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Ratgeber

Produkttitel optimieren: ein Produkt, drei Titel

Ein Produkt hat im Shop meist drei Titel: den Produktnamen als Hauptüberschrift, den Seitentitel für die Suche und den Titel im Merchant-Center-Feed. Alle drei beginnen mit den Merkmalen, nach denen Käufer suchen, also Marke, Produktart und dem unterscheidenden Merkmal; Werbezusätze wie Preise oder Versandhinweise haben im Feedtitel nichts zu suchen.

Drei leere Namenskarten unterschiedlicher Länge auf einem hellen Holztisch neben einem Paar Turnschuhe
Bild: KI-generiert

Wenn von Produkttiteln die Rede ist, meinen Shopbetreiber oft verschiedene Dinge. Der eine denkt an den Namen über dem Produktbild, der andere an den Titel im Browser-Tab, der dritte an das, was in Google Shopping erscheint. Alle drei hängen zusammen, folgen aber unterschiedlichen Regeln. Wer sie getrennt pflegt, bekommt widersprüchliche Angaben. Wer sie aus denselben Produktdaten baut, spart Arbeit und gibt Google ein stimmiges Bild.

Drei Titel und ihre Aufgaben

TitelWo er erscheintWer die Regeln macht
Produktname (H1)über dem Produktbild auf der SeiteIhr Shop und Ihre Käufer
Seitentitel (title-Element)im Browser-Tab und als Grundlage für den Titellink in der SucheGoogles Hinweise zu Titellinks
Feedtitel (Attribut title)in Google Shopping, in Produkteinträgen und AnzeigenMerchant-Center-Richtlinien

Die Verbindung ist enger, als sie aussieht. Google erzeugt den Titellink im Suchergebnis aus mehreren Quellen, darunter das title-Element, der sichtbare Haupttitel der Seite, Überschriften wie die H1, og:title und Ankertexte von Links auf die Seite [1]. Ein Seitentitel, der stark vom Produktnamen abweicht, wird deshalb womöglich nicht übernommen. Wie der Seitentitel einer Produktseite im Detail aussieht, beschreibt der Ratgeber Title und Description für Shopseiten. Hier geht es um den Produktnamen und den Feedtitel.

Was Google im Merchant Center erwartet

Für den Feedtitel gibt Google die ausführlichsten Regeln vor. Der Titel darf 1 bis 150 Zeichen lang sein, längere Titel kürzt Google [2]. Je nach Bildschirmgröße sehen Nutzer höchstens 70 Zeichen, deshalb sollen die wichtigsten Angaben am Anfang stehen [2]. Google empfiehlt, die verfügbaren Zeichen zu nutzen, damit der Titel mit Suchanfragen abgeglichen werden kann, Produktname und Marke zu verwenden und produktspezifische Merkmale zu nennen [2].

Ebenso klar sind die Verbote. Im Feedtitel haben Preis, Sonderangebotspreis, Angebotszeitraum, Versand, Liefertermin, zeitbezogene Angaben und der Firmenname nichts zu suchen [2]. Großbuchstaben zur Hervorhebung sind nicht erlaubt, Abkürzungen und Währungszeichen ausgenommen; Symbole, HTML-Tags und Sonderzeichen zur Effekthascherei ebenfalls nicht [2]. Der Titel muss das Produkt auf der Landingpage beschreiben, er muss aber nicht wortgleich mit dem Seiteninhalt sein [2].

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Die Reihenfolge der Merkmale

Weil nur der Anfang sicher sichtbar ist, entscheidet die Reihenfolge. Google zeigt in seinen Beispielen je nach Warengruppe unterschiedliche Muster [2]. Daraus lassen sich Formeln ableiten, die wir als Ausgangspunkt nutzen:

Kochtöpfe nach Größe sortiert auf einem offenen Regal in einem hellen Geschäft
Bild: KI-generiert
  • Mode: Produktart, wichtigstes Merkmal, Größe, Farbe, bei Markenware die Marke vorne.
  • Elektronik: Marke und Modell, Speicher oder Leistung, Farbe, Zusatzmerkmal.
  • Lebensmittel: Produkt, Eigenschaft, Geschmack oder Sorte.
  • Sets: Hauptprodukt, dann die enthaltenen Teile.

Die Marke gehört nach vorne, wenn Käufer nach ihr suchen. Google rät, sie zu ergänzen, wenn sie das Produkt von anderen unterscheidet [2]. Bei Eigenmarken, die niemand kennt, kann die Produktart vorne mehr bringen als der Markenname.

Welche Merkmale für Ihre Käufer zählen, zeigt die Search Console. Die Suchanfragen, über die Besucher auf Ihre Produktseiten kommen, verraten, ob Kunden nach Material, Maß oder Einsatzzweck suchen. Ein Kochtopf, der vor allem als "Induktion" gesucht wird, braucht dieses Wort in den ersten 70 Zeichen.

Varianten im Titel

Bei Produkten in mehreren Farben oder Größen verlangt Google, dass sich die Feedtitel der Varianten unterscheiden, etwa durch Farbe, Größe oder Altersgruppe. Dieselben Angaben gehören zusätzlich in die passenden Attribute. Merkmale ohne eigenes Attribut, zum Beispiel ein Geschmack, stehen nur im Titel [2].

