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Ratgeber

Indexierung prüfen: so sehen Sie, was Google aufgenommen hat

Ob eine einzelne Seite im Google-Index steht, prüfen Sie zuverlässig mit dem URL-Prüftool der Search Console. Für die ganze Website zeigt der Bericht zur Seitenindexierung, welche Seiten indexiert sind und aus welchen Gründen andere fehlen. Die site:-Abfrage in der Google Suche eignet sich nur für einen groben Überblick, weil sie nicht alle indexierten Adressen anzeigt.

Bibliothekarin prüft mit einem Bleistift in der Hand ein langes Regal mit Bänden, in dem einige Lücken sind
Bild: KI-generiert

"Ist die Seite schon bei Google?" Die Frage klingt einfach, und die schnellste Antwort ist eine Suche mit site: vor der Domain. Für eine verlässliche Antwort reicht das aber nicht. Google stellt drei Werkzeuge bereit, die unterschiedlich genau sind und unterschiedliche Fragen beantworten. Wer die Indexierung prüfen will, sollte wissen, welches Werkzeug wofür taugt, und vor allem, welche Befunde harmlos sind. Dieser Ratgeber geht die drei Werkzeuge in der Reihenfolge durch, in der wir sie selbst nutzen, und zeigt, wie Sie die Ergebnisse lesen.

Eine kurze Antwort auf die Frage, ob eine einzelne Seite im Index ist, gibt die FAQ Wie prüfe ich, ob meine Seite im Google-Index ist?. Hier geht es um die gründliche Prüfung einer ganzen Website.

Vorher klären: Welche Seiten sollen in den Index?

Jede Prüfung beginnt mit einer Liste. Google formuliert das Ziel so: "Das Ziel ist es, dass von jeder wichtigen Seite jeweils die kanonische Version indexiert wird." [1] Weiterleitungen, Duplikate, Filterkombinationen oder bewusst ausgeschlossene Seiten gehören nicht in den Index, und es ist kein Fehler, wenn sie fehlen. Google garantiert ohnehin nicht, dass eine Seite gecrawlt, indexiert oder ausgeliefert wird [5].

Legen Sie deshalb vor der Prüfung fest, welche Seitentypen in den Index gehören, etwa Leistungen, Ratgeber, Kategorien und Produkte, und welche nicht. Die beste Grundlage dafür ist eine bereinigte XML-Sitemap, die genau diese Seiten enthält. Wie Sie die Liste der Seiten pflegen, die nicht in den Index gehören, beschreibt der Ratgeber Indexbereinigung durchführen.

Die site:-Abfrage und ihre Grenzen

Eine Suche nach site:example.com zeigt Ergebnisse von dieser Domain, einschließlich Subdomains [3]. Sie ist praktisch, um schnell zu sehen, ob eine neue Website überhaupt auftaucht oder ob nach einem Relaunch alte Adressen noch in den Ergebnissen stehen. Für mehr taugt sie nicht. Google schreibt, dass der Operator nicht unbedingt alle indexierten Adressen zurückgibt und die Liste nicht immer vollständig ist [3]. Er wurde in erster Linie für Nutzer der Google Suche entwickelt [3].

Die Zahl der Treffer, die Google zu einer site:-Abfrage nennt, ist deshalb keine Indexzahl. Fehlt eine Adresse in der Abfrage, empfiehlt Google das URL-Prüftool, um zu prüfen, ob sie indexiert werden kann [3].

