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Ratgeber

Google Merchant Center: der Einstieg für Onlineshops

Für den Einstieg ins Google Merchant Center legen Sie ein Konto an, hinterlegen Unternehmensdaten sowie Zahlungs- und Versandoptionen und bestätigen und beanspruchen Ihren Onlineshop. Danach übernimmt Google die Produkte automatisch aus dem Shop oder Sie laden Produktdaten hoch. Preis und Verfügbarkeit müssen mit der Produktseite übereinstimmen.

Aufgeräumtes Lager mit Holzregalen voller unbedruckter Kartons, Rollleiter und warmem Deckenlicht
Bild: KI-generiert

Das Google Merchant Center ist die Stelle, an der ein Händler Google seine Produkte direkt meldet. Für den Shopping-Tab, Google Lens und Maps braucht ein Shop dieses Konto. Für den Shopping-Tab und Lens verlangt Google ausdrücklich, dass die Produktdaten ins Merchant Center hochgeladen werden [3]. Was das Merchant Center ist, erklärt das Glossar kurz unter Google Merchant Center. Dieser Ratgeber führt durch die ersten Schritte, von der Anmeldung bis zum Abgleich der Daten mit Ihrem Shop. Wo die Produkte danach überall erscheinen, behandelt der Ratgeber Kostenlose Produktlistings bei Google.

Zwei Wege, Google Produktdaten zu geben

Google beschreibt zwei Schritte, die sich ergänzen. Der erste sind strukturierte Daten auf den Produktseiten Ihrer Website. Der zweite ist, Google direkt mitzuteilen, welche Produkte Sie präsentieren möchten, und dafür gibt es das Merchant Center [2]. Für die organische Websuche sind strukturierte Daten keine Pflicht, Google empfiehlt sie aber, wo es möglich ist [2]. Das Merchant Center kann sie bei der Prüfung Ihrer Daten heranziehen [2].

Wer beides pflegt, muss auf eines achten. Google warnt ausdrücklich vor Konflikten bei Preis- und Verfügbarkeitsangaben und rät, die Daten im Merchant Center automatisch anhand der Verfügbarkeit auf der Website aktualisieren zu lassen [2]. Wer Feeds in Echtzeit aktualisieren will, kann dafür nach Google auch die Content API verwenden [2]. Wie das Markup auf der Produktseite aussieht, beschreibt der Ratgeber Produkt-Schema umsetzen.

Das Konto anlegen

Die Einführung im Merchant Center nennt die Reihenfolge [1]. Sie rufen die Anmeldeseite auf und brauchen dafür ein Google-Konto. Danach geben Sie Informationen zu Ihrem Unternehmen an, auch ob Sie online, im Geschäft oder auf beiden Wegen verkaufen. Es folgen die Zahlungs- und Versandoptionen, die für Ihr Unternehmen gelten. Im nächsten Schritt sorgen Sie dafür, dass Google die richtigen Produktinformationen hat: Sie können sie automatisch aus Ihrem Onlineshop übernehmen lassen oder manuell hochladen. Zuletzt geben Sie an, ob Sie mit Drittanbieterplattformen arbeiten, zum Beispiel mit einem Shopsystem, das selbst eine Anbindung an Google mitbringt [1].

Hände füllen am Schreibtisch ein Papierformular aus, daneben ein zugeklappter Laptop und eine Kaffeetasse
Bild: KI-generiert

Ein Tipp für Shops, die schon in der Search Console stehen: Google hat dort im November 2022 einen Bereich für Shopping-Tab-Einträge eingeführt. Für Inhaber von Onlineshops mit Produkt-Markup ist darüber ein Merchant-Center-Konto möglich, ohne die Inhaberschaft der Website noch einmal bestätigen zu müssen [6].

Noch eine Frage offen?

In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder Sie rufen einfach an.

