Von allen Angaben im Produkt-Markup ändern sich Preis und Lagerstatus am häufigsten. Ein Sonderangebot läuft aus, ein Artikel ist ausverkauft, eine Nachlieferung kommt an. Jede dieser Änderungen muss auf der Produktseite, in den strukturierten Daten, an der Kasse und im Merchant Center gleichzeitig ankommen. Genau an dieser Stelle scheitern viele Shops: Das Markup stammt aus einer Vorlage, die den Preis beim Zwischenspeichern der Seite festhält, während die sichtbare Seite längst den neuen Preis zeigt.
Den Aufbau des gesamten Produkt-Markups mit Name, Bildern, Marke und Kennnummern beschreibt der Ratgeber Produkt-Schema umsetzen. Hier geht es nur um das Offer-Objekt.
Die Pflichtangaben im Offer
Für Händlereinträge, also für Seiten, auf denen Kunden direkt bei Ihnen kaufen, verlangt Google im Offer den aktiven Preis und die Währung. Der Preis steht in price oder in priceSpecification.price, die Währung in priceCurrency oder priceSpecification.priceCurrency [1]. Zwei Regeln fallen dabei auf:
- Bei Händlereinträgen muss der Preis über null liegen. Bei Produkt-Snippets ist das anders [1].
- Der Händler muss der Verkäufer sein. Deshalb verlangt Google ein Offer und kein AggregateOffer, das eine Preisspanne mehrerer Anbieter beschreibt [1].
Sind price und priceSpecification gleichzeitig angegeben, nimmt Google den Wert aus offers.price [1]. Wer beide Wege nutzt, etwa weil ein Plugin price setzt und ein zweites eine priceSpecification ergänzt, sollte also sicherstellen, dass offers.price den richtigen Betrag trägt. Sauberer ist es, sich für einen Weg zu entscheiden.
Für Deutschland verlangt das Merchant Center im Feed den Preis einschließlich Mehrwertsteuer, und die Landingpage muss dieselbe Angabe zeigen [2]. Das Markup sollte deshalb den Bruttopreis tragen, den auch der Kunde sieht. Shops für Geschäftskunden, die netto anzeigen, sollten das im Merchant Center gesondert klären, bevor sie Nettopreise auszeichnen.
Angebotspreis und durchgestrichener Preis
Ein reduzierter Preis wird im Markup mit zwei Preisen abgebildet. Der aktive Preis, den der Kunde zahlt, steht ohne Zusatz. Der durchgestrichene Vergleichspreis bekommt eine eigene Preisangabe mit priceType und dem Wert StrikethroughPrice; in einer Übergangsphase akzeptiert Google auch ListPrice [1]. Sobald dieser zweite Preis vorhanden ist, behandelt Google den aktiven Preis automatisch als Sonderangebotspreis [1].

Der aktive Preis darf weder priceType noch validForMemberTier tragen. Mitgliedspreise werden mit validForMemberTier ausgezeichnet und bekommen kein priceType, und eine Preisangabe mit beiden Eigenschaften ignoriert Google [1]. Wie lange ein Angebot gilt, steht in validFrom und validThrough oder in priceValidUntil [1]. Ein Aktionspreis mit Enddatum im Markup hilft gegen ein häufiges Problem: Die Aktion ist vorbei, der Cache der Seite aber noch nicht erneuert.
Im Merchant Center gelten für Mitgliedspreise eigene Regeln. Sie dürfen dort nicht über die Preis- oder Sonderangebotsattribute übermittelt werden, nur über das Attribut für Treueprogramme, sofern es verfügbar ist [2].
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Die erlaubten Werte für die Verfügbarkeit
Die Eigenschaft availability nimmt genau einen Wert an. Google listet InStock, OutOfStock, PreOrder, BackOrder, Discontinued, LimitedAvailability, OnlineOnly, InStoreOnly, SoldOut und PreSale; die Kurzform ohne URL-Präfix wird akzeptiert [1].
Im Merchant Center gibt es nur vier Werte: in_stock, out_of_stock, preorder und backorder [3]. Für preorder und backorder verlangt das Merchant Center zusätzlich ein Verfügbarkeitsdatum, das auch auf der Landingpage sichtbar sein sollte [3]. Wer im Markup PreOrder auszeichnet, sollte also auf der Seite ein Lieferdatum nennen und dasselbe Datum im Feed liefern.
Für die Praxis lohnt eine feste Zuordnung zwischen den Zuständen im Warenwirtschaftssystem und den Werten im Markup. Ein Artikel mit Bestand null und bekanntem Liefertermin ist BackOrder, ein Artikel, der nicht mehr kommt, ist Discontinued. Wie Sie ausverkaufte und auslaufende Produkte auf der Seite selbst behandeln, beschreiben die Ratgeber ausverkaufte Produkte und Auslaufartikel und Weiterleitungen.
Seite, Markup, Kasse und Feed im Gleichlauf
Das Merchant Center ist bei Abweichungen streng. Die Verfügbarkeit muss auf der Landingpage, in den strukturierten Daten, auf der Zahlungsseite und in der Datenquelle übereinstimmen, eine Abweichung führt zur Ablehnung des Produkts [3]. Beim Preis gilt dasselbe: Betrag und Währung müssen zur Landingpage und zur Kasse passen, sonst lehnt Google das Produkt ab und meldet es im Konto [2].

