Zum Inhalt springen
SEO NW – Alexander Müller 18 FachportaleHotline 0800 188 7 100 rund um die UhrGratis Sprechstunde
SEO ManagerSEO Agentur seit 2012
Menü

Ratgeber

Informationale Suchanfragen: was Suchende wissen wollen

Bei einer informationalen Suchanfrage will jemand etwas wissen oder ein Thema erkunden, ohne gleich zu kaufen oder eine bestimmte Website aufzurufen. Google unterscheidet in seinen Richtlinien für Qualitätsbewerter zwischen Know-Anfragen und Know-Simple-Anfragen, die eine kurze, eindeutige Antwort suchen. Passend sind Ratgeber, Erklärseiten und Glossare, die die Frage früh beantworten und dann in die Tiefe gehen.

Frau am Küchentisch mit Tee, beugt sich über handschriftliche Notizen und ein leeres Notizbuch
Bild: KI-generiert

Wer "wie lange hält ein Flachdach" oder "was ist ein Canonical" eintippt, will etwas wissen. Gekauft wird später oder nie. Solche Anfragen heißen informational. Die informationale Suchintention zu erkennen ist der erste Schritt. Der zweite ist eine Seite, die die Frage besser beantwortet als die Seiten, die heute oben stehen.

Diese Seite erklärt, woher die Einteilung kommt, wie Google selbst Wissensanfragen beschreibt und welche Seitentypen dazu passen. Den Überblick über alle Arten der Suchabsicht gibt der Ratgeber Suchintention erkennen.

Woher die Einteilung stammt

Die bekannte Dreiteilung in informationale, navigationale und transaktionale Anfragen geht auf einen Aufsatz von Andrei Broder aus dem Jahr 2002 zurück [1]. Informational ist eine Anfrage nach Broder, wenn die Absicht darin besteht, Informationen zu finden, die auf einer oder mehreren Webseiten vermutet werden. Viele solcher Anfragen sind sehr weit gefasst, andere eng [1]. Navigational will eine bestimmte Website erreichen, transaktional eine Handlung über das Web ausführen [1]. Die beiden anderen Gruppen behandeln eigene Ratgeber zu navigationalen und transaktionalen Suchanfragen.

Google arbeitet mit einer etwas anderen Einteilung. In den Richtlinien für seine Qualitätsbewerter, den Search Quality Rater Guidelines, stehen vier Absichten: Know, Do, Website und Visit-in-Person [2]. Know entspricht der informationalen Anfrage. Google beschreibt die Absicht einer Know-Anfrage so: "The intent of a Know query is to find information or explore a topic." [2] Die Bewertungen der Prüfer verändern nach Googles eigener Aussage keine einzelnen Rankings. Sie dienen dazu, die Suche insgesamt zu beurteilen [2]. Die Begriffe zeigen trotzdem gut, wie Google über Suchabsichten denkt.

Know und Know Simple

Innerhalb der Wissensanfragen trennen die Richtlinien eine Sondergruppe ab. Know-Simple-Anfragen suchen eine sehr konkrete Antwort, etwa eine Tatsache, die richtig und vollständig sein muss und wenig Platz braucht [2]. Als Faustregel nennt Google: Wenn sich die meisten Menschen auf eine richtige Antwort einigen würden und sie in ein bis zwei Sätze oder eine kurze Liste passt, ist es eine Know-Simple-Anfrage [2].

Zwei Gläser im Vorratsregal, ein kleines mit einer Zitrone, ein großes voller Trockenfrüchte
Bild: KI-generiert

Ein Beispiel aus dem Dokument: Die Frage nach der Körpergröße einer bekannten Person ist Know Simple, die Suche nach ihrem Namen allein ist eine breite Know-Anfrage, weil manche die Biografie, andere Bücher oder Beiträge suchen [2]. Google hält ausdrücklich fest, dass die meisten Anfragen keine Know-Simple-Anfragen sind. Dazu zählen breite und komplexe Fragen ohne kurze Antwort, strittige Themen, Fragen ohne eindeutig richtige Antwort und Suchen, bei denen Menschen stöbern, Ideen sammeln oder Meinungen echter Personen lesen wollen [2].

