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GEO-Checkliste für Unternehmenswebsites

Eine GEO-Checkliste prüft, ob KI-Suchen wie AI Overviews, ChatGPT oder Perplexity eine Website lesen und zitieren können. Die wichtigsten Punkte sind indexierbare Seiten, offene robots.txt für die Suchcrawler, klare Antwortabsätze, erkennbare Verfasser und gepflegte Unternehmensdaten. Spezielle KI-Dateien oder eigenes Markup verlangt Google dafür nicht.

Klemmbrett mit leerer Liste und Bleistift auf hellem Eichentisch neben zugeklapptem Laptop und Grünpflanze
Bild: KI-generiert

Stand: 30.10.2026. SEO Agentur und Suchmaschinenoptimierung, kurz GEO, meint die Arbeit daran, dass KI-Suchen eine Website finden, verstehen und als Quelle nennen. Viele Angebote dazu klingen nach einem neuen Fach. Wer die Dokumentation der Anbieter liest, findet vor allem bekannte SEO-Grundlagen und ein paar neue Stellschrauben bei den Crawlern. Diese GEO-Checkliste für Unternehmenswebsites fasst beides in zehn Punkten zusammen, mit Quelle zu jedem Punkt.

Grundlage: Was Google selbst verlangt

Für AI Overviews und den AI Mode gilt bei Google dieselbe Bedingung wie für normale Suchergebnisse: Eine Seite muss indexiert sein und mit Snippet angezeigt werden dürfen [1]. Zusätzliche Anforderungen oder besondere Optimierungen gibt es nach Googles Angaben nicht. Google schreibt ausdrücklich, dass weder neue maschinenlesbare Dateien noch KI-Textdateien noch eigenes Schema-Markup nötig sind [1]. Wer Ihnen ein Paket aus Spezialdateien als Voraussetzung verkauft, verkauft also etwas, das Google nicht verlangt.

Die zehn Prüfpunkte

  1. Sind die wichtigen Seiten im Index und ohne nosnippet ausgeliefert? Der Bericht zur Seitenindexierung in der Search Console zeigt das. Was nicht im Index steht, kann in AI Overviews nicht als Quelle erscheinen [1].
  2. Die robots.txt muss die Suchcrawler der KI-Anbieter zulassen. OpenAI nennt OAI-SearchBot als den Crawler, der über die Anzeige in der ChatGPT-Suche entscheidet [3]. Anthropic trennt Claude-SearchBot für die Suche von ClaudeBot für das Training [4]. Perplexity nennt PerplexityBot für seine Suchergebnisse [5].
  3. Über das Training entscheiden Sie getrennt davon. GPTBot, ClaudeBot und das Steuerzeichen Google-Extended betreffen das Training von Modellen. Google-Extended hat nach Googles Angabe keinen Einfluss auf die Aufnahme in die Google-Suche und ist kein Rankingsignal [2].
  4. Auch Firewall und CDN gehören in die Prüfung. Google weist darauf hin, dass Crawling auch in CDN und Hosting erlaubt sein muss [1]. Ein Bot-Schutz, der Suchcrawler abweist, wirkt wie eine Sperre in der robots.txt.
  5. Kernaussagen gehören in den Text, nicht nur in Bilder oder Videos [1]. Preise, Leistungen und Einzugsgebiet sollten in ganzen Sätzen auf der Seite stehen.
  6. Ein kurzer Absatz unter der Überschrift, der die Frage direkt beantwortet, lässt sich leichter zitieren als eine lange Einleitung. Das ist unsere Erfahrung aus Projekten; eine offizielle Regel dazu gibt es nicht.
  7. Google empfiehlt, dass Leser erkennen, wer einen Inhalt erstellt hat, etwa über eine Autorenzeile mit Link zu Angaben über die Person [6].
  8. Strukturiertes Markup ist für KI-Funktionen keine Pflicht, muss aber, wo es steht, zum sichtbaren Text passen [1].
  9. Google nennt aktuelle Angaben im Unternehmensprofil und im Merchant Center als gute Praxis für KI-Funktionen [1].
  10. Klicks aus AI Overviews und AI Mode erscheinen im Leistungsbericht der Search Console unter dem Suchtyp "Web" [1].

Noch eine Frage offen?

In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder Sie rufen einfach an.

Was auf der Liste fehlt und warum

Die Datei llms.txt steht nicht auf der Liste. Sie ist ein Vorschlag von Jeremy Howard vom 03.09.2024 und soll Agenten einen kurzen Einstieg in eine Website geben [7]. Google braucht sie für seine KI-Funktionen nach eigener Aussage nicht [1]. Sie schadet nicht, wenn sie gepflegt wird, sie ist aber kein Prüfpunkt, an dem die Sichtbarkeit hängt. Mehr dazu in unserem Beitrag llms.txt: Nutzen und Grenzen.

