Bei klassischer Suchmaschinenoptimierung galt Digital PR lange als Weg zu Backlinks. Für die Sichtbarkeit in KI-Antworten verschiebt sich der Blick. Ein Sprachmodell, das eine Frage beantwortet, liest mehrere Quellen und fasst zusammen, was dort steht. Steht Ihr Unternehmen nur auf der eigenen Website, ist es eine Stimme. Steht es auch in einem Fachmagazin, beim Branchenverband und in der Regionalzeitung, taucht es in mehreren Quellen auf. Dieser Ratgeber zeigt, wie Digital PR für SEO Agentur und Suchmaschinenoptimierung, kurz GEO, funktioniert und wo die Grenzen liegen.
Warum fremde Seiten für KI-Antworten zählen
Die KI-Suchen der großen Anbieter arbeiten mit Quellen aus dem Web. Bei der Websuche von OpenAI enthält die Antwort Quellenangaben, und die vollständige Liste der zu Rate gezogenen Adressen ist laut Dokumentation oft länger als die Zahl der Quellenangaben [1]. Grok liefert eine Liste aller Quellen, die das Modell bei seiner Arbeit angetroffen hat [2]. Eine Antwort entsteht also aus mehreren Seiten, und nur ein Teil davon gehört dem Unternehmen, um das es geht.
Auch Google beschreibt diesen Weg für seinen Knowledge Graph. Die Fakten darin stammen laut Google aus verschiedenen Quellen, die Faktenwissen zusammentragen, und Knowledge Panels entstehen automatisch, wenn im offenen Web genug Informationen vorhanden sind [3]. Was andere über Sie schreiben, fließt damit in das Bild ein, das Suchsysteme von Ihrem Unternehmen haben. Wie Sie dieses Bild auf der eigenen Website klar zeichnen, beschreibt der Ratgeber Entitäten und Knowledge Graph für GEO.
Erwähnung, Link, Zitat: drei Arten von Ertrag
Digital PR kann auf drei Arten wirken. Ein Link auf Ihre Website bringt Besucher und ist für die klassische Suche ein bekanntes Signal. Eine Erwähnung ohne Link nennt Ihr Unternehmen, ohne dass jemand klicken kann. Nach unserer Einschätzung ist auch diese Nennung für eine KI-Suche, die den Text liest, ein Hinweis darauf, dass es Sie gibt und wofür Sie stehen. Das Glossar beschreibt sie unter Erwähnung ohne Link. Am wirkungsvollsten halten wir ein Zitat: eine Aussage von Ihnen, mit Namen und Funktion, in einem Artikel über ein Thema Ihrer Branche.

Die Forschung zu GEO stützt diesen Gedanken für die eigenen Texte. In der Studie von Aggarwal und anderen steigerten Zitate, Statistiken und Quellenangaben die Sichtbarkeit in generativen Antworten am stärksten [4]. Was für die eigene Seite gilt, gilt sinngemäß für Beiträge über Sie: Eine Erwähnung mit einer konkreten Zahl oder einer klaren Aussage ist leichter weiterzugeben als ein Satz wie "Firma X ist ein erfahrener Anbieter".
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Was Google zu Links aus PR sagt
Wer mit PR auch Links gewinnen will, muss Googles Richtlinien zu Spam kennen. Google definiert Link-Spam als "the practice of creating links to or from a site primarily for the purpose of manipulating search rankings" [5]. Als Beispiele nennt Google unter anderem den Kauf und Verkauf von Links für Rankingzwecke und übermäßigen Linktausch [5]. Unter Werbetexten und Native Advertising führt Google ausdrücklich Links mit optimiertem Ankertext in Artikeln, Gastbeiträgen oder Pressemitteilungen auf, die auf anderen Websites verbreitet werden [5].
Bezahlte Links sind nicht verboten. Google schreibt, der Kauf und Verkauf von Links sei für Werbung und Sponsoring ein normaler Teil der Wirtschaft im Web [5]. Solche Links verstoßen nicht gegen die Richtlinien, solange sie mit rel="nofollow" oder rel="sponsored" gekennzeichnet sind [5]. Für die Praxis heißt das: Eine bezahlte Veröffentlichung kann sinnvoll sein, wenn sie Ihr Unternehmen in einem passenden Umfeld bekannt macht. Der Link darin gehört gekennzeichnet. SEO NW arbeitet beim Linkaufbau nach Googles Richtlinien, Einzelheiten stehen unter Linkbuilding.
Themen, über die andere schreiben
Journalisten und Redaktionen schreiben über Neuigkeiten, Zahlen und Menschen. Für ein kleines oder mittleres Unternehmen gibt es dafür etliche Anlässe:

- Eigene Auswertungen: Was ein Handwerksbetrieb aus vielen Aufträgen über typische Schäden weiß, ist für eine Lokalzeitung ein Thema.
- Einordnung von Neuerungen: Wenn sich eine Regel ändert, suchen Redaktionen Fachleute, die erklären, was sie für Betroffene heißt.
- Menschen im Betrieb: Ausbildung, Nachfolge, ein ungewöhnlicher Werdegang.
- Beiträge für Fachmedien und Verbände: ein Gastbeitrag, ein Vortrag, eine Antwort in einer Umfrage des Verbandes.
