Ein Link ohne Zusatz ist für Google ein normaler Verweis, den Google abruft und auswertet. Mit dem rel-Attribut im a-Tag können Sie Google mitteilen, in welcher Beziehung Ihre Website zur verlinkten Seite steht [1]. Drei Werte sind dafür vorgesehen: nofollow, sponsored und ugc. Dieser Ratgeber zeigt, welcher Wert für welchen Link passt, wie Google die Angaben seit 2019 behandelt und wo die Attribute nicht weiterhelfen. Was ein Link für das Ranking leistet, beschreibt der Ratgeber Linkaufbau Grundlagen.
Die drei Werte im Überblick
Google beschreibt die Werte so [1]:
- rel="sponsored" für Links, die Werbung oder bezahlte Platzierungen sind. Früher empfahl Google dafür nofollow, das ist weiterhin zulässig, sponsored wird aber bevorzugt.
- rel="ugc" für Links in Inhalten, die Nutzer erstellt haben, etwa Kommentare und Forenbeiträge. Bei Mitgliedern, die regelmäßig gute Beiträge leisten, können Sie das Attribut weglassen.
- rel="nofollow" für Fälle, in denen die anderen Werte nicht passen und Google Ihre Website nicht mit der verlinkten Seite verknüpfen oder sie nicht crawlen soll.
Mehrere Werte lassen sich kombinieren, getrennt durch Leerzeichen oder Komma, zum Beispiel rel="ugc nofollow" [1]. Die Attribute wirken nur in a-Elementen, die Google crawlen kann. Nur nofollow gibt es zusätzlich als robots-Meta-Tag für alle Links einer Seite [1].
Welcher Wert für welchen Link
In der Praxis stellt sich die Frage meist bei konkreten Linkarten. Die Tabelle ordnet die häufigsten Fälle zu. Die Spalte rechts gibt unsere Einordnung nach Googles Beschreibung wieder.

| Linkart | Wert | Begründung |
|---|---|---|
| Bannerwerbung, bezahlter Textlink | sponsored | Werbung oder bezahlte Platzierung [1] |
| Gesponserter Beitrag mit Link | sponsored | Beitrag gegen Geld [2] |
| Link im Gegenzug für ein kostenloses Produkt | sponsored | Ware gegen Link gilt als Gegenleistung [2] |
| Partnerlink mit Provision | sponsored | bezahlte Platzierung, unsere Einordnung |
| Kommentar, Forenbeitrag, Gästebuch | ugc | von Nutzern erstellt [1] |
| Link auf eine Quelle, die Sie nicht empfehlen wollen | nofollow | keine Verknüpfung gewünscht [1] |
| Redaktioneller Link auf eine gute Quelle | kein Attribut | normaler Verweis [1] |
Ein falscher Wert ist nur in einer Richtung ein Problem. Wer einen Kommentarlink als sponsored markiert, riskiert laut Google höchstens, dass der Link der Zielseite nicht angerechnet wird. Ein bezahlter Link ohne sponsored oder nofollow zählt dagegen laut Googles Spamrichtlinien zum Link-Spam [2, 3].
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Bezahlte Links und Googles Spamrichtlinien
Google erkennt an, dass der Kauf und Verkauf von Links für Werbung und Sponsoring zur Internetwirtschaft gehört. Solche Links verstoßen nicht gegen die Richtlinien, solange sie mit rel="nofollow" oder rel="sponsored" gekennzeichnet sind [2]. Ohne Kennzeichnung zählen gekaufte oder verkaufte Links, die das Ranking verbessern sollen, zum Link-Spam. Google nennt als Beispiele Geld gegen Links oder gegen Beiträge mit Links, Waren oder Dienstleistungen gegen Links und Produkte, die Nutzer erhalten, damit sie darüber schreiben und einen Link setzen [2].
Um eine mögliche Maßnahme wegen unnatürlicher Links zu vermeiden, sollen Werbe- und Sponsorenlinks laut Google sponsored oder nofollow tragen. Beide behandelt Google für diesen Zweck gleich, sponsored ist der bevorzugte Wert [3]. Neben den Richtlinien von Google spielt bei bezahlten Links auch das Wettbewerbsrecht eine Rolle. Darauf geht der Ratgeber Gekaufte Links und Wettbewerbsrecht ein.
Was sich 2019 geändert hat
Das Attribut nofollow gibt es seit 2005, eingeführt gegen Kommentarspam [3]. Am 10.09.2019 stellte Google sponsored und ugc vor und änderte zugleich die Behandlung aller drei Werte: Sie gelten seither als Hinweise, die Google zusammen mit anderen Signalen bei der Bewertung von Links berücksichtigt [3]. Für Crawling und Indexierung wurde nofollow zum 01.03.2020 ebenfalls zu einem Hinweis [3].

