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Ratgeber

Linkaufbau Grundlagen: was ein Link leistet und wie Sie ihn bekommen

Linkaufbau heißt, andere Websites dazu zu bringen, auf Ihre Seiten zu verlinken. Google nutzt Links, um neue Seiten zu finden und ihre Relevanz einzuschätzen, PageRank ist dabei eines der wichtigsten Rankingsysteme. Links, die vor allem das Ranking manipulieren sollen, wertet Google als Linkspam. Bezahlte Links sind erlaubt, wenn sie mit nofollow oder sponsored gekennzeichnet sind.

Hängebrücke aus vielen verknoteten Seilen zwischen zwei bewaldeten Hängen, Morgennebel im Tal
Bild: KI-generiert

Ein Link von einer fremden Website auf Ihre ist eine Empfehlung, die Sie nicht selbst schreiben. Deshalb ist Linkaufbau der Teil der Suchmaschinenoptimierung, der sich am wenigsten planen lässt und um den sich viele Missverständnisse ranken. Dieser Ratgeber erklärt die Grundlagen: was Google mit Links macht, woher gute Links kommen, wo Googles Grenze verläuft und wie Sie Fortschritte messen. Für die einzelnen Methoden gibt es eigene Ratgeber, auf die wir an der passenden Stelle verweisen. Den Begriff selbst erklärt das Glossar unter Backlink.

Google beschreibt zwei Aufgaben. Links sind ein Signal für die Relevanz von Seiten und ein Weg, neue Seiten zu finden, die gecrawlt werden sollen [1]. Im Leitfaden zu den Rankingsystemen schreibt Google, es nutze verschiedene Systeme, die nachvollziehen, wie Seiten miteinander verlinkt sind. Dazu gehöre PageRank, "eines unserer wichtigsten Ranking-Systeme", dessen Funktionsweise sich seit den Anfängen stark verändert habe [2].

Wie stark ein einzelner Link wiegt, veröffentlicht Google nicht. Kennzahlen wie Domain Authority oder Domain Rating sind Schätzungen von Werkzeuganbietern und keine Google-Werte. Für die Praxis genügen drei Fragen an jeden möglichen Link: Passt die verlinkende Seite thematisch? Würden ihre Leser auf den Link klicken? Steht der Link dort, weil jemand ihn für hilfreich hält?

Links entstehen auf drei Wegen, die sich gut miteinander verbinden lassen.

Mann in den Vierzigern und Frau in den Fünfzigern geben sich an einer Werkstatttheke die Hand, Werkzeug im Hintergrund
Bild: KI-generiert
  • Verdient: Jemand findet Ihre Seite und verlinkt sie von sich aus, weil sie eine Frage beantwortet, Daten liefert oder ein Werkzeug bietet. Das ist der Idealfall, setzt aber Inhalte voraus, auf die sich ein Verweis lohnt. Wie solche Inhalte aussehen, beschreibt der Ratgeber Linkbare Inhalte erstellen.
  • Angefragt: Sie machen Redaktionen, Fachportale oder Betreiber von Linksammlungen auf eine Seite aufmerksam, die für ihre Leser nützlich ist. Dazu gehören Pressearbeit, beschrieben im Ratgeber Digital PR für Backlinks, und das Ersetzen toter Links, beschrieben unter Broken Link Building.
  • Aus Beziehungen: Hersteller, Händler, Kunden, Verbände und Partner, mit denen Sie ohnehin zusammenarbeiten, führen oft Listen oder Berichte, in denen Sie mit Link stehen könnten. Für Betriebe vor Ort ist das der wichtigste Weg, mehr dazu im Ratgeber Linkaufbau für lokale Unternehmen.

Alle drei Wege brauchen eine Zielseite, auf die sich der Verweis lohnt. Eine Startseite voller Werbeaussagen ist schwer zu verlinken, ein Ratgeber mit eigenen Zahlen oder eine Seite mit einem Rechner leicht.

