtungen und der offiziellen Kommunikation von Google zeichnen sich klare Trends ab. Gewinner sind lokale Publisher mit originalen, tiefgründigen Inhalten und nachgewiesener Fachexpertise. Verlierer sind Websites, die auf Clickbait, Sensationalismus oder oberflächliche Inhalte setzen. Ebenfalls betroffen sind nicht-lokale Publisher, die bisher von internationalen Discover-Traffic profitierten.
Erste Branchenberichte deuten darauf hin, dass KI-generierte Inhalte ohne menschliche Perspektive und Mehrwert besonders stark betroffen sind. Googles Systeme scheinen besser darin geworden zu sein, zwischen rein automatisch erstellten, oberflächlichen Texten und tatsächlich hilfreichen Inhalten zu unterscheiden. Nachrichtenportale mit originaler Berichterstattung erholen sich schneller, während Evergreen-Blogs mit regelmäßig aktualisierten Inhalten stabile Sichtbarkeit behalten.
Discover als Traffic-Quelle: Chancen und Risiken
Discover hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der wichtigsten Traffic-Quellen für viele Publisher entwickelt. Wenn Discover Traffic liefert, handelt es sich häufig um Nutzer, die bereits an einem Thema interessiert sind. Das führt typischerweise zu besseren Engagement-Metriken: längere Verweildauer, höhere Scroll-Tiefe und niedrigere Absprungraten im Vergleich zu durchschnittlichem Suchtraffic.
Gleichzeitig ist Discover-Traffic von Natur aus ein Verstärker und keine verlässliche Grundlage. Interessen ändern sich, Feeds rotieren, und Sichtbarkeit kann ohne Vorwarnung steigen und fallen. Erfahrene Publisher behandeln Discover-Traffic daher als willkommenen Bonus und nicht als strategische Abhängigkeit. Diese Einstellung hilft dabei, bei Schwankungen besonnen zu reagieren statt panisch zu überoptimieren.
Rückblick: Core Updates und Discover in 2025
Um das aktuelle Update in den richtigen Kontext zu setzen, lohnt ein Blick auf die Update-Historie des vergangenen Jahres. 2025 hat Google drei Core Updates veröffentlicht – im März, Juni und Dezember. Jedes dieser Updates hatte auch Auswirkungen auf Discover, obwohl keines speziell auf Discover ausgerichtet war. Das February 2026 Discover Core Update markiert daher eine neue Ära: Google trennt erstmals die Discover-Optimierung von den allgemeinen Suchsystemen.
March 2025 Core Update – Rollout über 14 Tage. Breite Ranking-Veränderungen in Suche und Discover. Schwerpunkt auf Content-Qualität und hilfreichen Inhalten.
June 2025 Core Update – 16 Tage Rollout-Dauer. Weitere Anpassungen der Qualitätsbewertung. Discover-Traffic-Schwankungen bei zahlreichen Publishern dokumentiert.
December 2025 Core Update – 18 Tage bis zur vollständigen Implementierung. Berichte über massive Discover-Traffic-Verluste bei verschiedenen Publishern weltweit. Indische Nachrichtenportale besonders betroffen.
February 2026 Discover Core Update – Erstmals ein Core Update ausschließlich für Discover. Fokus auf lokale Relevanz, Anti-Clickbait und Expertise-Bewertung. Zunächst nur US/Englisch, globale Ausweitung geplant.
Die zunehmende Frequenz der Updates zeigt deutlich: Google arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung seiner Systeme. Für Publisher bedeutet das, dass sie sich nicht auf einzelne Updates fixieren sollten, sondern eine nachhaltige Content-Strategie verfolgen müssen, die den grundlegenden Qualitätsprinzipien entspricht.
