Websites wachsen. Über die Jahre kommen Blogartikel, Aktionsseiten, Pressemitteilungen, Produktseiten und Ratgeber dazu, und kaum jemand räumt auf. Irgendwann gibt es fünf Artikel zum selben Thema, Seiten mit veralteten Preisen und Texte, die niemand mehr liest. Ein Content-Audit schafft hier Ordnung. SEO NW prüft dabei jede Seite Ihrer Website und sagt Ihnen, welche Inhalte arbeiten, welche Potenzial haben und welche Sie besser entfernen oder zusammenlegen.
Ein Content Audit für SEO verbindet zwei Blickwinkel. Die Daten zeigen, was Suchende tatsächlich finden und anklicken. Die redaktionelle Prüfung zeigt, ob ein Inhalt richtig, aktuell und hilfreich ist. Erst beides zusammen ergibt eine belastbare Entscheidung.
Wann ein Content-Audit sinnvoll ist
Ein Audit lohnt sich vor allem in diesen Situationen:
- Die Website hat mehrere Hundert oder Tausend Seiten, und niemand hat mehr den Überblick.
- Die Sichtbarkeit sinkt langsam, obwohl regelmäßig neue Inhalte erscheinen.
- Mehrere Seiten konkurrieren um dieselben Suchbegriffe, und keine steht richtig gut.
- Ein Relaunch steht an, und es soll klar sein, welche Inhalte umziehen.
- Nach einem Core Update ist die Website schwächer als vorher.
Kleine Websites mit wenigen Dutzend Seiten brauchen meist kein formales Audit. Dort reicht oft ein Durchgang durch die wichtigsten Seiten im Rahmen der OnPage-Optimierung.
Welche Daten wir auswerten
Grundlage ist eine vollständige Liste aller Adressen. Wir erstellen sie aus einem Crawl der Website, der XML-Sitemap und den Daten der Search Console, damit auch Seiten auffallen, die intern nicht mehr verlinkt sind. Zu jeder Adresse sammeln wir dann:

- Klicks, Impressionen, Klickrate und durchschnittliche Position aus dem Leistungsbericht der Search Console [1],
- den Indexierungsstatus, also ob Google die Seite aufgenommen hat und warum nicht [2],
- Besuche, Verweildauer und Ziele aus Ihrer Webanalyse, etwa Matomo,
- eingehende Links von fremden Websites und interne Links,
- technische Werte wie Statuscode, Canonical, Titel, Beschreibung und Wortzahl.
Die Search Console zeigt standardmäßig die letzten drei Monate [1]. Für ein Audit wählen wir einen längeren Zeitraum, damit saisonale Inhalte nicht fälschlich als schwach gelten. Ein Ratgeber zu Heizkosten kann im Sommer kaum Klicks haben und im Winter zu den stärksten Seiten gehören.
Sprechen wir über Ihre Website
Im Erstgespräch sehen wir uns Ihre Seite an und sagen Ihnen, was sich lohnt. Es kostet 1 € und findet direkt mit Alexander Müller statt.
Die redaktionelle Prüfung
Zahlen allein reichen nicht. Eine Seite mit wenigen Besuchen kann wichtig sein, etwa eine Seite zu Ihren Zertifizierungen, die im Einkauf geprüft wird. Wir lesen deshalb die Inhalte und bewerten sie nach Fragen, die Google selbst zur Selbsteinschätzung vorschlägt. Dazu gehört, ob ein Inhalt eigene Informationen, Berichte oder Analysen bietet, ob er klar als Wissen aus erster Hand erkennbar ist und ob Leser danach das Gefühl haben, genug über das Thema gelernt zu haben [3].
Google beschreibt außerdem Warnzeichen. Dazu gehört, das Datum von Seiten zu ändern, damit sie aktuell wirken, obwohl sich der Inhalt nicht wesentlich geändert hat. Ebenso gehört dazu, viele Inhalte hinzuzufügen oder zu entfernen, hauptsächlich weil man glaubt, so das Ranking zu verbessern [3]. Ein Audit ist deshalb kein Anlass für Kosmetik. Wenn wir eine Seite als veraltet einstufen, empfehlen wir eine echte Überarbeitung.
