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Ratgeber

Onlineshops in KI-Antworten

KI-Assistenten zeigen Produkte aus Produktdaten, die Händler über Merchant Center oder eigene Programme der Anbieter liefern, und aus den Shopseiten selbst. Für Google sollen Merchant Center und strukturierte Produktdaten aktuell sein und zum sichtbaren Text passen. Perplexity, OpenAI und Meta haben eigene Einkaufsfunktionen angekündigt, die zunächst vor allem in den USA starteten.

Aufgeräumtes kleines Lager mit Holzregalen voller unbeschrifteter Kartons und einem Packtisch im Morgenlicht
Bild: KI-generiert

Wer einen KI-Assistenten nach dem passenden Akkuschrauber oder einem Geschenk unter einem bestimmten Budget fragt, bekommt immer öfter Produktvorschläge mit Bild, Preis und Link zum Händler. Für Onlineshops entsteht damit ein weiterer Weg zu Käufern neben Suchmaschine, Preisvergleich und Marktplatz. SEO Agentur und Suchmaschinenoptimierung, kurz GEO, nennen wir für Shops Shop GEO. Dieser Ratgeber zeigt, welche Einkaufsfunktionen die großen Anbieter beschrieben haben, welche Daten dafür zählen und was ein Shop in Deutschland heute davon nutzen kann.

Google: Merchant Center und Produktdaten

Für die KI-Funktionen der Google-Suche nennt Google keine eigenen Voraussetzungen. Es gelten die bekannten Grundlagen, und eine davon richtet sich an Händler: Die Informationen im Merchant Center und im Unternehmensprofil sollen auf dem neuesten Stand sein [1]. Strukturierte Daten müssen zum sichtbaren Text der Seite passen, besondere schema.org-Angaben für KI braucht es laut Google nicht [1].

Frau um die dreißig fotografiert eine Keramiktasse auf einem weißen Tisch mit kleiner Lichtbox
Bild: KI-generiert

Für Produkte unterscheidet Google zwei Arten von Seiten [2]. Produkt-Snippets passen zu Seiten, auf denen man das Produkt nicht direkt kaufen kann, etwa Testberichten. Händlereinträge gelten für Seiten, auf denen Kunden das Produkt beim Anbieter kaufen können. Wer strukturierte Daten auf den Seiten und zusätzlich einen Feed im Merchant Center bereitstellt, verbessert laut Google seine Chancen auf bestimmte Ergebnistypen und erleichtert Google das Verstehen der Daten [2]. Produktinformationen können in der Google-Suche, in Google Bilder, in Google Lens und auf dem Shopping-Tab erscheinen [2].

Händler mit Ladengeschäft können zusätzlich kostenlose lokale Einträge nutzen, die Produkte aus dem Geschäft bei Google zeigen. Deutschland steht laut Merchant-Center-Hilfe auf der Liste der Länder dafür [3]. Den Einstieg beschreiben die Ratgeber Google Merchant Center Einstieg und Product Schema umsetzen.

Perplexity: Shopping und Merchant Program

Am 18.11.2024 stellte Perplexity eine Einkaufsfunktion vor [4]. Antworten auf Produktfragen zeigen Produktkarten, die Perplexity als nicht gesponsert bezeichnet. Die Daten stammen unter anderem aus Plattform-Integrationen wie Shopify [4]. Pro-Nutzer in den USA konnten ausgewählte Produkte direkt in Perplexity kaufen, sonst leitet Perplexity zur Website des Händlers weiter [4].

Für Händler gibt es das kostenlose Merchant Program, das sich vor allem an große Händler richtet. Teilnehmer stellen Produktdaten bereit und sollen dadurch unter anderem bessere Chancen haben, als empfohlenes Produkt zu erscheinen [4]. Wie Perplexity Empfehlungen im Einzelnen gewichtet, beschreibt die Ankündigung nicht [4]. Voraussetzung für Shopseiten als Quelle bleibt, dass PerplexityBot sie erreicht. Mehr dazu steht im Ratgeber Perplexity SEO.

Noch eine Frage offen?

In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder Sie rufen einfach an.

