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Ratgeber

Produktbeschreibungen bei vielen Artikeln

Bei vielen Artikeln entstehen gute Produktbeschreibungen in Stufen: zuerst die Produkte mit Nachfrage und Umsatz von Hand, danach Warengruppen mit Textbausteinen aus gepflegten Produktdaten. KI-Entwürfe sind erlaubt, wenn ein Mensch sie vor der Veröffentlichung prüft; viele Seiten ohne Nutzen für den Leser verstoßen gegen Googles Spamrichtlinien.

Lange Regalreihen mit gestapelten Kartons in einem großen hellen Lager, eine Person geht von hinten gesehen hindurch
Bild: KI-generiert

Ein Shop mit 200 Produkten kann jede Beschreibung von Hand schreiben. Ein Shop mit 20.000 Produkten kann das nicht, jedenfalls nicht in einem Jahr. Trotzdem braucht jede Produktseite, die über die Suche gefunden werden soll, einen Text, der das Produkt beschreibt und Fragen beantwortet. Zwischen "alles von Hand" und "alles automatisch" liegt ein Weg in Stufen, den dieser Ratgeber beschreibt. Wie eine einzelne Beschreibung aufgebaut sein sollte, steht im Ratgeber Produkttexte schreiben.

Was Google bei großen Textmengen prüft

Google hat keine Regel gegen viele Seiten oder gegen Vorlagen. Die Spamrichtlinien richten sich gegen Missbrauch mit massenhaft generierten Inhalten. Gemeint sind viele Seiten, die in erster Linie erstellt werden, um das Ranking zu manipulieren, ohne Nutzern zu helfen [1]. Als Beispiele nennt Google den Einsatz generativer KI, um viele Seiten ohne Nutzen für Besucher zu erzeugen, das Auslesen von Feeds und anderen Inhalten mit automatischen Änderungen wie Synonymen oder Übersetzungen und das Zusammenfügen von Inhalten verschiedener Websites ohne eigenen Beitrag [1].

Für einen Shop ist das eine nützliche Grenze. Eine Beschreibung, die aus echten Produktdaten entsteht und Fragen der Käufer beantwortet, fällt nicht darunter, auch wenn sie mit einer Vorlage gebaut ist. Ein Text, der den Herstellertext durch ein Synonymprogramm schickt, fällt darunter. Googles Fragen zu hilfreichen Inhalten helfen bei der Einordnung, etwa ob wesentliche neue Informationen enthalten sind und nicht nur externe Inhalte kopiert oder umgeschrieben wurden [2]. Google fragt auch, ob umfangreiche Automatisierung genutzt wird, um Inhalte zu vielen Themen zu erstellen [2].

Stufe 1: Prioritäten nach Nachfrage

Nicht jedes Produkt braucht denselben Aufwand. Die Produkte mit dem größten Hebel lassen sich aus drei Quellen bestimmen: Umsatz und Marge aus der Warenwirtschaft, Impressionen und Klicks aus der Search Console, Suchnachfrage nach dem Produktnamen oder der Produktart aus einem Keyword-Werkzeug. Daraus entsteht eine Liste, die nach Bedeutung sortiert ist.

Die obersten Einträge dieser Liste bekommen eine Beschreibung von Hand, mit eigenen Fotos, eigenen Erfahrungen aus dem Kundendienst und Antworten auf die Fragen, die Kunden per Mail oder Telefon stellen. Nach unserer Erfahrung trägt in vielen Shops ein kleiner Teil der Artikel einen großen Teil der Besuche über die Suche, und bei diesen Artikeln lohnt der volle Aufwand.

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In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder Sie rufen einfach an.

