Links von anderen Websites sind für Google weiterhin ein wichtiger Weg, Seiten zu finden. Im Startleitfaden schreibt Google, dass die überwiegende Mehrheit der neuen Seiten, die Google täglich findet, über Links entdeckt wird [4]. Gleichzeitig zieht Google eine klare Grenze: Links, die vor allem das Ranking beeinflussen sollen, sind Linkspam [1]. Digital PR bewegt sich auf der erlaubten Seite dieser Grenze. Sie bietet Redaktionen etwas, worüber diese berichten wollen, und der Link entsteht als Quellenangabe. Was Digital PR als Begriff bedeutet, erklärt das Glossar unter Digital PR. Dieser Ratgeber beschreibt den Ablauf einer Kampagne Schritt für Schritt.
Wo Googles Grenze verläuft
Bevor es um Ideen geht, lohnt ein genauer Blick auf die Regeln, denn Digital PR berührt mehrere Punkte der Spamrichtlinien. Google zählt zum Linkspam unter anderem den Austausch von Geld gegen Links oder gegen Beiträge, die Links enthalten [1]. Ebenso genannt sind Artikel, Gastbeiträge oder Pressemitteilungen mit optimiertem Ankertext [1]. Eine Pressemitteilung, die über Verteilerdienste mit einem Link auf ein Suchwort wie "günstige Fenster kaufen" gestreut wird, ist genau dieser Fall.
Bezahlte Platzierungen sind nicht verboten. Google erkennt an, dass der Kauf und Verkauf von Links zur Werbung im Netz gehört, verlangt aber eine Kennzeichnung [1]. Für Werbung und bezahlte Platzierungen empfiehlt Google das Attribut rel="sponsored", rel="nofollow" ist weiterhin zulässig [2]. Ein Bericht, den eine Redaktion aus eigenem Interesse schreibt, braucht keine Kennzeichnung. Sobald Geld oder eine Gegenleistung im Spiel ist, ändert sich das. SEO NW arbeitet beim Linkaufbau nach Googles Richtlinien. Für Digital PR heißt das: Wir bieten Redaktionen Geschichten an, und ob ein Link entsteht, entscheidet die Redaktion.
Schritt 1: Ziel und Zielseite festlegen
Eine Kampagne beginnt mit der Frage, welche Seite Ihrer Website von Links profitieren soll. Redaktionen verlinken selten auf Produkt- oder Leistungsseiten. Sie verlinken auf Quellen: eine Auswertung, einen Ratgeber, ein Werkzeug, eine Bildersammlung mit Nutzungsrechten. Planen Sie deshalb eine Seite, die als Quelle taugt, und verbinden Sie sie über interne Links mit den Seiten, die in der Suche besser abschneiden sollen. Wie interne Links Signale weitergeben, beschreibt der Ratgeber Linkaufbau Grundlagen.
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Schritt 2: eine Geschichte finden
Redaktionen suchen Neues, Zahlen und Menschen, die etwas erklären können. Daraus ergeben sich drei Arten von Geschichten, die für Unternehmen erreichbar sind.

Eigene Daten
Jeder Betrieb sammelt Daten, die außerhalb niemand hat: Anfragen nach Monaten, häufige Schadensfälle, Fragen von Kunden. Anonym ausgewertet und sauber beschrieben werden daraus Meldungen, die eine Regionalzeitung oder ein Fachportal sonst nirgends bekommt. Nach unserer Erfahrung tragen eigene Daten am weitesten, weil sie eine Quelle verlangen und der Link damit naheliegt.
Fachwissen zum Anlass
Ändert sich eine Vorschrift, beginnt eine Saison oder passiert etwas in der Branche, brauchen Redaktionen schnell jemanden, der es einordnet. Ein gut gepflegter Ratgeber auf Ihrer Website, der genau diese Frage beantwortet, ist dann die Quelle. Vorbereitung zahlt sich hier aus, denn der Anlass wartet nicht.
Werkzeuge und Material
Rechner, Checklisten oder Vorlagen werden verlinkt, wenn sie Lesern einer Redaktion einen Schritt abnehmen. Auch Bild- oder Videomaterial, das Redaktionen mit Quellenangabe verwenden dürfen, kann zu Links führen.
Schritt 3: die Quelle auf der eigenen Website bauen
Bevor Sie eine Redaktion ansprechen, steht die Quelle online. Eine Datenauswertung braucht eine nachvollziehbare Beschreibung, woher die Zahlen stammen, welchen Zeitraum sie abdecken und was sie nicht zeigen. Redaktionen prüfen das, und eine Seite ohne Methode wird seltener zitiert. Der Text sollte die wichtigsten Ergebnisse in den ersten Absätzen nennen, Grafiken brauchen eine Beschreibung, und eine Kontaktmöglichkeit für Rückfragen gehört dazu. Je besser die Seite für sich allein steht, desto eher verlinkt eine Redaktion auf sie statt nur den Firmennamen zu nennen.
Schritt 4: Redaktionen auswählen und ansprechen
Statt einer Rundmail an hunderte Adressen wählen Sie Ressorts und Fachportale aus, deren Leser die Geschichte wirklich betrifft. Lesen Sie einige Beiträge der Redaktion, bevor Sie schreiben. Das Anschreiben selbst ist kurz: worum es geht, warum es für die Leser dieser Redaktion interessant ist, wo die Quelle steht und wer für Rückfragen bereitsteht.

