Ein Link in der Hauptnavigation steht auf jeder Seite gleich. Ein Link im Fließtext steht dort, wo ein Leser gerade an eine Frage stößt, die eine andere Seite beantwortet. Diese Links nennt man kontextuell, weil der Satz um sie herum erklärt, warum sie da sind. Google beschreibt Links als Signal für die Relevanz von Seiten und als Weg, neue Seiten zum Crawlen zu finden [1]. Im Fließtext kommt zum Linktext der umgebende Satz dazu, und auf diesen Satz weist Google in seinen Empfehlungen ausdrücklich hin. Dieser Ratgeber zeigt, wie Sie solche Links setzen. Die Wahl der Linkwörter selbst behandelt der Ratgeber Interne Ankertexte richtig wählen.
Was Google über Kontext sagt
Googles Link-Empfehlungen haben einen eigenen Abschnitt zur Platzierung. Google rät, Links Kontext zu geben und dabei auf die Wörter vor und nach dem Link zu achten [1]. Als schlechtes Beispiel zeigt die Dokumentation einen Satz, in dem fast jedes Wort ein eigener Link ist. Die Anweisung dazu lautet knapp: "Verkette Links nicht miteinander." [1] Als besseres Beispiel verteilt Google dieselben Links auf einen Satz, in dem jeder Link von erklärendem Text umgeben ist.
Zu allgemeinen Linktexten wie "Klicken Sie hier" oder "Weitere Informationen" rät Google ab [1]. Für den Fließtext folgt daraus: Der Link liegt auf den Wörtern, die das Ziel beschreiben, und der Rest des Satzes sagt, warum der Leser jetzt dorthin gehen sollte. Eine feste Zahl an Links je Seite gibt es nicht. Google schreibt: "Es gibt keine magische ideale Anzahl von Links auf einer Seite." [1]
Ein Beispiel in drei Fassungen
Nehmen wir einen Absatz aus einem Ratgeber über Heizungen, der auf eine Seite zur Förderung verweisen soll.

- Schwach: "Zur Förderung finden Sie hier mehr." Der Linktext "hier" sagt nichts, und der Satz verrät nur das Thema.
- Besser: "Mehr zur Förderung von Wärmepumpen." Der Linktext beschreibt das Ziel, steht aber als Anhängsel unter dem Absatz.
- Kontextuell: "Ob sich der Tausch lohnt, hängt stark davon ab, welchen Zuschuss Sie bekommen. Die aktuellen Regeln zur Förderung von Wärmepumpen haben wir getrennt zusammengestellt." Der Linktext beschreibt das Ziel, und der Satz davor sagt, warum es an dieser Stelle weiterhilft.
Die dritte Fassung ist länger, aber sie verbindet die Seiten über einen Gedanken. Wer den Absatz liest, weiß vor dem Klick, was er bekommt. Google erhält mit dem Satz den Kontext, zu dem es in seinen Empfehlungen rät.
Noch eine Frage offen?
In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder Sie rufen einfach an.
Wo im Absatz der Link stehen sollte
Ein Link wirkt dort am besten, wo die Frage entsteht. Steht in einem Absatz "Viele Shops vergessen dabei die Paginierung", ist das die Stelle für den Link auf die Seite zur Paginierung. Ein Sammelkasten am Ende des Artikels ist für Leser bequem, verliert aber die Verbindung zum Gedanken.
Einige Regeln aus der Redaktionspraxis:
- Ein Link je Gedanke. Zwei Links im selben Satz sind möglich, wenn sie zwei verschiedene Ziele haben. Drei Links hintereinander kommen der Kette nahe, vor der Google warnt [1].
- Das erste Vorkommen zählt. Taucht ein Begriff in einem Artikel fünfmal auf, verlinken Sie ihn einmal, an der Stelle, an der ein Leser die Erklärung zuerst braucht.
- Kein Link auf die Seite selbst. Ein Artikel über Meta Descriptions, der im dritten Absatz auf sich selbst verlinkt, verschwendet die Stelle.
- Satzende ist keine Pflicht. Der Link darf mitten im Satz stehen, solange der Satz ohne Klick verständlich bleibt.
Kontext hilft auch der Barrierefreiheit
Der Satz um den Link herum ist auch für Menschen wichtig, die mit Screenreader lesen. Die Richtlinien für barrierefreie Webinhalte WCAG 2.2 verlangen im Erfolgskriterium 2.4.4 (Stufe A), dass sich der Zweck jedes Links aus dem Linktext allein oder aus dem Linktext zusammen mit seinem programmatisch ermittelbaren Kontext bestimmen lässt [3]. Als solchen Kontext nennt das W3C in HTML unter anderem Text im selben Absatz, im selben Listenpunkt oder in derselben Tabellenzelle wie der Link [3]. Das Ziel beschreibt das W3C so: Nutzer sollen verstehen, wohin ein Link führt, damit sie entscheiden können, ob sie ihm folgen wollen [3].

