Stand: 31.10.2026. KI-Antworten fassen zusammen, was viele Seiten sagen, und nennen einige davon als Quelle. Welche Seiten das sind, hängt bei Google von denselben Ranking- und Qualitätssystemen ab wie in der normalen Suche [1]. Vertrauen spielt in diesen Systemen eine große Rolle, und ein sauberes Autorenprofil ist einer der wenigen Hebel, mit denen Sie Vertrauen auf der eigenen Website sichtbar machen. Dieser Ratgeber zeigt, was Google zur Urheberschaft sagt, was auf eine Profilseite gehört und wie Sie Verfasser technisch auszeichnen. Die Grundlagen zu E-E-A-T fasst die News E-E-A-T und Autorenprofile zusammen.
Was Google zur Urheberschaft sagt
Die deutlichste Aussage steht in Googles Leitfaden für hilfreiche Inhalte. Unter der Frage, wer einen Inhalt erstellt hat, schreibt Google: "We strongly encourage adding accurate authorship information" [2]. Dazu stellt Google drei Prüffragen. Ist für Besucher offensichtlich, wer den Inhalt verfasst hat? Tragen die Seiten eine Verfasserzeile, wo man eine erwarten würde? Führen diese Zeilen zu weiteren Informationen über die Verfasser [2]?

Im selben Leitfaden beschreibt Google, wonach seine Systeme suchen: Inhalte mit Erfahrung, Expertise, Autorität und Vertrauenswürdigkeit, kurz E-E-A-T. Von diesen Aspekten sei Vertrauen der wichtigste [2]. Zugleich stellt Google klar, dass E-E-A-T selbst kein bestimmter Rankingfaktor ist [2]. Die Systeme nutzen eine Mischung von Signalen, die gut zu diesen Eigenschaften passen. Bei Themen, die Gesundheit, Finanzen oder Sicherheit von Menschen betreffen und die Google "Your Money or Your Life" nennt, gewichten die Systeme Inhalte mit starkem E-E-A-T noch stärker [2].
Unter den Fragen zur Expertise nennt Google Punkte, die direkt auf ein Profil zielen. Ist der Inhalt von jemandem geschrieben oder geprüft, der das Thema nachweislich gut kennt? Gibt es Hintergrund zum Verfasser oder zur Website, die ihn veröffentlicht [2]? Ein Autorenprofil beantwortet genau diese Fragen.
Gibt es ein eigenes KI-Signal für Autoren?
Nein, jedenfalls nicht nach Googles Dokumentation. Der Leitfaden zu den generativen KI-Funktionen enthält keinen eigenen Abschnitt zu Autoren. Er betont aber, dass die KI-Funktionen auf den Qualitätssystemen der Suche beruhen und dass eigene Perspektive und Erfahrung zählen [1]. Für die KI-Funktionen gelten also dieselben Empfehlungen zur Urheberschaft wie für die Suche insgesamt. Wer Ihnen ein besonderes "KI-Autorensignal" verkaufen möchte, kann sich dafür nicht auf Google berufen.
Für andere Dienste wie ChatGPT oder Claude veröffentlichen die Anbieter keine Regeln dazu, wie sie Verfasserangaben gewichten. Was sich sagen lässt: Diese Dienste lesen Ihre Seiten als Text. Steht der Name des Verfassers mit Rolle und Erfahrung sichtbar auf der Seite, ist er Teil dessen, was ein System lesen kann.
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Was auf eine Profilseite gehört
Eine gute Profilseite beantwortet die Fragen, die ein vorsichtiger Leser stellen würde. Dazu gehören nach unserer Empfehlung:

- der volle Name, so wie er auch in der Verfasserzeile steht,
- die Rolle im Unternehmen und die Themen, für die die Person schreibt,
- Ausbildung, Berufserfahrung und praktische Erfahrung mit dem Thema,
- Links zu Profilen auf anderen Plattformen, etwa einem Berufsnetzwerk oder einer Kammer,
- ein echtes Foto der Person,
- eine Liste der Beiträge, die sie verfasst oder geprüft hat.
Alles auf der Profilseite muss stimmen und sich prüfen lassen. Google fragt im Leitfaden ausdrücklich nach leicht überprüfbaren Sachfehlern [2]. Ein Profil mit Angaben, die sich nicht belegen lassen, schadet mehr, als es nützt. Erfundene Autoren, Archivfotos oder gekaufte Titel fallen spätestens dann auf, wenn jemand nachsucht.
Verfasser mit strukturierten Daten auszeichnen
Für Artikel nennt Google genaue Regeln zur Angabe von Verfassern im Markup [3]. Das Feld author.url soll auf eine Seite zeigen, die den Verfasser eindeutig bezeichnet, etwa eine Profil- oder Über-mich-Seite. Alternativ akzeptiert Google sameAs, und beide Angaben helfen Google bei der Zuordnung [3]. Mehrere Verfasser stehen jeweils in einem eigenen author-Feld. In das Namensfeld gehört nur der Name. Titel wie "Dr." stehen in honorificPrefix, die Berufsbezeichnung in jobTitle [3]. Für Menschen verwenden Sie den Typ Person, für Unternehmen den Typ Organization [3].
Für die Profilseite selbst gibt es den Typ ProfilePage. Google beschreibt ihn für Websites, auf denen Urheber, Menschen oder Organisationen, Sichtweisen aus erster Hand teilen [4]. Pflicht ist das Feld mainEntity mit der Person oder Organisation, um die es geht. Empfohlen sind unter anderem sameAs für externe Profile, image für ein Profilbild und identifier für eine interne Kennung, die auch bei einer Namensänderung gleich bleibt [4].
Eine Grundregel gilt für jedes Markup. Strukturierte Daten müssen zum sichtbaren Text passen, das betont Google auch für die KI-Funktionen [5]. Ein Verfasser, der nur im Markup steht, aber nirgends auf der Seite, verstößt gegen diesen Grundsatz. Ein spezielles Schema für die KI-Suche gibt es nach Googles Angabe nicht [1]. Wenn Sie die Umsetzung abgeben möchten, beschreibt die Leistung strukturierte Daten umsetzen den Ablauf.
Wenn eine Organisation schreibt
Nicht jeder Text hat einen einzelnen Verfasser. Produktseiten, Leistungsbeschreibungen oder Pflichtseiten stammen oft vom Unternehmen als Ganzes. Dann ist der Typ Organization im Markup richtig, und die Seite "Über uns" übernimmt die Rolle des Profils [3]. Sie sollte zeigen, wer hinter dem Unternehmen steht, seit wann es arbeitet und wie man es erreicht. Für Ratgeber und Fachartikel lohnt dagegen ein Name. Die Frage, ob ein Profil nötig ist, beantwortet unsere FAQ zum Autorenprofil kurz.
Schreiben und fachlich prüfen
Googles Frage zur Expertise lautet wörtlich, ob der Inhalt von einem Experten oder einer kundigen Person "written or reviewed" wurde [2]. Geschrieben oder geprüft: Das öffnet einen Weg für Unternehmen, in denen nicht die Fachleute selbst schreiben. Ein Text kann von der Redaktion stammen und von einer Ärztin, einem Steuerberater oder einem Meister fachlich geprüft sein. Dann gehören beide Namen auf die Seite, jeweils mit ihrer Rolle, und beide brauchen ein Profil. Die Prüfung muss wirklich stattgefunden haben, und das Datum der letzten Prüfung gehört sichtbar auf die Seite.
So prüfen Sie Ihre Seiten
Gehen Sie Ihre wichtigsten Ratgeber durch und stellen Sie sich Googles drei Fragen zur Urheberschaft. Ist der Verfasser erkennbar, gibt es eine Verfasserzeile, führt sie zu einem Profil? Prüfen Sie danach im Quelltext oder mit dem Test für Rich-Suchergebnisse, ob author mit url oder sameAs gefüllt ist. Nach unserer Erfahrung fehlt bei vielen Websites genau dieser Link vom Artikel zum Profil, obwohl die Profilseite längst existiert.

Wie Sie die Antworten in Ihren Texten selbst klar formulieren, zeigt Antwortblöcke und Kurzantworten. Wer seine Website mit dem SEO CMS betreibt, findet die Autorenfunktionen unter Autorschaft und Profile, den Begriff erklärt das Glossar unter Autorenprofil.
Sie möchten wissen, ob Ihre Verfasserangaben vollständig sind? Stellen Sie die Frage in der gratis Sprechstunde , dort besprechen wir sie mit Ihnen.
- Organisation Optimizing your website for generative AI features on Google Search. Google Search Central. Stand 10.07.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Creating helpful, reliable, people-first content. Google Search Central. Stand 05.10.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Article structured data. Google Search Central. Stand 08.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation ProfilePage structured data. Google Search Central. Stand 08.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation AI features and your website. Google Search Central. Stand 10.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Ist ein Autorenprofil ein Rankingfaktor?
Google sagt, dass E-E-A-T selbst kein bestimmter Rankingfaktor ist. Google empfiehlt aber ausdrücklich genaue Angaben zur Urheberschaft und eine Verfasserzeile, die zu weiteren Informationen über den Verfasser führt.
Gibt es ein besonderes Autorensignal für AI Overviews?
Nach Googles Dokumentation nicht. Die KI-Funktionen beruhen auf den Qualitätssystemen der Suche, und für sie gelten dieselben Empfehlungen zur Urheberschaft.
Welche Angabe im Markup ist für Verfasser am wichtigsten?
Das Feld author.url mit einer Adresse, die den Verfasser eindeutig bezeichnet, etwa die Profilseite. Alternativ akzeptiert Google sameAs.
Darf ich einen Titel wie "Dr." in den Namen schreiben?
Im Markup nicht. Google empfiehlt, nur den Namen in das Namensfeld zu schreiben und Titel in honorificPrefix, die Berufsbezeichnung in jobTitle anzugeben.
Was mache ich bei Texten ohne einzelnen Verfasser?
Dann nennen Sie das Unternehmen als Verfasser mit dem Typ Organization. Die Seite "Über uns" übernimmt dann die Rolle des Profils.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.