OpenAI: Produktfeeds und Kauf im Chat

OpenAI beschreibt in seiner Dokumentation für Händler, wie Produkte in ChatGPT erscheinen und gekauft werden können [5]. Händler liefern ihre Produktdaten als sicheren, regelmäßig aktualisierten Feed im Format CSV oder JSON, damit ChatGPT die Produkte korrekt anzeigen kann [5]. Am Anfang steht ein Beispiel-Feed zur Prüfung, danach folgen tägliche Aktualisierungen [5]. Empfohlene Zusatzangaben im Feed können laut OpenAI Ranking, Relevanz und Vertrauen der Nutzer verbessern [5].

Hände legen kleine Pakete auf ein Förderband in einer ruhigen Packstation mit schlichten Kartons
Bild: KI-generiert

Für den Kauf beschreibt OpenAI einen Ablauf, bei dem ChatGPT als Agent des Kunden den Bezahlvorgang in seiner Oberfläche zeigt, während die Abwicklung beim Händler bleibt. Als erste passende Umsetzung für die Zahlung nennt OpenAI das Shared Payment Token von Stripe [5]. Wer teilnehmen darf und in welchen Ländern, sagt diese Dokumentation nicht [5]. Wie Sie Produktfeeds für solche Programme vorbereiten, zeigt der Ratgeber Produktfeeds für KI-Einkauf.

Meta: Shopping-Modus in Meta AI

Meta hat am 12.05.2026 einen Shopping-Modus für Meta AI ergänzt. Nutzer können Meta AI bitten, Angebote auf Facebook Marketplace in der Nähe zusammen mit Angeboten aus dem ganzen Internet zu suchen [6]. Die neuen Funktionen von Meta AI starteten zunächst in den USA, weitere Länder sollen folgen [6]. Für Händler heißt das: Neben der eigenen Website können in den USA auch Marketplace-Angebote in Antworten auftauchen. Wie Meta AI die Websuche nutzt, beschreibt der Ratgeber Meta AI und die Websuche.

Die Shopseite als Quelle

Feeds liefern Preis, Verfügbarkeit und Bild. Für Fragen wie "Welcher Rasenmäher eignet sich für einen Hang?" brauchen Assistenten mehr: Text, der Eigenschaften und Einsatzzweck erklärt. Dieser Text steht auf Produkt- und Kategorieseiten, in Ratgebern und Vergleichen. Einige Punkte machen ihn für Menschen und Maschinen besser verwertbar:

Verkäufer um die vierzig erklärt einem Kunden am Tresen eines Baumarkts einen Akkuschrauber ohne sichtbare Marke
Bild: KI-generiert
  • Eigene Produktbeschreibungen statt übernommener Herstellertexte, mit Einsatzzweck, Maßen und Besonderheiten im Fließtext.
  • Technische Daten als Tabelle im HTML. Microsoft nennt Tabellen ausdrücklich als Hilfe dafür, dass Inhalte in KI-Antworten korrekt übernommen werden [7].
  • Gleiche Angaben überall: Preis, Verfügbarkeit und Produktname auf der Seite, in den strukturierten Daten und im Feed stimmen überein [1].
  • Kategorieseiten mit einem kurzen Text, der erklärt, worin sich die Produkte der Kategorie unterscheiden und für wen sie passen.
  • Versand, Rückgabe und Zahlungsarten auf eigenen, verlinkten Seiten, damit ein Assistent Fragen dazu beantworten kann.

Nach unserer Erfahrung fehlen in vielen Shops gerade die Seiten, die eine Kaufentscheidung vorbereiten, also Ratgeber und Vergleiche. Hilfe dazu bieten die Ratgeber Produkttexte schreiben, Herstellertexte und Duplicate Content und Blog und Ratgeber im Shop.

Was in Deutschland heute nutzbar ist

Von den beschriebenen Funktionen starteten mehrere zunächst in den USA, etwa der Kauf direkt in Perplexity und der Shopping-Modus von Meta AI [4, 6]. Für einen Shop in Deutschland stehen deshalb die Wege im Vordergrund, die unabhängig vom Land wirken: ein vollständiger Feed im Merchant Center, strukturierte Produktdaten auf den Seiten, Produkt- und Ratgeberseiten mit eigenem Text und eine robots.txt, die die Suchcrawler der Assistenten zulässt. Diese Arbeit zahlt zugleich auf die klassische Google-Suche ein. Neue Programme der KI-Anbieter lassen sich später ergänzen, wenn sie in Deutschland verfügbar sind.

