Stand: 31.10.2026. Am 05.03.2024 veröffentlichte Google gleich mehrere Änderungen auf einmal: ein Core Update, ein Spam Update und drei neue Spamrichtlinien [1, 6]. Eine davon heißt im Englischen "scaled content abuse". Google beschreibt damit den Fall, dass viele Seiten vor allem zu dem Zweck erzeugt werden, Rankings zu manipulieren, ohne Nutzern zu helfen [1]. Was im Einzelnen darunter fällt, erklärt unsere Antwort Was ist Scaled Content Abuse?. Dieser Beitrag beschreibt, wie die Regel im März 2024 entstand und was sich gegenüber der früheren Regel änderte.
Der Tag der Einführung
| Ereignis | Daten laut Google |
|---|---|
| Neue Spamrichtlinien: Missbrauch abgelaufener Domains, massenhaft erstellte Inhalte, Missbrauch des Websiterufs | 05.03.2024 [6] |
| March 2024 Spam Update | 05.03.2024 bis 20.03.2024 [4] |
| March 2024 Core Update | Start 05.03.2024, Dauer 45 Tage [5] |
| Durchsetzung der Regel zum Websiteruf | ab 05.05.2024 [1] |
Im Search Central Blog fasste Chris Nelson aus Googles Team für Suchqualität die Änderungen zusammen [1]. Für die Regel gegen massenhaft erstellte Inhalte und die zu abgelaufenen Domains nennt der Beitrag kein eigenes Startdatum. Nur für die Regel zum Websiteruf gab Google eine Übergangszeit bis zum 05.05.2024 [1]. Das Spam Update vom selben Tag meldete Google im Dashboard mit dem Hinweis, der Rollout könne bis zu zwei Wochen dauern. Abgeschlossen war er am 20.03.2024 [4].
Was neu war gegenüber der alten Regel
Google hatte schon vorher eine Regel gegen automatisch erzeugte Inhalte. Der Blogbeitrag nennt sie ausdrücklich: Automatisierung, auch generative KI, galt schon lange als Spam, wenn ihr Hauptzweck die Manipulation von Rankings ist [1]. Die neue Richtlinie baut darauf auf und erweitert sie [1]. Der entscheidende Satz im Beitrag lautet, Google könne nun handeln, "no matter whether content is produced through automation, human efforts, or some combination" [1]. Es kommt also nicht mehr darauf an, wie die Seiten entstanden sind. Hundert von Hand umgeschriebene Seiten ohne eigenen Inhalt fallen genauso darunter wie hundert Seiten aus einem Textgenerator.

Elizabeth Tucker, Direktorin für Produktmanagement bei Google, beschrieb dasselbe im Google-Blog The Keyword. Google gehe gegen die Produktion von Inhalten in großem Umfang vor, mit der Rankings gesteigert werden sollen, gleich ob Automatisierung, Menschen oder beides beteiligt sind [2].
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Was die Regel heute nennt
Die aktuelle Fassung der Spamrichtlinien führt Beispiele auf [3]. Dazu gehören viele Seiten, die mit generativer KI oder ähnlichen Werkzeugen ohne Nutzen für Leser erzeugt werden, und Seiten aus Feeds, Suchergebnissen oder fremden Inhalten, auch wenn diese per Synonymen oder Übersetzung verändert wurden [3]. Ebenso nennt Google das Zusammenstückeln von Inhalten verschiedener Seiten ohne Mehrnutzen, mehrere Websites, die den Umfang der Inhalte verschleiern sollen, und Seiten, die kaum Sinn ergeben, aber Suchbegriffe enthalten [3]. Wer solche Inhalte auf der eigenen Website hat, soll sie laut Google aus der Suche ausschließen [3].

Für Unternehmen mit vielen Standort- oder Produktseiten ist das die heikle Stelle. Eine Seite je Stadt mit ausgetauschtem Ortsnamen ist schnell gebaut. Nach unserer Erfahrung trägt eine solche Seite nur, wenn sie für den Ort etwas Eigenes sagt. Wie man Standortseiten mit eigenem Inhalt baut, beschreibt der Ratgeber Standortseiten richtig aufbauen. Was dünne Inhalte sind, erklärt das Glossar unter Thin Content.
Was das Core Update vom März 2024 bewirkt haben soll
Google verband die neuen Regeln mit einem Ziel für die Suchergebnisse. Laut The Keyword sollten das Core Update und frühere Arbeiten zusammen minderwertige, nicht originelle Inhalte in den Suchergebnissen um 40 Prozent verringern [2]. In einer Ergänzung vom 26.04.2024 meldete Google den Abschluss des Rollouts am 19.04.2024 und nannte 45 Prozent weniger solcher Inhalte [2]. Diese Zahlen beziehen sich auf das Core Update und die Arbeit davor, nicht allein auf die Spamrichtlinie. Wie Google sie gemessen hat, beschreibt der Beitrag nicht.

Die beiden anderen Richtlinien vom selben Tag behandeln die Beiträge Site Reputation Abuse Policy 2024 und Expired Domain Abuse Policy 2024. Zu den Updates selbst gibt es die Beiträge zum März 2024 Spam Update und zum März 2024 Core Update.
Sie planen viele ähnliche Seiten, etwa für Orte oder Produktvarianten, und wollen wissen, wo die Grenze liegt? Stellen Sie die Frage in der gratis SEO-Sprechstunde.
- Organisation What web creators should know about our March 2024 core update and new spam policies (Chris Nelson). Google Search Central Blog. Stand 05.03.2024. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation New ways we're tackling spammy, low-quality content on Search (Elizabeth Tucker). The Keyword (Google-Blog). Stand 05.03.2024, ergänzt 26.04.2024. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Spam policies for Google web search, Abschnitt Scaled content abuse. Google Search Central. Stand 28.08.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation March 2024 spam update. Google Search Status Dashboard. Stand 20.03.2024. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation All incidents reported for Ranking. Google Search Status Dashboard. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Latest Google Search Documentation Updates, Eintrag vom 05.03.2024. Google Search Central. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Seit wann gibt es die Richtlinie gegen Scaled Content Abuse?
Seit dem 05.03.2024. Google führte sie zusammen mit zwei weiteren Spamrichtlinien ein, am selben Tag wie das March 2024 Core Update und das March 2024 Spam Update.
Sind KI-Texte damit verboten?
Nein. Die Regel trifft viele Seiten, die vor allem für Rankings entstehen und Lesern nicht helfen. Wie sie erzeugt wurden, ob mit KI, von Menschen oder gemischt, spielt laut Google keine Rolle.
Was unterscheidet sie von der alten Regel?
Die frühere Regel richtete sich gegen automatisch erzeugte Inhalte. Die neue baut darauf auf und erfasst auch Inhalte, die Menschen oder Menschen und Werkzeuge gemeinsam in großem Umfang erzeugen.
Was soll ich mit betroffenen Seiten tun?
Google empfiehlt, solche Inhalte aus der Suche auszuschließen. Nach unserer Erfahrung hilft es, wenige Seiten mit eigenem Inhalt zu behalten und den Rest zusammenzulegen oder zu entfernen.
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