Google zeigt Produkte auch ohne Klickpreis, und die Merchant-Center-Hilfe nennt diese Form Produkteinträge: eine Möglichkeit, Produkte kostenlos zu präsentieren [1]. Wer nach kostenlosen Produktlistings bei Google sucht, meint genau das. Für Händler ist die Frage weniger, ob sie mitmachen, als wie sie die Einträge vollständig und korrekt bekommen. Dieser Ratgeber zeigt, wo die Einträge erscheinen, welche Voraussetzungen gelten und wo Händler mit Ladengeschäft in Deutschland zwei ähnlich klingende Funktionen auseinanderhalten müssen. Die Einrichtung des Kontos selbst steht im Ratgeber Google Merchant Center: der Einstieg.
Wo die Einträge erscheinen
Die Merchant-Center-Hilfe zählt die Orte auf, an denen Produkte kostenlos gezeigt werden können: die Google Suche, Google Maps, Gemini, YouTube und der Shopping-Tab, dazu Google Bilder und Google Lens [1]. Die Search-Central-Dokumentation ordnet die Orte nach ihren Voraussetzungen [2]. Für die normalen Suchergebnisse und für Google Bilder nennt sie Suchmaschinenoptimierung und strukturierte Daten, ohne das Merchant Center vorauszusetzen. Für den Shopping-Tab und Google Lens verlangt sie, dass die Produktdaten ins Merchant Center hochgeladen werden. Für Maps braucht es zusätzlich Daten zum Inventarstandort, und für das Unternehmensprofil müssen Sie Anspruch auf Ihr Profil erheben und es mit dem Merchant Center verknüpfen [2].

Daraus folgt eine einfache Arbeitsteilung. Strukturierte Daten auf der Produktseite helfen in der Websuche. Das Konto im Merchant Center öffnet die übrigen Flächen. Google empfiehlt, beides zu nutzen, und warnt vor widersprüchlichen Preis- und Verfügbarkeitsangaben zwischen beiden Quellen [3].
Was Sie dafür brauchen
In einem neuen Merchant-Center-Konto sind Produkteinträge standardmäßig aktiviert. Den Status sehen Sie auf der Seite "Produkteinträge" im Konto [1]. Die Hilfe beschreibt die Einrichtung in drei Schritten: Produktdetails hinzufügen, die erforderlichen Attribute angeben und die Produktinformationen optimieren [1]. Dazu kommen zwei Pflichten, an denen Konten oft hängen. Rückgabebedingungen gehören auf die Website und ins Merchant Center. Versandkosten richten Sie in den Versandeinstellungen ein oder liefern sie über das Attribut shipping, das in mehreren Ländern verlangt wird, darunter Deutschland [1]. Außerdem gelten Googles Richtlinien für Produkteinträge [1].
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Den dritten Schritt ernst nehmen: Daten optimieren
Der dritte Einrichtungsschritt ist das Optimieren der Produktinformationen. Die Produktdatenspezifikation gibt den Rahmen vor [11]. Der Titel darf bis zu 150 Zeichen lang sein, die Beschreibung bis zu 5.000 Zeichen, beides als reiner Text. Die GTIN ist für alle Produkte mit bekannter GTIN erforderlich, und Google begründet das damit, dass das Angebot so die beste Leistung erbringt. Die Marke ist für neue Produkte Pflicht, außer bei Filmen, Büchern und Musikaufnahmen. Gebrauchte oder aufgearbeitete Ware braucht die Angabe condition mit used oder refurbished [11].
In der Praxis heißt das: Ein Titel, der nur den internen Artikelnamen enthält, verschenkt die Begriffe, mit denen Kunden suchen. Marke, Produktart und das wichtigste Merkmal wie Größe, Material oder Farbe gehören nach vorn. Die Beschreibung im Feed kann ausführlicher sein als ein kurzer Teaser im Shop, sie sollte aber dieselben Fakten nennen wie die Produktseite. Wie Sie Titel für viele Artikel einheitlich aufbauen, zeigt der Ratgeber Produkttitel optimieren.
Was das Markup auf der Produktseite beiträgt
Auch ohne Merchant Center können Produktseiten in der Suche mit zusätzlichen Angaben erscheinen. Google unterscheidet dafür zwei Arten von strukturierten Daten [4]. Händlereinträge sind für Seiten gedacht, auf denen Kunden Produkte direkt bei Ihnen kaufen können. Dieses Markup bietet mehr Optionen für detaillierte Produktinformationen wie Bekleidungsgrößen, Versanddetails und Rückgabebedingungen. Produkt-Snippets sind für Seiten gedacht, auf denen man das Produkt nicht direkt kaufen kann, etwa Testberichte, und bieten mehr Optionen für Rezensionsangaben [4]. Die beiden überschneiden sich: Wer die Pflichtangaben für Händlereinträge setzt, kann damit auch für Produkt-Snippets infrage kommen [4].
Für einen Onlineshop ist also das Markup für Händlereinträge der passende Weg. Wie Sie es umsetzen, beschreibt der Ratgeber Produkt-Schema umsetzen, und welche Angaben zu Preis und Lieferbarkeit hineingehören, der Ratgeber Preis und Verfügbarkeit in strukturierten Daten.
Eine Abkürzung gibt es für Shops mit Produkt-Markup über die Search Console. Google hat dort im November 2022 einen Abschnitt für Shopping-Tab-Einträge eingeführt. Darüber können qualifizierte Shops ein Merchant-Center-Konto erstellen, ohne die Inhaberschaft der Website noch einmal zu bestätigen [5].
Lokale Einträge für Ladengeschäfte
Händler mit Ladengeschäft können Produkte zusätzlich mit ihrem Bestand vor Ort zeigen. Hier liegen zwei Funktionen nebeneinander, die leicht verwechselt werden.

