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Ratgeber

Bilder-SEO Grundlagen: wie Google Bilder findet und versteht

Bilder-SEO sorgt dafür, dass Google Ihre Bilder findet, ihren Inhalt versteht und sie in der Bildersuche, in der Websuche und in Discover zeigen kann. Die Grundlagen sind ein img-Element mit crawlbarer Adresse, ein unterstütztes Format, ein beschreibender Alt-Text und Dateiname, passender Text in der Nähe und eine Datei, die die Seite nicht ausbremst.

Frau um die vierzig sortiert ausgedruckte Fotos auf einem hellen Holztisch in kleine Stapel, daneben eine Kamera
Bild: KI-generiert

Bilder-SEO hat zwei Aufgaben, die oft verwechselt werden. Die erste: Google soll ein Bild überhaupt finden und verstehen, was darauf zu sehen ist. Die zweite: Das Bild soll die Seite, auf der es steht, besser machen, statt sie zu verlangsamen. Beides gehört zu den Bilder-SEO Grundlagen, und beides lässt sich mit überschaubarem Aufwand prüfen. Diese Seite erklärt, wie Google mit Bildern umgeht, und führt zu den Ratgebern, die einzelne Punkte vertiefen.

Wo Bilder in Google auftauchen

Ein Bild kann an mehreren Stellen sichtbar werden. Am bekanntesten ist die Bildersuche, in der Nutzer gezielt nach Motiven suchen und über das Bild auf Ihre Seite kommen. Dazu kommen Bilder in den normalen Suchergebnissen, etwa als Vorschaubild neben einem Treffer, und der Feed Google Discover, der auf Mobilgeräten Beiträge ohne Suchanfrage vorschlägt. Für Discover empfiehlt Google große Bilder, weil sie eher Besuche bringen [2]. In Rich-Ergebnissen können Bilder ebenfalls erscheinen, wenn die Seite strukturierte Daten hat [1].

Für ein Unternehmen heißt das: Ein gutes Produktfoto oder eine eigene Grafik kann Besucher bringen, die über den Text allein nicht gekommen wären. Wie viel Verkehr die Bildersuche Ihnen tatsächlich bringt, sehen Sie im Leistungsbericht der Search Console, wenn Sie dort den Suchtyp "Bilder" wählen [6].

Wie Google ein Bild findet

Google entdeckt Bilder vor allem im HTML. Die Dokumentation sagt dazu knapp: "Google indexiert keine CSS-Bilder." [1] Ein Motiv, das nur als Hintergrundbild über CSS eingebunden ist, bleibt für die Bildersuche also unsichtbar. Wer ein Bild gefunden haben möchte, bindet es als img-Element mit src-Attribut ein. Für responsive Bilder mit srcset oder dem picture-Element empfiehlt Google, "immer eine Fallback-URL über das Attribut src anzugeben" [1].

Lupe liegt auf einem lockeren Haufen Fotoabzüge auf einem Schreibtisch aus Holz im warmen Nachmittagslicht
Bild: KI-generiert

Eine Bild-Sitemap hilft, wenn Bilder schwer zu finden sind oder auf einem anderen Server liegen, etwa in einem Content Delivery Network. Google erwähnt diesen Fall ausdrücklich [1]. Wichtig ist außerdem, dass dasselbe Bild immer unter derselben Adresse eingebunden wird. Google formuliert es so: "Verweise insbesondere immer mit derselben URL auf das Bild" [1]. Erzeugt ein System für jede Seite eine neue Bildadresse, muss Google dasselbe Motiv mehrfach abrufen.

Noch eine Frage offen?

In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder Sie rufen einfach an.

Woraus Google den Inhalt ableitet

Google sieht ein Bild und liest zugleich alles, was darum herum steht. Den Alt-Text nennt die Dokumentation das wichtigste Attribut, wenn es um zusätzliche Angaben zu einem Bild geht [1]. Daneben zählen der Dateiname, der laut Google "gewisse Hinweise auf das Thema des Bildes" geben kann, und der Text auf der Seite [1]. Google schreibt, es extrahiere Informationen zum Bildgegenstand "aus dem Inhalt der Seite, einschließlich Bildbeschriftungen und -titeln" [1]. Bildunterschriften und Überschriften in der Nähe sind also mehr als Gestaltung.