Für Ihre Inhalte folgt daraus eine nützliche Unterscheidung. Auf eine Know-Simple-Frage gehört die Antwort ganz nach oben, knapp und genau. Eine breite Know-Anfrage braucht eine Seite, die mehrere Teilfragen ordnet und den Leser von der Übersicht in die Einzelheiten führt.

Noch eine Frage offen?

In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder Sie rufen einfach an.

Woran Sie eine Wissensanfrage erkennen

Fragewörter wie "was", "wie", "warum" oder "wann" sind das deutlichste Zeichen. Verlassen können Sie sich darauf nicht. Die Bewerterrichtlinien weisen darauf hin, dass Know-Simple-Anfragen häufig gar kein Fragewort enthalten; "barack obama height" hat dieselbe Absicht wie die ausformulierte Frage [2]. Im Deutschen ist das genauso: "Flachdach Lebensdauer" fragt dasselbe wie "wie lange hält ein Flachdach".

Zuverlässiger ist der Blick auf die Ergebnisse. Stehen dort Ratgeber, Lexikoneinträge, Videos und Fragekästen, liest Google die Anfrage als Wissensfrage. Stehen dort Shops und Vergleichsseiten, überwiegt eine andere Absicht. Wie Sie die Ergebnisseite dafür lesen, zeigt der Ratgeber Suchintention in den Suchergebnissen prüfen. Manche Anfragen tragen mehrere Absichten zugleich. Google empfiehlt den Bewertern dann, mehrere Deutungen als vernünftig anzusehen [2].

Welche Seite zur Frage passt

Informationale Anfragen bedienen Sie mit Ratgebern, Anleitungen, Erklärseiten, Glossareinträgen und Antworten auf häufige Fragen. Eine Leistungs- oder Produktseite passt selten, auch wenn sie das Stichwort enthält. Wer wissen will, wie ein Canonical funktioniert, sucht in diesem Moment keine Agentur.

Bibliothekar stellt ein Buch zurück ins Holzregal eines ruhigen Lesesaals bei warmem Licht
Bild: KI-generiert

Was eine gute Antwortseite ausmacht, beschreibt Google in seinen Fragen zur Selbsteinschätzung hilfreicher Inhalte. Eine davon lautet: "Gibt es auf der Website eine wesentliche, vollständige oder umfassende Beschreibung eines Themas?" [3] Eine andere fragt, ob die Inhalte neuartige Informationen, Berichte, Forschungsergebnisse oder Analysen bieten [3]. Als Warnsignal nennt Google Inhalte, die hauptsächlich erstellt werden, um Besuche über Suchmaschinen zu erhalten [3].

In der Praxis bewährt sich ein einfacher Aufbau. Die Kernantwort steht in den ersten zwei, drei Sätzen. Danach folgen die Teilfragen, die Leser als Nächstes haben, jede mit einer eigenen Zwischenüberschrift. Belege, Beispiele und Grenzen kommen dazu, wo sie die Antwort stützen. Mit der Länge allein gewinnen Sie nichts: Google schreibt in seinem SEO-Startleitfaden, dass die Länge des Inhalts für das Ranking allein keine Rolle spielt [4].

Wissensfragen und KI-Übersichten

Gerade bei informationalen Suchen zeigt Google häufig Übersichten mit KI über den klassischen Ergebnissen. Google beschreibt sie als Hilfe, sich schnell einen Überblick über komplexe Themen oder Fragen zu verschaffen [5]. Sie erscheinen nicht bei jeder Suche: "Übersichten mit KI werden nur angezeigt, wenn unsere Systeme feststellen, dass sie eine Ergänzung zur klassischen Suche darstellen." [5]

Besondere Technik brauchen Sie dafür nicht. Google schreibt: "Es gibt keine zusätzlichen Anforderungen, um in Übersichten mit KI oder im KI-Modus zu erscheinen" [5]. Die üblichen Grundsätze der Suchmaschinenoptimierung gelten weiter. Klicks und Impressionen aus diesen Funktionen erfasst die Search Console im Leistungsbericht unter dem Suchtyp "Web" [5]. Wie Sie Inhalte für solche Antworten aufbereiten, steht im Ratgeber Content für KI-Antworten schreiben.

Für Know-Simple-Fragen bedeutet das: Bei sehr kurzen Tatsachenfragen kann die Übersicht die Antwort schon liefern. Eine Seite, die nur diese eine Zeile bietet, hat dann wenig zu ergänzen. Seiten, die eine breite Wissensfrage gründlich ordnen, haben eher etwas zu bieten, das über die Zusammenfassung hinausgeht.