Technische Anforderungen für Google Discover optimieren
Neben der inhaltlichen Qualität spielen auch technische Faktoren eine wichtige Rolle für die Sichtbarkeit in Google Discover. Diese technischen Anforderungen haben sich durch das Update nicht grundlegend geändert, werden aber strenger bewertet als zuvor. Wer in Discover sichtbar sein möchte, muss sowohl bei den technischen Grundlagen als auch bei der Page Experience überzeugen.
Bildoptimierung für Discover
Bilder sind ein entscheidender Faktor für die Discover-Performance. Google empfiehlt hochwertige, originelle Bilder mit einer Mindestbreite von 1.200 Pixeln. Das optimale Seitenverhältnis für Discover-Karten ist 16:9, was einer Auflösung von beispielsweise 1.200 × 675 Pixeln entspricht. Um sicherzustellen, dass Google die Bilder im Discover-Feed in voller Größe anzeigen kann, muss der Meta-Tag „max-image-preview:large“ im HTML-Head der Seite vorhanden sein oder die Seite das AMP-Format nutzen.
📸 Bild-Checkliste für Discover
Mindestbreite: 1.200 Pixel. Empfohlenes Format: 16:9 (1.200 × 675 px). Meta-Tag im HTML-Head setzen: <meta name="robots" content="max-image-preview:large">. Verwenden Sie originelle, hochauflösende Bilder – keine generischen Stockfotos. Achten Sie auf schnelle Ladezeiten durch optimierte Dateiformate wie WebP.
Page Experience und Core Web Vitals
Die aktualisierte Discover-Dokumentation betont ausdrücklich die Bedeutung einer guten Page Experience. Da Discover primär auf Mobilgeräten genutzt wird, ist eine mobile-first Optimierung unerlässlich. Dazu gehören schnelle Ladezeiten gemäß den Core Web Vitals, ein responsives Design, das auf allen Bildschirmgrößen optimal funktioniert, minimale Verwendung aufdringlicher Interstitials und Werbeanzeigen, eine klare und intuitive Navigation sowie die Vermeidung von Auto-Play-Videos und störenden Pop-ups.
Structured Data und technisches SEO
Obwohl Structured Data kein direkter Discover-Rankingfaktor ist, hilft es Google, den Inhalt einer Seite besser zu verstehen. Die Implementierung von Schema-Markup wie „Article“, „NewsArticle“ und „Breadcrumb“ verbessert die allgemeine Auffindbarkeit und kann indirekt die Discover-Sichtbarkeit unterstützen. Wichtig ist zudem, dass die Seite indexierbar ist und den Discover-Inhaltsrichtlinien entspricht. Es ist kein spezielles Markup erforderlich, um in Discover zu erscheinen – aber die grundlegenden SEO-Best-Practices müssen stimmen.
Konkrete Maßnahmen: So optimieren Sie Ihre Discover-Strategie
Basierend auf den Änderungen des February 2026 Discover Core Updates und den aktualisierten Google-Richtlinien ergeben sich konkrete Handlungsempfehlungen. Die folgenden Maßnahmen helfen dabei, die Discover-Sichtbarkeit zu verbessern oder nach einem Traffic-Rückgang wiederzuerlangen.
✅ Das sollten Sie tun
❌ Das sollten Sie vermeiden
Content-Audit durchführen
Ein systematischer Content-Audit ist nach einem Core Update besonders wertvoll. Überprüfen Sie Ihre Top-Discover-URLs anhand folgender Fragen: Zeigt dieser Artikel echte Erfahrung und Expertise? Würde dieser Inhalt auch ohne Discover existieren? Bietet der Artikel etwas Neues, das in der bestehenden Diskussion fehlt? Sind Überschrift und Teaser ehrlich und beschreibend? Stimmt die Page Experience auf Mobilgeräten? Diese einfache Selbstprüfung hilft dabei, Schwachstellen zu identifizieren und gezielte Verbesserungen vorzunehmen.