Ebenfalls nicht auf der Liste stehen Rankings in einzelnen Chatbots. Antworten fallen je nach Frage, Ort und Verlauf anders aus. Wer Sichtbarkeit in KI-Antworten messen will, braucht viele Abfragen über längere Zeit. Wie das geht, beschreibt der Ratgeber Sichtbarkeit in KI-Antworten messen.

Reihenfolge in der Praxis

Die Punkte 1 bis 4 sind Technik und lassen sich in wenigen Stunden prüfen. Sie entscheiden, ob eine KI-Suche Ihre Seiten überhaupt lesen kann. Die Punkte 5 bis 8 betreffen die Inhalte und kosten mehr Zeit, weil jede wichtige Seite einmal durchgesehen werden muss. Punkt 9 ist für Betriebe mit Standort wichtig, weil Google Angaben aus dem Unternehmensprofil in KI-Antworten nutzen kann. Punkt 10 begleitet alles und zeigt nach einigen Wochen, ob sich etwas bewegt.

Drei Holzklötze in aufsteigender Höhe stehen wie Stufen auf einer Werkbank im warmen Seitenlicht
Bild: KI-generiert

Ein häufiger Befund in unseren Prüfungen ist eine robots.txt, die vor Jahren pauschal gegen unbekannte Bots geschrieben wurde und heute OAI-SearchBot oder PerplexityBot aussperrt. OpenAI gibt an, dass Änderungen an der robots.txt nach etwa einem Tag wirken [3]. Diese Korrektur ist billig und schnell sichtbar. Wie Sie die Regeln je Crawler setzen, zeigt der Beitrag KI-Crawler in der robots.txt steuern, den Unterschied zwischen GEO und klassischer Suchmaschinenoptimierung erklärt GEO oder SEO: die Unterschiede, und das Stichwort im Lexikon steht unter GEO im Glossar.

Sie möchten wissen, welche der zehn Punkte auf Ihrer Website offen sind? Stellen Sie Ihre Frage in der gratis Sprechstunde von SEO NW, dort sehen wir uns robots.txt und Indexierung gemeinsam an.

  1. Organisation KI-Funktionen und Ihre Website. Google Search Central. Stand 10.12.2025. abgerufen am 30.10.2026
  2. Organisation Übersicht über die gängigen Crawler von Google (Google-Extended). Google Search Central. Stand 30.10.2026. abgerufen am 30.10.2026
  3. Organisation Overview of OpenAI Crawlers. OpenAI. Stand ohne Datum. abgerufen am 30.10.2026
  4. Organisation Does Anthropic crawl data from the web, and how can site owners block the crawler?. Anthropic. Stand ohne Datum. abgerufen am 30.10.2026
  5. Organisation Perplexity Crawlers. Perplexity. Stand ohne Datum. abgerufen am 30.10.2026
  6. Organisation Hilfreiche, zuverlässige Inhalte erstellen, bei denen die Nutzer an erster Stelle stehen. Google Search Central. Stand 05.10.2026. abgerufen am 30.10.2026
  7. Organisation The /llms.txt file. llmstxt.org (Jeremy Howard). Stand 10.08.2026. abgerufen am 30.10.2026

Häufige Fragen

Brauche ich für GEO eine llms.txt?

Für Google nicht. Google schreibt, dass für AI Overviews und AI Mode keine KI-Textdateien nötig sind. Die llms.txt ist ein Vorschlag, den einige Werkzeuge lesen. Wer sie anlegt, muss sie pflegen.

Schadet es, GPTBot zu sperren?

Für die ChatGPT-Suche nicht direkt. OpenAI trennt GPTBot für das Training von OAI-SearchBot für die Suche, beide lassen sich getrennt steuern. Wer in der ChatGPT-Suche erscheinen will, darf OAI-SearchBot nicht sperren.

Wie messe ich Besuche aus AI Overviews?

Google zählt sie im Leistungsbericht der Search Console unter dem Suchtyp "Web" mit. Eine eigene Spalte dafür gibt es nicht. Für Besuche aus ChatGPT oder Perplexity hilft die Auswertung der verweisenden Seiten in der Webanalyse.

Ist GEO etwas anderes als SEO?

Die Grundlagen sind dieselben: indexierbare Seiten, klare Inhalte, erkennbare Verfasser. Neu sind vor allem die Crawler der KI-Anbieter und die Frage, wie Antworten Quellen auswählen. Deshalb gehört GEO in eine bestehende SEO-Arbeit und braucht kein eigenes Projekt.

Noch eine Frage offen?

In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder Sie rufen einfach an.

Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.

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