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Ratgeber

Keyword-Schwierigkeit einschätzen: wie stark die Konkurrenz um einen Begriff ist

Keyword-Schwierigkeit beschreibt, wie schwer es ist, für einen Suchbegriff auf die vorderen Plätze zu kommen. Google selbst veröffentlicht keinen solchen Wert; die Zahlen in SEO-Werkzeugen sind Schätzungen nach eigener Formel des Herstellers, und die Spalte Wettbewerb im Keyword-Planer misst die Konkurrenz unter Werbetreibenden. Verlässlicher ist der Blick auf die Ergebnisseite und auf die eigene Ausgangslage in der Search Console.

Wanderer an einem Rastplatz betrachtet einen steilen felsigen Weg vor sich, darunter ein Tal
Bild: KI-generiert

Zwei Begriffe mit ähnlicher Nachfrage können sehr verschieden schwer sein. Bei dem einen stehen kleine Fachseiten oben, deren Antworten veraltet sind. Bei dem anderen stehen große Marken, Vergleichsportale und ein Lexikon. Wer bei der Keyword-Recherche nur auf die Nachfrage achtet, plant Seiten für Begriffe, bei denen die eigene Website auf absehbare Zeit keine Chance hat. Die Schwierigkeit einzuschätzen gehört deshalb zur Bewertung jedes Begriffs, wie im Ratgeber Keyword-Recherche Schritt für Schritt beschrieben.

Diese Seite erklärt, was die gängigen Kennzahlen aussagen, was sie verschweigen und wie Sie die Konkurrenz um einen Begriff selbst beurteilen.

Was die Werte der Werkzeuge messen

Viele SEO-Werkzeuge zeigen zu jedem Begriff eine Zahl für die Schwierigkeit, oft auf einer Skala bis 100. Wie diese Zahl entsteht, legt jeder Hersteller selbst fest. Die Werte verschiedener Werkzeuge lassen sich deshalb nicht miteinander vergleichen, und ein Wert von 40 im einen Werkzeug sagt nichts über den Wert im anderen. Google veröffentlicht keine eigene Kennzahl für die Schwierigkeit eines Begriffs.

Nutzen Sie solche Werte als Sortierhilfe innerhalb desselben Werkzeugs. Sie zeigen, welche Begriffe einer Liste vermutlich leichter oder schwerer sind. Für die Entscheidung, ob Sie eine Seite für einen bestimmten Begriff bauen, reicht die Zahl allein nicht. Lesen Sie außerdem in der Hilfe des Werkzeugs nach, woraus der Hersteller seinen Wert berechnet und für welches Land er gilt. Ein Wert, der für den amerikanischen Markt berechnet wurde, passt selten zu einem deutschen Begriff.

Die Spalte Wettbewerb im Keyword-Planer

Ein häufiger Irrtum betrifft den Keyword-Planer von Google. Er zeigt eine Spalte Wettbewerb mit den Stufen gering, mittel und hoch. Google definiert sie so: "Die Anzahl der Werbetreibenden, die Gebote für das jeweilige Keyword abgeben, im Verhältnis zu allen Keywords bei Google." [1] Die Spalte beschreibt also die Konkurrenz um Anzeigenplätze. Die Hilfeseite nennt die Stufen gering, mittel und hoch und erläutert nicht, ab welchem Wert eine Stufe beginnt [1]. Über die organischen Ergebnisse sagt sie nichts.

Als Hinweis ist sie trotzdem nützlich. Viele Werbetreibende auf einem Begriff deuten darauf hin, dass hinter ihm eine Kaufabsicht steckt und Unternehmen bereit sind, für Besucher zu zahlen. Das macht den Begriff wertvoll und meist auch umkämpft. Der Keyword-Planer selbst ist für Suchkampagnen gedacht [2]. Mehr zu den Zahlen, die er ausgibt, steht im Ratgeber Suchvolumen richtig lesen.

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In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder Sie rufen einfach an.

Die Ergebnisseite selbst lesen

Die genaueste Einschätzung bekommen Sie, wenn Sie den Begriff bei Google eingeben und die ersten Ergebnisse ansehen. Google beschreibt, dass seine Systeme nach messbaren Signalen suchen, um die Relevanz von Inhalten zu bewerten, und ebenso auf die Qualität der Inhalte achten [3]. Sie können diese Signale nicht messen, aber Sie können die Ergebnisse vergleichen. Vier Fragen helfen dabei.

Marktbesucherin vergleicht mehrere Gemüsestände auf einem Wochenmarkt am frühen Morgen
Bild: KI-generiert

Wer steht oben? Große Marken, bekannte Portale und Behörden sind schwer zu verdrängen. Fachseiten in der Größe Ihrer eigenen Website sind erreichbar. Welche Seitentypen stehen oben? Wenn Google nur Kategorieseiten großer Shops zeigt, hat ein Ratgeber wenig Chancen, und umgekehrt. Wie gut beantworten die Ergebnisse die Frage? Veraltete, dünne oder unvollständige Seiten auf den vorderen Plätzen sind die beste Nachricht, die eine Ergebnisseite bieten kann. Und was steht über den Ergebnissen? Übersichten mit KI, Karten, Produktanzeigen oder Videos schieben die klassischen Ergebnisse nach unten.

Google beschreibt in seinen Fragen zu hilfreichen Inhalten, worauf es bei einer Seite ankommt, etwa ob sie über das Offensichtliche hinausgeht und eine wesentliche, vollständige Beschreibung des Themas bietet [4]. Fragen Sie sich ehrlich, ob Ihre geplante Seite das gegenüber den heutigen Ergebnissen leisten kann.

