Ein Handwerksbetrieb lädt zwanzig Baustellenfotos hoch. Sie heißen IMG_4711.JPG bis IMG_4730.JPG, das alt-Attribut ist leer oder trägt bei allen Bildern den Firmennamen. Für Besucher sehen die Bilder gut aus, für Google sind sie zwanzig Mal dasselbe unbeschriebene Motiv. Alt-Text und Dateiname sind die beiden Angaben, mit denen Sie das ändern. Diese Seite zeigt, was Google aus ihnen liest, wie beide zusammenspielen und wie Sie bei vielen Bildern vorgehen, ohne alte Adressen zu zerstören.
Was Google aus beiden Angaben liest
Google beschreibt den Alt-Text als "das wichtigste Attribut bei der Bereitstellung weiterer Metadaten für ein Bild" [1]. Er soll das Bild beschreiben und hilft laut Google auch Menschen, die Bilder nicht sehen können [1]. Der Dateiname gibt einen zusätzlichen Hinweis. Die Dokumentation sagt: "Auch der Dateiname kann Google gewisse Hinweise auf das Thema des Bildes geben." [1] Als gutes Beispiel nennt Google einen Namen wie my-new-black-kitten.jpg, als schlechtes IMG00023.JPG [1].
Beide Angaben wirken zusammen mit dem Text rund um das Bild. Ein Alt-Text, der zum Absatz darüber passt, und ein Dateiname, der dasselbe Motiv benennt, ergeben ein stimmiges Bild. Widersprechen sie sich, etwa weil ein Foto aus einem anderen Projekt wiederverwendet wurde, kann das Motiv schwerer einzuordnen sein. Was ein Alt-Text grundsätzlich ist, steht im Glossar unter Alt-Attribut.
Dateinamen nach festen Regeln vergeben
Für Dateinamen gelten dieselben Empfehlungen wie für Adressen, denn die Bilddatei hat eine eigene URL. Google empfiehlt "insbesondere die Verwendung von Bindestrichen (-) anstelle von Unterstrichen (_)" [2]. Lesbare Wörter sind langen Nummern vorzuziehen [2]. Zeichen außerhalb des ASCII-Bereichs, also auch Umlaute, sollen in Adressen prozentcodiert werden [2]. Viele Systeme machen das automatisch, trotzdem sind Namen ohne Umlaute einfacher zu pflegen. Außerdem beachtet Google bei Adressen Groß- und Kleinschreibung [2], sodass Foto.jpg und foto.jpg als zwei verschiedene Dateien gelten.

Daraus ergibt sich eine Hausregel, die sich in jedem Team durchhalten lässt:
- nur Kleinbuchstaben, Ziffern und Bindestriche;
- ä, ö, ü und ß als ae, oe, ue und ss schreiben;
- zuerst das Motiv, dann eine Unterscheidung, etwa Ort, Farbe oder Ansicht;
- keine Firmennamen in jedem Dateinamen, keine Datumsstempel aus der Kamera.
Aus IMG_4711.JPG wird so dachsanierung-ziegel-traufe.jpg, aus dem dritten Produktfoto eines Stuhls stuhl-eiche-seitenansicht.webp. Bei mehrsprachigen Websites empfiehlt Google, die Dateinamen mit zu übersetzen [1].
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Alt-Texte, die beschreiben
Google zeigt in der Dokumentation eine Abstufung: Ein fehlender Alt-Text ist schlecht, alt="Welpe" ist besser, und eine genaue Beschreibung wie "Dalmatiner Welpe apportieren" ist am besten [1]. Das Muster lässt sich übertragen: Benennen Sie das Motiv und das, was es von anderen Bildern auf der Seite unterscheidet. Keywords dürfen vorkommen, wenn sie das Bild tatsächlich beschreiben. Google empfiehlt nützliche, informative Inhalte mit passenden Keywords und warnt im selben Abschnitt davor, alt-Attribute mit Keywords zu überladen, weil das schnell dazu führen kann, dass die Website als Spam eingestuft wird [1].

