Wer 2011 auf ein Suchergebnis klickte, landete nicht selten auf einer Seite, deren erster Bildschirm fast nur aus Werbebannern bestand. Der eigentliche Text kam erst nach dem Scrollen. Am 19.01.2012 kündigte Matt Cutts, damals Distinguished Engineer bei Google, eine Änderung an, die genau solche Seiten im Ranking zurückstufen sollte [1]. Der Name "Page Layout Update" geht auf den Titel des Beitrags zurück: "Page layout algorithm improvement" [1]. Einen Spitznamen wie Panda hat Google dafür nicht vergeben, und im heutigen Leitfaden zu den Rankingsystemen taucht die Änderung nicht auf [2].
Was Google angekündigt hat
Ausgangspunkt waren Beschwerden. Google habe von Nutzern gehört, "that if they click on a result and it's difficult to find the actual content", dass sie also nach einem Klick den eigentlichen Inhalt nur schwer finden [1]. Cutts beschrieb den Wunsch der Nutzer so: "Rather than scrolling down the page past a slew of ads, users want to see content right away." [1]. Sie wollen den Inhalt sofort sehen und nicht erst an einer Reihe von Anzeigen vorbeiscrollen.

Daraus folgte die Regel: "So sites that don't have much content "above-the-fold" can be affected by this change." [1]. Betroffen sein konnten also Seiten, die im sichtbaren Bereich ohne Scrollen wenig Inhalt zeigen. Wer dort kaum sichtbaren Inhalt hat oder einen großen Teil des ersten Bildschirms für Anzeigen verwendet, "may not rank as highly going forward", könnte also künftig schlechter ranken [1]. Technisch beschrieb Cutts die Änderung nur knapp: Sie "looks at the layout of a webpage", bewertet also den Aufbau einer Seite [1]. Wie Google den sichtbaren Bereich misst und ab welchem Anteil Werbung eine Seite zurückfällt, verriet der Beitrag nicht.
| Angabe | laut Google |
|---|---|
| Bekanntgabe | 19.01.2012 |
| Name im Beitrag | page layout algorithm |
| Reichweite | spürbar bei weniger als 1 Prozent der Suchen weltweit |
Wer nicht betroffen sein sollte
Google grenzte die Änderung ausdrücklich ein. "This algorithmic change does not affect sites who place ads above-the-fold to a normal degree", schrieb Cutts [1]. Anzeigen im oberen Bereich in normalem Umfang waren also kein Problem. Zur Größe der Änderung hieß es: "This algorithmic change noticeably affects less than 1% of searches globally." [1]. Weniger als 1 Prozent der Suchen weltweit sollten sich spürbar verändern. Zum Vergleich nennt Google für das ursprüngliche Panda-Update knapp 12 Prozent der Suchanfragen [3].
Was "normal" bedeutet, hat Google nicht in Pixeln oder Prozent festgelegt. Cutts empfahl stattdessen, die eigene Website bei verschiedenen Bildschirmgrößen anzusehen, und verwies dafür auf Googles damaliges Werkzeug Browser Size [1]. Heute lässt sich dieselbe Prüfung mit der Geräteansicht in den Entwicklerwerkzeugen eines Browsers nachstellen.
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Wie schnell Änderungen wirkten
Für Betroffene war die Frage nach der Erholung wichtig. Der Algorithmus "will automatically reflect the changes", sobald Google genug Seiten der Website neu gecrawlt und verarbeitet hat [1]. Das könne bei einer typischen Website "several weeks" dauern, also mehrere Wochen [1]. Googlebot musste die Seiten also erst erneut abrufen, bevor ein verbessertes Layout zählen konnte.
Cutts ordnete die Änderung als eine von über 500 Verbesserungen ein, die Google im Jahr 2012 erwartete [1]. Unter welchem Namen die Fachwelt das Update führt, steht im Beitrag Top Heavy Update 2012.
Was davon heute gilt
Der Grundgedanke steht bis heute in Googles Dokumentation. Unter den Fragen zur Selbstprüfung der Nutzerfreundlichkeit fragt Google, ob eine Seite übermäßig viele Anzeigen verwendet, die vom eigentlichen Inhalt ablenken, und ob Besucher den Hauptinhalt leicht von anderen Inhalten unterscheiden können [4]. Schon im Mai 2011 hatte Google eine ähnliche Frage in seine Liste für hochwertige Websites aufgenommen: "Does this article have an excessive amount of ads that distract from or interfere with the main content?" [5].

Nach unserer Erfahrung ist zu viel Werbung heute seltener das Problem als große Einblendungen, Cookie-Banner über die halbe Seite oder ein riesiges Bild im Kopf, unter dem der Text erst spät beginnt. Für die mobile Suche gilt dazu eine eigene Regel, beschrieben im Ratgeber Interstitials auf Mobilgeräten. Den Begriff des sichtbaren Bereichs erklärt das Glossar unter Above the Fold.
Wenn Sie wissen möchten, ob der erste Bildschirm Ihrer Seiten genug Inhalt zeigt, stellen Sie die Frage in der gratis SEO-Sprechstunde.
- Organisation Page layout algorithm improvement (Matt Cutts). Google Search Central Blog. Stand 19.01.2012. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Leitfaden zu Ranking-Systemen der Google Suche. Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation High-quality sites algorithm goes global, incorporates user feedback (Amit Singhal). Google Search Central Blog. Stand 11.04.2011. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Informationen zur Nutzerfreundlichkeit von Seiten in den Google-Suchergebnissen. Google Search Central. Stand 24.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation More guidance on building high-quality sites (Amit Singhal). Google Search Central Blog. Stand 06.05.2011. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Was war das Google Page Layout Update?
Eine Änderung am Algorithmus, die Google am 19.01.2012 bekannt gab. Seiten mit wenig Inhalt im ersten Bildschirm oder sehr viel Werbung dort konnten danach schlechter ranken.
Ist "Page Layout Update" ein offizieller Name?
Google nannte die Änderung im Blog "page layout algorithm". Ein eigener Spitzname wie bei Panda oder Penguin fehlt, und der heutige Leitfaden zu den Rankingsystemen führt sie nicht auf.
Wie viele Suchen waren betroffen?
Laut Google spürbar weniger als 1 Prozent der Suchen weltweit.
Waren Anzeigen im oberen Bereich verboten?
Nein. Google schrieb, Websites mit Anzeigen in normalem Umfang im oberen Bereich seien nicht betroffen.
Wie lange dauerte die Erholung nach einer Änderung des Layouts?
Laut Google bei einer typischen Website mehrere Wochen, bis genug Seiten neu gecrawlt und verarbeitet waren. Der Algorithmus berücksichtigte die Änderungen dann automatisch.
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