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Ratgeber

Verlinkung im Footer und in der Navigation

Hauptmenü und Footer erscheinen auf jeder Seite und prägen deshalb mit, welche Seiten innerhalb der Website als relativ wichtig gelten. In die Navigation gehören die Bereiche, die Besucher am häufigsten brauchen, als normale Links mit href. Der Footer trägt Service- und Pflichtseiten und einige wichtige Bereiche; lange Keyword-Listen und gleiche Links im Footer vieler fremder Websites kann Google zum Linkspam rechnen.

Altes hölzernes Steuerrad und ein Messingkompass auf einem Navigationstisch im warmen Kabinenlicht
Bild: KI-generiert

Fragt man nach interner Verlinkung, denken viele an Links im Fließtext. Viele interne Links einer Website stehen aber woanders: im Hauptmenü, in der Kopfzeile und im Footer. Diese Links erscheinen auf jeder Seite, oft hundert- oder tausendfach. Was dort steht und wie es umgesetzt ist, wirkt sich deshalb stärker auf die Struktur aus als jeder einzelne Textlink. Diese Seite behandelt die beiden Bereiche, die auf allen Seiten gleich sind. Was interne Verlinkung allgemein bedeutet, steht im Glossar unter interne Verlinkung.

Google schreibt in der Dokumentation zur Struktur von E-Commerce-Websites: "Je mehr auf eine Seite einer Website innerhalb dieser Website verlinkt wird, desto höher ist die relative Wichtigkeit der Seite im Vergleich zu anderen Seiten der Website" [2]. Ein Link im Hauptmenü zählt in diesem Sinn auf jeder einzelnen Seite. Die Seiten im Menü gelten damit innerhalb der Website als relativ wichtig, ob Sie das so geplant haben oder nicht.

Daraus folgt die wichtigste Regel: Ins Hauptmenü gehört, was für Besucher und für Ihr Geschäft am wichtigsten ist. Eine Seite "Aktuelles" mit drei alten Meldungen im Menü wird auf jeder Seite genauso oft verlinkt wie Ihre wichtigste Leistung. Google beschreibt für Shops den Weg von oben nach unten: aus dem Menü auf Kategorieseiten verlinken, von dort auf Unterkategorien, damit Google über diese Ebenen die Produktseiten erreicht [2]. Für Dienstleister gilt dasselbe Prinzip mit Leistungsbereichen statt Kategorien.

Was in das Hauptmenü gehört

Eine Zahl für Menüpunkte nennt Google nicht. Praktisch bewährt hat sich ein Menü, das die wichtigsten Bereiche zeigt und Unterseiten in einer zweiten Ebene sammelt. Für eine Handwerksfirma könnte das so aussehen: Leistungen mit den einzelnen Gewerken darunter, Referenzen, Über uns, Ratgeber, Kontakt. Für einen Shop: die Hauptkategorien mit ihren Unterkategorien, dazu Marken oder Angebote, wenn sie stark gesucht werden.

Langer Flur in einem hellen Bürogebäude mit mehreren geschlossenen Türen in verschiedenen Farben
Bild: KI-generiert

Menüpunkte sind kurze Ankertexte. "Leistungen" ist als Menüpunkt in Ordnung, weil die Seite dahinter genau das zeigt. Künstlich verlängerte Punkte wie "Dachdecker Leistungen Dachsanierung Hamburg" machen das Menü schwer lesbar und bringen nichts, weil Google überflüssige Keywords als Verstoß gegen die Spamrichtlinien wertet [1]. Wie Sie Linktexte insgesamt wählen, beschreibt der Ratgeber Interne Ankertexte richtig wählen.

Große Ausklappmenüs mit Dutzenden Links pro Bereich sind kein Fehler an sich. Sie verlinken aber sehr viele Seiten gleichrangig von jeder Seite aus und lassen keinen Schwerpunkt erkennen. Wir empfehlen, im Ausklappmenü nur die Unterseiten zu zeigen, die eigene Suchnachfrage haben, und den Rest über die Übersichtsseite des Bereichs zu erschließen.

