Nach unserer Erfahrung entstehen viele Kategorietexte in Onlineshops unter Zeitdruck und klingen entsprechend: drei Absätze, in denen der Kategoriename in jeder Beugung vorkommt, dazu ein Satz über die "große Auswahl" und die "schnelle Lieferung". Solche Texte helfen Besuchern kaum. Wer einen Kategorietext schreiben will, der Kunden etwas bringt, beginnt deshalb mit der Frage, was Besucher auf dieser Seite wissen wollen, und erst danach mit dem Text. Dieser Ratgeber zeigt den Weg von der Vorarbeit bis zum fertigen Text.
Wo die Texte auf der Seite stehen und wie die übrigen Elemente einer Kategorie aufgebaut sind, beschreibt der Ratgeber Kategorieseiten: Aufbau und Texte.
Die Vorarbeit: Fragen sammeln
Ein Kategorietext beantwortet Fragen, die vor dem Kauf auftauchen. Diese Fragen finden Sie an drei Stellen. In der Search Console zeigt der Leistungsbericht, mit welchen Suchanfragen die Kategorieseite schon erscheint. Dort stehen oft Zusätze wie "für Balkon", "wetterfest" oder "klappbar", die etwas über die Wünsche der Suchenden verraten. Der Kundenservice kennt die Fragen, die per Telefon oder E-Mail kommen. Und die interne Suche des Shops zeigt, mit welchen Wörtern Besucher selbst suchen.

Aus diesen Quellen entsteht eine kurze Liste: drei bis acht Fragen, die für die Kategorie typisch sind. Bei Gartenstühlen etwa: Welches Material hält im Freien am längsten? Wie pflege ich Holz? Lassen sich die Stühle stapeln? Diese Liste ist das Gerüst für den Text.
Die Einleitung über der Produktliste
Die Einleitung ist kurz. Sie sagt in zwei bis vier Sätzen, was die Kategorie enthält, und weist auf die wichtigsten Unterkategorien hin. Ein Beispiel, wie das klingen kann:
"Hier finden Sie Gartenstühle aus Holz, Metall und Kunststoff, als Klappstühle für den Balkon und als Stapelstühle für die Terrasse. Wenn Sie Sitzgruppen suchen, schauen Sie bei den Gartenmöbelsets. Polster und Auflagen stehen in einer eigenen Kategorie."
Der Kategoriename kommt darin vor, aber nicht als Pflichtübung. Wichtiger ist, dass der Besucher sofort sieht, ob er richtig ist, und wohin er sonst weitergehen kann. Die Unterkategorien sind im fertigen Text verlinkt.
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Die Kaufberatung unter der Produktliste
Unter der Liste beantwortet der Text die Fragen aus der Vorarbeit. Hier ist Platz für Vergleiche von Materialien, Erklärungen von Fachbegriffen, Maße und Pflegehinweise. Jede Antwort sollte etwas sagen, was der Kunde nicht auf jeder anderen Seite liest. Eigene Erfahrungen aus Beratung und Retouren sind dafür die beste Quelle: Welche Fehler passieren beim Kauf, welche Größe wird oft zurückgeschickt, welches Material wird unterschätzt?

Google stellt zu hilfreichen Inhalten Fragen, die sich auch an einen Kategorietext richten lassen. Bieten die Inhalte neuartige Informationen oder Analysen? Werden sie hauptsächlich erstellt, um Besuche über Suchmaschinen zu erhalten? Fasst der Text hauptsächlich zusammen, was andere sagen, ohne etwas hinzuzufügen [1]? Ein Text, der die erste Frage mit Ja und die beiden anderen mit Nein beantwortet, ist auf dem richtigen Weg.
Für Vergleiche innerhalb der Kategorie lohnt ein Blick in Googles Hinweise zu Rezensionen. Dort empfiehlt Google unter anderem, zu erklären, wie sich ein Produkt von der Konkurrenz unterscheidet, es mit ähnlichen Produkten zu vergleichen und Vor- und Nachteile auf Grundlage eigener Recherche zu besprechen [2]. Eine Kategorie ist keine Rezension, aber die Fragen helfen, aus einer Aufzählung eine Beratung zu machen.
Was nicht in einen Kategorietext gehört
Google beschreibt in den Spamrichtlinien überflüssige Keywords: das Füllen einer Seite mit Keywords oder Zahlen, um das Ranking zu manipulieren. Solche Keywords erscheinen oft in einer Liste oder Gruppe oder ohne Kontext. Als Beispiele nennt Google Textblöcke mit Städten und Regionen, für die eine Seite ranken möchte, und Wörter, die so oft wiederholt werden, dass sie unnatürlich klingen [3]. Ein Absatz wie "Gartenstühle günstig kaufen, Gartenstühle online, Gartenstühle Holz" ist ein solcher Fall. Was Keyword-Stuffing genau ist, steht im Glossar unter Keyword-Stuffing.

