Stand: 30.10.2026. Perplexity und die Suche in ChatGPT beantworten Fragen mit einem zusammenhängenden Text und nennen dazu Quellen. Für Websites ist diese Quellenangabe die neue Fundstelle: Wer genannt wird, bekommt Besucher und Aufmerksamkeit, wer fehlt, kommt in der Antwort nicht vor. Wie die Dienste ihre Quellen genau auswählen, legen sie nicht offen. Einige Voraussetzungen sind aber dokumentiert, und an ihnen scheitern in unseren Prüfungen erstaunlich viele Websites.
Wie die Dienste Quellen nennen
Perplexity beschreibt sein Vorgehen so: Das System durchsucht das Netz in Echtzeit, sammelt Informationen aus Quellen wie Artikeln, Websites und Fachzeitschriften und fasst die wichtigsten Punkte zu einer Antwort zusammen [1]. Jede Antwort enthält nummerierte Quellenangaben mit Links zu den Originalen [1]. Für die ChatGPT-Suche beschreibt OpenAI vor allem die technische Seite: Der Crawler OAI-SearchBot sorgt dafür, dass Websites in den Suchfunktionen von ChatGPT erscheinen können [2].
Voraussetzung eins: die Crawler zulassen
OpenAI schreibt, dass Websites, die OAI-SearchBot aussperren, nicht in den Suchantworten von ChatGPT erscheinen. Sie können höchstens noch als Navigationslink auftauchen [2]. Änderungen an der robots.txt berücksichtigt OpenAI nach etwa einem Tag [2]. Der Trainingscrawler GPTBot lässt sich davon unabhängig sperren [2].

Perplexity empfiehlt, PerplexityBot in der robots.txt zuzulassen, damit eine Website in den Suchergebnissen erscheint. Nach Angabe von Perplexity dient dieser Crawler nicht dem Training von Basismodellen [3]. Daneben gibt es Perplexity-User, der Seiten abruft, wenn ein Nutzer eine Frage stellt. Weil der Abruf vom Nutzer ausgeht, beachtet er die robots.txt in der Regel nicht [3].
Prüfen Sie auch Firewall und Bot-Schutz. Beide Anbieter veröffentlichen ihre IP-Bereiche [2, 3]. Ein Schutzdienst, der unbekannte Bots pauschal abweist, sperrt sie sonst aus, auch wenn die robots.txt sie zulässt.
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Voraussetzung zwei: zitierfähige Inhalte
Wenn die Technik stimmt, entscheidet der Inhalt. Offizielle Regeln dazu veröffentlichen die beiden Dienste nicht. Aus unseren Projekten und Tests ergeben sich aber Muster, die sich mit den Empfehlungen von Google für hilfreiche Inhalte decken [4]:

- Eine Seite beantwortet eine konkrete Frage, und die Antwort steht früh im Text, in einem Absatz, der für sich allein verständlich ist.
- Zahlen, Fristen und Preise stehen als Text auf der Seite, mit Datum oder Stand.
- Der Verfasser ist erkennbar, und die Website zeigt, wer dahintersteht. Google rät, Leser erkennen zu lassen, wer einen Inhalt erstellt hat [4].
- Eigene Angaben, eigene Daten oder eigene Erfahrungen machen eine Seite zu einer Quelle, die es nicht zehnmal gibt.
Seiten, die nur zusammenfassen, was anderswo schon steht, werden nach unserer Beobachtung seltener genannt als die Originale. Wer eine Studie, eine Umfrage oder eine Preisübersicht selbst erstellt, hat bessere Aussichten als jemand, der darüber berichtet.
Besuche messen
Klicks aus Quellenangaben kommen als Verweise auf die Website. Matomo hat dafür einen eigenen Kanal für KI-Assistenten eingeführt, der unter anderem ChatGPT, Perplexity, Claude, Gemini und Copilot erkennt. In der selbst betriebenen Fassung ist er ab Version 5.5.0 verfügbar [5]. Wer ein anderes Programm nutzt, filtert die Verweise nach den Domains der Anbieter.
Die Zahlen sind meist kleiner als die aus der Google-Suche. Für die Bewertung zählt aber, was diese Besucher tun. Wer Anfragen als Ziel einrichtet, sieht, ob die Nennung in einer KI-Antwort Kunden bringt oder nur Besuche. Wie Sie das in Matomo einrichten, steht im Ratgeber KI-Traffic in Matomo messen.
Was sich nicht steuern lässt
Antworten fallen je nach Frage, Formulierung und Verlauf eines Gesprächs unterschiedlich aus. Eine feste Position wie in der klassischen Suche gibt es nicht. Wer Sichtbarkeit in diesen Diensten bewerten will, muss viele Fragen über längere Zeit stellen und auswerten. Eine Methode dafür beschreibt Sichtbarkeit in KI-Antworten messen. Mehr zu den einzelnen Diensten finden Sie in den Ratgebern Perplexity SEO und In ChatGPT genannt werden, und den Begriff erklärt das Glossar unter ChatGPT.
Sie möchten wissen, ob Perplexity und ChatGPT Ihre Website überhaupt lesen können? Stellen Sie die Frage in der gratis Sprechstunde, dort schauen wir uns robots.txt und Bot-Schutz gemeinsam an.
- Organisation How does Perplexity work?. Perplexity Help Center. Stand ohne Datum. abgerufen am 30.10.2026
- Organisation Overview of OpenAI Crawlers. OpenAI. Stand ohne Datum. abgerufen am 30.10.2026
- Organisation Perplexity Crawlers. Perplexity. Stand ohne Datum. abgerufen am 30.10.2026
- Organisation Hilfreiche, zuverlässige Inhalte erstellen, bei denen die Nutzer an erster Stelle stehen. Google Search Central. Stand 05.10.2026. abgerufen am 30.10.2026
- Organisation How to track and analyse traffic from AI assistants like ChatGPT in Matomo reports. Matomo. Stand ohne Datum. abgerufen am 30.10.2026
Häufige Fragen
Muss ich GPTBot zulassen, um in der ChatGPT-Suche zu erscheinen?
Nein. Für die Suche ist OAI-SearchBot zuständig. GPTBot sammelt Inhalte für das Training und lässt sich getrennt sperren, ohne die Suche zu betreffen.
Kann ich mich in Perplexity oder ChatGPT einkaufen?
Ein bezahlter Weg in die Quellenangaben ist bei beiden Diensten nicht dokumentiert. Voraussetzung ist, dass die Suchcrawler die Seite abrufen dürfen und der Inhalt die Frage gut beantwortet.
Warum werde ich nicht genannt, obwohl ich bei Google gut stehe?
Häufige Gründe sind eine robots.txt oder ein Bot-Schutz, der OAI-SearchBot oder PerplexityBot aussperrt. Daneben spielen Inhalt und Formulierung der Frage eine Rolle. Antworten schwanken, eine feste Position gibt es nicht.
Wie erkenne ich Besuche aus Perplexity und ChatGPT?
Als Verweise von den Domains der Anbieter. Matomo fasst sie in einem eigenen Kanal für KI-Assistenten zusammen, in der selbst betriebenen Fassung ab Version 5.5.0.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.



