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Ratgeber

Produkt-Schema umsetzen: Product Markup Schritt für Schritt

Für ein Product Schema Markup im Shop wählen Sie zuerst den passenden Typ: Händlereinträge für Seiten, auf denen Kunden direkt kaufen, Produkt-Snippets für Test- und Vergleichsseiten. Pflicht sind bei Händlereinträgen name, image und offers mit Preis und Währung; Marke, GTIN und Bewertungen ergänzen das Markup.

Aufgeräumte Werkbank mit Schubladen, Lineal und kleinen Produktschachteln in einer Reihe
Bild: KI-generiert

Viele Shopsysteme geben ein Product-Markup aus. Nach unserer Erfahrung lohnt sich trotzdem der Blick in den Quelltext, denn die Voreinstellungen sind oft nicht vollständig. Oft fehlt die GTIN, die Marke steht als Text statt als Objekt, oder zwei Erweiterungen schreiben je einen eigenen Product-Block in dieselbe Seite. Diese Anleitung geht das Markup in der Reihenfolge durch, in der wir es in Shops aufbauen. Was ein Produktschema grundsätzlich ist, erklärt der Glossarbegriff Produktschema.

Schritt 1: Händlereintrag oder Produkt-Snippet

Google unterscheidet zwei Arten von Produkt-Markup. Händlereinträge eignen sich für Seiten, auf denen Kunden das Produkt direkt bei Ihnen kaufen können, und erlauben detailliertere Angaben wie Größen, Versand und Rückgabe. Produkt-Snippets eignen sich für Produktseiten, auf denen Nutzer nicht direkt kaufen können, etwa redaktionelle Tests mit Vor- und Nachteilen [1].

Für einen Onlineshop ist die Entscheidung fast immer einfach: Die Produktseite bekommt Markup für Händlereinträge. Ein Ratgeber oder Testbericht im Shopblog, der ein Produkt bewertet und auf die Produktseite verlinkt, bekommt das Markup für Produkt-Snippets. In der Search Console gibt es dafür zwei getrennte Berichte: Der Bericht für Händlereinträge gilt für Seiten, auf denen Käufer Produkte kaufen können, der Bericht für Produkt-Snippets für andere produktbezogene Seiten [2].

Schritt 2: die richtige Seite auswählen

Google unterstützt das Markup auf Seiten zu einem einzelnen Produkt oder zu Varianten desselben Produkts. Kategorie- und Listenseiten sind weniger geeignet [2]. Ein Product-Block für jedes Produkt einer Kategorieseite bringt also nichts und kann zu Warnungen führen. Wenn Sie in mehreren Währungen verkaufen, empfiehlt Google eine eigene URL je Währung [2].

Einige Warengruppen sind ausgeschlossen. Google nennt unter anderem Schusswaffen, Drogen, Tabak, E-Zigaretten und glücksspielbezogene Produkte [2].

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Schritt 3: die Pflichtangaben

Für Händlereinträge sind im Product drei Eigenschaften Pflicht: name, image und offers [2]. Im Offer stehen dann der aktive Preis in price und die Währung in priceCurrency [2]. Weil sich Preis und Lagerstatus ständig ändern, haben sie einen eigenen Ratgeber: Preis und Verfügbarkeit in strukturierten Daten.

Bei Produkt-Snippets ist die Pflicht kleiner. Neben name muss eine der Eigenschaften review, aggregateRating oder offers vorhanden sein [3]. Der Test für Rich-Suchergebnisse kann allerdings warnen, wenn offers ohne review oder aggregateRating steht [3].

Schritt 4: die empfohlenen Angaben

Erst die empfohlenen Eigenschaften machen das Markup brauchbar. Google listet für das Product unter anderem brand.name, description, gtin, mpn, sku, color, size, material, pattern, aggregateRating, review sowie die Variantenangaben isVariantOf und inProductGroupWithID. Für das Offer kommen availability, itemCondition, shippingDetails, hasMerchantReturnPolicy und priceValidUntil dazu [2].

