Kaum ein Google-Update ist so bekannt und zugleich so schlecht belegt wie Fred. Es gibt keinen Blogbeitrag von Google, keinen Eintrag im Search Status Dashboard und keine offizielle Beschreibung. Das Dashboard beginnt erst im November 2021 [4]. Was über Fred bekannt ist, stammt aus Berichten der Fachpresse und aus wenigen Sätzen von Google-Mitarbeitern, die diese Berichte wiedergeben. Diese Seite trennt, was Google gesagt hat, von dem, was andere daraus geschlossen haben.
Was im März 2017 passierte
Laut Search Engine Roundtable traf die Änderung Websites am 07. und 08.03.2017 [1]. Barry Schwartz, Betreiber des Fachdienstes, schrieb, dass die meisten der über 100 Websites, die er sich angesehen hatte, am 08.03.2017 deutlich verloren [1]. Eine Bestätigung von Google gab es in diesen Tagen nicht.

Woher der Name kommt, berichtet Search Engine Journal. Auf die Frage nach einem Namen für das Update antwortete Gary Illyes von Google am 09.03.2017 auf Twitter: "sure! From now on every update, unless otherwise stated, shall be called Fred" (klar! Ab jetzt heißt jedes Update, wenn nicht anders angegeben, Fred) [2]. Gemeint war ein Scherz. Der Name blieb trotzdem an diesem einen Update hängen [2].
Was Google gesagt hat
Am 23.03.2017 sprach Gary Illyes auf der Konferenz SMX West. Nach Tweets von Teilnehmern, die Search Engine Roundtable sammelte, verwies er zu Fred auf die bestehenden Richtlinien. Einer der Teilnehmer gab ihn so wieder: "The answer you are looking for is in the webmaster guidelines." (Die Antwort, die Sie suchen, steht in den Webmaster-Richtlinien.) [1]. Nach dem Bericht schrieb Illyes selbst auf Twitter: "Obviously there was an update. Why would we deny that." (Natürlich gab es ein Update. Warum sollten wir das bestreiten.) [1].
Am 13.06.2017 fasste die Fachjournalistin Jennifer Slegg auf Twitter eine Aussage von Illyes so zusammen: "Fred is closely related to quality section of rater guidelines." (Fred hängt eng mit dem Qualitätsteil der Richtlinien für Bewerter zusammen.) [2]. Das ist eine Zusammenfassung aus dem Publikum und kein Zitat von Illyes im Wortlaut. Sie passt aber zu seinem Verweis auf die Richtlinien im März. Was in den Richtlinien für Qualitätsbewerter heute steht, beschreibt der Beitrag Qualitätsrichtlinien von Google: was sich 2026 anders liest.
Mehr hat Google öffentlich nicht gesagt, soweit die geöffneten Quellen reichen. Welche Signale Fred verändert hat, ist nicht bestätigt.
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Was die Fachpresse vermutet
Search Engine Journal fasst zusammen, Fred habe Websites mit "thin content and aggressive ad placement" (dünnen Inhalten und aggressiv platzierter Werbung) getroffen [2]. Der Artikel nennt als mögliche Ziele unter anderem zu viel Werbung, dünne Inhalte, schlechte Links, aggressive Partnerlinks und störende Einblendungen [2]. Er schreibt aber selbst, dass Google die Ziele nie genannt hat und die Liste aus den betroffenen Websites abgeleitet ist [2]. Diese Einordnung ist also eine Beobachtung von außen und keine Google-Aussage.

Was davon heute zählt
Die Webmaster-Richtlinien, auf die Illyes 2017 verwies, gibt es unter diesem Namen nicht mehr. Laut Änderungsprotokoll hat Google sie am 13.10.2022 überarbeitet und umbenannt. Die neue Seite heißt Google Search Essentials, und der Abschnitt mit den Spam-Richtlinien ersetzt den früheren Teil zu den Qualitätsrichtlinien [3]. Die Search Essentials bestehen heute aus drei Teilen: technischen Anforderungen, Spam-Richtlinien und den wichtigsten Empfehlungen [5].

Für die Themen, die man Fred zuschreibt, gibt es heute klarere Aussagen von Google. Im Leitfaden für hilfreiche Inhalte fragt Google etwa: "Is the content primarily made to attract visits from search engines?" (Sind die Inhalte vor allem dafür gemacht, Besuche über Suchmaschinen anzuziehen?) [6]. Und: "Google's core ranking systems look to reward content that provides a good page experience." (Die zentralen Rankingsysteme von Google sollen Inhalte belohnen, die eine gute Nutzererfahrung auf der Seite bieten.) [6]. Wer Seiten mit viel Werbung und wenig eigenem Inhalt betreibt, findet in diesen Fragen einen besseren Prüfmaßstab als in den Vermutungen von 2017.
Zur Werbung auf Seiten passen die Beiträge zum Page Layout Update 2012 und zum Intrusive Interstitials Update vom Januar 2017. Was Google unter dünnen Inhalten versteht, erklärt das Glossar unter Thin Content, die alte Bezeichnung der Richtlinien unter Webmaster-Richtlinien.
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- Google Has Now Confirmed The Fred Algorithm Update (Fachpresse, Barry Schwartz). Search Engine Roundtable. Stand 24.03.2017. abgerufen am 31.10.2026
- A Complete Guide to the Google Fred Algorithm (Fachpresse, Dave Davies). Search Engine Journal. Stand 10.08.2021. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Latest Google Search documentation updates. Google Search Central. Stand Einträge 13.10.2022. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation All incidents reported for Ranking. Google Search Status Dashboard. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Google Search Essentials. Google Search Central. Stand 10.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Creating helpful, reliable, people-first content. Google Search Central. Stand 05.10.2026. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Wann war das Fred Update?
Laut Fachpresse am 07. und 08.03.2017. Google hat kein Datum veröffentlicht, im Search Status Dashboard steht das Update nicht.
Warum heißt das Update Fred?
Gary Illyes von Google schrieb im Scherz auf Twitter, jedes Update ohne eigenen Namen heiße ab jetzt Fred. Der Name ist inoffiziell und blieb an diesem Update hängen.
Was hat das Fred Update getroffen?
Bestätigt ist das nicht. Die Fachpresse vermutet Websites mit dünnen Inhalten und viel Werbung. Google verwies nur allgemein auf die Webmaster-Richtlinien.
Wo stehen die damaligen Webmaster-Richtlinien heute?
Google hat sie am 13.10.2022 in Search Essentials umbenannt. Die Qualitätsrichtlinien von damals sind heute die Spam-Richtlinien.
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