Wer in mehreren Ländern verkauft, braucht mehr als eine übersetzte Website. Kunden in Österreich suchen mit anderen Begriffen als Kunden in Deutschland, in der Schweiz gelten andere Preise und Versandbedingungen, und in Frankreich entscheidet die Qualität der französischen Texte darüber, ob jemand Vertrauen fasst. Suchmaschinen müssen außerdem verstehen, welche Version für wen gedacht ist. Als internationale SEO Agentur hilft SEO NW Ihnen, diese Fragen sauber zu lösen, von der Domainstruktur bis zur Recherche je Markt.
Google unterscheidet dabei zwei Fälle. Eine mehrsprachige Website bietet Inhalte in mindestens zwei Sprachen an. Eine multiregionale Website richtet sich an Nutzer in verschiedenen Ländern. Viele Websites sind beides [1]. Je nach Fall sind die Antworten auf die folgenden Fragen unterschiedlich.
Die Wahl der Domainstruktur
Die erste Entscheidung betrifft die Adressen. Google nennt als Möglichkeiten länderspezifische Domains wie example.at, Subdomains auf einer generischen Domain wie at.example.com, Unterverzeichnisse wie example.com/at/ und URL-Parameter. Von Parametern rät Google ab [1].

| Struktur | Stärke | Schwäche |
|---|---|---|
| Länderdomain (.at, .ch) | klares Signal für das Zielland | höhere Kosten, teils an die Vorgaben der Länderendung gebunden |
| Unterverzeichnis (/at/) | alle Versionen profitieren von einer Domain | Länderzuordnung braucht weitere Signale |
| Subdomain (at.) | technisch flexibel, getrennte Server möglich | für Nutzer nicht immer eindeutig als Länderversion erkennbar |
Welche Lösung passt, hängt von Ihrem Budget, Ihrer Organisation und den Märkten ab. Ein Mittelständler mit wenigen Ländern fährt mit Unterverzeichnissen oft gut, weil alle Sprachversionen von einer gemeinsamen Domain profitieren. Ein Konzern mit eigenständigen Landesgesellschaften kann mit Länderdomains besser arbeiten. Wir besprechen die Vor- und Nachteile für Ihren Fall. Eine ausführliche Abwägung bietet der Ratgeber Länderdomains oder Unterordner.
Als Signale für das Zielland nennt Google unter anderem Länderdomains, hreflang-Angaben, lokale Adressen und Telefonnummern, die Landeswährung und Angaben im Google-Unternehmensprofil. Der Serverstandort ist nur ein schwaches Signal [1]. Generische Endungen wie .com, .org oder .eu behandelt Google als generisch, ebenso einige Länderendungen wie .tv, .me oder .io [1].
Eigene URLs für jede Sprache
Google empfiehlt, für jede Sprachversion eigene URLs zu verwenden und die Sprache nicht über Cookies oder Browsereinstellungen zu wechseln [1]. Auch von automatischen Weiterleitungen nach Sprache oder Standort rät Google ab. Der Googlebot crawlt überwiegend aus den USA und sendet keine Sprachpräferenz mit, sodass er andere Versionen sonst womöglich nie zu sehen bekommt [1]. Besser sind sichtbare Links zu den anderen Sprachversionen, zum Beispiel ein Sprachumschalter im Kopf der Seite.
Die Sprache einer Seite erkennt Google am sichtbaren Inhalt. Das lang-Attribut im Quelltext und die URL nutzt Google dafür nicht [1]. Jede Seite sollte deshalb in einer Sprache geschrieben sein. Halb übersetzte Seiten, auf denen deutscher Fließtext neben englischer Navigation steht, erschweren die Zuordnung.
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hreflang: Google die Sprachversionen erklären
Mit hreflang teilen Sie Google mit, welche Seiten Sprach- oder Länderversionen voneinander sind. Google nennt drei Wege: link-Elemente im Kopf der HTML-Seite, einen Link-Header in der HTTP-Antwort, etwa für PDFs, oder Einträge in der XML-Sitemap. Einer dieser Wege genügt [2].