Google begründete den Wechsel damit, dass Links wertvolle Informationen enthalten, etwa wie der Linktext das Ziel beschreibt, und dass alle Links zusammen helfen, unnatürliche Muster zu erkennen [3]. Für die Praxis änderte sich wenig. Google schrieb, dass solche Links in den meisten Fällen weiter so behandelt werden wie früher mit nofollow und nicht für das Ranking zählen [3]. Bestehende nofollow-Links müssen Sie nicht umstellen [3].
nofollow ist kein Werkzeug für die eigene Website
Ein verbreiteter Rest aus älteren SEO-Zeiten sind nofollow-Links auf eigene Seiten, etwa auf Impressum, Anmeldung oder Warenkorb. Google empfiehlt für Links innerhalb der eigenen Website stattdessen die disallow-Regel in der robots.txt, wenn Google eine Seite nicht abrufen soll [1]. Soll eine Seite nicht im Index erscheinen, ist noindex das passende Mittel. Google weist ausdrücklich darauf hin, dass sich auf nofollow nicht verlassen sollte, wer eine Seite aus dem Index halten will [3]. Wie Sie noindex einsetzen, beschreibt der Ratgeber noindex richtig einsetzen.
Auch sonst bringt nofollow an eigenen Links wenig. Ein mit nofollow markierter Link auf eine eigene Seite verhindert nicht, dass Google die Seite über die Sitemap oder andere Links findet. Google schreibt selbst, dass verlinkte Seiten auf andere Weise gefunden und trotzdem gecrawlt werden können [1].
nofollow für eine ganze Seite
Neben dem Attribut am einzelnen Link gibt es nofollow als Regel im robots-Meta-Tag oder im HTTP-Header X-Robots-Tag. Sie bedeutet, den Links auf dieser Seite nicht zu folgen [4]. Das trifft alle Links der Seite, auch Menü, Fußzeile und interne Querverweise. Für Seiten mit vielen fremden Links, etwa ein offenes Gästebuch, kann das eine schnelle Notlösung sein. Auf normalen Inhaltsseiten richtet die Regel eher Schaden an, weil sie die interne Verlinkung der ganzen Seite entwertet. Nach unserer Erfahrung stammt ein solches nofollow im Seitenkopf oft aus einer alten Vorlage oder einer Testumgebung und wurde beim Livegang vergessen.
Bestehende Links prüfen
Für eine Bestandsaufnahme reicht ein Crawl der eigenen Website, der alle ausgehenden Links mit ihrem rel-Attribut auflistet. Gehen Sie die Liste in drei Gruppen durch. Links aus bezahlten Kooperationen, Anzeigen und Partnerprogrammen brauchen sponsored. Links in Kommentaren und Nutzerbeiträgen brauchen ugc. Redaktionelle Links auf gute Quellen brauchen kein Attribut. Übrig bleiben oft nofollow-Links auf eigene Seiten, die Sie entfernen oder durch eine passende Regel in der robots.txt oder durch noindex auf der Zielseite ersetzen.
Kommentare und Foren absichern
Für Websites mit Kommentaren, Forum oder Bewertungen ist ugc der richtige Standard für alle Links, die Nutzer selbst setzen. Ob Ihr System das Attribut setzt, sehen Sie im Quelltext einer Seite mit Kommentaren. Prüfen Sie das nach jedem Wechsel von Theme oder Kommentar-Plugin erneut, denn beide können die Ausgabe der Links verändern. Das Attribut allein hält Spam nicht fern. Google nennt Moderationswerkzeuge und menschliche Prüfung als die üblichen Wege, mit denen Websites Linkspam in Beiträgen Dritter abwehren, und sieht ugc und nofollow als zusätzliche Abschreckung [3].

Wie Sie eingehende Links auf Ihre eigene Website auswerten, zeigt die FAQ Bericht Links verstehen. Die Begriffe einzeln erklärt das Glossar unter Sponsored-Attribut.
Sie haben bezahlte Kooperationen, Partnerlinks oder ein Forum und wissen nicht, welche Links welches Attribut brauchen? Stellen Sie die Frage in der gratis Sprechstunde. Ein paar Beispiellinks aus Ihren Seiten genügen für eine erste Einschätzung.
- Organisation Ausgehende Links für Google qualifizieren. Google Search Central. Stand 08.03.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Spamrichtlinien für die Google Websuche, Abschnitt Link-Spam. Google Search Central. Stand 02.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Evolving "nofollow": new ways to identify the nature of links (Danny Sullivan, Gary Illyes). Google Search Central Blog. Stand 10.09.2019. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Spezifikationen für Robots-Meta-Tags. Google Search Central. Stand 25.03.2026. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen nofollow und sponsored?
sponsored kennzeichnet bezahlte Links und Werbung, nofollow ist der allgemeine Wert für Links, mit denen Sie keine Empfehlung verbinden wollen. Für bezahlte Links akzeptiert Google beide, bevorzugt aber sponsored.
Muss ich alte nofollow-Links auf sponsored umstellen?
Nein. Google schrieb 2019, dass bestehende nofollow-Links weiter unterstützt werden. Eine Umstellung auf sponsored empfiehlt Google, wenn sie ohne großen Aufwand möglich ist.
Darf ich mehrere Werte kombinieren?
Ja, zum Beispiel rel="ugc nofollow". Die Werte werden durch Leerzeichen oder Komma getrennt.
Hilft nofollow, eine eigene Seite aus dem Index zu halten?
Nein. Google rät davon ab, sich dafür auf nofollow zu verlassen. Für eigene Seiten, die Google nicht abrufen soll, empfiehlt Google die robots.txt, für Seiten, die nicht im Index stehen sollen, noindex.
Sind gekaufte Links mit sponsored erlaubt?
Nach Googles Spamrichtlinien ja. Gekaufte Links verstoßen nicht gegen die Richtlinien, wenn sie mit sponsored oder nofollow gekennzeichnet sind.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.