Zur Navigation zählt auch die Kopfzeile außerhalb des Menüs. Das Logo verlinkt üblicherweise auf die Startseite; ist es ein Bild, verwendet Google dessen Alt-Text als Ankertext [1]. Eine klickbare Telefonnummer oder ein Link zum Warenkorb gehören für Besucher dazu, für die Suche spielen sie kaum eine Rolle. Halten Sie die Kopfzeile schlank, damit das Menü darunter nicht in einer Reihe kleiner Zusatzlinks untergeht.

Noch eine Frage offen?

In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder Sie rufen einfach an.

Google kann Links in der Regel nur folgen, wenn sie als a-Element mit href-Attribut im Code stehen [1]. Ein Menü, dessen Punkte per JavaScript auf einen Klick reagieren, ohne einen echten Link zu enthalten, ist für den Crawler eine Sackgasse. Google rät ausdrücklich davon ab, für die Navigation JavaScript-Ereignisse an anderen HTML-Elementen zu verwenden [2]. Wie Sie JavaScript-Menüs prüfen, steht im Ratgeber JavaScript-Links und Navigation.

Frau um die dreißig hält auf einer Parkbank ein Mobiltelefon mit der Vorderseite nach unten, Herbstlicht
Bild: KI-generiert

Ein zweiter Punkt ist die mobile Ansicht. Google verwendet für Indexierung und Ranking die mobile Version der Inhalte [4]. Wenn das mobile Menü weniger Links enthält als das auf dem Desktop, fehlen diese Links für Google. Ebenso heikel sind Menüs, deren Unterpunkte erst nach einem Tippen nachgeladen werden; Google lädt keine Inhalte, die erst nach einer Nutzerinteraktion erscheinen [4]. Menüs, deren Links bereits im ausgelieferten HTML stehen und nur per CSS eingeklappt sind, halten wir für unkritisch, weil Google die Links ohne Interaktion vorfindet. Mehr dazu im Ratgeber Mobile Navigation und SEO.

Die Barrierefreiheit verlangt zusätzlich eine stabile Reihenfolge. Das Erfolgskriterium 3.2.3 der WCAG fordert, dass wiederholte Navigationselemente auf mehreren Seiten in derselben relativen Reihenfolge erscheinen, solange der Nutzer nichts ändert [5]. Ein Menü, das je nach Seite die Punkte umsortiert, verwirrt Besucher und Screenreader.

Der Footer steht am Ende jeder Seite und wird seltener angeklickt als das Menü. Er ist trotzdem ein fester Teil der Struktur. Drei Arten von Links gehören dorthin:

  • Pflicht- und Vertrauensseiten wie Impressum, Datenschutz, Barrierefreiheitserklärung, Kontakt,
  • Service für bestehende Kunden: Versand, Rückgabe, Zahlungsarten, Kundenkonto, Hilfe,
  • einige wichtige Bereiche, die im Hauptmenü keinen Platz haben, etwa Ratgeber oder Karriere.

Wer den Footer mit langen Linklisten füllt, erreicht meist das Gegenteil. Eine Spalte mit dreißig Ortsnamen ("SEO Hamburg", "SEO Bremen", "SEO Hannover") sieht nach Keyword-Häufung aus und hilft keinem Besucher. Solche Listen entstehen oft, weil Stadtseiten sonst keine Links bekämen. Besser ist eine Übersichtsseite der Orte, die aus Menü oder Footer einmal verlinkt ist und selbst auf die Orte verweist.

Ein Sonderfall sind Links im Footer, die auf andere Websites zeigen. Typisch sind Hinweise wie "Webdesign von Agentur X" oder Partnerlinks, die auf jeder Seite eines Kunden erscheinen. Googles Spamrichtlinien nennen als Beispiel für Linkspam ausdrücklich weit verbreitete Links in den Fußzeilen oder Vorlagen verschiedener Websites [3]. Gemeint sind Links, die vor allem das Ranking der verlinkten Website beeinflussen sollen.