Stufe 2: Bausteine je Warengruppe

Für die breite Mitte des Sortiments arbeiten Sie mit Textbausteinen, die aus den Produktdaten gespeist werden. Eine Vorlage für Wanderschuhe kennt andere Merkmale als eine Vorlage für Akkuschrauber. Jede Warengruppe bekommt deshalb eigene Bausteine:

Holzbausteine in verschiedenen Formen, sortiert in kleine Gruppen auf einem hellen Tisch
Bild: KI-generiert
  • einen Einleitungssatz, der Produktart, Marke und das wichtigste Merkmal nennt,
  • einen Abschnitt zu den Merkmalen, die Käufer dieser Warengruppe vergleichen, mit Werten aus den Attributen,
  • einen Abschnitt zu Einsatz und Grenzen, den ein Fachmann einmal je Untergruppe schreibt,
  • Pflege-, Größen- oder Kompatibilitätshinweise, die zur Untergruppe passen.

Der Unterschied zur Textschleuder liegt in den Daten. Eine Vorlage kann nur so gut sein wie die Attribute, aus denen sie liest. Bevor Sie Vorlagen bauen, sollten Gewicht, Maße, Material, Kompatibilität und Einsatzbereich in der Warenwirtschaft oder im Produktdatensystem vollständig und einheitlich gepflegt sein. Fehlt ein Wert, lässt die Vorlage den Satz weg, statt eine allgemeine Floskel einzusetzen.

Stufe 3: der lange Rest

Für Ersatzteile, Zubehör und Artikel ohne nennenswerte Nachfrage reicht oft eine knappe Beschreibung aus den Bausteinen und eine saubere Tabelle mit technischen Daten. Wichtig ist, dass diese Seiten trotzdem eindeutige Angaben haben, also Kennnummern, Kompatibilität und Lieferumfang. Wer nach "Dichtung für Modell X" sucht, braucht genau diese Angaben und keinen langen Text.

Viele Shops übernehmen für diesen Teil den Herstellertext. Ob die Übernahme rechtlich zulässig ist, hängt von den Bedingungen des Herstellers ab. In jedem Fall steht dieselbe Beschreibung dann auf vielen anderen Shops. Wie Sie damit umgehen, beschreibt der Ratgeber Herstellertexte und Duplicate Content.

KI-Entwürfe mit Prüfung

Generative KI kann bei großen Sortimenten helfen, aus Attributen und Bausteinen lesbare Entwürfe zu erzeugen. Google erlaubt das, solange die Ergebnisse den Grundlagen der Google Suche und den Spamrichtlinien entsprechen [3]. Weil KI-Modelle falsche Angaben erzeugen können, empfiehlt Google, KI-Inhalte vor der Veröffentlichung von Menschen auf Richtigkeit prüfen zu lassen, und zwar auch Metadaten wie Seitentitel, Beschreibungen, strukturierte Daten und Alt-Texte [3].

Frau in den Fünfzigern liest eine ausgedruckte Seite mit einem Rotstift an einem ruhigen Schreibtisch
Bild: KI-generiert

Für Produkttexte heißt Prüfung vor allem: Stimmen die Maße, das Material und der Lieferumfang mit dem Datenblatt überein? Eine erfundene Eigenschaft in einer Produktbeschreibung führt zu Rücksendungen und kann rechtliche Folgen haben. Ein praktikabler Ablauf ist die Stichprobe je Vorlage: Für jede Warengruppe prüft ein Mensch eine Reihe von Texten gründlich, bevor die Vorlage für alle Artikel der Gruppe freigegeben wird. Danach folgen regelmäßige Stichproben.

Im Merchant Center gilt eine zusätzliche Regel. Google schreibt, dass KI-generierte Produktdaten wie Titel und Beschreibungen dort gesondert angegeben und als KI-generiert gekennzeichnet werden müssen [3]. Wer Feedbeschreibungen von einem Sprachmodell entwerfen lässt, sollte das in der Feedstruktur vorsehen, bevor die Texte in großer Zahl entstehen.