Technik: Zugang für Crawler

Viele Shops schützen sich mit Bot-Abwehr gegen Preisabfragen durch Wettbewerber. Dieselben Regeln können die Suchcrawler der KI-Anbieter treffen. Google weist für seine KI-Funktionen darauf hin, dass das Crawling in der robots.txt und von allen CDNs und der Hosting-Infrastruktur zugelassen sein muss [1]. Prüfen Sie deshalb, ob OAI-SearchBot, PerplexityBot und meta-webindexer Ihre Produktseiten erreichen. Die Kennungen und ihre Zwecke stehen unter KI-Crawler blockieren oder zulassen.

Filter- und Sortierseiten erzeugen in Shops oft sehr viele Adressen. Wer sie für Suchmaschinen ausschließt, sollte die Regeln so fassen, dass Kategorien und Produkte erreichbar bleiben. Hinweise dazu gibt der Ratgeber Filter und Facetten im Shop.

Erfolg messen

Besuche aus KI-Assistenten erkennen Matomo und Google Analytics inzwischen an der Herkunft und ordnen sie eigenen Kanälen zu. In Shops lohnt der Blick auf Umsatz und Warenkörbe dieser Besucher zusätzlich zu ihrer Zahl. Die Einrichtung beschreiben die Ratgeber KI-Traffic in Matomo messen und KI-Traffic in Google Analytics messen. Wer den Shop insgesamt für Suchmaschinen und KI-Suchen aufstellen will, findet bei SEO NW die Leistung E-Commerce SEO.

Sie betreiben einen Onlineshop und möchten wissen, ob Ihre Produkte in KI-Antworten eine Chance haben? Stellen Sie die Frage in der gratis Sprechstunde, dort besprechen wir Feed, Produktseiten und robots.txt.

  1. Organisation KI-Funktionen und deine Website. Google Search Central. Stand 31.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
  2. Organisation Einführung in strukturierte Product-Daten. Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
  3. Organisation Anzeigen für lokales Inventar und lokale Einträge. Google Merchant Center-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
  4. Organisation Shop like a Pro: Perplexity's new AI-powered shopping assistant. Perplexity. Stand 18.11.2024. abgerufen am 31.10.2026
  5. Organisation Key concepts (Agentic Commerce). OpenAI Developers. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
  6. Organisation Introducing Muse Spark. Meta Newsroom. Stand 08.04.2026, aktualisiert 12.05.2026. abgerufen am 31.10.2026
  7. Organisation Introducing AI Performance in Bing Webmaster Tools Public Preview. Microsoft Bing Webmaster Blog. Stand 10.02.2026. abgerufen am 31.10.2026

Häufige Fragen

Brauche ich für KI-Antworten bei Google einen eigenen Produktfeed?

Google nennt für seine KI-Funktionen keine eigenen Voraussetzungen, rät aber, die Angaben im Merchant Center aktuell zu halten. Strukturierte Daten auf den Seiten und ein Feed im Merchant Center zusammen erleichtern Google laut Dokumentation das Verständnis der Produktdaten.

Kann ich mich bei Perplexity als Händler anmelden?

Perplexity hat 2024 ein kostenloses Merchant Program angekündigt, das sich vor allem an große Händler richtet. Die Kauffunktion im Chat startete für Pro-Nutzer in den USA.

Funktioniert der Kauf in ChatGPT auch für deutsche Shops?

Die Dokumentation von OpenAI zu Agentic Commerce beschreibt Feeds und Bezahlablauf, nennt aber keine Länder. Prüfen Sie die aktuelle Verfügbarkeit direkt bei OpenAI.

Sind die Produktempfehlungen in KI-Antworten Werbung?

Perplexity bezeichnet seine Produktkarten als nicht gesponsert. Wie andere Anbieter Empfehlungen und Anzeigen trennen, ist je Anbieter unterschiedlich geregelt und in dessen Dokumentation beschrieben.

Was bringt mehr: Feed oder gute Produktseiten?

Beides ergänzt sich. Der Feed liefert Preis und Verfügbarkeit, die Produktseite erklärt Eigenschaften und Einsatzzweck und dient als Quelle für Beratungsfragen.

Noch eine Frage offen?

In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder Sie rufen einfach an.

Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.

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