Vom Wissen zur Anfrage

Informationale Besucher kaufen selten beim ersten Besuch. Trotzdem lohnen sich diese Seiten für Unternehmen. Sie bringen Menschen auf die Website, die ein Problem haben, das Ihr Angebot löst, und sie zeigen Fachwissen, bevor jemand eine Anfrage stellt. Nach unserer Erfahrung kommen Anfragen oft von Lesern, die vorher mehrere Ratgeber derselben Website gelesen haben.

Damit das gelingt, braucht jede Wissensseite einen klaren nächsten Schritt: einen Link auf den vertiefenden Ratgeber, auf die passende Leistung oder auf eine Möglichkeit, eine Frage zu stellen. Diese Wege planen Sie am besten zusammen mit der internen Verlinkung, wie im Ratgeber interne Verlinkung planen beschrieben. Welche Wissensfragen Ihre Website heute schon erreicht, zeigt der Leistungsbericht der Search Console. Filtern Sie die Suchanfragen dort nach Fragewörtern, erhalten Sie eine erste Liste der informationalen Anfragen, die Ihnen bereits Impressionen bringen.

Sie möchten wissen, ob eine Ihrer Seiten die falsche Absicht bedient? Stellen Sie die Frage in der gratis Sprechstunde. Die Einordnung Ihrer Suchbegriffe nach Absicht ist auch Teil der Keyword-Recherche, die SEO NW als Auftrag übernimmt.

  1. Studie A taxonomy of Web search (Andrei Broder). SIGIR Forum 36(2). Stand 2002. abgerufen am 31.10.2026
  2. Organisation Search Quality Rater Guidelines (General Guidelines), Abschnitte 0.1 und 12.7.1 bis 12.7.5. Google. Stand 11.09.2025. abgerufen am 31.10.2026
  3. Organisation Hilfreiche, zuverlässige Inhalte erstellen, bei denen die Nutzer im Vordergrund stehen. Google Search Central. Stand 07.10.2026. abgerufen am 31.10.2026
  4. Organisation SEO-Startleitfaden. Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
  5. Organisation KI-Funktionen und deine Website. Google Search Central. Stand 31.12.2025. abgerufen am 31.10.2026

Häufige Fragen

Was ist eine informationale Suchanfrage?

Eine Suche, mit der jemand etwas wissen oder ein Thema erkunden will. Google nennt solche Anfragen in seinen Bewerterrichtlinien Know-Anfragen. Kauf oder Kontakt stehen dabei nicht im Vordergrund.

Was unterscheidet Know und Know Simple?

Know Simple sucht eine kurze, eindeutige Antwort, die in ein bis zwei Sätze oder eine kurze Liste passt. Eine Know-Anfrage ist breiter, und verschiedene Menschen erwarten dabei verschiedene Informationen.

Braucht jede informationale Anfrage eine eigene Seite?

Nein. Mehrere eng verwandte Fragen beantwortet eine gute Seite gemeinsam, jede unter einer eigenen Zwischenüberschrift. Eine eigene Seite lohnt sich, wenn die Ergebnisse bei Google für die Fragen deutlich verschieden sind.

Lohnen sich Wissensseiten, wenn KI-Übersichten die Antwort zeigen?

Für sehr kurze Tatsachenfragen bleibt oft wenig übrig. Seiten, die breitere Fragen gründlich ordnen, Beispiele und Belege liefern, bieten mehr als die Zusammenfassung und bleiben für Leser interessant.

Noch eine Frage offen?

In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder Sie rufen einfach an.

Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.

Weiterlesen

  • Über SEO NW

    SEO NW ist eine inhabergeführte SEO Agentur aus Bertingen, gegründet 2012 von Alexander Müller.

  • Alexander Müller, Inhaber von SEO NW

    Alexander Müller führt die SEO Agentur SEO NW in Bertingen seit 2012.

  • Bing SEO

    Bing SEO mit SEO NW: Bing Webmaster Tools, IndexNow und saubere Technik für Bing, DuckDuckGo und Microsoft Copilot.

  • Datenschutz

    Welche Daten beim Besuch verarbeitet werden, wie lange sie bleiben und welche Rechte bestehen.