Die schnellste Antwort auf die Frage, was Menschen mit einem Suchbegriff wollen, liefert Google selbst. Die Ergebnisseite zeigt, welche Seiten und Formate das System für passend hält. Eine SERP-Analyse macht aus dem flüchtigen Blick auf diese Seite eine Auswertung, die sich wiederholen und vergleichen lässt. Das ist mehr Aufwand als einmal zu suchen, verhindert aber, dass Sie einen Text für die falsche Absicht schreiben.
Welche Arten von Absichten es gibt und welche anderen Signale helfen, erklärt der Ratgeber Suchintention erkennen. Diese Seite beschreibt nur das Vorgehen an der Ergebnisseite.
Warum die Ergebnisse bei jedem anders aussehen
Bevor Sie auswerten, sollten Sie wissen, was die Ergebnisse beeinflusst. Laut Google wird die Relevanz von Hunderten Faktoren bestimmt, etwa vom Standort, von der Sprache und vom Gerät des Nutzers [1]. Das Beispiel in der Dokumentation: Wer in Paris nach "Fahrradwerkstatt" sucht, bekommt andere Ergebnisse als jemand in Hongkong [1].
Dazu kommt die Personalisierung. Google passt Ergebnisse an, wenn personalisierte Empfehlungen aktiviert sind, und nutzt dafür etwa den Suchverlauf [2]. Laut Google sind nicht alle Suchergebnisse personalisiert, in einigen Fällen ändert sich aber die Reihenfolge [2]. Auch ohne Personalisierung berücksichtigt Google weiterhin Standort, Sprache, Gerätetyp und kürzliche Suchanfragen [2]. Was Sie selbst sehen, ist deshalb immer nur eine Annäherung an das, was Ihre Kunden sehen.
Die Ergebnisseite neutral abrufen
Drei Einstellungen bringen Sie näher an das, was Ihre Kunden sehen:

- Personalisierung ausblenden: Google bietet unten auf der Ergebnisseite die Möglichkeit "Ohne Personalisierung ausprobieren", ohne dass sich Ihre Einstellungen ändern [2].
- Standort prüfen: Welchen Standort Google verwendet, steht unten auf der Ergebnisseite, zum Beispiel ermittelt vom Gerät oder anhand der IP-Adresse [3]. Sitzen Ihre Kunden in einer anderen Stadt, sind die Ergebnisse bei lokalen Begriffen nicht übertragbar.
- Gerät wählen: Suchen Sie am Smartphone, wenn Ihre Kunden überwiegend mobil suchen. Das Gerät gehört laut Google zu den Faktoren, die die Ergebnisse beeinflussen [1].
Halten Sie das Datum fest und sichern Sie die Seite als Bildschirmfoto. Ergebnisseiten ändern sich, und ohne Beleg lässt sich später nicht sagen, ob eine Veränderung an Ihnen oder an Google lag.
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Was Sie je Ergebnis notieren
Gehen Sie die ersten zehn klassischen Ergebnisse durch und tragen Sie für jedes dieselben Angaben in eine Tabelle ein. Aussagekräftig wird die Tabelle erst durch das Muster, das sich über alle Ergebnisse ergibt.

| Merkmal | Ausprägungen | Was es verrät |
|---|---|---|
| Seitentyp | Ratgeber, Kategorie, Produkt, Vergleich, Startseite, Standortseite, Werkzeug, Forum | Know, Do, Website oder Besuch vor Ort |
| Format | Anleitung, Liste, Definition, Rechner, Video, Bildergalerie | Welche Form der Antwort erwartet wird |
| Blickwinkel | für Einsteiger, für Fachleute, für Käufer, für eine Region | Für wen geschrieben wird |
| Aktualität | Datum sichtbar, Jahreszahl im Titel, ohne Datum | Ob frische Inhalte gefragt sind |
| Anbieterart | Hersteller, Händler, Fachportal, Behörde, Verband, Nutzerforum | Wem Google bei diesem Thema vertraut |
Wenn acht von zehn Ergebnissen Ratgeber für Einsteiger sind, ist die Lage klar. Teilen sich Kategorieseiten und Ratgeber die ersten Plätze, haben Sie eine gemischte Absicht vor sich. Der Ratgeber Gemischte Suchintention beschreibt, wie Sie dann entscheiden.
Die Elemente der Ergebnisseite lesen
Neben den klassischen Ergebnissen enthält die Seite weitere Elemente. Googles Galerie der visuellen Elemente nennt unter anderem Rich-Suchergebnisse, Ergebnisse aus Google Bilder, Videoergebnisse und sogenannte explorative Funktionen wie Gruppen ähnlicher Suchanfragen und ähnlicher Fragen [4]. Laut Google ändern sich diese Spezialformate je nach Suchanfrage: Bei einer Werkstattsuche erscheinen eher lokale Ergebnisse, bei "modernes Fahrrad" eher Bilder [1].
Für die Absicht bedeutet das:
- Eine Karte mit Unternehmen über den Webergebnissen spricht für einen Besuch vor Ort. Mehr dazu im Ratgeber Suchintention bei lokalen Suchen.
- Produktergebnisse mit Preisen deuten auf eine Kaufabsicht.
- Videos weit oben zeigen, dass Menschen etwas sehen wollen, etwa einen Handgriff oder eine Reparatur.
- Viele Bilder sprechen für eine Suche nach Anregungen.
- Ähnliche Fragen zeigen, welche Teilfragen Suchende noch haben. Sie sind gute Kandidaten für Zwischenüberschriften.
Erscheint eine KI-Übersicht über den Ergebnissen, beantwortet Google einen Teil der Frage direkt. Was das für Klicks und Quellen bedeutet, behandelt der Ratgeber AI Overviews erklärt.
Varianten eines Begriffs nebeneinanderlegen
Besonders aufschlussreich ist der Vergleich naher Varianten. Werten Sie Einzahl und Mehrzahl aus, den Begriff mit und ohne "kaufen", mit und ohne Ortsnamen. Zeigt Google für "Gartenhaus" und "Gartenhäuser" fast dieselben Seiten, bedient eine Seite beide Begriffe. Zeigt Google für die Mehrzahl Shops und für die Einzahl Bauanleitungen, stecken zwei Absichten dahinter, und Sie brauchen vermutlich zwei Seiten.
Mit einem Ortsnamen in der Anfrage wird die Lage oft eindeutiger. Die Bewerterrichtlinien nennen eine solche Angabe "explicit location" und schreiben, dass Menschen damit genau angeben, was sie suchen, unabhängig von ihrem eigenen Standort [5]. Das Beispiel dort: Jemand in Dallas sucht nach Hotels in New York, weil er eine Reise plant [5]. Für Ihre Auswertung heißt das: Bei einer Anfrage mit Ortsnamen ist Ihr eigener Standort für die Deutung der Absicht weniger wichtig, bei einer Anfrage ohne Ortsnamen prüfen Sie mit dem Standort Ihrer Kunden.
Das Ergebnis gegenprüfen
Die Ergebnisseite ist ein starkes Signal, mit Grenzen. Googles Richtlinien für die menschlichen Bewerter warnen ausdrücklich davor, sich bei der Recherche auf die obersten Ergebnisse zu verlassen: Eine Suchanfrage kann weitere Bedeutungen haben, die auf Googles Ergebnisseiten nicht vertreten sind [5]. Die Richtlinien fordern die Bewerter außerdem auf, sich zu fragen, ob Menschen in einer Stadt oder einem Land etwas anderes suchen würden als Menschen anderswo [5].

