Maschinelle Übersetzung ist gut genug geworden, um verständlich zu sein. Für Sichtbarkeit reicht das nicht – aus einem Grund, der wenig mit Sprachqualität zu tun hat.
Warum übersetzte Seiten selten ranken
Menschen suchen in ihrer Sprache mit eigenen Begriffen. Eine wörtlich übersetzte Seite trifft diese Begriffe oft nicht: Was im Deutschen „Luftentfeuchter fürs Auto" heißt, wird anderswo anders gesucht – und keine Übersetzung erfindet den ortsüblichen Suchbegriff.
Übersetzen ist der zweite Schritt. Der erste ist eine eigene Begriffsrecherche im Zielmarkt. Erst danach entscheidet sich, welche Seiten überhaupt sinnvoll sind – oft sind es andere als im Ausgangsmarkt.
Was technisch dazugehört
- Eigene Adresse je Sprache – über Verzeichnis, Subdomain oder eigene Domain, aber konsequent.
- hreflang-Angaben im Kopfbereich, wechselseitig gesetzt. Fehlerhafte Angaben können einen ganzen Markt aus den Ergebnissen nehmen.
- Keine automatische Weiterleitung nach Standort. Wer in Deutschland eine englische Seite aufruft, will sie sehen – und der Crawler auch.
- Redaktionelle Prüfung: Maschinell übersetzte Inhalte sind zulässig, wenn sie nützlich sind. Ungeprüft veröffentlicht sind sie meist beides nicht: weder nützlich noch fehlerfrei.
Die ehrliche Einschätzung
Ein zweiter Markt ist kein Übersetzungsprojekt, sondern ein zweites Projekt. Wer das Budget dafür nicht hat, fährt mit einer gut gemachten Sprache besser als mit drei halben.