Gerahmtes Foto eines neu gedeckten Dachs hängt an einer weißen Wand neben einem kleinen leeren Regal
Bild: KI-generiert

Daraus folgt eine einfache Regel für die Platzierung: Ein Bild gehört dorthin, wo der Text dasselbe Thema behandelt. Eine Aufnahme einer Dachsanierung unter dem Absatz zur Dachsanierung ist für Google eindeutiger als dieselbe Aufnahme in einer Galerie ohne Text. Die Details zu Alt-Text und Dateiname behandelt der Ratgeber Alt-Text und Dateiname, Unterschriften und das title-Attribut der Ratgeber Bild-Titel und Bildunterschriften.

Formate und Dateigröße

In der Suche unterstützt Google die Formate "BMP, GIF, JPEG, PNG, WebP, SVG und AVIF" [1]. Die Dateiendung sollte zum tatsächlichen Dateityp passen [1]. Welches Format für welches Motiv passt, ist eine Frage der Dateigröße und Bildqualität: Laut web.dev komprimieren WebP und AVIF im Allgemeinen besser als ältere Formate [4]. Einen genauen Vergleich mit Einsatzempfehlungen finden Sie unter Bildformate im Vergleich.

Die Dateigröße betrifft die Ladezeit der ganzen Seite. Google weist darauf hin, dass Bilder "oft den Hauptteil zur gesamten Seitengröße" beitragen [1]. Ein Foto, das in voller Kameraauflösung in eine schmale Spalte gesetzt wird, kostet Ladezeit, ohne dass jemand den Unterschied sieht. Wie Sie Abmessungen festlegen und Dateien komprimieren, steht im Ratgeber Bildgrößen und Kompression.

Bilder und die Ladezeit der Seite

Bilder wirken sich direkt auf zwei der drei Core Web Vitals aus. Der Largest Contentful Paint misst, wann das größte sichtbare Bild, der größte Textblock oder das größte Video im sichtbaren Bereich dargestellt ist; als gut gelten 2,5 Sekunden oder weniger [3]. Auf vielen Seiten ist ein großes Bild oben dieses Element. Bilder ohne Breiten- und Höhenangabe gehören außerdem zu den häufigen Ursachen für Layoutverschiebungen [5]. Die Zusammenhänge mit den Messwerten und die passenden Gegenmittel erklärt der Ratgeber Bilder und Core Web Vitals.

In welcher Reihenfolge Sie vorgehen

Wer eine bestehende Website prüft, sollte mit den Punkten beginnen, die über Sichtbarkeit überhaupt entscheiden, und erst danach an der Feinarbeit sitzen. Eine sinnvolle Reihenfolge ist diese:

Mann um die fünfzig legt im Büro Fotoabzüge in einer ordentlichen Reihe auf einen langen Tisch
Bild: KI-generiert
  1. Prüfen, ob die wichtigen Bilder als img-Element im HTML stehen und ihre Adressen nicht gesperrt sind.
  2. Das größte Bild im sichtbaren Bereich der wichtigsten Seitentypen finden und dafür sorgen, dass es schnell lädt.
  3. Breite und Höhe bei allen Bildern im HTML ergänzen.
  4. Übergroße Dateien verkleinern und in ein modernes Format umwandeln.
  5. Alt-Texte und Dateinamen für Bilder mit Inhalt schreiben, dekorative Bilder mit leerem alt kennzeichnen.
  6. Für Artikel und Produkte ein bevorzugtes Vorschaubild über og:image oder strukturierte Daten festlegen.

Nach unserer Erfahrung bringen die ersten drei Punkte auf älteren Websites am meisten, weil dort oft das Kopfbild der Startseite die Ladezeit bestimmt. Die Alt-Texte sind dagegen Fleißarbeit, die sich gut auf mehrere Wochen verteilen lässt.