Wir achten auch auf Vertrauen: Steht dabei, wer einen Text geschrieben hat? Sind Quellen angegeben? Stimmen Preise, Fristen und Kontaktdaten noch? Google nennt Vertrauenswürdigkeit den wichtigsten Aspekt von E-E-A-T [3].
Wenn sich Seiten gegenseitig Konkurrenz machen
Ein häufiger Befund in Audits ist die sogenannte Keyword-Kannibalisierung. Gemeint ist, dass zwei oder mehr Seiten derselben Website für dieselbe Suchanfrage in Frage kommen. In der Search Console zeigt sich das, wenn für eine Suchanfrage abwechselnd verschiedene Adressen erscheinen oder wenn mehrere Seiten für denselben Begriff Impressionen sammeln, aber keine davon weit oben steht.
Typische Ursachen sind ein Blogartikel, der dasselbe Thema behandelt wie die Leistungsseite, mehrere Jahresausgaben eines Ratgebers oder Kategorieseiten und Filterseiten im Shop, die sich kaum unterscheiden. Die Lösung hängt vom Fall ab. Manchmal reicht es, die Seiten klarer voneinander abzugrenzen und intern eindeutig zu verlinken. In anderen Fällen ist eine Zusammenlegung besser, bei der die stärkere Seite die Inhalte der schwächeren aufnimmt.
Wir dokumentieren für jede Gruppe konkurrierender Seiten, welche Adresse künftig das Thema trägt und was mit den anderen geschieht. So bleibt nachvollziehbar, warum eine Seite verschwunden ist, und niemand legt sie ein Jahr später versehentlich neu an.
Die vier Entscheidungen
Am Ende bekommt jede Seite eine von vier Empfehlungen.

Behalten
Die Seite ist richtig, aktuell und bringt Besucher oder erfüllt einen klaren Zweck. Sie bleibt, wie sie ist, oder bekommt kleine Verbesserungen an Titel und Beschreibung.
Überarbeiten
Die Seite hat ein gutes Thema, steht aber knapp hinter der ersten Ergebnisseite oder ist veraltet. Wir beschreiben, was fehlt, und schreiben auf Wunsch den neuen Text über unsere Texterstellung für SEO.
Zusammenlegen
Mehrere Seiten behandeln dasselbe Thema und teilen sich die Signale. Wir legen sie zu einer starken Seite zusammen und leiten die alten Adressen dauerhaft weiter. Google empfiehlt bei doppelten Inhalten unter mehreren Adressen Weiterleitungen oder ein Canonical-Element [4].
Entfernen
Die Seite hat keinen Zweck mehr, etwa eine abgelaufene Aktion ohne Besucher und ohne Links. Sie wird gelöscht und liefert einen 404- oder 410-Status, oder sie wird auf eine passende Seite weitergeleitet, wenn es eine gibt. Soll eine Seite für Besucher erreichbar bleiben, aber nicht in der Suche erscheinen, ist ein noindex die richtige Wahl. Google weist darauf hin, dass die Seite dafür nicht per robots.txt gesperrt sein darf, weil der Googlebot das noindex sonst nicht sehen kann [5].
So läuft das Audit ab
- Zugang und Ziele: Sie geben uns Lesezugriff auf Search Console und Webanalyse. Wir klären, welche Ziele die Website hat und welche Bereiche besonders wichtig sind.
- Bestandsliste: Crawl, Sitemap und Datenexport werden zu einer Tabelle mit einer Zeile je Adresse zusammengeführt.
- Bewertung: Wir prüfen jede Seite nach Daten und Inhalt und vergeben eine Empfehlung mit kurzer Begründung.
- Besprechung: Wir gehen die Ergebnisse gemeinsam durch, weil Sie Ihre Inhalte und Ihr Geschäft besser kennen als jedes Werkzeug.
- Umsetzung: Weiterleitungen, Zusammenlegungen und Überarbeitungen folgen in einer festgelegten Reihenfolge, die wichtigsten Seiten zuerst.
Wie lange ein Audit dauert, hängt von der Größe ab. Bei einigen Hundert Seiten sind Bestandsliste und Bewertung in der Regel in wenigen Wochen erledigt. Bei mehreren Tausend Seiten gehen wir in Abschnitten vor und beginnen mit den Bereichen, die den meisten Umsatz oder die meisten Anfragen bringen.