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Das URL-Prüftool für einzelne Seiten

Das URL-Prüftool der Search Console liefert Informationen zu der von Google indexierten Version einer bestimmten Seite [2]. Es ist das genaueste Werkzeug für die Frage, was mit einer Adresse passiert ist. Die wichtigsten Felder im Abschnitt zur Seitenindexierung sind diese [2]:

Juwelier betrachtet an einer aufgeräumten Werkbank einen einzelnen Edelstein mit einer Lupe
Bild: KI-generiert
  • Letztes Crawling: wann Google die Seite zuletzt abgerufen hat, in Ihrer Ortszeit.
  • Gecrawlt über: ob der Crawler für Computer oder für Mobilgeräte die Seite abgerufen hat.
  • Crawling erlaubt?: ob eine Regel in der robots.txt den Abruf blockiert hat.
  • Seitenabruf: ob Google die Seite überhaupt von Ihrem Server abrufen konnte.
  • Indexierung zulässig?: ob die Seite die Indexierung ausdrücklich verboten hat, etwa mit noindex.

Dazu kommen zwei Angaben zur Kanonisierung: die von Ihnen angegebene kanonische Adresse und die von Google ausgewählte [2]. Weichen beide voneinander ab, betrachtet Google eine andere Seite als Original. Dann steht die geprüfte Adresse nicht selbst im Index, ihr Inhalt wird über die andere Seite gezeigt.

Zwei Missverständnisse sind häufig. Das erste betrifft die Meldung "URL ist auf Google". Laut Google heißt sie nicht, dass Ihre Seite in den Suchergebnissen erscheint [2]. Die Seite ist im Index, ob und wo sie rankt, ist eine andere Frage. Das zweite betrifft die Aktualität. Die angezeigten Ergebnisse stammen von der zuletzt indexierten Version und nicht von der Live-Version im Web [2]. Haben Sie gerade etwas geändert, starten Sie den Live-Test. Dann ruft das Tool die Adresse in Echtzeit ab [2]. Über "Gecrawlte Seite anzeigen" sehen Sie dabei das HTML, das Google erhalten hat.

Der Bericht zur Seitenindexierung für die ganze Website

Für mehr als ein paar Adressen ist der Bericht zur Seitenindexierung das richtige Werkzeug. Er zeigt, wie viele Seiten indexiert sind und aus welchen Gründen andere nicht im Index stehen. Google schreibt, dass er für Websites mit weniger als 500 Seiten wahrscheinlich nicht nötig ist [1]. Dort genügen oft das URL-Prüftool und gezielte Abfragen.

Luftaufnahme einer großen Obstplantage mit ordentlichen Baumreihen und einigen leeren Stellen am Morgen
Bild: KI-generiert

Der wichtigste Handgriff im Bericht ist der Filter nach Sitemaps. Statt "Alle bekannten Seiten" wählen Sie "Alle eingereichten Seiten" oder eine bestimmte Sitemap [1]. Dann sehen Sie nur die Seiten, die Sie selbst für wichtig erklärt haben, und die Zahlen bekommen Aussagekraft. Legen Sie je Seitentyp eine eigene Sitemap an, lässt sich über den Filter getrennt ablesen, wie viele Produkte oder Ratgeber im Index stehen [4].

Bei den Gründen hilft eine grobe Einteilung. Meist erwartbar und kein Grund zur Sorge sind "Seite mit Weiterleitung", "Alternative Seite mit richtigem kanonischen Tag" und "URL als noindex markiert", solange sie Seiten betreffen, die Sie bewusst so eingerichtet haben. Genauer hinsehen sollten Sie bei "Gecrawlt, zurzeit nicht indexiert", "Gefunden, zurzeit nicht indexiert", "Duplikat, vom Nutzer nicht als kanonisch festgelegt", "Soft 404-Fehler" und "Indexiert, obwohl durch robots.txt-Datei blockiert" [1]. Was die einzelnen Meldungen bedeuten, erklären die FAQ-Seiten Gecrawlt, zurzeit nicht indexiert und Gefunden, zurzeit nicht indexiert.

Befunde richtig deuten

Zwei Eigenheiten des Berichts sollten Sie kennen. Die Liste der Beispieladressen ist auf 1.000 Einträge beschränkt [1]. Bei großen Websites sehen Sie also nur eine Auswahl der betroffenen Seiten und müssen daraus Muster ablesen. Und die Indexierung erfolgt nie sofort, auch wenn Sie direkt eine Crawling-Anforderung senden [1]. Eine Seite, die gestern veröffentlicht wurde, darf heute noch fehlen.

