Welches Bildformat das beste für SEO ist, lässt sich nicht mit einem Wort beantworten, weil die Frage zwei Teile hat. Erstens: Kann Google das Format überhaupt verarbeiten? Zweitens: Welches Format liefert für ein bestimmtes Motiv die kleinste Datei bei ausreichender Qualität? Die erste Frage ist schnell geklärt, die zweite hängt vom Motiv ab. Dieser Vergleich geht beide durch und endet mit einer Zuordnung, die Sie für Ihre Website übernehmen können.
Welche Formate Google unterstützt
Google listet für die Suche sieben Formate: "BMP, GIF, JPEG, PNG, WebP, SVG und AVIF" [1]. Dazu kommt eine Regel, die in der Praxis öfter verletzt wird, als man denkt: "Außerdem sollte die Dateiendung mit dem Dateityp übereinstimmen." [1] Eine WebP-Datei, die ein Plugin unter dem alten Namen foto.jpg ausliefert, erfüllt das nicht. Bilder als Daten-URI direkt im HTML sind möglich, Google rät aber zu sparsamem Einsatz, weil sie die Seite stark vergrößern können [1].
Für das Ranking in der Bildersuche ist keines der sieben Formate bevorzugt, jedenfalls nennt Google keinen Vorrang. Der Unterschied entsteht über die Dateigröße und damit über die Ladezeit der Seite.
Raster oder Vektor
Bevor es um einzelne Formate geht, lohnt die Grundunterscheidung. Vektorgrafiken beschreiben ein Bild über Linien, Punkte und Flächen, Rastergrafiken über ein Gitter einzelner Pixel [2]. web.dev empfiehlt, Vektorbilder zu bevorzugen, wo es geht, weil sie unabhängig von der Auflösung immer scharf bleiben [2]. Sie eignen sich für einfache geometrische Formen wie Logos, Symbole und Schrift. Fotos und alles mit feinen Farbverläufen brauchen ein Rasterformat [2].

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Die Formate im Einzelnen
JPEG
JPEG ist das klassische Fotoformat und wird von allen Browsern dargestellt. web.dev nennt PNG und JPEG die beiden universell unterstützten Rasterformate [2]. JPEG arbeitet verlustbehaftet, Sie wählen also beim Speichern, wie viel Qualität Sie für eine kleinere Datei aufgeben. Transparenz kann JPEG nicht. Für Fotos bleibt es ein sicherer Ausweichwert, wenn ein modernes Format nicht in Frage kommt.
PNG
PNG speichert verlustfrei. Nach web.dev liefert es die höchste Qualität, aber zum Preis deutlich größerer Dateien als andere Formate [2]. Das passt für Bildschirmfotos mit Schrift, für Grafiken mit wenigen Farben und für Bilder mit Transparenz. Für Fotos ist PNG fast immer die falsche Wahl, weil die Datei ein Vielfaches eines komprimierten Fotos wiegt.
WebP
WebP kann verlustbehaftet und verlustfrei speichern und beherrscht Transparenz. Google gibt in seiner WebP-Dokumentation an, verlustfreie WebP-Bilder seien 26 Prozent kleiner als PNG und verlustbehaftete WebP-Bilder bei gleichem SSIM-Qualitätsindex 25 bis 34 Prozent kleiner als vergleichbare JPEG-Bilder [3]. Das sind Werte des Herstellers aus seinen eigenen Tests, im Einzelfall kann das Ergebnis abweichen. Laut web.dev funktioniert WebP in allen modernen Browsern [4].
AVIF
AVIF ist das jüngste der gängigen Formate. web.dev fasst zusammen, dass WebP und AVIF im Allgemeinen besser komprimieren als ältere Formate und wo möglich eingesetzt werden sollten [2]. Verlustbehaftetes WebP oder AVIF bezeichnet web.dev als gute Alternative zu JPEG für Bilder in Webqualität [2]. Moderne Browser stellen AVIF dar [2]. Einen ausführlichen Vergleich der beiden neuen Formate mit Einbindung über das picture-Element finden Sie auf media im Ratgeber WebP und AVIF.
SVG
SVG ist das Vektorformat des Webs. Google indexiert SVG-Dateien in der Bildersuche [1]. Für SVG, das direkt im HTML steht, also ohne eigene Datei, nennt Google das title-Element innerhalb des SVG in Verbindung mit aria-labelledby als Beschreibung, weil es dort kein alt-Attribut gibt [1]. Für Fotos ist SVG ungeeignet.
GIF
GIF ist auf höchstens 256 Farben beschränkt und erzeugt laut web.dev deutlich größere Dateien als ein video-Element [2]. Für Animationen empfiehlt web.dev deshalb Video [2]. Als Standbild hat GIF gegenüber PNG keinen Vorteil.
Vergleich auf einen Blick
| Format | Art | Transparenz | gut für |
|---|---|---|---|
| JPEG | Raster, verlustbehaftet | nein | Fotos als Ausweichwert |
| PNG | Raster, verlustfrei | ja | Bildschirmfotos, Grafiken mit wenigen Farben |
| WebP | Raster, beides möglich | ja | Fotos und Grafiken, Standardformat für neue Bilder |
| AVIF | Raster, beides möglich | ja | Fotos mit kleinster Datei |
| SVG | Vektor | ja | Logos, Symbole, einfache Grafiken |
| GIF | Raster, 256 Farben | ja, einfach | kaum noch, Animation besser als Video |
Die Spalte "gut für" ist unsere Einordnung auf Grundlage der genannten Quellen und keine Vorgabe von Google.