Der Preis soll auf der Landingpage gut sichtbar in der Währung des Ziellandes stehen. Hinweise wie "Artikel in den Einkaufswagen legen, um den Preis zu sehen" lehnt das Merchant Center ab [2]. Bei Mindestbestellmengen wird der Preis für die Mindestmenge übermittelt, ab der Sie eine Bestellung annehmen [2].
Die häufigsten Ursachen für Abweichungen sehen wir an drei Stellen. Erstens zwischengespeicherte Seiten, deren Markup älter ist als der Preis im Feed. Zweitens Varianten mit unterschiedlichen Preisen, bei denen das Markup immer den Preis der ersten Variante zeigt. Drittens Feeds, die nur einmal am Tag erzeugt werden, während der Shop mehrmals täglich Preise ändert.
Automatische Artikelupdates
Das Merchant Center kann Preis, Sonderangebotspreis, Verfügbarkeit und Zustand anhand der Landingpage selbst korrigieren. Diese Automatisierungen sind standardmäßig aktiviert [4]. Google empfiehlt dafür strukturierte Daten mit price, priceCurrency, availability und itemCondition, damit die Crawler die Werte finden [4].
Einen aktuellen Feed ersetzt die Funktion nicht. Google schreibt selbst, dass sie nur gelegentliche Abweichungen korrigiert, bei sehr häufigen Preis- oder Lageränderungen versagen kann und dann Produkte ablehnt statt aktualisiert [4]. Bei Seiten mit mehreren durchgestrichenen Preisen sollen die Preisautomatisierungen nicht aktiviert werden [4]. Ein Shop mit Staffelpreisen oder Variantenpreisen auf einer Seite sollte deshalb prüfen, ob die Automatik mehr schadet als nützt.
Markup im ursprünglichen HTML
Viele Shops ergänzen das Produkt-Markup erst im Browser per JavaScript, etwa über ein Tag-Management-Werkzeug. Google weist darauf hin, dass dadurch Shopping-Crawls seltener und weniger zuverlässig werden können, und empfiehlt, die Produktdaten in das ursprüngliche HTML zu schreiben [1]. Gerade Preis und Verfügbarkeit, die sich oft ändern, sollten deshalb serverseitig mit der Seite ausgeliefert werden.
Lokale Verfügbarkeit im Geschäft
Für Händler mit Ladengeschäft gibt es im Markup die Werte InStoreOnly und OnlineOnly [1]. Die Verfügbarkeit in einzelnen Filialen läuft über das Merchant Center. Mit lokalen Einträgen können Produkte, die Sie im Geschäft verkaufen, kostenlos auf Google erscheinen, und Google nennt Deutschland ausdrücklich unter den Ländern, in denen das möglich ist [5]. Inventardaten für Anzeigen für lokales Inventar lassen sich bei Bedarf automatisch aus dem Onlineshop ins Merchant Center übernehmen [5]. Wie der Einstieg ins Merchant Center gelingt, beschreibt der Ratgeber Google Merchant Center: Einstieg.

Was Sie regelmäßig prüfen sollten
Im Merchant Center zeigt die Diagnose abgelehnte Produkte mit dem Grund, etwa "Preis stimmt nicht überein". In der Search Console prüft der Bericht für Händlereinträge die Produktseiten mit Offer-Daten [1]. Der Test für Rich-Suchergebnisse findet laut Google nicht jedes Problem, Fehler jenseits der Syntax erkennt er womöglich nicht [1]. Ob der Preis im Markup zum sichtbaren Preis passt, müssen Sie deshalb selbst stichprobenartig kontrollieren.
Sie haben abgelehnte Produkte im Merchant Center und wissen nicht, ob Markup, Feed oder Cache schuld ist? Stellen Sie die Frage in der gratis Sprechstunde. Wenn das Markup grundlegend neu aufgebaut werden muss, finden Sie die Leistung unter strukturierte Daten umsetzen.
- Organisation Strukturierte Daten für Händlereinträge. Google Search Central. Stand 12.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Preis (price). Google Merchant Center-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Verfügbarkeit (availability). Google Merchant Center-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Produktinformationen im Merchant Center automatisch aktualisieren. Google Merchant Center-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Anzeigen für lokales Inventar und lokale Einträge. Google Merchant Center-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Muss der Preis im Markup brutto oder netto sein?
Für Deutschland verlangt das Merchant Center den Preis einschließlich Mehrwertsteuer, und die Landingpage muss dieselbe Angabe zeigen. Das Markup sollte deshalb den Bruttopreis tragen, den der Kunde sieht.
Wie zeichne ich einen Streichpreis aus?
Der aktive Preis steht ohne Zusatz, der alte Preis als zweite Preisangabe mit priceType StrikethroughPrice. Google behandelt den aktiven Preis dann als Sonderangebotspreis.
Welcher Wert gilt für ein Produkt, das nachbestellt wird?
BackOrder, wenn der Artikel bestellbar ist und später geliefert wird. Im Merchant Center gehört dann ein Verfügbarkeitsdatum dazu, das auch auf der Produktseite sichtbar sein sollte.
Reichen die automatischen Artikelupdates statt eines aktuellen Feeds?
Nein. Google beschreibt sie als Korrektur für gelegentliche Abweichungen. Bei häufigen Preisänderungen können Produkte trotzdem abgelehnt werden.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.



