Eine Keyword-Recherche beantwortet eine einfache Frage: Mit welchen Worten suchen die Menschen, die Ihr Angebot brauchen, und welche Seite Ihrer Website soll ihnen antworten? Die Antwort ist eine Liste von Suchbegriffen, jeder mit Absicht, grober Nachfrage und Zielseite. Mit dieser Liste lassen sich neue Inhalte planen, bestehende Seiten verbessern und Doppelungen vermeiden.
Diese Anleitung führt durch das ganze Verfahren. Zu einzelnen Schritten gibt es eigene Ratgeber, auf die die Abschnitte verweisen. Die Definition steht im Glossar unter Keyword-Recherche.
Schritt 1: Ziel und Angebot klären
Bevor Sie ein Werkzeug öffnen, legen Sie fest, wofür die Recherche gedacht ist. Geht es um eine neue Website, um einen neuen Bereich oder um bestehende Seiten, die besser gefunden werden sollen? Schreiben Sie dann Ihr Angebot auf: Leistungen oder Produktgruppen, die Kunden, für die sie gedacht sind, und die Region, in der Sie arbeiten. Diese Liste ist der Maßstab für alles Weitere. Ein Begriff mit vielen Suchen, der nicht zu Ihrem Angebot passt, bringt Besucher, aber keine Kunden.
Legen Sie gleich zu Beginn die Tabelle an, in der die Recherche entsteht. Bewährt haben sich diese Spalten: Begriff, Quelle, Suchabsicht, geschätzte Nachfrage, Konkurrenz, Nutzen für das Geschäft, Gruppe und Zielseite. Nicht jede Spalte füllt sich sofort. Wer die Spalten aber von Anfang an hat, trägt Beobachtungen gleich an der richtigen Stelle ein und muss am Ende nicht jede Quelle noch einmal öffnen. Eine einfache Tabellenkalkulation reicht dafür völlig aus.
Schritt 2: Startbegriffe sammeln
Die ersten Begriffe kommen aus Ihrem Alltag: aus Anfragen, E-Mails, Telefonaten und Gesprächen mit Kunden. Notieren Sie, wie Kunden ihr Anliegen beschreiben, auch wenn es von Ihren eigenen Begriffen abweicht. Google weist im SEO-Startleitfaden darauf hin: "Nutzer, die viel über ein Thema wissen, verwenden in ihren Suchanfragen wahrscheinlich andere Keywords als jemand, der mit dem Thema noch nicht vertraut ist." [1] Ein guter Startbestand hat für jede Leistung mehrere Begriffe, darunter Fachwörter und Alltagswörter.
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Schritt 3: die Liste erweitern
Jetzt kommen die Quellen dazu. Googles Autovervollständigung zeigt Formulierungen, die sich an häufigen Suchanfragen orientieren und Sprache und Standort berücksichtigen [5]. Wie Sie sie planvoll abfragen, beschreibt der Ratgeber Keyword-Recherche mit Google Autovervollständigung.

Hat Ihre Website schon Besucher, ist die Search Console die wertvollste Quelle. Ihr Leistungsbericht zeigt die Suchanfragen, bei denen Ihre Website erschienen ist, mit Impressionen, Klicks und durchschnittlicher Position [2]. Das Vorgehen steht im Ratgeber Keyword-Recherche aus der Search Console.
Der Keyword-Planer von Google liefert weitere Ideen und Schätzungen zu Suchanfragen. Er ist für Suchkampagnen gedacht und setzt ein eingerichtetes Google-Ads-Konto voraus [3]. Google Trends ergänzt das um den Verlauf über die Zeit, allerdings als relative Werte auf einer Skala von 0 bis 100 [4]. Zuletzt lohnt ein Blick auf etablierte Mitbewerber: Ihre Navigation und ihre Zwischenüberschriften zeigen, wie sich ein Thema gliedern lässt.
Schritt 4: die Suchabsicht prüfen
Zu jedem Begriff gehört die Frage, was die Suchenden wollen. Google beschreibt, dass seine Systeme versuchen, die Absicht hinter einer Suchanfrage zu erkennen, um passende Inhalte zu liefern [6]. Am verlässlichsten lesen Sie diese Absicht an der Ergebnisseite ab. Stehen dort Ratgeber und Erklärungen, wollen die Menschen etwas wissen. Stehen dort Shops, Anbieter und Preisvergleiche, wollen sie kaufen oder beauftragen. Erscheinen Karte und Unternehmenseinträge, ist die Suche lokal.
Tragen Sie die Absicht in eine eigene Spalte ein. Sie entscheidet später, welcher Seitentyp zum Begriff passt. Wissensfragen behandelt der Ratgeber informationale Suchanfragen ausführlich.