Gefaltete T-Shirts in fünf Farben nebeneinander gestapelt auf einem weißen Tisch
Bild: KI-generiert

Auf der Produktseite ist das anders, wenn alle Varianten auf einer Seite gewählt werden. Dort trägt die H1 meist den Namen ohne Variantenmerkmal, und die gewählte Farbe erscheint daneben. Hat jede Variante eine eigene Seite, bekommt auch jede Seite einen eigenen Namen. Welche Adresse dann kanonisch ist, beschreibt der Ratgeber Produktvarianten und Canonical.

Der Produktname auf der Seite

Für die H1 gibt es keine Zeichengrenze aus dem Merchant Center. Trotzdem lohnt es, sie an den gleichen Merkmalen auszurichten. Ein Produktname wie "Modell Bergen" sagt Suchenden nichts, "Wanderschuh Bergen, wasserdicht, Herren" schon. Viele Shops trennen den Namen in eine kurze H1 und eine Zeile darunter mit den Merkmalen. Das ist lesbar, aber Google nimmt die H1 als möglichen Titellink, und eine sehr kurze H1 liefert dafür wenig.

Google rät bei title-Elementen, überflüssige Keywords und wiederholte Textbausteine zu vermeiden [1]. Das gilt sinngemäß auch für Produktnamen. Ein Name wie "Wanderschuh Herren Wanderschuhe wasserdicht Trekkingschuh" wirkt auf Käufer unseriös und nutzt Google nichts.

Der Seitentitel aus den Produktdaten

Für den Seitentitel arbeiten wir mit höchstens 60 Zeichen als Richtwert, damit er in den meisten Fällen vollständig erscheint. Google selbst begrenzt die Länge des title-Elements nicht, kürzt den Titellink aber bei Bedarf [1]. Der Seitentitel kann den Produktnamen übernehmen und den Namen des Shops ans Ende stellen. Google erwähnt diese Möglichkeit ausdrücklich: Der Name der Website kann mit einem Trennzeichen wie Doppelpunkt oder senkrechtem Strich am Anfang oder Ende stehen [1].

Bei großen Sortimenten entsteht der Seitentitel aus einer Formel. Die Formel sollte dieselben Felder nutzen wie der Feedtitel, nur kürzer: Marke, Produktart, ein Merkmal, Shopname. Fehlt ein Feld, lässt die Formel es weg und setzt kein Füllwort ein.

Eine Quelle für alle drei Titel

Am stabilsten sind Titel, die aus gepflegten Attributen in der Warenwirtschaft entstehen. Der Feed baut den langen Titel mit allen Merkmalen, der Seitentitel nimmt die ersten Felder, die H1 den Produktnamen mit dem wichtigsten Merkmal. Ändert sich ein Attribut, ändern sich alle drei mit. Nach unserer Erfahrung stammen widersprüchliche Titel fast immer aus getrennter Pflege: Das Marketing ändert den Feed in einem Werkzeug, die Redaktion den Namen im Shop, und niemand gleicht ab.

Zwei Kollegen in den Vierzigern besprechen sich an einem Whiteboard mit leeren Haftnotizen
Bild: KI-generiert

Werden Titel mit KI überarbeitet, schreibt Google vor, dass KI-generierte Titel im Merchant Center gesondert angegeben und gekennzeichnet werden [3]. Auch Seitentitel sollten vor der Veröffentlichung von Menschen geprüft werden, weil sie in den Suchergebnissen erscheinen [3].

Kontrolle

Im Merchant Center zeigen die Diagnosen Titel, die zu lang sind oder gegen Regeln verstoßen. Für die Leistung der Titel in der kostenlosen Anzeige bei Google lohnt ein Blick in den Ratgeber kostenlose Produktlistings bei Google. Wer zusätzlich auf Amazon verkauft, sollte die Titel dort mit denen im eigenen Shop abstimmen; das beschreibt der Ratgeber Amazon und Google: Produktseiten abstimmen.

Sie möchten wissen, ob Ihre Titelformel für Ihr Sortiment passt? Stellen Sie die Frage in der gratis Sprechstunde. Was das Merchant Center ist und wie der Feed funktioniert, erklärt der Glossarbegriff Google Merchant Center.

  1. Organisation Titellinks in der Google Suche beeinflussen. Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
  2. Organisation Titel (title) und strukturierter Titel (structured_title). Google Merchant Center-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
  3. Organisation Leitfaden der Google Suche zu Inhalten, die mit generativer KI erstellt wurden. Google Search Central. Stand 07.10.2026. abgerufen am 31.10.2026

Häufige Fragen

Wie lang darf ein Produkttitel im Merchant Center sein?

Bis zu 150 Zeichen. Nutzer sehen je nach Bildschirm höchstens 70 Zeichen, deshalb gehören die wichtigsten Merkmale an den Anfang.

Darf "kostenloser Versand" im Produkttitel stehen?

Im Feedtitel nicht. Google schließt Angaben zu Preis, Aktionen, Versand und Lieferterminen dort ausdrücklich aus. Diese Informationen gehören in die eigenen Attribute.

Muss der Feedtitel genauso lauten wie der Produktname im Shop?

Nein. Er muss das Produkt auf der Landingpage beschreiben und erkennbar dasselbe Produkt meinen. Meist ist der Feedtitel länger und enthält mehr Merkmale als die H1.

Gehört die Marke an den Anfang?

Wenn Käufer nach der Marke suchen, ja. Bei unbekannten Eigenmarken ist die Produktart vorne oft hilfreicher.

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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.

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