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Ratgeber

hreflang x-default richtig einsetzen

x-default ist ein reservierter hreflang-Wert für die Seite, die Google zeigen soll, wenn keine Sprach- oder Länderversion zu den Spracheinstellungen des Nutzers passt. Google hat ihn für Seiten zur Sprach- oder Länderauswahl vorgesehen, er kann aber auf jede Seite zeigen. x-default gehört in die vollständige hreflang-Gruppe jeder Sprachfassung, mit denselben Rückverweisen wie alle anderen Einträge.

Große Flughafenhalle mit mehreren leeren abzweigenden Gängen und einem Informationsschalter in der Mitte
Bild: KI-generiert

In einer hreflang-Gruppe sagt jede Zeile Google, für welche Sprache oder Region eine Fassung gedacht ist. Eine Zeile fällt aus dem Muster: hreflang="x-default". Sie nennt keine Sprache und bezeichnet die Seite für alle übrigen Besucher. Wie hreflang insgesamt funktioniert, erklärt der Ratgeber hreflang erklärt. Diese Seite geht tiefer auf x-default ein: wofür Google den Wert gedacht hat, welche Seite ihn bekommen sollte und welche Fehler in der Praxis häufig sind.

Was x-default bedeutet

Google beschreibt den Wert so: "Der reservierte Wert x-default wird verwendet, wenn keine andere Sprache oder Region mit der Browsereinstellung des Nutzers übereinstimmt" [1]. Im Abschnitt zu den Sprachcodes heißt es, x-default gelte für alle Sprachen, die nicht ausdrücklich in einem hreflang-Tag auf der Seite aufgelistet sind [1]. Für den Wert muss kein Sprachcode angegeben werden. Da die Seite auf Nutzer ausgerichtet ist, für deren Spracheinstellungen es keine Übereinstimmung gibt, ist ihre Sprache laut Google irrelevant [1].

Eingeführt hat Google den Wert im April 2013. Die Ankündigung beschrieb ihn für Startseiten, die Besucher per Weiterleitung oder durch angepassten Inhalt auf lokalisierte Seiten verteilen, und nannte als Beispiel eine Startseite mit Länderauswahl, die als Standardseite für Nutzer weltweit dient [2]. Der Wert sagt den Suchalgorithmen, dass die Seite auf keine bestimmte Sprache ausgerichtet ist und als Standard dient, wenn keine andere Seite besser passt [2].

Welche Seite x-default bekommt

Laut Dokumentation kann x-default zwar für jede Seite verwendet werden, ist aber für Seiten zur Sprachauswahl vorgesehen und funktioniert dort am besten [1]. Besonders nützlich ist er nach Google auf Seiten mit einer Auswahl für Länder oder Sprachen und auf Startseiten, die automatisch weiterleiten [1]. Daraus ergeben sich drei typische Fälle:

Hotelrezeption mit einer freundlichen Empfangsmitarbeiterin um die dreißig, die einen Reisenden mit Koffer begrüßt
Bild: KI-generiert
Aufbau der Websitex-default zeigt auf
eigene Seite mit Sprach- oder Länderauswahldiese Auswahlseite
Startseite, die je nach Sprache weiterleitet oder Inhalte anpasstdiese Startseite
keine Auswahlseite, eine Fassung für internationale Besucherdiese Fassung, oft die englische

Der dritte Fall ist nach unserer Erfahrung in kleineren Unternehmen der häufigste. Eine Website auf Deutsch und Englisch, ohne eigene Auswahlseite: Für Besucher aus Frankreich, Polen oder Japan passt keine der beiden Sprachen genau. Wir empfehlen dann meist die englische Fassung als x-default, weil sie für mehr dieser Besucher lesbar ist. Eine feste Regel dazu gibt es nicht. Entscheidend ist, welche Fassung für die Besucher ohne passende Sprache am ehesten nützlich ist.