Monitoring und Analyse richtig aufsetzen
Das Monitoring des Discover-Traffics erfordert einen differenzierten Ansatz. In der Google Search Console gibt es einen separaten Discover-Performance-Bericht, der unabhängig vom regulären Suchbericht betrachtet werden sollte. Da das aktuelle Update speziell auf Discover abzielt, können sich Discover-Traffic und Suchtraffic unterschiedlich entwickeln – eine Veränderung in Discover bedeutet nicht automatisch eine Veränderung in der Suche und umgekehrt.
E-E-A-T und Discover: Warum Vertrauen entscheidend ist
Das February 2026 Discover Core Update unterstreicht die wachsende Bedeutung von E-E-A-T (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness) für die Discover-Sichtbarkeit. Google bewertet Expertise nun auf themenbasierter Ebene, was bedeutet, dass konsistente inhaltliche Qualität und nachgewiesene Fachkompetenz wichtiger werden als je zuvor.
Experience – Erfahrung zeigen
Google möchte Inhalte bevorzugen, die von Menschen mit echten Erfahrungen erstellt wurden. Für Discover bedeutet das: Artikel, die Firsthand-Erfahrungen, persönliche Einblicke und praktische Beispiele enthalten, werden gegenüber rein zusammengefassten oder automatisch generierten Inhalten bevorzugt. Zeigen Sie in Ihren Artikeln, dass Sie das Thema nicht nur kennen, sondern damit arbeiten.
Expertise – Fachkompetenz belegen
Die themenbasierte Expertise-Bewertung des neuen Updates bedeutet, dass Google die Kompetenz einer Website pro Themenbereich evaluiert. Eine Website kann also für ein Thema stark in Discover vertreten sein und für ein anderes Thema kaum erscheinen. Konsistente, hochwertige Berichterstattung in einem Fachgebiet wird belohnt. Einzelne virale Artikel ohne thematischen Zusammenhang zur übrigen Seite verlieren an Bedeutung.
Authoritativeness und Trustworthiness
Klare Autorenbiografien, konsistente Bylines und transparente redaktionelle Prozesse gewinnen an Bedeutung. Google bewertet Autorität nicht mehr nur anhand der gesamten Domain, sondern betrachtet Inhaltscluster. Websites, die in einem bestimmten Themenbereich eine vertrauenswürdige Stimme sind, profitieren überproportional. Das Update belohnt Glaubwürdigkeit statt Cleverness – ein Tausch, den seriöse Publisher begrüßen sollten.
WordPress-spezifische Optimierungen für Discover
Für WordPress-Betreiber gibt es einige spezifische Maßnahmen, um die Discover-Sichtbarkeit im Rahmen des neuen Updates zu maximieren. WordPress bietet als CMS eine gute Grundlage, erfordert aber gezielte Anpassungen, um die verschärften Qualitätsanforderungen zu erfüllen.
Plugins und technische Einstellungen
Stellen Sie sicher, dass Ihr SEO-Plugin (z. B. Rank Math oder Yoast SEO) den Meta-Tag „max-image-preview:large“ korrekt setzt. Die meisten modernen SEO-Plugins unterstützen dies standardmäßig, aber eine manuelle Überprüfung ist empfehlenswert. Optimieren Sie Ihre Bilder mit einem Plugin für WebP-Konvertierung und Lazy Loading, um die Ladezeiten zu verbessern. Implementieren Sie Article- oder NewsArticle-Schema-Markup über Ihr SEO-Plugin, um Google die Inhalte besser verständlich zu machen.
Content-Strategie für WordPress-Blogs
Fokussieren Sie sich auf Themencluster statt auf einzelne, isolierte Artikel. Erstellen Sie umfassende Pillar-Pages zu Ihren Kernthemen und verlinken Sie verwandte Artikel sinnvoll miteinander. Aktualisieren Sie bestehende Evergreen-Inhalte regelmäßig mit neuen Daten und Erkenntnissen. Jeder Artikel sollte eine klare Autorenbox mit Biografie und Qualifikationen enthalten. Verwenden Sie aussagekräftige Featured Images im 16:9-Format mit mindestens 1.200 Pixeln Breite.