Die erste sind die lokalen Einträge im Merchant Center. Mit ihnen können die Produkte, die Sie im Geschäft verkaufen, laut Google kostenlos präsentiert werden. Deutschland steht ausdrücklich in der Länderliste [6]. Der Bestand im Geschäft lässt sich nach der Hilfe auch automatisch aus dem Onlineshop ins Merchant Center übernehmen [6].
Die zweite Funktion gehört zum Unternehmensprofil und heißt "Im Geschäft erhältliche Produkte". Dabei werden Produkte automatisch hinzugefügt, wenn das Geschäft kabelgebundene Barcodescanner oder ein passendes Kassensystem nutzt, Produkte mit Herstellerbarcode verkauft und ein bestätigtes Unternehmensprofil hat [7]. Diese Funktion setzt einen Sitz in den USA, in Kanada, im Vereinigten Königreich, in Irland oder in Australien voraus [7]. Für ein Geschäft in Deutschland ist sie also keine Option, die lokalen Einträge im Merchant Center dagegen schon.
Woran Einträge scheitern
Nach unserer Erfahrung haben viele Ablehnungen banale Ursachen. Google lehnt ein Produkt ab, wenn die Verfügbarkeit in Produktdaten, Landingpage, Kasse oder strukturierten Daten voneinander abweicht [8]. Beim Preis verlangt die Hilfe für Deutschland den Betrag inklusive Mehrwertsteuer und Übereinstimmung mit der Landingpage [9]. Bei Bildern sind unter anderem überlagernde Logos oder Shopnamen, Wasserzeichen und gemeinsame Platzhalterbilder unzulässig. Ab dem 31.01.2027 müssen alle Produktbilder mindestens 500 x 500 Pixel groß sein [10].

Für die Pflege im Alltag heißt das: Die Produktdaten sollten aus derselben Quelle stammen wie die Produktseite. Ein Feed, den jemand von Hand aus einer Tabelle erzeugt, veraltet schneller als die Seite, und jede Preisänderung im Shop muss den Feed erreichen. Wer viele Artikel hat, lässt die Daten automatisch aus dem Shop übernehmen oder baut den Feed direkt aus dem Warenwirtschaftssystem.
Wie Produkte auf der eigenen Website sichtbar werden, gehört zur Leistung E-Commerce SEO. Was Google Shopping und den Shopping-Tab unterscheidet, steht kurz im Glossar unter Google Shopping.
Sie sind unsicher, ob Ihre Produkte schon kostenlos erscheinen oder warum einzelne fehlen? Nehmen Sie ein Beispielprodukt mit in die gratis Sprechstunde und stellen Sie dort Ihre Frage.
- Organisation Produkteinträge. Google Merchant Center-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Wo E-Commerce-Inhalte auf Google erscheinen können. Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Produktdaten mit Google teilen. Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Einführung in strukturierte Daten für Produkte. Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Produkte mit der Search Console auf dem Shopping-Tab präsentieren. Google Search Central Blog. Stand 16.11.2022. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Anzeigen für lokales Inventar und lokale Einträge. Google Merchant Center-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Im Geschäft erhältliche Produkte in der Google Suche und auf Maps präsentieren. Google Unternehmensprofil-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Verfügbarkeit (availability). Google Merchant Center-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Preis (price). Google Merchant Center-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Bildlink (image_link). Google Merchant Center-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Produktdatenspezifikation. Google Merchant Center-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Sind Produkteinträge bei Google wirklich kostenlos?
Ja. Die Merchant-Center-Hilfe beschreibt Produkteinträge als Möglichkeit, Produkte kostenlos zu präsentieren. Sie brauchen dafür ein Merchant-Center-Konto, in neuen Konten sind die Einträge standardmäßig aktiviert.
Brauche ich das Merchant Center, wenn ich strukturierte Daten habe?
Für die normale Websuche und Google Bilder nennt Google strukturierte Daten und SEO. Für den Shopping-Tab, Google Lens und Maps müssen die Produktdaten ins Merchant Center. Google empfiehlt, beides zu nutzen.
Gibt es lokale Produkteinträge in Deutschland?
Ja. Die Merchant-Center-Hilfe nennt Deutschland für lokale Einträge ausdrücklich. Die Funktion "Im Geschäft erhältliche Produkte" im Unternehmensprofil ist dagegen auf die USA, Kanada, das Vereinigte Königreich, Irland und Australien beschränkt.
Sind Versandkosten Pflicht?
Für Deutschland ja. Sie richten sie in den Versandeinstellungen des Merchant Centers ein oder geben sie über das Attribut shipping an. Rückgabebedingungen gehören auf die Website und ins Konto.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.