Nach der Umsetzung vergleichen wir die Daten mit dem Ausgangsstand. Google weist darauf hin, dass sich Änderungen nach wenigen Stunden oder erst nach Monaten zeigen können, und empfiehlt, für eine erste Bewertung einige Wochen abzuwarten [4].
Was Sie bekommen
Sie erhalten die vollständige Tabelle aller Adressen mit Daten und Empfehlung, eine Zusammenfassung mit den wichtigsten Befunden und eine Liste der Weiterleitungen, die Ihr Entwicklungsteam einspielen kann. Wenn Sie möchten, ergänzen wir eine Themenübersicht mit Lücken, also Fragen Ihrer Zielgruppe, zu denen Sie noch keine Seite haben. Daraus lässt sich direkt eine Content-Strategie ableiten.
Wer das Audit selbst vorbereiten möchte, findet eine Tabelle zum Ausfüllen unter Content-Audit-Vorlage. Begriffe wie Content Pruning erklärt das Glossar unter Content Pruning.
Kosten
Der Aufwand richtet sich nach der Zahl der Seiten und der Tiefe der redaktionellen Prüfung. Wir rechnen nach Stunden ab, zu 200 Euro netto je Stunde von Montag bis Freitag zwischen 9 und 17 Uhr, und nennen vorher eine Schätzung. In den Monatspaketen wie SEO-Boost für 2.500 Euro netto im Monat lässt sich das Audit mit der anschließenden Überarbeitung verbinden. Alle Preise finden Sie auf der Preisseite.
Sie fragen sich, ob Ihre Website ein Audit braucht? Im Erstgespräch für 1 Euro werfen wir mit Ihnen einen ersten Blick auf die Daten und schätzen ein, wie viel Aufräumarbeit sich lohnt.
- Organisation Leistungsbericht (Google-Suchergebnisse): Übersicht und grundlegende Einrichtung. Search Console-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 30.10.2026
- Organisation Bericht zur Seitenindexierung. Search Console-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 30.10.2026
- Organisation Hilfreiche, vertrauenswürdige, nutzerorientierte Inhalte erstellen. Google Search Central. Stand 07.10.2026. abgerufen am 30.10.2026
- Organisation Startleitfaden zur Suchmaschinenoptimierung (SEO). Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 30.10.2026
- Organisation Aufnahme in den Google-Suchindex mit "noindex" blockieren. Google Search Central. Stand 31.12.2025. abgerufen am 30.10.2026
Häufige Fragen
Wie oft sollte man ein Content-Audit machen?
Für die meisten Websites reicht ein gründliches Audit alle ein bis zwei Jahre oder vor einem Relaunch. Große Websites mit vielen neuen Inhalten profitieren von einer laufenden Pflege, bei der jedes Quartal ein Bereich geprüft wird.
Schadet es, viele Seiten zu löschen?
Entscheidend ist der Grund. Google warnt davor, Inhalte vor allem deshalb zu entfernen, weil man sich ein besseres Ranking davon verspricht. Seiten ohne Zweck, ohne Besucher und ohne Links zu entfernen oder mit passenden Seiten zusammenzulegen, ist dagegen normale Pflege.
Was ist der Unterschied zwischen Content-Audit und SEO-Audit?
Das SEO-Audit prüft vor allem Technik, Indexierung und Struktur. Das Content-Audit konzentriert sich auf die Inhalte selbst, ihre Qualität, ihre Daten und ihre Überschneidungen. In vielen Projekten kombinieren wir beides.
Reicht es, das Datum alter Artikel zu aktualisieren?
Nein. Google nennt es ausdrücklich ein Warnzeichen, das Datum zu ändern, ohne den Inhalt wesentlich zu verändern. Ein neues Datum gehört zu einer echten Überarbeitung.
Welche Zugänge brauchen Sie?
Lesezugriff auf die Google Search Console und Ihre Webanalyse genügt. Für Weiterleitungen und Überarbeitungen arbeiten wir mit Ihrem Team oder bekommen auf Wunsch einen eingeschränkten Zugang zum Redaktionssystem.
Erstgespräch vereinbaren
Im Erstgespräch sehen wir uns Ihre Seite an und sagen Ihnen, was sich lohnt. Es kostet 1 € und findet direkt mit Alexander Müller statt.
Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.



