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Zero-Click-Suche und ihre Folgen für die Sichtbarkeit

Zero-Click-Suche heißt, dass eine Suche ohne Klick auf eine Website endet, weil die Antwort schon auf der Ergebnisseite steht oder die Person neu sucht. Laut SparkToro endeten von Januar bis April 2026 in Deutschland 62,1 Prozent der Google-Suchen ohne Klick, in den USA 68,0 Prozent. Für Unternehmen zählt deshalb neben Klicks auch, ob ihr Name in Antworten und Snippets auftaucht.

Person um die dreißig auf einer Parkbank, das Smartphone mit dem Display nach unten, Herbstbäume im Nachmittagslicht
Bild: KI-generiert

Von einer Zero-Click-Suche spricht man, wenn jemand bei Google sucht und danach keine Website anklickt. Die Antwort steht schon auf der Ergebnisseite, etwa in einem Snippet, einer KI-Übersicht oder einem Kartenausschnitt, oder die Person formuliert ihre Suche neu. Für Websites bedeutet das: Sie können gut platziert sein und trotzdem weniger Besucher bekommen.

Stand dieses Beitrags ist der 30.10.2026. Die Zahlen unten stammen aus zwei unabhängigen Untersuchungen und aus Aussagen von Google, die sich teilweise widersprechen. Wir stellen sie nebeneinander.

Was die Zahlen zeigen

Das Marktforschungsunternehmen SparkToro hat mit Klickdaten von Similarweb ausgewertet, wie Suchen auf Google enden. Von Januar bis April 2026 endeten in den USA 68,01 Prozent der Google-Suchen ohne Klick [1]. 2024 lag der Wert in einer früheren Messung mit einem anderen Datenanbieter bei 60,45 Prozent; der Autor weist selbst darauf hin, dass die beiden Panels nur eingeschränkt vergleichbar sind [1]. Nicht erfasst sind Suchen in der mobilen Google-App, dort dürfte der Anteil laut SparkToro noch höher liegen [1].

Sechs Glasmurmeln unterschiedlicher Größe in einer Reihe auf einem weißen Tisch im weichen Seitenlicht
Bild: KI-generiert

Für mehrere Länder hat SparkToro die gleiche Auswertung veröffentlicht. Deutschland hat darin mit 62,1 Prozent den niedrigsten Anteil an Suchen ohne Klick, Großbritannien mit 69,5 Prozent den höchsten [2]. Als mögliche Gründe nennt der Autor unter anderem die EU-Vorgaben gegen die Selbstbevorzugung von Google-Diensten, belegt ist das aber nicht [2].

LandSuchen ohne Klick (Januar bis April 2026)
Großbritannien69,5 Prozent
USA68,0 Prozent
Frankreich65,3 Prozent
Kanada63,8 Prozent
Italien63,4 Prozent
Deutschland62,1 Prozent

Die Rolle der KI-Übersichten

Das Pew Research Center hat im März 2025 das Suchverhalten von 900 Erwachsenen in den USA ausgewertet, insgesamt 68.879 Google-Suchen [3]. Erschien eine KI-Zusammenfassung, klickten die Nutzer bei 8 Prozent der Besuche auf ein klassisches Suchergebnis, ohne Zusammenfassung bei 15 Prozent [3]. Auf einen Link innerhalb der KI-Zusammenfassung klickten sie bei 1 Prozent der Besuche [3]. Nach einer Seite mit KI-Zusammenfassung beendeten 26 Prozent die Sitzung ganz, ohne Zusammenfassung 16 Prozent [3].

Frau um die zwanzig in einem Café, ein Tablet von hinten gesehen, warmes Licht im Innenraum
Bild: KI-generiert

Google sieht das anders. Liz Reid, Leiterin der Google-Suche, schrieb im August 2025, die Gesamtzahl organischer Klicks von Google auf Websites sei im Jahresvergleich relativ stabil, und Google schicke etwas mehr qualitativ hochwertige Klicks als ein Jahr zuvor [4]. Als hochwertig zählt Google Klicks, nach denen Nutzer nicht schnell zur Ergebnisseite zurückkehren [4]. Auch in der Dokumentation für Websitebetreiber schreibt Google, Klicks aus Ergebnissen mit KI-Übersichten seien von höherer Qualität [5]. Eigene Zahlen zur Klickrate veröffentlicht Google dazu nicht.

Noch eine Frage offen?

In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder Sie rufen einfach an.