Produktschachtel auf einer Waage neben einem Maßband auf einem weißen Tisch
Bild: KI-generiert

Unsere Reihenfolge bei der Ergänzung:

  1. Kennnummern: gtin aus der Warenwirtschaft, dazu mpn und sku. Eindeutige Nummern helfen Google, das Produkt mit anderen Quellen abzugleichen.
  2. Marke als brand mit name, nicht als freier Text in der Beschreibung.
  3. Zustand und Verfügbarkeit im Offer.
  4. Bewertungen, wenn echte Kundenbewertungen auf der Seite sichtbar sind.
  5. Versand und Rückgabe, wenn sie sich je Produkt unterscheiden.

Versand und Rückgabe können Sie auch an anderer Stelle hinterlegen. Google nennt das Merchant Center, die kontoweiten Einstellungen in der Search Console und Markup auf Organisationsebene. Das Markup auf Organisationsebene hat dabei die niedrigste Priorität, Angaben auf Produktebene gehen vor [2]. Für Shops mit einheitlichen Versandkosten ist die Pflege im Merchant Center meist einfacher als in jedem einzelnen Produkt.

Wer Bewertungen auszeichnen will, findet die Regeln im Ratgeber Produktbewertungen und Sterne in Google. Für Produkte mit Farben oder Größen gilt ein eigenes Markup, das der Ratgeber Produktvarianten und Canonical beschreibt.

Schritt 5: Bilder, die Google nutzen kann

Die Bild-URLs im Markup müssen crawlbar und indexierbar sein und den Inhalt zeigen, den das Markup beschreibt [2]. Google empfiehlt mehrere hochauflösende Bilder mit mindestens 50.000 Pixeln (Breite mal Höhe) in den Seitenverhältnissen 16:9, 4:3 und 1:1 [2]. Ein Shop, der nur ein kleines Vorschaubild im Markup ausgibt, verschenkt diese Möglichkeit.

Kleine Lichtbox mit einer Keramiktasse, davor eine Kamera auf einem Stativ in einem ruhigen Studio
Bild: KI-generiert

Für das Merchant Center gelten strengere Regeln. Ab dem 31.01.2027 müssen dort alle Produktbilder mindestens 500 x 500 Pixel groß sein, empfohlen sind 1.500 x 1.500 Pixel [4]. Platzhalterbilder, Wasserzeichen und Werbetexte auf dem Hauptbild sind nicht erlaubt [4]. Wenn Sie Bilder für Feed und Seite aus derselben Quelle ziehen, prüfen Sie die Größen am besten jetzt. Mehr zu Dateinamen, Alt-Texten und Galerien steht im Ratgeber Bilder-SEO im Onlineshop.

Schritt 6: Markup ausliefern

JSON-LD im Kopf oder am Ende der Seite ist die Form, die sich am leichtesten pflegen lässt, weil sie unabhängig vom sichtbaren HTML ist. Wichtiger als das Format ist der Zeitpunkt. Google weist darauf hin, dass Markup, das erst per JavaScript entsteht, Shopping-Crawls seltener und weniger zuverlässig machen kann, und empfiehlt Produktdaten im ursprünglichen HTML [2].

Prüfen Sie im Quelltext auch, wie viele Product-Blöcke auf einer Seite stehen. Ein Theme, ein SEO-Plugin und ein Bewertungsdienst geben in manchen Shops je einen eigenen Block aus, jeder mit leicht anderen Werten. Ein einziger vollständiger Block ist besser als drei unvollständige.

Schritt 7: Markup und Feed verbinden

Google empfiehlt, nach Möglichkeit strukturierte Daten auf den Produktseiten einzubauen. Ein Feed im Merchant Center ist für die Anzeige in den Suchergebnissen nicht nötig, wohl aber für Plattformen wie den Tab Google Shopping [5]. Wer beides liefert, kommt laut Google am ehesten für die Ergebnistypen infrage, und bei einigen Ergebnistypen führt Google die Daten aus beiden Quellen zusammen [1]. Der Feed lässt sich häufiger aktualisieren als eine Seite gecrawlt wird, das Markup bestätigt die Angaben auf der Seite.