| Bild | schwach | besser |
|---|---|---|
| Baustellenfoto | Dachdecker Musterstadt Dach Dachdecker | Neu gedeckte Traufe mit roten Tonziegeln an einem Einfamilienhaus |
| Produktfoto | Stuhl kaufen günstig | Stuhl aus geölter Eiche in der Seitenansicht |
| Teamfoto | Bild | Zwei Mitarbeiterinnen besprechen am Werktisch einen Grundriss |
Die Beispiele in der Tabelle sind ausgedacht und zeigen nur das Muster. Ein ausführlicher Leitfaden mit vielen Praxisbeispielen und Hinweisen zur Barrierefreiheit steht auf media im Ratgeber Alt-Texte für Bilder schreiben.
Wann der Alt-Text leer bleibt
Nicht jedes Bild braucht eine Beschreibung. Der Entscheidungsbaum der W3C-Initiative für Barrierefreiheit unterscheidet nach dem Zweck: Ein rein dekoratives Bild bekommt ein leeres alt-Attribut, also alt="" [3]. Enthält ein Bild Text, der nicht ohnehin auf der Seite steht, gehört dieser Text in den Alt-Text [3]. Ist ein Bild ein Link oder eine Schaltfläche, beschreibt der Alt-Text das Ziel oder die Aktion [3]. Wichtig ist der Unterschied zwischen leer und fehlend: Ein leeres alt sagt Hilfsprogrammen bewusst, dass sie das Bild überspringen können. Fehlt das Attribut ganz, wissen sie das nicht.
Bilder als Link
Ein Fall wird oft übersehen: Ist ein Bild verlinkt, etwa das Vorschaubild einer Produktkarte, dient sein Alt-Text als Linktext. Google schreibt: "Bei Bildern, die als Links fungieren, verwendet Google das alt-Attribut des img-Elements als Ankertext." [4] Ein Logo im Seitenkopf, das zur Startseite führt, sollte deshalb einen Alt-Text wie "Startseite" oder den Firmennamen tragen und keinen leeren. Mehr zu Linktexten innerhalb der eigenen Website finden Sie im Ratgeber Ankertexte intern richtig wählen.
Alt-Text, Bildunterschrift und title
Drei Angaben am Bild werden oft verwechselt. Der Alt-Text ersetzt das Bild, wenn es nicht gesehen wird, und ist im Normalfall unsichtbar. Die Bildunterschrift steht sichtbar unter dem Bild und ergänzt, was das Bild nicht selbst zeigt, etwa Ort, Zeitpunkt oder Zusammenhang. Das title-Attribut erscheint in manchen Browsern als kleiner Hinweis beim Überfahren mit der Maus. Wenn Alt-Text und Bildunterschrift wortgleich sind, hört ein Screenreader denselben Satz zweimal. Besser ist eine Arbeitsteilung: Der Alt-Text beschreibt das Motiv, die Unterschrift liefert den Hintergrund. Wie Sie Unterschriften und das title-Attribut einsetzen, beschreibt der Ratgeber Bild-Titel und Bildunterschriften.
Auch Systeme erzeugen gern Doppelungen. Manche Vorlagen setzen den Seitentitel automatisch als Alt-Text jedes Bildes ein. Dann tragen zehn verschiedene Fotos denselben Text, und keines ist wirklich beschrieben. Schauen Sie deshalb in den Quelltext einer fertigen Seite und nicht nur in die Mediathek.
Bestehende Bilder umbenennen
Wer eine gewachsene Mediathek aufräumt, sollte vorsichtig sein. Ein neuer Dateiname ist eine neue Adresse. Bilder, die schon in der Bildersuche erscheinen, verlieren damit zunächst ihre bisherige Adresse, und Links von anderen Websites auf die alte Datei laufen ins Leere, wenn keine Weiterleitung eingerichtet ist. Google empfiehlt außerdem, auf dasselbe Bild immer mit derselben URL zu verweisen [1].

Ein sinnvoller Weg in drei Stufen: Neue Bilder bekommen ab sofort Namen nach der Hausregel. Bestehende Bilder auf wichtigen Seiten erhalten zuerst einen guten Alt-Text, das ändert keine Adresse. Umbenannt wird nur dort, wo der alte Name wirklich nichts aussagt, und dann mit Weiterleitung von der alten auf die neue Bilddatei. Nach unserer Erfahrung ist diese Reihenfolge sicherer, als die ganze Mediathek auf einmal umzubenennen.
Viele Bilder, wenig Zeit
Bei Shops und großen Websites lohnt eine Vorlage. Der Alt-Text eines Produktbilds kann aus Produktname und Ansicht zusammengesetzt werden, der Dateiname aus denselben Teilen. Wichtig ist, dass sich die Bilder eines Produkts unterscheiden: Fünf Bilder mit identischem Alt-Text sind kaum besser als fünf leere. Wie Produktbilder im Shop insgesamt aufgebaut sein sollten, steht im Ratgeber Bilder-SEO im Onlineshop, die Grundlagen zur Bildersuche unter Bilder-SEO Grundlagen.
Zum Prüfen genügt meist ein Crawler, der für jede Seite die Bilder mit Adresse und alt-Attribut ausgibt. Sortieren Sie nach fehlendem alt, nach doppelten Alt-Texten und nach Dateinamen, die mit IMG, DSC oder einer reinen Nummer beginnen. So entsteht eine Liste, die sich Seite für Seite abarbeiten lässt.
Sie möchten wissen, ob sich das Umbenennen Ihrer Mediathek lohnt oder ob gute Alt-Texte reichen? Stellen Sie die Frage in der gratis Sprechstunde, am besten mit einer Beispielseite, damit wir konkret darauf schauen können.
- Organisation Best Practices für Bilder in der Google Suche. Google Search Central. Stand 04.03.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Best Practices für die URL-Struktur. Google Search Central. Stand 26.10.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation An alt Decision Tree. W3C Web Accessibility Initiative. Stand 13.05.2024. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Best Practices für Links. Google Search Central. Stand 31.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Wie lang darf ein Alt-Text sein?
Google nennt keine feste Länge. Beschreiben Sie das Motiv und das, was es von anderen Bildern auf der Seite unterscheidet. Ein Satz reicht fast immer, Keyword-Listen schaden eher.
Bindestrich oder Unterstrich im Dateinamen?
Bindestrich. Google empfiehlt in Adressen ausdrücklich Bindestriche statt Unterstrichen, und der Dateiname eines Bildes ist Teil seiner Adresse.
Dürfen Umlaute im Dateinamen stehen?
Technisch ja, sie werden in der Adresse prozentcodiert. Einfacher zu pflegen sind Namen mit ae, oe, ue und ss, weil sie überall gleich aussehen.
Soll ich alle alten Bilder umbenennen?
Meist nicht. Ein neuer Dateiname ist eine neue Adresse. Besser: neue Bilder gleich richtig benennen, alten Bildern zuerst gute Alt-Texte geben und nur dort umbenennen, wo der Name nichts aussagt, dann mit Weiterleitung.
Braucht ein dekoratives Bild einen Alt-Text?
Es braucht ein leeres alt-Attribut, also alt="". Damit wissen Screenreader, dass sie das Bild überspringen können.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.