Die häufigste Fehlerquelle sind fehlende Rückverweise. Jede Version muss sich selbst und alle anderen Versionen auflisten. Wenn Seite A auf Seite B verweist, muss Seite B auf Seite A zurückverweisen, sonst ignoriert Google die Angaben womöglich [2]. Der Sprachcode folgt ISO 639-1, ein optionaler Ländercode ISO 3166-1 Alpha 2, etwa de-AT [2]. Codes wie UK oder EU erkennt Google nicht [2]. Für Nutzer, deren Sprache keiner Version entspricht, lässt sich mit x-default eine Ausweichseite festlegen, etwa eine Länderauswahl [2].
Bei kleinen Websites lässt sich hreflang von Hand pflegen. Ab einigen Hundert Seiten je Sprache lohnt sich eine automatische Ausgabe durch das CMS oder eine Sitemap, die aus der Datenbank erzeugt wird. Wir prüfen die Ausgabe Ihres Systems und finden fehlende oder falsche Zuordnungen. Für Tests einzelner Seiten gibt es unseren hreflang-Generator.
Deutschland, Österreich und die Schweiz
Ein Sonderfall, der uns besonders oft begegnet, ist der deutschsprachige Raum. Die Sprache ist dieselbe, aber Begriffe, Preise, Versand und Rechtstexte unterscheiden sich. Ohne hreflang zeigt Google in Österreich womöglich die deutsche Version mit Euro-Preisen und deutscher Versandinformation, in der Schweiz eine Seite ohne Franken-Preise. Mit sauberen Länderversionen und hreflang-Angaben wie de-DE, de-AT und de-CH lässt sich das steuern. Wenn sich die Versionen inhaltlich kaum unterscheiden, rät Google, eine bevorzugte Version festzulegen und mit Canonical und hreflang zu arbeiten [1]. Hintergründe stehen im Ratgeber hreflang für Deutschland, Österreich und die Schweiz.
Keyword-Recherche je Land
Eine Übersetzung der deutschen Suchbegriffe reicht selten aus. Menschen in anderen Ländern beschreiben dasselbe Produkt mit anderen Worten, und selbst innerhalb einer Sprache unterscheiden sich Begriffe deutlich. Wir recherchieren für jeden Zielmarkt eigene Suchbegriffe, prüfen die Suchergebnisse vor Ort und ordnen die Begriffe den Seiten zu. Wo möglich, arbeiten wir dabei mit Muttersprachlern oder Ihren Landesgesellschaften zusammen. Die Methode beschreibt die Leistung Keyword-Recherche beauftragen.
Übersetzung und Qualität
Maschinelle Übersetzung ist heute eine brauchbare Grundlage, ersetzt aber keine Prüfung durch Menschen, die die Sprache und den Markt kennen. Eine Produktseite mit holprigen Sätzen kostet Vertrauen, und Fachbegriffe werden oft falsch übertragen. Wir empfehlen deshalb, maschinelle Entwürfe von Muttersprachlern überarbeiten zu lassen und bei wichtigen Seiten eigene Texte für den Markt zu schreiben. Mehr dazu im Ratgeber Übersetzungen und Qualität bei internationalen Seiten.

Lokale Signale und Vertrauen im Zielmarkt
Neben der Technik entscheidet die Glaubwürdigkeit im jeweiligen Land. Eine Seite für die Schweiz mit deutscher Telefonnummer, deutschen Versandbedingungen und Preisen in Euro wirkt wenig überzeugend, auch wenn sie technisch richtig ausgezeichnet ist. Google nennt lokale Adressen und Telefonnummern sowie die Landeswährung ausdrücklich als Signale für das Zielland [1]. Wenn Sie in einem Land einen Standort haben, gehört er sichtbar auf die Länderversion und ins Unternehmensprofil.
Auch Links und Erwähnungen wirken je Markt. Eine Länderversion, auf die nur Websites aus Deutschland verweisen, baut im Zielland kaum Vertrauen auf. Wir suchen deshalb für jeden Markt nach passenden Quellen, etwa Branchenverbänden, Händlerverzeichnissen oder Fachmedien vor Ort. Das ist aufwendiger als im Heimatmarkt, weil Kontakte und Sprache fehlen, und gehört deshalb von Anfang an in die Planung.