Achten Sie beim Prüfen auf die Umgebung, in der Sie suchen. Google bezieht nach eigener Darstellung Informationen wie den Standort in die Ergebnisse ein und kann erkennen, ob eine Suche lokale Relevanz hat [3]. Suchen Sie deshalb in einem privaten Fenster ohne Anmeldung, und prüfen Sie wichtige Begriffe auch auf dem Smartphone. Wer in Deutschland, Österreich und der Schweiz arbeitet, sollte wissen, dass die Ergebnisse in den drei Ländern verschieden aussehen können. Notieren Sie für jeden Begriff das Datum der Prüfung. Ergebnisseiten ändern sich, und eine Einschätzung von vor zwei Jahren ist für eine Entscheidung heute wenig wert.

Die eigene Ausgangslage

Schwierigkeit hängt auch von Ihrer Website ab. Ein Begriff, der für eine neue Website kaum erreichbar ist, kann für eine Website, die zu diesem Thema schon viel veröffentlicht hat, gut erreichbar sein. Die Search Console zeigt, wo Sie stehen. Ihr Leistungsbericht nennt für jede Anfrage die durchschnittliche Position des höchsten Ergebnisses Ihrer Website [5]. Erscheint Ihre Website schon zu verwandten Begriffen im mittleren Bereich, ist das Thema für Google mit Ihrer Website verbunden.

Nach unserer Erfahrung gelingt das bei schweren Begriffen meist erst, wenn eine Website das Umfeld des Begriffs mit mehreren guten Seiten abgedeckt und diese sinnvoll verlinkt hat.

Eine einfache Bewertung

Für die Keyword-Liste reicht eine grobe Einteilung in drei Stufen. Die Tabelle zeigt, welche Beobachtungen zu welcher Stufe passen. Sie ist eine Arbeitshilfe von SEO NW, keine feste Regel.

StufeTypische Beobachtung auf der ErgebnisseiteEigene Ausgangslage
erreichbarFachseiten in Ihrer Größe, Antworten mit Lücken, wenige ZusatzelementeWebsite erscheint schon zu verwandten Begriffen
mittelMischung aus großen und kleinen Websites, gute, aber austauschbare AntwortenThema auf der Website begonnen, noch wenige Seiten
schwergroße Marken, Portale, Behörden, viele Zusatzelemente über den TreffernThema auf der Website neu

Schwere Begriffe mit Plan angehen

Ein schwerer Begriff ist ein Ziel für später. Für den Anfang suchen Sie die genaueren Begriffe darunter: Fragen, Varianten mit Zusätzen und Begriffe mit klarer Absicht. Sie haben weniger Nachfrage, aber auch weniger Konkurrenz, und jede gute Seite dazu stärkt das Thema. Wie Sie solche Begriffe finden, beschreibt der Ratgeber Longtail-Keywords finden. Wie Sie sie zu einem Themenfeld ordnen, steht unter Keywords gruppieren und Themenfelder bilden.

Kletterin an einem leichten unteren Abschnitt einer Kletterwand, schwere Routen weiter oben
Bild: KI-generiert

Legen Sie für jeden schweren Begriff fest, welche Seite ihn später tragen soll, und bauen Sie die genaueren Seiten so, dass sie auf diese Seite verlinken. Ändert sich die Position in der Search Console zu den verwandten Begriffen, ist das ein Zeichen, dass der nächste Schritt möglich ist.

Sie möchten wissen, ob ein bestimmter Begriff für Ihre Website erreichbar ist? Stellen Sie die Frage in der gratis Sprechstunde. Eine gründliche Einschätzung der Konkurrenz übernimmt SEO NW mit der Wettbewerbsanalyse.

  1. Organisation Keyword-Planer: Prognosen. Google Ads-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
  2. Organisation Keyword-Planer verwenden. Google Ads-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
  3. Organisation So ermittelt Google das Ranking von Suchergebnissen. Google Suche (So funktioniert die Suche). Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
  4. Organisation Hilfreiche, zuverlässige Inhalte erstellen, bei denen die Nutzer im Vordergrund stehen. Google Search Central. Stand 07.10.2026. abgerufen am 31.10.2026
  5. Organisation Leistungsbericht (Google-Suchergebnisse): Übersicht und grundlegende Einrichtung. Google Search Console-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026

Häufige Fragen

Was ist Keyword-Schwierigkeit?

Eine Einschätzung, wie schwer es ist, für einen Suchbegriff auf die vorderen Plätze zu kommen. Werkzeuge berechnen dafür eigene Werte nach eigener Formel, Google veröffentlicht keinen solchen Wert.

Zeigt der Keyword-Planer die Schwierigkeit?

Nein. Die Spalte Wettbewerb misst laut Google die Zahl der Werbetreibenden, die auf einen Begriff bieten, im Verhältnis zu allen Keywords. Sie betrifft Anzeigen, nicht die organischen Ergebnisse.

Kann ich die Werte verschiedener Werkzeuge vergleichen?

Nein. Jeder Hersteller berechnet seinen Wert anders. Nutzen Sie den Wert eines Werkzeugs nur, um Begriffe innerhalb desselben Werkzeugs zu sortieren.

Lohnt es sich, schwere Begriffe anzugehen?

Als langfristiges Ziel ja. Für den Anfang bringen genauere Begriffe aus demselben Thema meist schneller Ergebnisse und stärken die Seite, die den schweren Begriff später tragen soll.

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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.

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