Respektieren Sie die Regeln, nach denen Redaktionen arbeiten. Der Pressekodex des Deutschen Presserats verlangt eine klare Trennung zwischen redaktionellem Text und Veröffentlichungen zu Werbezwecken. Bezahlte Veröffentlichungen müssen als Werbung erkennbar sein [3]. Redaktionelle Beiträge, die auf Unternehmen hinweisen, dürfen nicht zur Schleichwerbung werden, und beim Umgang mit PR-Material verlangt der Kodex besondere Sorgfalt [3]. Vorteile, die die Entscheidungsfreiheit einer Redaktion beeinträchtigen könnten, hält der Kodex für unvereinbar mit dem Ansehen und der Unabhängigkeit der Presse [3]. Wer einer Redaktion Geld oder andere Vorteile für einen Link anbietet, bringt sie in Konflikt mit dem Kodex und bewegt sich selbst im Bereich, den Googles Spamrichtlinien als Linkspam beschreiben.
Schritt 5: nach der Veröffentlichung
Erscheint ein Bericht, prüfen Sie zuerst, ob und wie er verlinkt. Manche Redaktionen nennen nur den Firmennamen. Eine freundliche Nachricht mit dem Hinweis, wo die Quelle der Zahlen steht, führt manchmal nachträglich zu einem Link. Drängen Sie nicht und verlangen Sie keinen bestimmten Ankertext. Ein Link mit vorgegebenem Suchwort im Text ist genau das, was Google bei Artikeln und Pressemitteilungen als problematisch beschreibt [1].
Halten Sie jede Erwähnung in einer Liste fest: Medium, Datum, verlinkte Seite, Attribut des Links. Mit der Zeit zeigt diese Liste, welche Arten von Geschichten tragen und welche Redaktionen sich für Ihr Thema interessieren. Wie Sie eingehende Links insgesamt bewerten, beschreibt der Ratgeber Backlinks prüfen und bewerten. Ob gekaufte Links erlaubt sind, beantwortet die FAQ Sind gekaufte Links erlaubt.
Was Sie realistisch erwarten können
Ergebnisse von Digital PR lassen sich nicht planen wie ein Einkauf. Viele Anfragen an Redaktionen bleiben unbeantwortet, und nicht jeder Bericht enthält einen Link. Auch eine Erwähnung ohne Link kann Leser auf Ihre Website bringen, die danach suchen. Google selbst nennt Mundpropaganda eine der wirksamsten und nachhaltigsten Methoden, eine Website bekannt zu machen, und warnt zugleich davor, es mit der Werbung für die eigene Website zu übertreiben [4].

Seit Suchmaschinen Antworten mit KI zusammenstellen, rückt ein weiterer Nutzen von Berichten in den Blick. Was dafür spricht, beschreibt der Beitrag Digital PR für KI-Sichtbarkeit. Wenn Sie Digital PR als Teil eines größeren Linkaufbaus angehen möchten, finden Sie das Vorgehen von SEO NW unter Linkaufbau.
Sie haben Zahlen oder Wissen aus Ihrem Betrieb und fragen sich, ob daraus eine Geschichte für Redaktionen werden kann? Stellen Sie die Frage in der gratis Sprechstunde und bringen Sie Ihre Idee mit.
- Organisation Spamrichtlinien für die Google Websuche. Google Search Central. Stand 02.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Ausgehende Links für Google eingrenzen. Google Search Central. Stand 08.03.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Pressekodex: Publizistische Grundsätze, Ziffern 7 und 15. Deutscher Presserat. Stand 19.03.2025. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Startleitfaden zur Suchmaschinenoptimierung (SEO). Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Ist Digital PR mit Googles Richtlinien vereinbar?
Ja, solange die Links aus redaktionellen Berichten stammen, für die niemand bezahlt hat. Problematisch sind bezahlte Links ohne Kennzeichnung und Pressemitteilungen oder Gastbeiträge mit optimiertem Ankertext.
Muss ein Link aus einem Zeitungsbericht gekennzeichnet sein?
Nein, wenn die Redaktion aus eigenem Interesse berichtet. Fließt Geld oder eine Gegenleistung, verlangt Google eine Kennzeichnung mit rel="sponsored" oder rel="nofollow".
Hilft eine Pressemitteilung über einen Verteilerdienst?
Als Pressearbeit vielleicht, für den Linkaufbau kaum. Google nennt Pressemitteilungen mit optimiertem Ankertext ausdrücklich als Beispiel für Linkspam.
Was ist, wenn ein Bericht meinen Namen nennt, aber nicht verlinkt?
Eine freundliche Nachricht mit dem Hinweis auf die Quelle kann nachträglich zu einem Link führen. Verlangen Sie aber keinen bestimmten Ankertext und drängen Sie nicht.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.