Werden Titel und Beschreibungen mit generativer KI erstellt, gelten die Regeln des Merchant Centers. Google schreibt, dass KI-generierte Produktdaten wie Titel und Beschreibungen dort gesondert angegeben und als KI-generiert gekennzeichnet werden müssen [6]. Für das Markup auf der Seite empfiehlt Google, auch Metadaten wie strukturierte Daten vor der Veröffentlichung von Menschen prüfen zu lassen [6].

Schritt 8: prüfen und beobachten

Der Test für Rich-Suchergebnisse zeigt, ob Google das Markup lesen kann und welche Ergebnistypen möglich sind. Google warnt allerdings, dass er nicht jedes Problem findet, vor allem keine Fehler jenseits der Syntax [2]. Ein Preis, der im Markup anders lautet als auf der Seite, ist syntaktisch korrekt und fällt im Test nicht auf.

Mann in den Vierzigern hält eine Lupe über ein Blatt Papier auf einem Schreibtisch
Bild: KI-generiert

Nach dem Ausrollen zeigen die Berichte der Search Console, auf wie vielen Seiten Google gültiges Markup findet und welche Fehler oder Warnungen auftreten. Nach unserer Erfahrung lohnt ein Blick in diese Berichte nach jedem Update des Shopsystems oder des Themes, weil dabei Vorlagen mit ausgetauscht werden. Mit welchen Werkzeugen Sie das Markup prüfen, beschreibt der Ratgeber Rich Results Test und Schema-Validator. Für WordPress-Shops mit WooCommerce gibt es eine eigene Anleitung unter WooCommerce: Schema und Bewertungen.

Sie haben das Markup Ihres Shops geprüft und sind unsicher, welche Warnungen wichtig sind? In der gratis Sprechstunde können Sie die Frage stellen. Für den kompletten Aufbau gibt es die Leistung strukturierte Daten umsetzen.

  1. Organisation Einführung in strukturierte Daten für Produkte auf Google. Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
  2. Organisation Strukturierte Daten für Händlereinträge. Google Search Central. Stand 12.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
  3. Organisation Strukturierte Daten für Produkt-Snippets. Google Search Central. Stand 12.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
  4. Organisation Bildlink (image_link). Google Merchant Center-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
  5. Organisation Produktdaten für Google freigeben. Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
  6. Organisation Leitfaden der Google Suche zu Inhalten, die mit generativer KI erstellt wurden. Google Search Central. Stand 07.10.2026. abgerufen am 31.10.2026

Häufige Fragen

Braucht jede Kategorieseite ein Product-Markup?

Nein. Google unterstützt das Markup auf Seiten zu einem einzelnen Produkt oder zu dessen Varianten. Kategorie- und Listenseiten sind laut Google weniger geeignet.

Ist die GTIN Pflicht?

Im Markup für Händlereinträge ist sie empfohlen, nicht Pflicht. Wenn das Produkt eine GTIN hat, sollten Sie sie trotzdem angeben, weil sie das Produkt eindeutig macht.

Reicht der Test für Rich-Suchergebnisse zur Kontrolle?

Er prüft die Syntax und zeigt mögliche Ergebnistypen. Fehler wie ein falscher Preis im Markup erkennt er nicht. Stichproben gegen die sichtbare Seite bleiben nötig.

Wie groß müssen Produktbilder sein?

Für das Markup empfiehlt Google mindestens 50.000 Pixel und mehrere Seitenverhältnisse. Im Merchant Center gilt ab dem 31.01.2027 eine Mindestgröße von 500 x 500 Pixeln.

Noch eine Frage offen?

In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder Sie rufen einfach an.

Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.

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