💡 WordPress-Tipp: Discover-Monitoring einrichten
Verbinden Sie Ihre WordPress-Seite mit der Google Search Console und prüfen Sie regelmäßig den Discover-Bericht. Nutzen Sie ein Analytics-Plugin, um Discover-Traffic gesondert zu tracken. So erkennen Sie frühzeitig, welche Inhalte in Discover performen und welche nicht – und können Ihre Content-Strategie datenbasiert anpassen.
Was bedeutet das Update für den deutschsprachigen Markt?
Obwohl das February 2026 Discover Core Update zunächst nur für englischsprachige Nutzer in den USA ausgerollt wird, hat Google klar angekündigt, dass eine Ausweitung auf alle Länder und Sprachen folgen wird. Für den deutschsprachigen Markt ergeben sich daraus sowohl Chancen als auch Herausforderungen, die Website-Betreiber bereits jetzt berücksichtigen sollten.
Die Stärkung lokaler Relevanz ist potenziell eine gute Nachricht für deutschsprachige Publisher. Wenn das Update auf den DACH-Raum ausgeweitet wird, könnten deutsche, österreichische und schweizerische Websites stärker im Discover-Feed ihrer jeweiligen Nutzer erscheinen. Gleichzeitig werden die verschärften Qualitätsanforderungen bezüglich Clickbait, Expertise und Page Experience auch hier gelten. Wer jetzt seine Inhalte und technische Infrastruktur optimiert, ist für den Rollout im deutschsprachigen Raum bestens vorbereitet.
Besonders relevant ist die themenbasierte Expertise-Bewertung für den deutschen Markt, in dem viele Fachmedien und Nischen-Blogs eine starke Tradition haben. Websites, die über Jahre hinweg konsistent hochwertige Inhalte zu spezifischen Themen veröffentlichen, dürften von dieser Änderung profitieren. Generische Content-Farmen und Websites, die Trends ohne echtes Fachwissen bedienen, werden es hingegen schwerer haben.
Ausblick: Wie geht es weiter mit Google Discover?
Das February 2026 Discover Core Update markiert einen Wendepunkt in Googles Umgang mit Discover. Die Tatsache, dass Google erstmals ein eigenständiges Core Update nur für Discover veröffentlicht, zeigt die wachsende strategische Bedeutung des Feeds. Publisher sollten Discover nicht länger als Nebenprodukt der Suchoptimierung betrachten, sondern als eigenständigen Kanal mit spezifischen Anforderungen.
Die Trend-Richtung ist klar: Google setzt auf Qualität, Originalität und lokale Relevanz. Oberflächliche Inhalte, Clickbait und rein algorithmisch optimierte Texte verlieren an Sichtbarkeit. Websites, die in Klarheit, Konsistenz und echtes Fachwissen investieren, werden langfristig die Gewinner sein. Discover belohnt Glaubwürdigkeit – und das ist ein Versprechen, das seriöse Publisher mit offenen Armen empfangen sollten.
Empfehlung: Reagieren Sie nicht panisch auf kurzfristige Traffic-Schwankungen. Nutzen Sie das Update als Anlass, Ihre Content-Strategie grundlegend zu überprüfen und an den langfristigen Qualitätsprinzipien auszurichten, die Google mit diesem Update noch deutlicher betont. Wer heute in echte Qualität investiert, wird morgen von Discover belohnt.
Was ist das February 2026 Discover Core Update?
Das February 2026 Discover Core Update ist ein am 5. Februar 2026 von Google veröffentlichtes algorithmisches Update, das sich erstmals ausschließlich auf Google Discover konzentriert. Es verändert die Art und Weise, wie Inhalte im personalisierten Discover-Feed ausgespielt werden. Der Rollout erfolgt zunächst für englischsprachige Nutzer in den USA und wird in den kommenden Monaten weltweit ausgeweitet.