Vorschaubild und strukturierte Daten

Welches Bild Google als Vorschau einer Seite nimmt, können Sie beeinflussen. Google nennt dafür das Meta-Element og:image und schema.org-Angaben wie primaryImageOfPage und rät, ein Bild zu wählen, das "relevant für die Seite ist und sie repräsentiert" [1]. Logos, Bilder mit viel Schrift und extreme Seitenverhältnisse eignen sich laut Google schlecht [1]. Für Discover verlangt Google zusätzlich die Einstellung max-image-preview:large, damit große Vorschauen erlaubt sind [2]. Was dabei im Einzelnen gilt, steht im Ratgeber Bilder in Google Discover.

Strukturierte Daten können Bilder in Rich-Ergebnissen zeigen und in Google Bilder eine Kennzeichnung auslösen [1]. Für Artikel, Produkte und lizenzierbare Fotos gelten jeweils eigene Bildregeln, die der Ratgeber Bilder und strukturierte Daten zusammenstellt. Onlineshops haben dazu noch Anforderungen aus dem Merchant Center, siehe Bilder-SEO im Onlineshop.

Häufige Fehler

  • Produktbilder werden erst per JavaScript nachgeladen, und im HTML steht kein img-Element mit Adresse.
  • Das Kopfbild ist ein CSS-Hintergrund und damit weder in der Bildersuche noch früh im HTML auffindbar.
  • Alle Bilder heißen wie aus der Kamera, etwa IMG00023.JPG, ein Beispiel, das auch Google nennt [1].
  • Alt-Texte bestehen aus Keyword-Listen. Google warnt, das könne dazu führen, dass die Website als Spam eingestuft wird [1].
  • Lazy Loading ist für alle Bilder eingeschaltet, auch für das erste große Bild oben.

Begriffe wie Alt-Attribut und Bildersuche schlagen Sie bei Bedarf im Glossar unter Google Images nach.

Sie sind unsicher, ob Ihre Bilder überhaupt in der Bildersuche ankommen oder warum das Kopfbild die Seite bremst? Bringen Sie eine Adresse in die gratis Sprechstunde mit, dort schauen wir gemeinsam auf ein Beispiel und klären, wo Sie anfangen.

  1. Organisation Best Practices für Bilder in der Google Suche. Google Search Central. Stand 04.03.2026. abgerufen am 31.10.2026
  2. Organisation Google Discover. Google Search Central. Stand 11.03.2026. abgerufen am 31.10.2026
  3. Organisation Largest Contentful Paint (LCP). web.dev, Google. Stand 04.09.2025. abgerufen am 31.10.2026
  4. Organisation Choose the right image format. web.dev, Google. Stand 13.08.2024. abgerufen am 31.10.2026
  5. Organisation Optimize Cumulative Layout Shift. web.dev, Google. Stand 07.02.2025. abgerufen am 31.10.2026
  6. Organisation Leistungsbericht (Google-Suchergebnisse): Übersicht und grundlegende Einrichtung. Search Console-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026

Häufige Fragen

Werden Hintergrundbilder aus CSS in der Bildersuche gefunden?

Nein. Google indexiert nach eigener Aussage keine CSS-Bilder. Ein Motiv, das gefunden werden soll, gehört als img-Element mit src-Attribut in den Inhalt.

Brauche ich eine Bild-Sitemap?

Für die meisten Websites reicht es, wenn die Bilder als img-Element auf crawlbaren Seiten stehen. Eine Bild-Sitemap lohnt sich, wenn Bilder schwer zu finden sind oder auf einem anderen Server wie einem CDN liegen.

Welche Bildformate kann Google verarbeiten?

Google nennt für die Suche BMP, GIF, JPEG, PNG, WebP, SVG und AVIF. Die Dateiendung sollte zum tatsächlichen Dateityp passen.

Wo sehe ich, wie viele Besucher über die Bildersuche kommen?

Im Leistungsbericht der Search Console. Stellen Sie dort den Suchtyp auf "Bilder", dann sehen Sie Klicks und Impressionen aus der Bildersuche getrennt von der Websuche.

Ist der Alt-Text das Wichtigste bei Bilder-SEO?

Er ist das wichtigste Attribut für zusätzliche Angaben zu einem Bild. Ohne crawlbares img-Element und ohne vernünftige Ladezeit hilft aber auch der beste Alt-Text wenig.

Noch eine Frage offen?

In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder Sie rufen einfach an.

Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.

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