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Wo Google die Grenze zieht

Google definiert in seinen Spamrichtlinien: "Link-Spam ist das Erstellen von Links zu oder von einer Website, hauptsächlich um das Suchranking zu manipulieren." [3] Als erstes Beispiel nennt Google "Ge- oder verkaufte Links, die das Ranking verbessern sollen", darunter den "Austausch von Geld gegen Links oder gegen Beiträge, die Links enthalten" und den "Austausch von Waren oder Dienstleistungen gegen Links" [3]. Weitere Beispiele in derselben Liste sind übermäßiger Linktausch, automatisch erzeugte Links, bezahlte Artikel, Gastbeiträge oder Pressemitteilungen mit optimiertem Ankertext, Verzeichnisse und Lesezeichendienste geringer Qualität, keywordreiche Links in Widgets, über viele Websites verteilte Links in Fußzeilen und Vorlagen sowie Forenkommentare mit optimierten Links [3].

Weiße Linie auf einem leeren Sportplatz trennt zwei Rasenhälften, tiefe Abendsonne
Bild: KI-generiert

Bezahlte Links sind damit nicht verboten. Google schreibt: "Wir bei Google wissen, dass der Ankauf und Verkauf von Links ein regulärer Teil der Internetökonomie für Werbe- und Sponsoringzwecke ist. Es verstößt nicht gegen unsere Richtlinien, solche Links zu haben, solange sie qualifiziert sind und das <a>-Tag den Attributwert rel="nofollow" oder rel="sponsored" hat." [3] Bei SEO NW läuft Linkaufbau nach diesen Richtlinien.

Für Links, die Sie selbst setzen oder bei denen Sie mitreden, gibt es drei Werte. rel="sponsored" ist laut Google für Links gedacht, bei denen es sich um Werbung oder bezahlte Platzierungen handelt. rel="ugc" empfiehlt Google für Links in Inhalten von Nutzern, etwa Kommentaren und Forenbeiträgen. rel="nofollow" ist für Fälle gedacht, in denen die anderen Werte nicht zutreffen und Google die Seite nicht mit dem Ziel verbinden soll [4]. Mehrere Werte lassen sich kombinieren [4]. Die Unterschiede im Einzelnen erklärt der Ratgeber nofollow, sponsored und ugc.

Für Partnerlinks hat Google 2021 eigens daran erinnert, sie mit rel="sponsored" zu kennzeichnen, und darauf hingewiesen, dass bei fehlender Kennzeichnung manuelle Maßnahmen möglich sind. Bei übermäßig vielen gesponserten oder Gastbeiträgen ohne passende Kennzeichnung nannte Google algorithmische und manuelle Maßnahmen [5].

Was Google gegen Linkspam tut

Google setzt nach eigenen Angaben eine Reihe von Spamerkennungssystemen ein, darunter SpamBrain [2]. Mit dem Link-Spam-Update vom Dezember 2022 kann SpamBrain laut Google sowohl Websites erkennen, die Links kaufen, als auch Websites, die zum Weitergeben ausgehender Links dienen [6]. Google beschreibt die Wirkung als Neutralisierung: Spamlinks verlieren ihre Wirkung, und Rankings, die auf ihnen beruhten, können sich ändern [6].

Daraus folgt eine nüchterne Rechnung. Ein gekaufter Link ohne Kennzeichnung kann im besten Fall wirkungslos sein und im schlechteren Fall eine manuelle Maßnahme nach sich ziehen. Google selbst hat 2021 geschrieben: "Focusing on producing high quality content and improving user experience always wins out compared to manipulating links." [5]

Linktexte und Zielseiten

Auf den Text fremder Links haben Sie oft wenig Einfluss, und das ist in Ordnung. Problematisch wird es, wenn Sie ihn selbst vorgeben und immer dasselbe Keyword verwenden. Google nennt "optimierten Ankertext in Artikeln, Gastbeiträgen oder Pressemitteilungen" ausdrücklich als Linkspam-Beispiel [3]. Ein natürliches Profil enthält Firmennamen, Adressen, beschreibende Texte und auch mal "hier". Wie Sie ein Profil auf Dauer ausgewogen halten, beschreibt der Ratgeber Linkprofil natürlich halten.

