Ein hreflang-Wert sieht harmlos aus: zwei Buchstaben, ein Bindestrich, noch zwei Buchstaben. Trotzdem scheitern viele Umsetzungen genau hier, weil ein Code das falsche Land meint, eine Sprache mit ihrem Land verwechselt wird oder eine Abkürzung benutzt wird, die im Alltag üblich ist, in der Norm aber nicht vorkommt. Diese Seite ist ein Nachschlagewerk für die Codes selbst: welche Normen gelten, welche Kombinationen sinnvoll sind und welche Werte Google ignoriert.
Wie hreflang grundsätzlich funktioniert, erklärt der Ratgeber hreflang erklärt. Für den deutschsprachigen Raum gibt es den eigenen Ratgeber hreflang für Deutschland, Österreich und die Schweiz.
Der Aufbau eines Werts
Google beschreibt den Wert als Sprachcode im Format ISO 639-1, gefolgt von einem optionalen zweiten Code als Regionscode im Format ISO 3166-1 Alpha 2 [1]. Der erste Teil ist also immer eine Sprache, der zweite immer ein Land oder Gebiet. Zwei Regeln folgen daraus, und Google nennt beide ausdrücklich. Sinngemäß in Sie-Form: Sie können den Ländercode nicht allein angeben [1]. Und ein Wert wie "be" wird als Sprache gelesen, in diesem Fall Belarussisch, nicht als Belgien [1]. Für Belgien nennt Google stattdessen de-BE, nl-BE und fr-BE als richtige Beispiele [1].
Groß- und Kleinschreibung spielen laut Google keine Rolle: Beim Wert hreflang wird nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden [1]. Üblich ist die Schreibweise mit kleinem Sprachcode und großem Regionscode, also de-AT. Wir empfehlen, diese Schreibweise auf der ganzen Website einheitlich zu verwenden, weil sie Fehler beim Prüfen leichter sichtbar macht.
Sprachcodes, die oft verwechselt werden
Viele Fehler entstehen, weil Sprachcode und Ländercode verschieden lauten, obwohl man denselben Buchstaben erwartet. Die Liste der Library of Congress zu ISO 639 führt die zweibuchstabigen Sprachcodes [2], die Liste der Ländercodes nach ISO 3166-1 Alpha 2 die Regionen [3]. Einige Paare im Vergleich:

| Sprache | Sprachcode (ISO 639-1) | Land | Ländercode (ISO 3166-1) | Beispielwert |
|---|---|---|---|---|
| Tschechisch | cs | Tschechien | CZ | cs-CZ |
| Dänisch | da | Dänemark | DK | da-DK |
| Schwedisch | sv | Schweden | SE | sv-SE |
| Griechisch | el | Griechenland | GR | el-GR |
| Japanisch | ja | Japan | JP | ja-JP |
| Ukrainisch | uk | Ukraine | UA | uk-UA |
| Englisch | en | Vereinigtes Königreich | GB | en-GB |
Die Tabelle zeigt die typischen Fallen. "se" ist kein Code für Schwedisch, "dk" keiner für Dänisch, "cz" keiner für Tschechisch. Und "uk" ist ein gültiger Sprachcode, nämlich Ukrainisch [2]. Ein Wert "uk" auf der Seite für britische Kunden sagt Google also, dass die Seite auf Ukrainisch ist.
Beim Norwegischen gibt es neben dem allgemeinen Code "no" die Codes "nb" für Bokmål und "nn" für Nynorsk [2]. Entscheiden Sie sich für die Form, in der Ihre Seiten tatsächlich geschrieben sind, und bleiben Sie dabei.
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Regionscodes, die Google ignoriert
Für das Vereinigte Königreich lautet der Code nach ISO 3166-1 GB, für Griechenland GR [5]. Im Alltag begegnet einem dagegen UK, das in der Norm nur ausnahmsweise reserviert ist, und im allgemeinen Sprachgebrauch der Europäischen Kommission steht EL statt GR für Griechenland [3]. In hreflang lautet der Wert für Griechisch in Griechenland el-GR. Google schreibt dazu: Die Verwendung von EU, UN oder UK in hreflang-Annotationen hat keine Auswirkungen auf die Google Suche [1]. Ein en-UK wirkt also nicht. Für etwas anderes reservierte Codes ignoriert die Google Suche, und Codes, die nicht in den Normen stehen, werden nicht unterstützt [1]. Die Seite bleibt dann ohne Länderzuordnung, obwohl der Wert im Quelltext steht.
Ähnlich ist es mit Großräumen. Für "Lateinamerika" gibt es keinen Code nach ISO 3166-1 Alpha 2, denn die Norm vergibt ihre Codes an Länder und Gebiete [3]. Der Code es-419 steht nicht in diesen Standards und wird von Google nicht unterstützt, und das für Europa naheliegende EU hat in hreflang keine Wirkung [1]. Wollen Sie eine spanische Fassung für alle spanischsprachigen Länder außerhalb Spaniens anbieten, verwenden Sie den reinen Sprachcode "es" für diese Fassung und "es-ES" für Spanien. Wer gezielt einzelne Länder ansprechen will, setzt für jedes Land einen eigenen Wert, auch wenn mehrere Werte auf dieselbe Adresse zeigen.
Nur Sprache oder Sprache mit Land?
Ein reiner Sprachcode ist erlaubt. Google nennt als Beispiele de, en-GB und de-ES, also Deutsch allgemein, Englisch für das Vereinigte Königreich und Deutsch für Nutzer in Spanien [1]. Die Entscheidung hängt davon ab, worin sich Ihre Fassungen unterscheiden:

- Unterscheiden sich die Fassungen nur in der Sprache, genügt der Sprachcode, etwa de, fr und it.
- Gibt es für dieselbe Sprache mehrere Länder mit eigenen Preisen, Lieferbedingungen oder Rechtstexten, brauchen Sie die Kombination, etwa de-DE, de-AT und de-CH.
- Gibt es neben Länderfassungen eine allgemeine Fassung der Sprache, bekommt sie den reinen Sprachcode. Google empfiehlt in diesem Fall zusätzlich eine solche Adresse für Nutzer der Sprache ohne bestimmtes Land [1].
Der Wert sagt nur etwas über die Zielgruppe der Seite aus. Google schreibt, dass es weder hreflang noch das HTML-Attribut lang verwendet, um die Sprache einer Seite zu erkennen [1]. Eine Seite mit dem Wert fr, die in Wahrheit Deutsch enthält, wird also nicht französisch. Die Angabe muss zum Inhalt passen.
Schriftsysteme angeben
Manche Sprachen werden in mehreren Schriften geschrieben. Google leitet das Schriftsystem in der Regel aus dem Land ab und nennt dafür zh-TW als Beispiel für traditionelles Chinesisch [1]. Sie können das Schriftsystem laut Google aber auch ausdrücklich mit einem Code nach ISO 15924 angeben, etwa zh-Hant für traditionelles und zh-Hans für vereinfachtes Chinesisch [1]. Die Liste der Codes führt unter anderem Latn für lateinische und Cyrl für kyrillische Schrift [4]. Für Serbisch, das in beiden Schriften verbreitet ist, sind damit Werte wie sr-Latn und sr-Cyrl möglich.

Prüfen Sie Werte mit Schriftcode besonders sorgfältig. Die Schrift hat vier Buchstaben mit großem Anfangsbuchstaben und steht direkt hinter der Sprache, und Generatoren oder Plugins geben solche längeren Werte nicht immer korrekt aus.
Der Sonderwert x-default
Neben den Codes gibt es einen reservierten Wert. Laut Google wird x-default verwendet, wenn keine andere Sprache oder Region zur Browsereinstellung des Nutzers passt [1]. Er eignet sich für eine Seite zur Sprach- oder Länderauswahl oder für die Fassung, die Sie allen übrigen Besuchern zeigen wollen. Die Einzelheiten beschreibt der Ratgeber x-default richtig einsetzen.
Codes vor dem Livegang prüfen
Wir empfehlen, die Werte einmal vollständig aus allen Seiten auszulesen, etwa mit einem Crawler, und als Liste zu prüfen: Steht vorne immer ein Sprachcode aus ISO 639-1? Ist der Regionscode einer aus ISO 3166-1 Alpha 2? Gibt es Werte, die nur auf wenigen Seiten vorkommen? Gerade Einzelfälle sind nach unserer Erfahrung Tippfehler oder Reste alter Vorlagen. Welche weiteren Fehler auftreten und wie Sie sie beheben, zeigt der Ratgeber hreflang-Fehler beheben. Bei Projekten mit vielen Ländern unterstützt Sie die Leistung Internationales SEO. Die Kurzdefinition steht im Glossar unter hreflang.
Sie sind unsicher, welcher Code für eine bestimmte Sprachfassung richtig ist? Bringen Sie die Frage in die gratis Sprechstunde mit.
- Organisation Lokalisierte Versionen deiner Seiten. Google Search Central. Stand 22.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation ISO 639-2 Language Code List: Codes for the representation of names of languages. Library of Congress. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
- ISO 3166-1 alpha-2. Wikipedia. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation ISO 15924 Alphabetical Code List. Unicode, Inc.. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Methodology: Standard country or area codes for statistical use (M49). United Nations Statistics Division. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Ist en-UK ein gültiger hreflang-Wert?
Nein. Der Ländercode für das Vereinigte Königreich lautet nach ISO 3166-1 GB, und Google schreibt, dass UK in hreflang keine Auswirkung hat. Richtig ist en-GB.
Kann ich nur einen Ländercode angeben, etwa "at"?
Nein. Google verlangt immer zuerst einen Sprachcode. "at" würde als Sprachcode gelesen, gemeint ist aber Österreich. Richtig ist zum Beispiel de-AT.
Muss ich Groß- und Kleinschreibung beachten?
Für Google nicht, der Wert wird ohne Rücksicht auf die Schreibweise gelesen. Üblich und gut lesbar ist ein kleiner Sprachcode mit großem Regionscode, etwa de-CH.
Wie gebe ich Lateinamerika in hreflang an?
Dafür gibt es keinen zweibuchstabigen Regionscode. Verwenden Sie für die allgemeine spanische Fassung den reinen Sprachcode "es" oder setzen Sie für jedes Zielland einen eigenen Wert aus "es" und dem zweibuchstabigen Ländercode.
Erkennt Google die Sprache meiner Seite über hreflang?
Nein. Google erkennt die Sprache laut eigener Dokumentation weder über hreflang noch über das Attribut lang. Der Wert muss deshalb zum tatsächlichen Inhalt der Seite passen.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.