Was sind die drei Hauptänderungen des Discover Core Updates?
Das Update bringt drei zentrale Änderungen: Erstens werden Nutzern verstärkt lokal relevante Inhalte von Websites aus ihrem eigenen Land angezeigt. Zweitens wird sensationalistischer Content und Clickbait systematisch reduziert. Drittens werden tiefgründige, originelle und aktuelle Inhalte von Websites mit nachgewiesener Fachexpertise bevorzugt – wobei die Expertise-Bewertung themenbasiert erfolgt.
Wie lange dauert der Rollout des February 2026 Discover Core Updates?
Google hat angegeben, dass der Rollout des Updates etwa zwei Wochen dauern wird. Während dieser Zeit können Publisher Schwankungen im Discover-Traffic beobachten. Der Rollout startete am 5. Februar 2026 zunächst in den USA für englischsprachige Nutzer.
Betrifft das Discover Core Update auch die reguläre Google-Suche?
Das February 2026 Discover Core Update zielt ausschließlich auf die Systeme ab, die Inhalte im Discover-Feed anzeigen. Die reguläre Google-Suche ist nicht direkt betroffen. Da sich die Systeme hinter Discover und Suche jedoch teilweise überschneiden, können manche Websites auch leichte Veränderungen in den Suchergebnissen bemerken. Es ist wichtig, Discover-Traffic in der Search Console getrennt vom Suchtraffic zu analysieren.
Wann wird das Update auch für Deutschland, Österreich und die Schweiz ausgerollt?
Google hat bisher keinen konkreten Zeitplan für die Ausweitung auf weitere Länder und Sprachen genannt. Die offizielle Aussage lautet, dass das Update ‚in den kommenden Monaten‘ auf alle Länder und Sprachen ausgeweitet wird. Website-Betreiber im DACH-Raum sollten die Zeit nutzen, um ihre Discover-Strategie bereits jetzt an die neuen Anforderungen anzupassen.
Welche Bilder brauche ich für Google Discover?
Google empfiehlt hochwertige, originelle Bilder mit einer Mindestbreite von 1.200 Pixeln. Das optimale Seitenverhältnis ist 16:9 (z. B. 1.200 × 675 Pixel). Zusätzlich muss der Meta-Tag ‚max-image-preview:large‘ im HTML-Head der Seite gesetzt sein, damit Google die Bilder im Discover-Feed in voller Größe anzeigen kann. Generische Stockfotos sollten vermieden werden.
Kann verlorene Discover-Sichtbarkeit wiederhergestellt werden?
Ja, verlorene Discover-Sichtbarkeit ist nicht permanent. Google bewertet Inhalte kontinuierlich neu. Allerdings kann die wiederholte Veröffentlichung von minderwertigen Inhalten das allgemeine Vertrauen reduzieren und die Erholung verlangsamen. Der beste Ansatz ist, die Qualität der Inhalte systematisch zu verbessern, Clickbait zu eliminieren, originelle Perspektiven einzubringen und die technischen Anforderungen zu erfüllen.
Wie überwache ich meinen Discover-Traffic nach dem Update?
Nutzen Sie den separaten Discover-Performance-Bericht in der Google Search Console. Vermeiden Sie tägliches Überprüfen und setzen Sie stattdessen auf wöchentliche Trend-Analysen. Vergleichen Sie Discover-Traffic und Suchtraffic getrennt, da sich diese nach dem Update unterschiedlich entwickeln können. Achten Sie besonders auf den Zeitraum von zwei Wochen nach dem 5. Februar 2026, da der Rollout erst dann vollständig abgeschlossen sein sollte.
Letzte Bearbeitung am Freitag, 6. Februar 2026 – 11:18 Uhr von Alex, Head of SEO Manager.