Nach unserer Erfahrung tragen für kleinere Unternehmen die regionale Presse und die Fachmedien der eigenen Branche weiter als überregionale Medien. Dort ist die Konkurrenz um Aufmerksamkeit geringer, und die Leser sind näher an den eigenen Kunden. Die Forschung zu GEO zeigt zudem, dass Seiten, die in den normalen Suchergebnissen weiter hinten standen, von zitierfähigen Inhalten am stärksten profitierten [4].
Was Sie selbst vorbereiten
Gute PR braucht eine Website, auf die sich eine Redaktion verlassen kann. Dazu gehört eine Seite "Über uns" mit Firmenname, Sitz, Gründungsjahr und Ansprechpartnern, eine Seite für Presseanfragen mit Kontakt und druckfähigen Fotos und, wenn Sie Zahlen veröffentlichen, eine Seite, die erklärt, wie diese entstanden sind. Wer eine Auswertung verbreitet, sollte sie vorher selbst veröffentlicht haben. Dann können Redaktionen darauf verweisen, und KI-Suchen finden die Originalquelle.
Achten Sie auf einheitliche Angaben. Wenn eine Zeitung Ihren Firmennamen ohne Rechtsform schreibt und ein Verband mit, ist das kein Drama. Wenn aber Ort oder Leistung nicht stimmen, wird die Erwähnung schwer zuzuordnen. Schicken Sie Redaktionen deshalb einen kurzen Textbaustein mit den richtigen Angaben mit.
Was Sie besser lassen
Manche Angebote versprechen Erwähnungen im Paket: viele Artikel auf Portalen, die kaum jemand liest, alle mit demselben Text und demselben Link. Für die klassische Suche fällt das unter die Beispiele, die Google als Link-Spam beschreibt, etwa Links mit optimiertem Ankertext in breit verteilten Gastbeiträgen und Pressemitteilungen [5]. Für KI-Suchen bringen solche Seiten wenig, weil sie keine eigene Aussage enthalten, die sich zitieren ließe. Dasselbe gilt für ausgedachte Fachleute, Zitate ohne echte Person dahinter und Zahlen, die niemand nachprüfen kann. Wer einmal mit einer erfundenen Angabe auffällt, verliert bei der Redaktion das Vertrauen, das er für den nächsten Anlass braucht.
Wie Sie die Wirkung beobachten
Die Wirkung von Digital PR auf KI-Antworten lässt sich nur annähernd messen. Ein praktikabler Weg ist ein fester Satz von Fragen, die Sie regelmäßig in ChatGPT, Gemini, Perplexity und anderen Diensten stellen. Notieren Sie, ob Ihr Unternehmen genannt wird und welche Quellen die Dienste anzeigen. Taucht nach einer Veröffentlichung der Artikel einer Fachzeitschrift als Quelle auf, ist das ein guter Hinweis. Wie Sie solche Nennungen systematisch erfassen, beschreibt der Ratgeber Markennennungen in KI-Antworten. Die klassische Seite der Digital PR mit dem Ziel Backlinks behandelt der Ratgeber Digital PR für Backlinks.
Sie überlegen, welches Thema aus Ihrem Unternehmen für die Presse taugt? Stellen Sie die Frage in der gratis Sprechstunde, dort sprechen wir gemeinsam über mögliche Anlässe.
- Organisation Web search (Tools). OpenAI (API Documentation). Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Citations. xAI (Grok API Documentation). Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation How Google's Knowledge Graph works. Google (Knowledge Panel Help). Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Studie GEO: SEO Agentur und Suchmaschinenoptimierung (Volltext, Fassung 3). Pranjal Aggarwal, Vishvak Murahari, Tanmay Rajpurohit, Ashwin Kalyan, Karthik Narasimhan, Ameet Deshpande (KDD 2024). Stand 28.06.2024. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Spam policies for Google web search. Google Search Central. Stand 28.08.2026. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Was ist Digital PR für GEO?
Öffentlichkeitsarbeit im Web mit dem Ziel, dass andere Websites über Ihr Unternehmen schreiben. Weil KI-Suchen Antworten aus mehreren Quellen zusammenstellen, können solche Erwähnungen die Chance erhöhen, genannt zu werden.
Zählen Erwähnungen ohne Link?
Für die klassische Suche ist ein Link das bekanntere Signal. Nach unserer Einschätzung nimmt eine KI-Suche, die den Text liest, auch eine Nennung ohne Link wahr. Am wirkungsvollsten halten wir ein Zitat mit Namen und Aussage.
Darf ich für Artikel mit Links bezahlen?
Laut Google ja, wenn der Link mit rel="sponsored" oder rel="nofollow" gekennzeichnet ist. Ungekennzeichnete bezahlte Links für Rankingzwecke nennt Google Link-Spam.
Sind Pressemitteilungen mit Links erlaubt?
Google führt Links mit optimiertem Ankertext in verbreiteten Pressemitteilungen als Beispiel für Spam auf. Ein Link mit dem Firmennamen als Ankertext fällt nach unserer Einschätzung weniger auf als ein Link mit Suchbegriff.
Braucht ein kleines Unternehmen große Medien?
Nicht unbedingt. Regionale Presse und Fachmedien der eigenen Branche liegen näher an den Kunden, und in der GEO-Studie profitierten gerade Seiten, die in der klassischen Suche weiter hinten standen, von zitierfähigen Änderungen.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.