Grafiken mit Schrift und Transparenz
Schwierig sind Motive zwischen Foto und Grafik: Bildschirmfotos einer Software, Pläne mit Beschriftung oder Produktfreisteller mit transparentem Hintergrund. Für Bilder, bei denen feine Details erhalten bleiben müssen, nennt web.dev PNG oder verlustfreies WebP [2]. Das verlustfreie WebP hat dabei laut Google den Vorteil der kleineren Datei [3]. Bei Freistellern lohnt ein Versuch mit verlustbehaftetem WebP: Google gibt an, dass auch diese Variante Transparenz beherrscht und typischerweise dreimal kleinere Dateien als PNG liefert [3]. Ob die Kanten danach noch sauber aussehen, prüfen Sie am besten an einem dunklen und einem hellen Hintergrund. Für Logos, die bisher als PNG vorliegen, ist die Umstellung auf SVG oft der größere Gewinn, sofern eine Vektorfassung vorhanden ist. Fragen Sie im Zweifel bei der Agentur nach, die das Logo gestaltet hat.
Sonderfall Onlineshop und Merchant Center
Wer Produktdaten an das Google Merchant Center liefert, muss eine zweite Liste beachten. Für den Bildlink im Produktfeed nennt die Merchant-Center-Hilfe die Formate JPEG, WebP, PNG, GIF, BMP und TIFF [5]. AVIF und SVG stehen dort nicht. Ein Shop, der auf der Website AVIF ausliefert, sollte also prüfen, welche Bildadresse im Feed steht. Mehr zu Produktbildern lesen Sie im Ratgeber Bilder-SEO im Onlineshop.

Umstellen ohne Risiko
Die Umstellung auf moderne Formate gelingt am sichersten mit dem picture-Element: Der Browser nimmt die erste Quelle, die er versteht, und fällt sonst auf das img-Element zurück. Google empfiehlt bei solchen Konstruktionen, immer eine Ausweich-Adresse im src-Attribut anzugeben [1]. Nach unserer Erfahrung ist WebP heute für die meisten Websites ein guter Standard, AVIF eine Option für Seiten mit vielen großen Fotos. Wichtig ist, dass die Dateien danach wirklich kleiner sind. Vergleichen Sie einige typische Bilder vor und nach der Umwandlung, bevor Sie eine ganze Mediathek umstellen.
Das Format ist nur ein Teil der Dateigröße. Mindestens ebenso viel bringt es, Bilder in der Größe auszuliefern, in der sie angezeigt werden, und die Qualitätsstufe passend zu wählen. Dazu mehr unter Bildgrößen und Kompression. Die Kurzantwort auf die Formatfrage steht auch in unseren FAQ: Welche Bildformate sind für SEO am besten?
Ihre Bilder sind schon WebP, und die Seite lädt trotzdem langsam? Stellen Sie Ihre Frage in der gratis Sprechstunde, dort sehen wir gemeinsam nach, welches Bild die Ladezeit bestimmt.
- Organisation Best Practices für Bilder in der Google Suche. Google Search Central. Stand 04.03.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Choose the right image format. web.dev, Google. Stand 13.08.2024. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation An image format for the Web (WebP). Google for Developers. Stand 07.08.2025. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Image performance. web.dev, Google. Stand 01.11.2023. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Bildlink (image_link). Google Merchant Center-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Welches Bildformat ist für SEO am besten?
Google bevorzugt kein Format. Für Fotos sind WebP und AVIF meist am besten, weil die Dateien kleiner sind. Logos gehören als SVG, Grafiken mit Transparenz als PNG oder verlustfreies WebP auf die Seite.
Indexiert Google AVIF-Bilder?
Ja. AVIF steht in Googles Liste der unterstützten Formate für die Suche. Im Merchant Center ist AVIF für den Bildlink im Produktfeed dagegen nicht aufgeführt.
Kann ich SVG für Fotos verwenden?
Nein, SVG ist ein Vektorformat für Formen wie Logos und Symbole. Fotos brauchen ein Rasterformat wie WebP, AVIF oder JPEG.
Sollte ich animierte GIFs ersetzen?
Meist ja. GIF ist auf 256 Farben beschränkt und erzeugt große Dateien. web.dev empfiehlt für Animationen ein video-Element.
Muss die Dateiendung stimmen?
Ja. Google schreibt, die Dateiendung sollte mit dem Dateityp übereinstimmen. Eine WebP-Datei sollte also auf .webp enden.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.