Schließlich lohnt ein Blick auf Rechtstexte und Pflichtangaben. Impressum, Datenschutz, Widerrufsbelehrung und Versandbedingungen unterscheiden sich zwischen Ländern. Eine Länderversion, die auf die deutschen Rechtstexte verweist, verunsichert Kunden. Die rechtliche Prüfung übernehmen wir nicht, wir sorgen aber dafür, dass die Seiten an der richtigen Stelle stehen und richtig verknüpft sind.
So läuft ein internationales Projekt ab
- Zielmärkte und Ziele: Welche Länder und Sprachen, welche Produkte, welche Organisation vor Ort?
- Struktur: Entscheidung für Domains, Subdomains oder Unterverzeichnisse und Plan für die Adressen.
- Technik: hreflang, Canonicals, Sprachumschalter, Sitemaps und Search-Console-Properties je Version.
- Inhalte: Keyword-Recherche je Markt, Übersetzung und Prüfung, eigene Inhalte für wichtige Seiten.
- Kontrolle: Auswertung je Land in der Search Console und Korrektur von Zuordnungsfehlern.
Wenn Sie eine bestehende Website auf eine neue internationale Struktur umstellen, ist das gleichzeitig eine Migration. Wir planen dann die Weiterleitungen mit, wie unter Website-Migration beschrieben. Für Onlineshops mit mehreren Ländern verbinden wir das Projekt mit E-Commerce-SEO.
Kosten
Internationale Projekte sind meist umfangreicher als nationale, weil jede Sprachversion eigene Aufmerksamkeit braucht. Für Unternehmen mit mehreren Ländern ist das Paket SEO Enterprise für 16.000 Euro netto im Monat gedacht, das internationale Projekte ausdrücklich einschließt. Kleinere Vorhaben, etwa die Einrichtung von hreflang für eine bestehende Website, rechnen wir zu 200 Euro netto je Stunde von Montag bis Freitag zwischen 9 und 17 Uhr ab. Alle Pakete stehen auf der Preisseite.
Sie planen den Schritt in neue Märkte oder wundern sich, warum Google in Österreich die falsche Version zeigt? Im Erstgespräch für 1 Euro sehen wir uns Ihre Struktur an und sagen Ihnen, was wir ändern würden. Erklärungen zu Fachbegriffen bietet das Glossar unter hreflang.
- Organisation Multiregionale und mehrsprachige Websites verwalten. Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 30.10.2026
- Organisation Lokalisierte Versionen deiner Seiten. Google Search Central. Stand 22.09.2026. abgerufen am 30.10.2026
Häufige Fragen
Brauche ich für jedes Land eine eigene Domain?
Nein. Länderdomains sind ein klares Signal, Unterverzeichnisse auf einer gemeinsamen Domain sind aber für viele Unternehmen die einfachere Lösung. Entscheidend ist, dass jede Sprach- oder Länderversion eigene URLs hat und sauber ausgezeichnet ist.
Was passiert, wenn hreflang falsch eingerichtet ist?
Google ignoriert fehlerhafte Angaben womöglich, etwa wenn Rückverweise fehlen oder Ländercodes falsch sind. Dann zeigt Google unter Umständen die falsche Version, zum Beispiel die deutsche Seite in Österreich.
Soll ich Besucher automatisch auf ihre Sprache weiterleiten?
Google rät davon ab, weil der Googlebot sonst manche Versionen nicht findet. Besser ist ein sichtbarer Sprachumschalter, mit dem Besucher selbst wählen.
Reicht maschinelle Übersetzung?
Als Entwurf ja, für die Veröffentlichung meist nicht. Wichtige Seiten sollten von Muttersprachlern geprüft werden, und die Suchbegriffe müssen je Land neu recherchiert werden.
Wie messe ich den Erfolg je Land?
In der Search Console lassen sich Leistungsdaten nach Ländern filtern. Bei Unterverzeichnissen oder Subdomains kann jede Version zusätzlich als eigene Property angelegt werden.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.