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In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder Sie rufen einfach an.

x-default auf Unterseiten

x-default ist nicht auf die Startseite beschränkt. Jede Gruppe von Sprachfassungen kann ihren eigenen x-default-Eintrag haben. Für eine Produktseite in Deutsch, Englisch und Französisch zeigt x-default dann auf die passende Produktseite, etwa die englische Fassung. Ein Verweis von jeder Unterseite auf die Startseite oder die Sprachauswahl ist ebenfalls möglich, schickt Besucher aber von einem Produkt weg zurück an den Anfang. Wir empfehlen deshalb, auf Unterseiten die gleichwertige Seite zu wählen und die Auswahlseite nur für die Startseite zu nutzen.

Die Regeln der Gruppe gelten auch für x-default

x-default ist ein normaler Eintrag der hreflang-Gruppe. Für ihn gelten dieselben Regeln wie für alle anderen. Google schreibt: "In jeder Sprachversion müssen die Version selbst und alle anderen Sprachversionen aufgelistet sein" [1]. Und: "Wenn zwei Seiten nicht aufeinander verweisen, werden die Tags ignoriert" [1]. Für x-default heißt das zweierlei. Die x-default-Zeile steht in jeder Fassung der Gruppe, nicht nur in einer. Und die Seite, auf die x-default zeigt, enthält selbst die vollständige Gruppe.

Fünf gleiche Holzstühle stehen im Kreis um einen runden Tisch in einem hellen Besprechungsraum
Bild: KI-generiert

Ein Beispiel für eine Gruppe mit drei deutschen Länderfassungen, einer englischen Fassung und einer Auswahlseite als x-default:

  • link rel="alternate" hreflang="de-DE" auf die Fassung für Deutschland,
  • link rel="alternate" hreflang="de-AT" auf die Fassung für Österreich,
  • link rel="alternate" hreflang="de-CH" auf die Fassung für die Schweiz,
  • link rel="alternate" hreflang="en" auf die englische Fassung,
  • link rel="alternate" hreflang="x-default" auf die Auswahlseite.

Diese fünf Zeilen stehen identisch im Kopf aller fünf Seiten, einschließlich der Auswahlseite. Wo die Zeilen genau stehen müssen, beschreibt der Ratgeber hreflang im HTML-Head. Wann sich eigene Fassungen für Österreich und die Schweiz lohnen, steht im Ratgeber hreflang für Deutschland, Österreich und die Schweiz.

x-default und automatische Weiterleitungen

Hier gibt es einen scheinbaren Widerspruch. Google nennt x-default als nützlich für automatisch weiterleitende Startseiten [1]. In der Dokumentation zu mehrsprachigen Websites rät Google aber, Nutzer nicht automatisch weiterzuleiten, und empfiehlt eigene Adressen je Sprachfassung statt einer Anpassung über Cookies oder Browsereinstellungen [3]. Ein Grund: Der Crawler sendet seine Anfragen ohne Sprachangabe im Anfrageheader [3].

Kreisverkehr an einer ruhigen Landstraße mit mehreren Ausfahrten, von oben gesehen, frühes Morgenlicht
Bild: KI-generiert

Beides passt zusammen, wenn man es als Rangfolge liest. Am besten erreichen Besucher jede Fassung über eine eigene Adresse und wählen die Sprache über normale Links. Wer trotzdem eine weiterleitende Startseite betreibt, kennzeichnet sie mit x-default, damit Google ihre Rolle versteht. Die Weiterleitung selbst sollte die anderen Fassungen nicht unerreichbar machen, weder für Besucher noch für den Crawler.