Seite und Feed gemeinsam planen

Die Beschreibung auf der Produktseite und die Beschreibung im Merchant-Center-Feed müssen nicht wörtlich gleich sein, sie müssen aber zusammenpassen. Das Merchant Center verlangt, dass die Angaben in der Beschreibung mit der Landingpage des Produkts übereinstimmen [4]. Für den Feed gelten außerdem eigene Regeln: höchstens 5.000 Zeichen, die wichtigsten Angaben in den ersten 160 bis 500 Zeichen, keine Preise, Aktionen oder Versandangaben, keine Links, keine Vergleiche mit anderen Produkten und keine Angaben zu Zubehör oder zur Unternehmensgeschichte [4].

Diese Regeln eignen sich auch als Vorlage für die Seite. Ein Einstieg mit den wichtigsten Merkmalen in den ersten Sätzen hilft Besuchern, die nur kurz lesen, und lässt sich für den Feed übernehmen. Aktionshinweise und Versandbedingungen stehen auf der Seite in eigenen Bereichen, damit sie nicht in jede Beschreibung kopiert werden müssen.

Pflege nach dem ersten Durchgang

Beschreibungen veralten. Ein Nachfolgemodell kommt, ein Material ändert sich, eine Norm wird ersetzt. Bausteine haben hier einen Vorteil: Ändert sich ein Wert im Attribut, ändert sich der Text auf allen Seiten der Warengruppe mit. Handgeschriebene Texte der Stufe 1 brauchen dagegen einen festen Termin, an dem jemand sie gegen das aktuelle Datenblatt liest.

Gießkanne neben einer Reihe kleiner Pflanzen in Töpfen auf einer Werkbank im Gewächshaus
Bild: KI-generiert

Messen Sie den Erfolg je Stufe getrennt. In der Search Console lassen sich Produktseiten nach Verzeichnis oder Warengruppe filtern, sofern die Adressen das hergeben. Steigen Impressionen und Klicks bei den Bausteinseiten nicht, liegt das oft an zu dünnen Daten und selten an der Formulierung.

Sie wollen wissen, welche Stufe für welchen Teil Ihres Sortiments passt? Stellen Sie die Frage in der gratis Sprechstunde. Wenn Sie den Ausbau als Projekt angehen möchten, beschreibt die Seite E-Commerce SEO, wie wir Shops dabei begleiten.

  1. Organisation Spamrichtlinien für die Google Websuche. Google Search Central. Stand 02.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
  2. Organisation Hilfreiche, vertrauenswürdige, nutzerorientierte Inhalte erstellen. Google Search Central. Stand 07.10.2026. abgerufen am 31.10.2026
  3. Organisation Leitfaden der Google Suche zu Inhalten, die mit generativer KI erstellt wurden. Google Search Central. Stand 07.10.2026. abgerufen am 31.10.2026
  4. Organisation Beschreibung (description) und strukturierte Beschreibung (structured_description). Google Merchant Center-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026

Häufige Fragen

Darf ich Produktbeschreibungen mit KI schreiben lassen?

Ja, Google erlaubt KI-Inhalte, wenn sie Nutzern helfen und die Spamrichtlinien einhalten. Google empfiehlt, die Texte vor der Veröffentlichung von Menschen prüfen zu lassen. Im Merchant Center müssen KI-generierte Titel und Beschreibungen gekennzeichnet werden.

Sind Textvorlagen für Produkte Spam?

Nicht an sich. Google richtet sich gegen viele Seiten, die vor allem für das Ranking entstehen und Nutzern nicht helfen. Eine Vorlage, die echte Produktdaten verständlich aufbereitet, gehört nicht dazu.

Mit welchen Produkten fange ich an?

Mit den Produkten, die Umsatz bringen und in der Search Console schon Impressionen haben. Dort wirkt eine bessere Beschreibung am schnellsten.

Wie lang darf die Beschreibung im Merchant-Center-Feed sein?

Höchstens 5.000 Zeichen. Die wichtigsten Angaben sollten in den ersten 160 bis 500 Zeichen stehen, weil Kunden sonst erst auf die Produktdetails klicken müssen.

Noch eine Frage offen?

In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder Sie rufen einfach an.

Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.

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