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Ratgeber

Breadcrumbs einsetzen: Navigation, Schema und Suche

Breadcrumbs zeigen die Position einer Seite in der Website-Hierarchie und verlinken die übergeordneten Seiten. Für Google zeichnen Sie sie mit strukturierten Daten vom Typ BreadcrumbList aus. Seit Januar 2025 zeigt Google Breadcrumbs nur noch in den Suchergebnissen am Computer, mobil erscheint die Domain allein; Breadcrumb-Markup unterstützt Google weiterhin, Websites müssen laut Google nichts ändern.

Spur aus kleinen weißen Kieselsteinen auf einem Waldweg, die zu einer Holzhütte führt
Bild: KI-generiert

Eine Zeile über der Überschrift, ein paar Links mit Trennzeichen dazwischen: Breadcrumbs sind unscheinbar. Für Besucher sind sie ein schneller Weg zurück in die Kategorie, für Suchmaschinen eine zusätzliche Quelle für die Struktur Ihrer Website. Wer Breadcrumbs für SEO einsetzen will, muss drei Dinge richtig machen: den Pfad sinnvoll wählen, ihn als echte Links umsetzen und ihn mit strukturierten Daten auszeichnen. Dazu kommt eine Änderung von Google aus dem Jahr 2025, die viele ältere Anleitungen noch nicht kennen.

Was Breadcrumbs sind, erklärt das Glossar unter Breadcrumb-Navigation. Hier geht es um die Umsetzung.

Was Google mit Breadcrumbs macht

Google beschreibt Breadcrumbs so: "Im Navigationspfad auf einer Seite wird die Position der Seite in der Websitehierarchie angegeben." [1] Sind sie mit strukturierten Daten ausgezeichnet, kann Google sie in den Suchergebnissen anzeigen [1].

Am 23.01.2025 hat Google die Anzeige geändert. Breadcrumbs erscheinen in den mobilen Suchergebnissen nicht mehr, dort wird die sichtbare Adresse auf die Domain verkürzt. Am Computer bleiben sie Teil der angezeigten Adresse [2]. Als Grund nennt Google, dass Breadcrumbs auf kleinen Bildschirmen oft abgeschnitten wurden. Websites, die das Markup nutzen, müssen laut Google nichts ändern [2]. Die aktuelle Dokumentation sagt dazu: "Diese Funktion ist auf Computern in allen Regionen und Sprachen verfügbar, in denen die Google Suche verfügbar ist." [1]

Für die Planung heißt das: Die Anzeige im Snippet ist ein Vorteil am Desktop. Den größeren Nutzen haben Breadcrumbs heute auf der Seite selbst, als Navigation und als interne Verlinkung.

Den richtigen Pfad wählen

Google empfiehlt: "Wir empfehlen, Navigationspfade anzugeben, die einen typischen Nutzerpfad zu dieser Webseite darstellen" [1]. Die Dokumentation rät also, den Weg abzubilden, den Besucher tatsächlich nehmen, und nicht stur die Ordnerstruktur der Adresse nachzubauen. Eine Adresse wie /p/12345 sagt nichts über die Kategorie. Der Pfad Startseite, Damen, Schuhe, Laufschuhe dagegen sehr viel.

Treppenhaus in einem hellen Gebäude mit Absätzen auf mehreren Ebenen, Blick von unten
Bild: KI-generiert

Für die Praxis haben sich drei Regeln bewährt. Jede Stufe im Pfad ist eine echte Seite, die es lohnt aufzurufen. Der Pfad ist kurz genug, um auf einem Smartphone in eine oder zwei Zeilen zu passen. Und die Namen im Pfad sind dieselben wie im Hauptmenü, damit Besucher sich wiederfinden.