Für die Redaktion heißt das: Der erklärende Text gehört in denselben Absatz wie der Link, nicht in eine Zwischenüberschrift drei Absätze weiter oben. Wie die Barrierefreiheit insgesamt mit SEO zusammenhängt, beschreibt die Seite Barrierefreiheit und SEO.
Welche Seiten im Text verlinkt werden
Im Fließtext verlinken Sie Seiten, die den Gedanken fortsetzen: eine Vertiefung, eine Voraussetzung, ein Beispiel oder der nächste Schritt. Navigationsziele wie Kontakt oder Impressum gehören in Kopf und Fuß. Wie diese beiden Bereiche aufgebaut sein sollten, steht im Ratgeber Verlinkung im Footer und in der Navigation.
Wichtig ist der Weg vom Ratgeber zum Angebot. Wer einen Artikel über ein Problem liest, kann im passenden Satz auf die Leistung oder das Produkt geführt werden, das dieses Problem löst. Das ist ein kontextueller Link wie jeder andere, solange der Satz einen Grund nennt.
Externe Links dürfen ebenfalls im Text stehen. Google schreibt, dass externe Links sogar helfen können, Vertrauenswürdigkeit zu zeigen [1]. Im SEO-Startleitfaden empfiehlt Google, darauf zu achten, dass die verlinkte Ressource vertrauenswürdig ist [2]. Ein Satz mit Quelle, etwa auf eine Behörde oder die Dokumentation eines Herstellers, gibt dem Leser die Möglichkeit, die Aussage selbst zu prüfen.
Kontextuelle Links in die Redaktion einbauen
Kontextuelle Links entstehen selten nebenbei. Sie brauchen einen festen Platz im Ablauf. Wir arbeiten dafür in zwei Richtungen:

- Vom neuen Artikel nach außen: Beim Schreiben notiert der Autor zu jedem Abschnitt, welche vorhandene Seite den Gedanken vertieft, und setzt den Link im Text.
- Von alten Artikeln zum neuen: Nach der Veröffentlichung sucht jemand die zwei oder drei älteren Seiten, in denen das neue Thema schon erwähnt wird, und setzt dort einen Link. Ohne diesen Schritt hat eine neue Seite oft nur Links aus der Übersicht.
Google schreibt, dass jede Seite, die Ihnen wichtig ist, von mindestens einer weiteren Seite Ihrer Website verlinkt sein sollte [1]. Der zweite Schritt sorgt dafür, dass diese Links aus dem Inhalt kommen. Wie Sie die Verlinkung eines ganzen Bereichs vorab planen, beschreibt der Ratgeber Interne Verlinkung planen.
Den Bestand prüfen
Ein Crawler zeigt für jede Seite, wie viele interne Links auf sie zeigen und mit welchem Linktext. Seiten, die nur aus Navigation und Übersichten verlinkt sind, sind Kandidaten für neue Links im Text. Einen ersten Blick gibt der Bericht "Links" der Search Console. Er zeigt in der Tabelle "Meistverlinkte Seiten", welche Seiten am häufigsten von der eigenen Website verlinkt werden [4]. Der Bericht ist eine Auswahl und enthält nicht alle Links [4]. Wo im Text ein Link steht, sehen Sie mit einem Crawler. Mehr zu diesem Bericht steht auf unserem FAQ-Portal unter Search Console: Bericht Links verstehen. Das ausführliche Vorgehen beschreibt der Ratgeber Interne Verlinkung prüfen.
Sie möchten wissen, ob die Links in Ihren Ratgebern an den richtigen Stellen stehen? Bringen Sie einen Artikel in die gratis Sprechstunde und stellen Sie Ihre Frage dazu. Für die Überarbeitung einer ganzen Website gibt es die Leistung Interne Verlinkung optimieren.
- Organisation Link-Best-Practices für Google. Google Search Central. Stand 31.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation SEO-Startleitfaden. Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Understanding Success Criterion 2.4.4: Link Purpose (In Context). W3C Web Accessibility Initiative. Stand WCAG 2.2. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Bericht "Links". Search Console-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Was ist ein kontextueller Link?
Ein Link, der mitten im Fließtext steht und von einem Satz umgeben ist, der erklärt, warum das Ziel an dieser Stelle weiterhilft. Navigation, Fußzeile und Linklisten gehören nicht dazu.
Wie viele Links darf ein Absatz enthalten?
Google nennt keine feste Zahl. Halten Sie sich an einen Link je Gedanken und vermeiden Sie Ketten aus mehreren Links hintereinander, vor denen Google ausdrücklich warnt.
Soll ich denselben Begriff mehrfach im Artikel verlinken?
In der Regel reicht ein Link an der Stelle, an der ein Leser die Erklärung zuerst braucht. Weitere Links auf dasselbe Ziel im selben Text bringen dem Leser selten etwas.
Zählen Links im Text mehr als Links im Menü?
Google veröffentlicht dazu keine Gewichtung. Sicher ist, dass Links im Text mehr Kontext liefern, weil der umgebende Satz das Ziel beschreibt, und dass Leser sie an der passenden Stelle finden.
Noch eine Frage offen?
In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder Sie rufen einfach an.
Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.