Kopf, Sitemap oder HTTP-Header

Google kennt drei Wege, hreflang-Angaben zu machen: link-Elemente im HTML-Kopf, HTTP-Header und die XML-Sitemap [1]. Als hreflang-Wert lässt sich x-default auf jedem dieser Wege als weiterer Eintrag der Gruppe angeben; Googles Beispiele zeigen ihn allerdings nur bei den HTML-Tags. Wichtig ist, sich für einen Weg je Seitentyp zu entscheiden. Wer die Gruppe im Kopf pflegt und zusätzlich eine ältere Sitemap mit abweichenden Einträgen ausliefert, erzeugt Widersprüche, die sich schwer finden lassen. Wir empfehlen, nach jeder Änderung an der Sprachstruktur stichprobenartig zu prüfen, ob x-default in Kopf und Sitemap auf dieselbe Adresse zeigt. Ein Crawler, der hreflang-Angaben ausliest, oder das URL-Prüftool der Search Console mit dem gerenderten HTML hilft dabei.

Häufige Fehler mit x-default

  • x-default steht nur auf der Startseite oder nur in einer Sprachfassung. Dann fehlt der Eintrag in den übrigen Gruppen.
  • Die Seite, auf die x-default zeigt, enthält selbst keine hreflang-Gruppe. Damit fehlt der Rückverweis.
  • x-default zeigt auf eine Adresse, die weiterleitet oder einen Fehler liefert. Wir empfehlen, nur erreichbare Adressen mit Status 200 einzutragen, die nicht per Canonical auf eine andere Seite verweisen.
  • Zwei x-default-Einträge in derselben Gruppe mit unterschiedlichen Zielen.
  • x-default ersetzt eine Sprachangabe. Die englische Fassung braucht ihren Eintrag hreflang="en" auch dann, wenn sie zugleich x-default ist.

Wie Sie hreflang-Fehler finden und beheben, beschreibt der Ratgeber hreflang-Fehler beheben. Wenn wir die internationale Struktur Ihrer Website insgesamt prüfen und umsetzen sollen, beschreibt die Leistung Internationales SEO den Ablauf. Die Kurzantwort, wann hreflang überhaupt nötig ist, gibt unsere FAQ unter Wann brauche ich hreflang?

Sie sind unsicher, welche Seite Ihrer Website x-default bekommen sollte? Stellen Sie die Frage in der gratis Sprechstunde, dort sehen wir uns Ihre Sprachfassungen gemeinsam an.

  1. Organisation Lokalisierte Versionen deiner Seiten. Google Search Central. Stand 22.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
  2. Organisation Introducing "x-default hreflang" for international landing pages. Google Search Central Blog. Stand 10.04.2013. abgerufen am 31.10.2026
  3. Organisation Mehrsprachige und multiregionale Websites verwalten. Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 31.10.2026

Häufige Fragen

Ist x-default Pflicht?

Nein. Google empfiehlt den Wert für die Fallback-Seite, eine hreflang-Gruppe funktioniert aber auch ohne ihn. Sinnvoll ist er vor allem, wenn es Besucher gibt, deren Sprache keine Ihrer Fassungen abdeckt.

Auf welche Seite soll x-default zeigen?

Am besten auf eine Seite zur Sprach- oder Länderauswahl, dafür ist der Wert laut Google vorgesehen. Gibt es keine, zeigt x-default meist auf die Fassung, die für internationale Besucher am ehesten lesbar ist, oft die englische.

Darf die englische Seite zugleich hreflang="en" und x-default sein?

Ja. Dann stehen zwei Zeilen mit derselben Adresse in der Gruppe, eine mit en und eine mit x-default. Die Sprachangabe en sollte dabei nicht wegfallen.

Muss x-default in jeder Sprachfassung stehen?

Ja. x-default ist Teil der Gruppe, und Google verlangt, dass jede Fassung sich selbst und alle anderen Fassungen auflistet. Fehlt der Eintrag in einzelnen Fassungen, ist die Gruppe unvollständig.

Welche Sprache muss die x-default-Seite haben?

Keine bestimmte. Google schreibt, dass die Sprache dieser Seite irrelevant ist, weil sie auf Nutzer ohne passende Spracheinstellung ausgerichtet ist.

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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.

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