Ebenfalls nicht hinein gehören allgemeine Versprechen, die auf jeder Kategorie gleich lauten. Ein Satz über Versand und Service, der in fünfzig Kategorien identisch steht, sagt über keine davon etwas aus. Solche Angaben gehören in eine Leiste, die auf allen Seiten erscheint, und nicht in den Text der Kategorie.
Kategorietexte mit KI-Unterstützung
Bei hunderten Kategorien liegt es nahe, Texte mit einem Sprachmodell vorzuschreiben. Google nennt in den Spamrichtlinien ausdrücklich die Verwendung generativer KI, um viele Seiten zu erzeugen, als Beispiel für Missbrauch mit massenhaft generierten Inhalten, wenn die Seiten in erster Linie für das Ranking entstehen [3]. Ein Entwurf aus einem KI-Werkzeug kann ein Anfang sein. Er braucht aber die Fragen aus der Vorarbeit, die eigenen Erfahrungen aus dem Verkauf und eine Prüfung jeder Angabe. Welche rechtlichen Fragen dabei auftauchen, behandelt der Ratgeber KI-Texte und Urheberrecht.
Links im Text
Ein Kategorietext ist eine gute Stelle für Links zu Unterkategorien, passenden Ratgebern und manchmal zu einzelnen Produkten. Google empfiehlt Ankertexte, die aussagekräftig, prägnant und für die Seite relevant sind. Als Prüfung schlägt Google vor, nur den Ankertext ohne Kontext zu lesen und zu überlegen, ob er für sich allein verständlich ist [4]. "Klappstühle für den Balkon" besteht diese Prüfung, "hier" nicht. Google rät außerdem, Links nicht aneinanderzureihen [4]. Ein Satz mit sechs Links hintereinander hilft niemandem.
Oberkategorie und Unterkategorie unterscheiden
Eine Oberkategorie wie "Gartenmöbel" und eine Unterkategorie wie "Klappstühle" brauchen unterschiedliche Texte. Die Oberkategorie ordnet: Sie erklärt, welche Arten von Möbeln es gibt, und schickt den Besucher in die passende Unterkategorie. Die Unterkategorie geht in die Tiefe: Sie vergleicht Materialien, nennt Maße und beantwortet die Fragen, die bei genau dieser Produktart auftauchen. Wenn beide Texte dieselben Absätze zur Pflege von Holz enthalten, konkurrieren die Seiten mit demselben Inhalt. Schreiben Sie das Thema einmal ausführlich, an der Stelle, an der es am besten passt, und verlinken Sie es von der anderen Seite.
Pflege nach dem Schreiben
Ein Kategorietext veraltet, wenn sich das Sortiment ändert. Ein Hinweis auf eine Unterkategorie, die es nicht mehr gibt, oder auf ein Material, das nicht mehr geführt wird, fällt Kunden auf. Prüfen Sie die Texte der wichtigsten Kategorien deshalb, wenn Sie das Sortiment umbauen, und vor jeder Saison. Ob ein Text wirkt, sehen Sie in der Search Console an den Suchanfragen, mit denen die Seite neu erscheint, und an den Klicks über mehrere Monate.
Für Shops auf Shopware gibt es auf unserem Fachportal den Beitrag Kategorietexte, die wirklich ranken. Wenn Sie die Texte nicht selbst schreiben möchten, übernimmt das die Texterstellung für SEO.
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- Organisation Hilfreiche, zuverlässige Inhalte erstellen, die die Bedürfnisse der Nutzer in den Vordergrund stellen. Google Search Central. Stand 07.10.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Hochwertige Rezensionen schreiben. Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Spamrichtlinien für die Google Websuche. Google Search Central. Stand 02.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Best Practices für Links. Google Search Central. Stand 31.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Wie lang sollte ein Kategorietext sein?
So lang, wie die Fragen der Kunden es verlangen. Die Einleitung über der Liste bleibt bei wenigen Sätzen, die Kaufberatung darunter beantwortet die typischen Fragen zur Kategorie.
Wie oft muss der Kategoriename im Text vorkommen?
Es gibt keine Vorgabe. Google wertet Wörter, die so oft wiederholt werden, dass sie unnatürlich klingen, als überflüssige Keywords. Schreiben Sie natürlich und nennen Sie die Kategorie dort, wo es passt.
Darf ich Kategorietexte mit KI schreiben lassen?
Ein KI-Entwurf kann ein Anfang sein. Google nennt massenhaft mit generativer KI erzeugte Seiten, die vor allem für das Ranking entstehen, als Spam. Ergänzen Sie eigene Erfahrungen und prüfen Sie jede Angabe.
Woher weiß ich, was in den Kategorietext gehört?
Aus den Suchanfragen in der Search Console, den Fragen an den Kundenservice und den Suchbegriffen der internen Shopsuche. Daraus entsteht eine Liste typischer Fragen, die der Text beantwortet.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.