Schritt 5: Begriffe bewerten
Jeder Begriff bekommt drei Einschätzungen. Die erste ist die Nachfrage. Der Keyword-Planer gibt dazu Schätzungen aus, zeigt aber Begriffe mit sehr geringem Suchvolumen gar nicht an [3]. Seltene, sehr genaue Begriffe sind deshalb nicht automatisch unwichtig. Die zweite ist die Konkurrenz: Wer steht heute oben, und kann Ihre Seite mit diesen Ergebnissen mithalten? Wie Sie das einschätzen, beschreibt der Ratgeber Keyword-Schwierigkeit einschätzen.
Die dritte Einschätzung ist der Nutzen für Ihr Geschäft. Ein Begriff, hinter dem eine Kaufabsicht steht und der zu Ihrer wichtigsten Leistung passt, ist mehr wert als ein Begriff mit vielen Suchen und lockerem Bezug. Eine einfache Einteilung in hoch, mittel und gering reicht für jede der drei Spalten. Am Ende stehen oben die Begriffe mit gutem Nutzen, erreichbarer Konkurrenz und spürbarer Nachfrage.
Schritt 6: Begriffe gruppieren und Seiten zuordnen
Viele Begriffe in der Liste meinen dasselbe. "Dachrinne reinigen" und "Regenrinne sauber machen" brauchen keine zwei Seiten. Fassen Sie Begriffe mit derselben Absicht und sehr ähnlichen Suchergebnissen zu Gruppen zusammen und geben Sie jeder Gruppe eine Zielseite und ein Hauptkeyword. Google versteht laut Startleitfaden, wie sich eine Seite auf viele Suchanfragen bezieht, auch wenn sie die genauen Begriffe nicht enthält [1]. Das Vorgehen beschreibt der Ratgeber Keywords gruppieren und Themenfelder bilden.

Gruppen ohne passende Seite sind Ihre Liste für neue Inhalte. Gruppen, für die schon zwei Seiten in Frage kommen, prüfen Sie auf Überschneidungen und legen fest, welche Seite das Thema übernimmt.
Schritt 7: umsetzen
Das Hauptkeyword einer Seite gehört in den Titel, in die Hauptüberschrift und in die ersten Absätze, die weiteren Begriffe der Gruppe in Zwischenüberschriften und Text, wo sie natürlich passen. Wiederholung um ihrer selbst willen schadet. Google schreibt dazu: "Die mehrfache Wiederholung derselben Wörter (auch in Variationen) ist ermüdend für Nutzer" [1]. Wichtiger als die Häufigkeit ist, dass die Seite die Frage hinter der Gruppe vollständig beantwortet.
Verbinden Sie neue und überarbeitete Seiten mit ihrem Thema. Seiten derselben Gruppe verlinken aufeinander, Ratgeber verweisen auf die passende Leistung. So findet Google die Seiten, und Leser kommen vom Wissen zum Angebot.
Schritt 8: messen und wiederholen
Ob die Zuordnung trägt, zeigt die Search Console nach einigen Wochen. Erscheinen die Seiten zu ihren Begriffen? Rankt für eine Gruppe die vorgesehene Seite oder eine andere? Tauchen Anfragen auf, die in der Liste fehlen? Die Antworten fließen zurück in die Liste. Nach unserer Erfahrung reicht es bei den meisten Websites, die Recherche einmal im Jahr zu aktualisieren, solange sich Angebot und Markt nicht grundlegend ändern.
Sie möchten wissen, ob Ihre Keyword-Liste sinnvoll aufgebaut ist? Stellen Sie die Frage in der gratis Sprechstunde. Wenn Sie die Recherche abgeben möchten, übernimmt SEO NW sie als Keyword-Recherche, in der Regel innerhalb von ein bis zwei Wochen.
- Organisation SEO-Startleitfaden. Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Leistungsbericht (Google-Suchergebnisse): Übersicht und grundlegende Einrichtung. Google Search Console-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Keyword-Planer verwenden. Google Ads-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Häufig gestellte Fragen zu Google Trends-Daten. Google Trends-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation So funktioniert die automatische Vervollständigung von Google. Google Suche-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation So ermittelt Google das Ranking von Suchergebnissen. Google Suche (So funktioniert die Suche). Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Wie lange dauert eine Keyword-Recherche?
Das hängt vom Umfang ab. Eine gründliche Recherche mit Bewertung und Seitenzuordnung dauert bei SEO NW in der Regel ein bis zwei Wochen.
Welche Werkzeuge brauche ich?
Für den Anfang reichen Googles Autovervollständigung, die Search Console, der Keyword-Planer und Google Trends, dazu eine Tabelle. Kostenpflichtige Werkzeuge liefern mehr Daten, ersetzen aber nicht den Blick auf die Ergebnisseite.
Wie oft sollte man die Recherche wiederholen?
In der Regel einmal im Jahr, außerdem bei neuen Leistungen, einem neuen Markt oder einem Relaunch.
Muss jedes Keyword eine eigene Seite bekommen?
Nein. Begriffe mit derselben Absicht und ähnlichen Ergebnissen gehören auf eine Seite. Eigene Seiten lohnen sich, wenn Google für die Begriffe deutlich verschiedene Ergebnisse zeigt.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.