Prüfen Sie Ihre Deutung deshalb gegen Ihr Wissen über die Kunden. Verkaufen Sie Ersatzteile für Landmaschinen, und die Ergebnisse zu einem Teilenamen zeigen nur Erklärseiten, kann trotzdem eine Kategorieseite sinnvoll sein, wenn Ihre Kunden den Begriff genau so suchen. Dann sollte die Seite aber auch die Erklärung liefern, die Google offenbar für wichtig hält. Wir empfehlen, bei solchen Abweichungen mit einer Seite zu beginnen, die beide Bedürfnisse abdeckt, und nach einigen Wochen im Leistungsbericht zu prüfen, für welche Anfragen sie erscheint.
Regelmäßig wiederholen
Eine SERP-Analyse ist eine Momentaufnahme. Wiederholen Sie sie für Ihre wichtigsten Begriffe, etwa einmal im Quartal, und immer dann, wenn eine Seite ohne erkennbaren Grund an Klicks verliert. Ändert sich das Muster, etwa weil plötzlich Videos oder Foren oben stehen, hat sich vermutlich die Absicht verschoben. Wie Sie darauf reagieren, beschreibt der Ratgeber Wenn sich die Suchintention ändert. Nach unserer Erfahrung lohnt es sich, die Tabelle aus der ersten Analyse aufzuheben, weil erst der Vergleich zeigt, was sich verändert hat.
Für einzelne Begriffe ist die Auswertung schnell gemacht. Bei Hunderten Suchbegriffen lohnt eine strukturierte Wettbewerbsanalyse, wie sie die Leistung SEO-Wettbewerbsanalyse umfasst. Sie haben eine Ergebnisseite vor sich und können das Muster nicht deuten? Stellen Sie die Frage in der gratis Sprechstunde.
- Organisation Umfassender Leitfaden zur Funktionsweise der Google Suche. Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Personalisierung und Google-Suchergebnisse. Google Suche-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Standortermittlung bei Google und Verwaltung Ihrer Standorteinstellungen. Google Suche-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Galerie der visuellen Elemente in der Google Suche. Google Search Central. Stand 09.02.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Search Quality Rater Guidelines (General Guidelines), Abschnitte 12.2 bis 12.4. Google. Stand 11.09.2025. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Was ist eine SERP-Analyse?
Die systematische Auswertung der Ergebnisseite zu einem Suchbegriff. Sie notieren Seitentyp, Format und Blickwinkel der vorderen Ergebnisse und die Elemente der Seite und lesen daraus ab, welche Absicht Google hinter der Suche annimmt.
Warum sehe ich andere Ergebnisse als meine Kunden?
Google berücksichtigt Standort, Sprache und Gerät und kann Ergebnisse personalisieren. Blenden Sie die Personalisierung aus, prüfen Sie den verwendeten Standort und suchen Sie auf dem Gerät, das Ihre Kunden nutzen.
Wie viele Ergebnisse sollte ich auswerten?
Die ersten zehn klassischen Ergebnisse reichen meist, um ein Muster zu erkennen. Dazu kommen die übrigen Elemente der Seite wie Karten, Bilder, Videos und ähnliche Fragen.
Muss ich mich nach den Ergebnissen richten?
Sie sind ein starkes Signal, aber Googles eigene Richtlinien warnen davor, sich nur auf die obersten Ergebnisse zu verlassen. Prüfen Sie die Deutung gegen Ihr Wissen über die Kunden.
Wie oft sollte ich die Analyse wiederholen?
Für wichtige Begriffe etwa einmal im Quartal und zusätzlich, wenn eine Seite ohne erkennbaren Grund Klicks verliert. Bewahren Sie die alte Auswertung auf, damit Sie Veränderungen sehen.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.