Den Onlineshop bestätigen und beanspruchen

Google nennt diesen Schritt einen wichtigen Teil der Einrichtung [4]. Mit der Bestätigung teilen Sie Google mit, dass Sie der Inhaber des Shops sind. Mit dem Beanspruchen verknüpfen Sie die Adresse Ihres Shops mit dem Konto und reservieren sie dafür [4]. Für die Bestätigung bietet die Hilfe mehrere Wege: einen Code an eine mit dem Shop verknüpfte E-Mail-Adresse, die Option Ihrer E-Commerce-Plattform, ein HTML-Tag oder eine Datei auf dem Server, den Google Tag Manager oder Google Analytics bei passenden Administratorrechten, und die Search Console [4].

Die Pflichtattribute verstehen

Ob Sie die Daten per Datei hochladen oder automatisch übernehmen lassen: Jedes Produkt braucht bestimmte Angaben. Die Produktdatenspezifikation legt sie fest [5]. Die folgende Übersicht nennt wichtige Angaben der Spezifikation.

Kleine unbedruckte Kartons auf einem Tisch, jeder mit einem leeren Papieranhänger an einer Schnur
Bild: KI-generiert
AttributWas die Spezifikation verlangt
iderforderlich, höchstens 50 Zeichen, für jedes Produkt ein eindeutiger Wert
titleerforderlich, Nur-Text, höchstens 150 Zeichen
descriptionerforderlich, Nur-Text, höchstens 5.000 Zeichen
linkerforderlich, die Landingpage des Produkts, beginnend mit http oder https
image_linkerforderlich; ab dem 31.01.2027 müssen alle Produktbilder mindestens 500 x 500 Pixel groß sein
availabilityerforderlich: in_stock, out_of_stock, preorder oder backorder
priceerforderlich, darf nicht 0 sein (mit wenigen Ausnahmen)
gtinerforderlich für alle Produkte mit bekannter GTIN
branderforderlich für neue Produkte außer Filmen, Büchern und Musikaufnahmen, höchstens 70 Zeichen
mpnerforderlich nur, wenn das Produkt keine vom Hersteller zugewiesene GTIN hat
conditionerforderlich bei gebrauchten oder aufgearbeiteten Produkten

Nach unserer Erfahrung verkaufen viele Händler Eigenmarken, Einzelstücke oder Handgefertigtes ohne GTIN und ohne Herstellernummer. Für solche Fälle kennt die Spezifikation das Attribut identifier_exists mit den Werten yes und no. Reichen Sie es nicht ein, gilt der Standardwert yes [5]. Google geht dann davon aus, dass es eine Kennung gibt. Setzen Sie den Wert für diese Produkte deshalb bewusst. Für Artikel mit Herstellerbarcode gilt umgekehrt: Die GTIN gehört in die Daten, sobald sie bekannt ist.

Die Quelle für die Tabelle ist die Produktdatenspezifikation [5]. Die Bildregel hat Google angekündigt; neue Anforderungen treten nach der Spezifikation am 31.01.2027 in Kraft [5]. Wenn Sie heute Produktbilder neu aufnehmen oder Ihre Bildgrößen im Shop festlegen, planen Sie diese Größe gleich ein.

Preis und Verfügbarkeit: wo Google streng ist

Bei Preis und Verfügbarkeit ist Google streng. Sie reichen den Betrag und die Währung ein, die auf der Landingpage und an der Kasse stehen. Für Deutschland gehört die Mehrwertsteuer in den Preis, und der Preis auf der Landingpage muss mit dem Preis in den Produktdaten übereinstimmen [7]. Für die Verfügbarkeit gilt dasselbe: Sie muss in Produktdaten, Landingpage, Kasse und strukturierten Daten übereinstimmen, und eine Abweichung führt zur Ablehnung des Produkts [8].

Ladentheke mit geschlossener Kassenschublade, einem kleinen Paketstapel und einer Tischglocke im Abendlicht
Bild: KI-generiert

Für vorübergehend nicht lieferbare Artikel sieht Google out_of_stock vor. Bestehende Produkte, die vorübergehend fehlen, für die Sie aber Bestellungen annehmen, kennzeichnen Sie mit backorder; preorder ist neuen Produkten vorbehalten, die noch nicht auf dem Markt sind. Bei beiden Werten reichen Sie ein Verfügbarkeitsdatum ein [8]. Wie Sie das im Shop selbst umsetzen, beschreibt der Ratgeber Ausverkaufte Produkte.