Seiten in mehreren Kategorien

Ein Produkt in zwei Kategorien oder ein Artikel in zwei Themen: Google erlaubt für solche Seiten mehrere Navigationspfade in den strukturierten Daten [1]. Auf der Seite selbst zeigen wir trotzdem meist nur einen Pfad, nämlich den der Hauptkategorie. Zwei sichtbare Pfade untereinander verwirren mehr, als sie helfen. Wichtig ist, dass die Produktadresse dabei gleich bleibt. Wie Sie doppelte Adressen durch Kategoriepfade vermeiden, steht im Ratgeber Canonical bei Duplicate Content.

Lange Pfade auf dem Smartphone

Ein Pfad mit fünf Stufen passt am Desktop bequem in eine Zeile, auf dem Smartphone bricht er in drei Zeilen um und schiebt die Überschrift nach unten. Es gibt mehrere Auswege. Manche Websites zeigen mobil nur die direkt übergeordnete Stufe als Zurück-Link, andere lassen die Zeile waagerecht scrollen. Beides ist vertretbar, solange der vollständige Pfad im HTML steht, nur in der Darstellung verkürzt wird und die sichtbaren Links groß genug zum Tippen sind. Kürzen Sie lieber lange Kategorienamen im Pfad, als Stufen ganz wegzulassen. Mehr zu Bedienbarkeit auf kleinen Bildschirmen steht im Ratgeber Tippziele und Schriftgrößen.

Noch eine Frage offen?

In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder Sie rufen einfach an.

Jede Stufe außer der aktuellen Seite sollte ein normaler Link mit a und href sein. Google findet Links nur in dieser Form zuverlässig [4]. Breadcrumbs, die per Klick-Ereignis in JavaScript navigieren, wertet Google laut seiner Link-Dokumentation nicht verlässlich als Links aus. Für die interne Verlinkung sind sie deshalb unsicher.

Die Linktexte sollten die Zielseite beschreiben. Google rät zu Ankertexten, die aussagekräftig, prägnant und relevant sind [4]. Bei Breadcrumbs ergibt sich das fast von selbst, wenn die Stufen die Namen der Kategorien tragen. Ein Haussymbol ohne Text für die Startseite braucht dagegen einen Textersatz, etwa ein alt-Attribut oder versteckten Text für Screenreader.

Breadcrumbs sind damit auch ein Baustein der internen Verlinkung: Jede Unterseite verlinkt automatisch auf ihre übergeordneten Seiten. Mehr dazu im Ratgeber interne Verlinkung planen.

Barrierefrei umsetzen

Das W3C beschreibt in seinen Mustern für barrierefreie Bedienelemente, wie eine Breadcrumb-Navigation aufgebaut sein sollte. Die Linkliste steht in einem Navigationsbereich, der mit aria-label oder aria-labelledby beschriftet ist. Der Link zur aktuellen Seite trägt aria-current="page" [3]. Screenreader können den Bereich so als eigene Navigation ansagen und die aktuelle Seite kennzeichnen. Ist die aktuelle Seite kein Link, ist aria-current laut W3C optional [3]. Barrierefreiheit und SEO gehen hier in dieselbe Richtung, wie auch die Leistung Barrierefreiheit und SEO zeigt.

Älterer Mann mit Kopfhörern am Laptop im Wohnzimmer, der Bildschirm ist von der Kamera abgewandt
Bild: KI-generiert

Die Auszeichnung mit BreadcrumbList

Für die strukturierten Daten verwenden Sie den Typ BreadcrumbList. Google beschreibt ihn als "das Containerelement, das alle Elemente in der Liste enthält" [1]. Darin steht eine Liste itemListElement mit je einem ListItem pro Stufe. Jedes ListItem braucht die Felder name, position und item, also Bezeichnung, Reihenfolge ab 1 und Adresse [1].

Zwei Ausnahmen nennt Google ausdrücklich. Für das letzte Element des Pfads ist item nicht erforderlich [1]. Und es ist nicht nötig, ein ListItem für die oberste Ebene oder für die Seite selbst anzugeben [1]. Ein Pfad braucht laut Google mindestens zwei ListItem-Elemente [1].