Bei der Zielseite lohnt Sorgfalt. Nach unserer Erfahrung kann ein Link auf einen Ratgeber, der intern gut auf die passenden Leistungen verlinkt, mehr bewirken als ein Link auf die Startseite. Die interne Verlinkung entscheidet mit, wo die Wirkung eines externen Links ankommt.

Fortschritt messen

Den Bestand sehen Sie im Bericht "Links" der Search Console. Er zeigt unter anderem die Websites mit den meisten Links auf Ihre und die häufigsten Linktexte, ist aber eine Auswahl und unterscheidet nicht, ob ein Link nofollow trägt [7]. Ergänzend helfen Backlink-Werkzeuge, die eigene Datenbanken pflegen. Einen Vergleich gibt es unter Backlink-Tools im Vergleich, das Bewerten einzelner Links beschreibt der Ratgeber Backlinks prüfen und bewerten.

Gärtnerin in den Sechzigern misst mit einem Holzlineal die Höhe junger Tomatenpflanzen im Gewächshaus
Bild: KI-generiert

Wichtiger als die Zahl der Links ist, was sie bringen: Besucher über den Link, bessere Positionen für die verlinkte Seite und Anfragen. Nach unserer Erfahrung zeigen sich Wirkungen von Links langsamer als die Wirkung technischer Korrekturen, deshalb gehört Geduld zur Planung.

Sie wollen wissen, welcher der drei Wege für Ihre Website am meisten verspricht? Stellen Sie die Frage in der gratis Sprechstunde. Wie SEO NW den Linkaufbau als Auftrag übernimmt, steht auf der Seite Linkaufbau. Ob gekaufte Links rechtlich ein Thema sind, beantwortet unser FAQ-Portal unter Sind gekaufte Links erlaubt.

  1. Organisation Link-Best-Practices für Google. Google Search Central. Stand 31.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
  2. Organisation Leitfaden zu Ranking-Systemen der Google Suche. Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
  3. Organisation Spamrichtlinien für die Google Websuche, Abschnitt Link-Spam. Google Search Central. Stand 02.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
  4. Organisation Ausgehende Links für Google qualifizieren. Google Search Central. Stand 08.03.2026. abgerufen am 31.10.2026
  5. Organisation A reminder on qualifying links and our link spam update (Duy Nguyen). Google Search Central Blog. Stand 26.07.2021. abgerufen am 31.10.2026
  6. Organisation December 2022 link spam update releasing for Google Search. Google Search Central Blog. Stand 14.12.2022. abgerufen am 31.10.2026
  7. Organisation Bericht "Links". Search Console-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026

Häufige Fragen

Wie viele Backlinks braucht eine Website?

Eine feste Zahl gibt es nicht, und Google nennt keine. Entscheidend ist, ob die Links von passenden Seiten kommen und dort aus redaktionellen Gründen stehen. Ein Vergleich mit den Websites, die für Ihre Suchbegriffe vorne stehen, gibt eine grobe Orientierung.

Darf ich für einen Link bezahlen?

Ja, wenn der Link mit rel="sponsored" oder rel="nofollow" gekennzeichnet ist. Google bezeichnet bezahlte Links für Werbung und Sponsoring als regulären Teil der Internetökonomie. Ein bezahlter Link ohne Kennzeichnung gilt als Linkspam.

Sind Gastbeiträge noch erlaubt?

Gastbeiträge an sich verbietet Google nicht. Als Linkspam nennt Google Gastbeiträge mit optimiertem Ankertext, die vor allem dem Link dienen. Wer übermäßig viele gesponserte oder Gastbeiträge ohne passende Kennzeichnung veröffentlicht oder erwirbt, kann laut Google von algorithmischen und manuellen Maßnahmen betroffen sein.

Was bringen nofollow-Links?

Google folgt solchen Links in der Regel nicht. Sie können trotzdem Besucher bringen und Ihr Angebot bekannter machen. Für bezahlte Platzierungen ist nofollow neben sponsored eine der zulässigen Kennzeichnungen.

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In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder Sie rufen einfach an.

Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.

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