Was das für Ihre Sichtbarkeit heißt

Wenn ein großer Teil der Suchen ohne Klick endet, reicht die Zahl der Besucher als Maßstab nicht mehr. Wir werten in Projekten deshalb mehrere Werte nebeneinander aus: Impressionen und Positionen aus der Search Console zeigen, ob eine Seite überhaupt erscheint. Die Klickrate zeigt, ob das Snippet überzeugt. Und Stichproben in KI-Antworten zeigen, ob der Name des Unternehmens oder die eigene Seite als Quelle genannt wird.

Ladeninhaberin um die vierzig steht morgens lächelnd mit verschränkten Armen in der Tür einer Bäckerei
Bild: KI-generiert

Inhaltlich hilft, was ohnehin gute Praxis ist. Eine klare, kurze Antwort am Anfang eines Textes kann als Snippet oder in einer KI-Übersicht erscheinen und den Namen sichtbar machen, auch wenn nicht jeder klickt. Wer danach mehr bietet als die Kurzantwort, etwa eine Berechnung, eine Vorlage, eine Einordnung aus eigener Erfahrung oder ein Angebot, gibt einen Grund für den Klick. Für die Auswahl als Quelle in KI-Übersichten verlangt Google keine besonderen Dateien oder Auszeichnungen; die Seite muss indexiert sein und mit Snippet erscheinen dürfen [5].

Für lokale Unternehmen gilt das besonders. Viele Suchen nach einem Betrieb enden im Kartenausschnitt mit Anruf oder Route. Ein gepflegtes Unternehmensprofil ist dann oft wichtiger als die Website selbst, auch wenn es in der Klickstatistik der Website nicht auftaucht.

Was Sie jetzt prüfen sollten

Schauen Sie in der Search Console, bei welchen Seiten die Impressionen steigen und die Klicks sinken. Das sind meist Seiten mit kurzen Sachfragen, die Google direkt beantwortet. Überlegen Sie für diese Seiten, ob die Kurzantwort Ihren Namen trägt und ob der Text danach einen Grund zum Weiterlesen bietet. Mehr dazu in den Beiträgen AI Overviews: was sich für Websites ändert und Sichtbarkeit in KI-Antworten messen, auf unserer Seite zur GEO-Beratung und im Glossar unter Zero-Click-Searches.

Sie möchten wissen, wie stark Ihre eigenen Seiten betroffen sind? Stellen Sie die Frage in der gratis SEO-Sprechstunde, dort sehen wir uns Ihre Search-Console-Daten gemeinsam an.

  1. Studie In 2026, less than one-third of Google searches still send a click. Rand Fishkin, SparkToro. Stand 09.06.2026. abgerufen am 30.10.2026
  2. Studie Zero-Click Searches: Highest in the UK, Lowest in Germany, and France has the Most Efficient Searchers. SparkToro. Stand 17.06.2026. abgerufen am 30.10.2026
  3. Studie Google users are less likely to click on links when an AI summary appears in the results. Athena Chapekis, Anna Lieb, Pew Research Center. Stand 22.07.2025. abgerufen am 30.10.2026
  4. Organisation AI in Search is driving more queries and higher quality clicks. Liz Reid, Google. Stand 06.08.2025. abgerufen am 30.10.2026
  5. Organisation KI-Funktionen und Ihre Website. Google Search Central. Stand 10.12.2025. abgerufen am 30.10.2026

Häufige Fragen

Was ist eine Zero-Click-Suche?

Eine Suche, nach der keine Website angeklickt wird. Die Antwort steht schon auf der Ergebnisseite, oder die Person sucht neu. Laut SparkToro traf das von Januar bis April 2026 auf 62,1 Prozent der Google-Suchen in Deutschland zu.

Sind KI-Übersichten schuld am Rückgang der Klicks?

Sie tragen dazu bei, wie viel genau, ist umstritten. Pew fand 2025 deutlich weniger Klicks auf Ergebnisse, wenn eine KI-Zusammenfassung erschien. Google sagt, die Gesamtzahl organischer Klicks sei stabil geblieben. SparkToro hält den Anstieg für fast sicher vom Wachstum der KI-Übersichten getrieben, stützt das aber auf externe Daten von Ahrefs.

Lohnt sich SEO dann überhaupt noch?

Ja. Wer nicht erscheint, wird weder geklickt noch in Antworten genannt. Was sich ändert, ist die Messung: Impressionen, Nennungen und Anfragen zählen neben den Klicks.

Kann ich verhindern, dass Google meine Inhalte in KI-Übersichten zeigt?

Ja. Laut Google begrenzen nosnippet, data-nosnippet, max-snippet und noindex, welche Informationen aus Ihren Seiten in der Suche gezeigt werden [q:5].

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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.

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