In welchem Format Sie auszeichnen, ist zweitrangig. Wir verwenden JSON-LD im Kopfbereich, weil es sich unabhängig vom sichtbaren HTML pflegen lässt. Wichtig ist, dass sichtbarer Pfad und Markup übereinstimmen. Ein Schema, das einen anderen Pfad nennt als die Seite zeigt, führt Besucher und Suchmaschine an verschiedene Orte. Das Glossar erklärt die Auszeichnung unter Breadcrumb-Schema.

Testen und überwachen

Ob das Markup gültig ist, prüft der Test für Rich-Suchergebnisse von Google, der Breadcrumb-Markup laut Google weiterhin unterstützt [2]. In der Search Console gibt es einen eigenen Bericht für Navigationspfade, der ebenfalls bestehen bleibt [2]. Er zeigt, auf welchen Seiten Google gültige oder fehlerhafte Breadcrumbs gefunden hat. Wie Sie ihn lesen, erklärt die FAQ Search Console Breadcrumbs-Bericht.

Nach unserer Erfahrung entstehen die meisten Fehler bei Breadcrumbs nicht beim Einrichten. Sie kommen später, wenn Kategorien umbenannt, verschoben oder gelöscht werden und der Pfad dann auf eine Weiterleitung oder eine Fehlerseite zeigt. Ein Crawl nach jeder größeren Umstrukturierung findet solche Fälle.

Wann Breadcrumbs wenig bringen

Auf einer Website mit fünf Seiten ohne Unterebenen haben Breadcrumbs kaum eine Aufgabe. Der Pfad bestünde nur aus Startseite und aktueller Seite. Sinnvoll werden sie ab zwei Ebenen, also bei Shops, Ratgeberbereichen, Verzeichnissen und Websites mit vielen Leistungsseiten. Dort helfen sie Besuchern, die über die Suche direkt auf einer tiefen Seite landen und sich erst orientieren müssen.

Wenn Sie wissen möchten, wie ein sinnvoller Pfad für Ihre Website aussieht, fragen Sie in der gratis Sprechstunde. Bei größeren Umbauten der Struktur hilft SEO NW mit der Leistung Seitenstruktur und Navigation.

  1. Organisation Strukturierte Daten für Navigationspfade (BreadcrumbList). Google Search Central. Stand 12.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
  2. Organisation Simplifying the visible URL element on mobile search results. Google Search Central Blog, Caitlin Dorsey. Stand 23.01.2025. abgerufen am 31.10.2026
  3. Organisation Breadcrumb Pattern (ARIA Authoring Practices Guide). W3C Web Accessibility Initiative. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
  4. Organisation Link-Best-Practices für Google. Google Search Central. Stand 31.12.2025. abgerufen am 31.10.2026

Häufige Fragen

Zeigt Google Breadcrumbs noch in den Suchergebnissen?

Am Computer ja. Seit Januar 2025 zeigt Google in den mobilen Suchergebnissen nur noch die Domain. Das Markup müssen Sie laut Google deshalb nicht ändern.

Lohnt sich BreadcrumbList-Markup noch?

Ja, Google unterstützt es weiter für die Desktop-Suche, und der Bericht in der Search Console bleibt bestehen. Auf der Seite selbst helfen Breadcrumbs ohnehin bei Navigation und interner Verlinkung.

Muss die Startseite im Markup stehen?

Nein. Google schreibt, dass ein ListItem für die oberste Ebene oder für die Seite selbst nicht erforderlich ist. Ein Pfad braucht aber mindestens zwei ListItem-Elemente.

Soll der Pfad der Ordnerstruktur der Adresse folgen?

Nicht zwingend. Google empfiehlt Pfade, die einen typischen Nutzerpfad zur Seite darstellen. Die Adresse kann davon abweichen.

Noch eine Frage offen?

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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.

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