Versand und Rückgabe nicht vergessen

Für die kostenlosen Produkteinträge verlangt Google Angaben zur Rückgabe auf der Website und im Merchant Center. Versandkosten richten Sie in den Versandeinstellungen ein oder geben sie über das Attribut shipping an. In mehreren Ländern, darunter Deutschland, ist das Pflicht [9]. Nach unserer Erfahrung kosten diese Einstellungen beim ersten Einrichten mehr Zeit als die Produktdaten selbst, weil Versandregeln im Shop oft über Jahre gewachsen sind.

Eine Reihenfolge, die sich bewährt

  1. Produktseiten prüfen: Stehen Preis inklusive Mehrwertsteuer, Verfügbarkeit, GTIN und Marke sichtbar und stimmen sie mit dem Warenwirtschaftssystem überein?
  2. Strukturierte Daten auf den Produktseiten ergänzen oder korrigieren.
  3. Konto anlegen, Unternehmensdaten, Versand und Rückgabe hinterlegen.
  4. Onlineshop bestätigen und beanspruchen.
  5. Produkte automatisch übernehmen lassen oder einen Feed einrichten, der sich automatisch aktualisiert.
  6. Abgelehnte Produkte einzeln durchgehen und die Ursache im Shop beheben.

Was ein Produktdatenfeed ist, erklärt das Glossar unter Produktdatenfeed. Die Arbeit am Shop selbst gehört zur Leistung E-Commerce SEO.

Ihr Konto meldet abgelehnte Produkte, und die Ursache ist unklar? Bringen Sie ein Beispielprodukt mit der Meldung in die gratis Sprechstunde und stellen Sie dort Ihre Frage.

  1. Organisation Einführung in das Merchant Center. Google Merchant Center-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
  2. Organisation Produktdaten mit Google teilen. Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
  3. Organisation Wo E-Commerce-Inhalte auf Google erscheinen können. Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
  4. Organisation Onlineshop bestätigen und beanspruchen. Google Merchant Center-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
  5. Organisation Produktdatenspezifikation. Google Merchant Center-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
  6. Organisation Produkte mit der Search Console auf dem Shopping-Tab präsentieren. Google Search Central Blog. Stand 16.11.2022. abgerufen am 31.10.2026
  7. Organisation Preis (price). Google Merchant Center-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
  8. Organisation Verfügbarkeit (availability). Google Merchant Center-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
  9. Organisation Produkteinträge. Google Merchant Center-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026

Häufige Fragen

Kostet das Google Merchant Center etwas?

Die Produkteinträge sind laut Google eine Möglichkeit, Produkte kostenlos zu präsentieren. In neuen Konten sind sie standardmäßig aktiviert.

Muss ich einen Feed hochladen?

Nein. Google kann Produktinformationen automatisch aus Ihrem Onlineshop übernehmen. Alternativ laden Sie die Produktdaten manuell hoch. Für Echtzeit-Updates nennt Google die Content API.

Wie bestätige ich meinen Onlineshop?

Möglich sind ein Code per E-Mail, die Option Ihrer Shopplattform, ein HTML-Tag oder eine Datei, der Google Tag Manager, Google Analytics oder die Search Console. Danach beanspruchen Sie die Adresse für Ihr Konto.

Warum wird ein Produkt abgelehnt, obwohl der Preis stimmt?

Eine mögliche Ursache ist eine abweichende Verfügbarkeit. Google verlangt, dass sie in Produktdaten, Landingpage, Kasse und strukturierten Daten übereinstimmt. Eine Abweichung führt laut Hilfe zur Ablehnung.

Welche Bildgröße brauche ich im Merchant Center?

Laut Produktdatenspezifikation müssen ab dem 31.01.2027 alle Produktbilder mindestens 500 x 500 Pixel groß sein. Wer jetzt neue Bilder plant, sollte diese Größe einhalten.

Noch eine Frage offen?

In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder Sie rufen einfach an.

Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.

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