Mann sortiert auf einem Holztisch einen Haufen gemischter Muscheln in kleine Gruppen
Bild: KI-generiert

Fehlen dagegen viele wichtige Seiten eines Typs über Wochen, lohnt es sich, je Grund drei bis fünf Beispiele im URL-Prüftool anzusehen. Fast immer zeigt sich ein gemeinsames Merkmal: dieselbe Vorlage, derselbe Parameter, dieselbe fehlende Verlinkung. Nach unserer Erfahrung bringt diese Stichprobe mehr als jede Zählung, weil sie die Ursache sichtbar macht.

Haben Sie eine Ursache behoben, können Sie im Bericht die Überprüfung starten. Sie dauert laut Google in der Regel etwa zwei Wochen, manchmal auch deutlich länger [1]. Wie Sie danach die Aufnahme wichtiger Seiten anstoßen, zeigen die Ratgeber Seiten in den Index bringen und Indexierung beschleunigen.

Ein Prüfrhythmus, der sich bewährt

Für die meisten Websites reicht ein fester Termin im Monat: Bericht zur Seitenindexierung mit Filter auf die eingereichten Seiten öffnen, die Zahl der indexierten Seiten notieren, neue oder stark gewachsene Gründe ansehen. Nach Relaunches, Umzügen oder großen Änderungen an Vorlagen prüfen Sie in den ersten Wochen öfter. Wenn Sie Ihre Search Console noch nicht eingerichtet haben oder mehrere Properties zusammenführen müssen, unterstützt Sie die Leistung Search-Console-Einrichtung. Liegen die Probleme tiefer, hilft die Leistung Indexierungsprobleme beheben. Den Begriff erklärt das Glossar unter Indexierung.

Sie sehen im Bericht zur Seitenindexierung Meldungen, die Sie nicht einordnen können? Bringen Sie einen Screenshot des Berichts in die gratis Sprechstunde, dann gehen wir die Gründe gemeinsam durch.

  1. Organisation Bericht zur Seitenindexierung. Search Console-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
  2. Organisation URL-Prüftool. Search Console-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
  3. Organisation Suchoperator site:. Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
  4. Organisation Sitemaps mithilfe des Sitemaps-Berichts verwalten. Search Console-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
  5. Organisation Umfassender Leitfaden zur Funktionsweise der Google Suche. Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 31.10.2026

Häufige Fragen

Wie prüfe ich am schnellsten, ob eine Seite indexiert ist?

Mit dem URL-Prüftool der Search Console. Es zeigt, ob die Adresse im Index steht, wann sie zuletzt gecrawlt wurde und welche kanonische Adresse Google gewählt hat.

Warum zeigt site: weniger Seiten als die Search Console?

Die site:-Abfrage gibt laut Google nicht unbedingt alle indexierten Adressen zurück. Ihre Trefferzahl ist deshalb keine Indexzahl.

Heißt "URL ist auf Google", dass meine Seite rankt?

Nein. Die Meldung sagt nur, dass die Seite im Index steht. Ob sie für eine Suche erscheint und auf welcher Position, ist eine andere Frage.

Muss jede Seite meiner Website indexiert sein?

Nein. Ziel ist, dass von jeder wichtigen Seite die kanonische Version indexiert ist. Weiterleitungen, Duplikate und bewusst ausgeschlossene Seiten fehlen zu Recht.

Wie oft sollte ich die Indexierung prüfen?

Für die meisten Websites reicht ein fester Termin im Monat. Nach einem Relaunch oder großen Änderungen an Vorlagen lohnt sich in den ersten Wochen ein häufigerer Blick.

Noch eine Frage offen?

In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder Sie rufen einfach an.

Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.

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