Viele gleiche kleine Holzklötze stehen entlang der unteren Tischkante, einer davon ist rot bemalt
Bild: KI-generiert

Werbung und Sponsoring mit Links sind dabei erlaubt, solange die Links qualifiziert sind, also das Attribut rel="nofollow" oder rel="sponsored" tragen [3]. Für den Hinweis auf die Agentur gilt: Google nennt Agenturhinweise in den Spamrichtlinien nicht ausdrücklich. Die Richtlinien führen aber Links auf, die in einem Vertrag oder in Nutzungsbedingungen verlangt werden, ohne dass der Inhaber der Website sie selbst qualifizieren darf [3]. Ist der Link vertraglich vereinbart oder Teil einer Gegenleistung, sollte er deshalb mit rel="nofollow" oder rel="sponsored" ausgezeichnet sein. Wer viele Kundenwebsites mit einem Keyword-Link im Footer betreut, prüft das besser jetzt als nach einer manuellen Maßnahme.

Für eine Prüfung brauchen Sie zwei Listen: die Links aus dem Menü und aus dem Footer, und die Seiten mit den meisten Impressionen oder Umsätzen. Stimmen beide Listen grob überein, ist die Struktur gesund. Stehen im Menü Seiten, die kaum jemand sucht, während wichtige Leistungen erst in der dritten Ebene auftauchen, lohnt eine Umstellung. Ein Crawler zeigt zusätzlich, ob alle Links als a-Elemente mit href ausgeliefert werden und ob die mobile Fassung dieselben Links enthält.

Nach unserer Erfahrung bringt die Umstellung eines überladenen Menüs auf wenige klare Bereiche mehr als jede Optimierung einzelner Textlinks, weil sie auf jeder Seite gleichzeitig wirkt. Wenn wir die Struktur Ihrer Website im Auftrag neu ordnen sollen, beschreibt die Leistung Seitenstruktur und Navigation den Ablauf.

Sie überlegen, welche Punkte in Ihr Menü gehören und welche in den Footer? Bringen Sie Ihre aktuelle Struktur in die gratis Sprechstunde, dort sortieren wir sie gemeinsam.

  1. Organisation Link-Best-Practices für Google. Google Search Central. Stand 31.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
  2. Organisation Google dabei helfen, die Struktur deiner E-Commerce-Website zu verstehen. Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
  3. Organisation Spamrichtlinien für die Google Websuche. Google Search Central. Stand 02.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
  4. Organisation Best Practices für die Mobile-First-Indexierung. Google Search Central. Stand 20.02.2026. abgerufen am 31.10.2026
  5. Organisation Understanding Success Criterion 3.2.3: Consistent Navigation. W3C Web Accessibility Initiative. Stand WCAG 2.2. abgerufen am 31.10.2026

Häufige Fragen

Sind Footer-Links schlecht für SEO?

Nein. Links zu Impressum, Service und wichtigen Bereichen gehören in den Footer. Problematisch sind lange Keyword-Listen und gleiche Links im Footer vieler fremder Websites, die Google als Linkspam nennt.

Wie viele Punkte sollte das Hauptmenü haben?

Google nennt keine Zahl. Das Menü sollte die wichtigsten Bereiche zeigen und Unterseiten in einer zweiten Ebene sammeln. Jeder Punkt im Menü wird auf jeder Seite verlinkt; nach Googles Aussage steigt mit der Zahl der internen Links die relative Wichtigkeit einer Seite.

Darf eine Agentur im Footer ihrer Kundenwebsites verlinken?

Ein Link auf die Agentur ist möglich. Ist er Teil einer Gegenleistung oder Vereinbarung, sollte er mit rel="nofollow" oder rel="sponsored" ausgezeichnet sein, denn weit verbreitete Footer-Links können sonst zum Linkspam zählen.

Sieht Google Links im mobilen Hamburger-Menü?

Ja, wenn sie als normale Links im HTML stehen und nur ausgeblendet sind. Werden sie erst nach einem Tippen nachgeladen, lädt Google sie laut Dokumentation nicht.

Noch eine Frage offen?

In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder Sie rufen einfach an.

Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.

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