Stand: 31.10.2026. Die Frage stellt sich von zwei Seiten. Wer als SEO-Manager eine Stelle sucht, entscheidet zwischen einem Unternehmen mit eigener Website und einer Agentur, die viele Websites betreut. Wer als Unternehmen SEO-Arbeit braucht, entscheidet zwischen einer eigenen Stelle und einem Dienstleister. Beide Entscheidungen hängen eng zusammen, denn sie beschreiben dieselben zwei Arbeitsformen. Dieser Ratgeber behandelt zuerst die Sicht der Fachleute, dann die der Unternehmen.
Beide Arbeitsorte nennen auch die Berufsinformationen aus Österreich: Das BIC zählt Werbe- und Kommunikationsagenturen, Softwarehäuser und Betreiber von Onlineshops als Arbeitgeber auf [1], das AMS Berufslexikon nennt PR- und Media-Agenturen, Online-Marketing-Agenturen und große Unternehmen mit eigener Marketingabteilung [2].
Der Alltag im Unternehmen
Inhouse kennt ein SEO-Manager seine Website bis in den letzten Winkel. Er weiß, welche Kategorieseiten Umsatz bringen, wann der nächste Relaunch geplant ist und wer in der Entwicklung für Weiterleitungen zuständig ist. Er sieht die Wirkung seiner Arbeit über Monate und Jahre und kann aus Fehlern direkt lernen.

Die Kehrseite: Ein großer Teil der Arbeit besteht darin, andere zu überzeugen. Die Entwicklung hat einen eigenen Plan, die Redaktion eigene Themen, das Produktmanagement eigene Ziele. Eine SEO-Empfehlung konkurriert mit allem anderen um Zeit. Wer inhouse arbeitet, braucht deshalb Geduld, gute Begründungen und einen Draht zur Leitung. Fachlich besteht die Gefahr, betriebsblind zu werden: Man kennt eine Website sehr gut und andere kaum.
Der Alltag in der Agentur
In der Agentur betreut ein SEO-Manager mehrere Kunden gleichzeitig, oft aus verschiedenen Branchen und mit verschiedenen Systemen. Ein Onlineshop am Vormittag, ein Handwerksbetrieb am Nachmittag, dazwischen ein Relaunch-Termin. Man sieht in kurzer Zeit viele Probleme und lernt Muster zu erkennen, die auf einer einzelnen Website nie auftauchen würden.

Dafür arbeitet man von außen. Zugänge sind begrenzt, Entscheidungen fallen beim Kunden, und manche Empfehlung wird nie umgesetzt, ohne dass man erfährt, warum. Dazu kommen Abrechnung nach Stunden, Berichte und Gespräche mit Ansprechpartnern, die SEO unterschiedlich gut kennen. Wer gut erklären und viele Themen parallel halten kann, fühlt sich hier wohl. Wer gern tief in einer Sache bleibt, eher weniger.
Noch eine Frage offen?
In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder Sie rufen einfach an.
Was beide Seiten lernen
| Bereich | Inhouse | Agentur |
|---|---|---|
| Fachliche Breite | eine Website, ein System, eine Branche | viele Websites, Systeme und Branchen |
| Fachliche Tiefe | hoch, über Jahre | je Kunde begrenzt |
| Durchsetzen im Unternehmen | täglich gefordert | beim Kunden, nur mittelbar |
| Erklären und Beraten | vor allem intern | ständig, mit vielen Ansprechpartnern |
| Wirkung sehen | über lange Zeit | oft nur während der Laufzeit |
Ein Wechsel zwischen beiden Welten ist häufig ein guter Schritt in der Laufbahn. Wer aus der Agentur ins Unternehmen geht, bringt Vergleichswissen mit. Wer aus dem Unternehmen in die Agentur wechselt, kennt die Sicht der Kunden und weiß, woran Empfehlungen intern scheitern. Wie sich die Gehälter einordnen lassen, steht im Ratgeber SEO-Manager Gehalt.
Fragen vor der Zusage
Ob eine Stelle gut ist, entscheidet sich weniger an der Arbeitsform als an den Bedingungen. In einem Unternehmen lohnen diese Fragen: Wer setzt technische Empfehlungen um, und gibt es dafür feste Zeit in der Entwicklung? An wen berichten Sie? Gibt es ein Budget für Werkzeuge? Wurde die Stelle neu geschaffen, oder gab es einen Vorgänger, und warum ist er gegangen?
In einer Agentur lauten die Fragen anders: Wie viele Kunden betreut eine Person gleichzeitig? Wie viele Stunden im Monat stehen für einen typischen Kunden zur Verfügung? Wer spricht mit den Kunden, und wer arbeitet an den Websites? Gibt es Zeit für Weiterbildung und für den Austausch im Team? Aus den Antworten lässt sich gut ablesen, ob Sie Ihre Arbeit gründlich machen können. Worauf Sie in einer Ausschreibung achten sollten, beschreibt der Ratgeber SEO-Manager Stellenbeschreibung.
Die Sicht der Unternehmen
Für ein Unternehmen ist die Frage eine Rechnung aus Arbeitsmenge, Wissen und Steuerung. Nach unserer Einschätzung lohnt sich eine eigene Stelle, wenn genug Arbeit für eine Vollzeitkraft da ist und jemand im Haus Maßnahmen vorantreiben muss, etwa bei einem großen Shop mit eigener Entwicklung. Eine Agentur oder ein Freelancer passt, wenn die Arbeit in Wellen kommt, wenn Spezialwissen für einzelne Vorhaben gebraucht wird oder wenn erst einmal geklärt werden soll, wie viel SEO-Arbeit überhaupt anfällt.
Oft ist die beste Lösung eine Mischung. Ein interner Ansprechpartner, der die Website kennt und die Umsetzung koordiniert, und ein externer Partner für Audits, Umzüge oder Schulungen. Google beschreibt in seiner Hilfe zur Beauftragung eines SEO, welche Leistungen Dienstleister typischerweise übernehmen, etwa die Prüfung von Inhalt und Struktur, technische Beratung und Keyword-Recherche, und welche Fragen man vor einer Beauftragung stellen sollte, etwa nach Referenzen, Branchenerfahrung und erwarteten Ergebnissen [3]. Wie Sie einen Freelancer auswählen, beschreibt der Ratgeber SEO-Freelancer finden, für Agenturen gibt die FAQ eine Hilfe unter Wie findet man eine seriöse SEO-Agentur?.
Zugänge und Wissen im Unternehmen halten
Egal ob eigene Stelle oder Agentur: Die Daten gehören dem Unternehmen. In der Search Console sollte das Unternehmen selbst Inhaber der Property sein. Google unterscheidet Inhaber mit voller Kontrolle von Nutzern mit uneingeschränkter oder eingeschränkter Berechtigung, und nur Inhaber können Nutzer hinzufügen oder entfernen [4]. Eine Agentur bekommt also einen Nutzerzugang, keinen Inhaberstatus. Endet die Zusammenarbeit, entfernt das Unternehmen den Zugang und behält alle Daten.

Dasselbe gilt für Wissen. Lassen Sie sich von Agentur und Freelancer dokumentieren, was geändert wurde und warum. Wenn ein interner SEO-Manager das Unternehmen verlässt, sollten Weiterleitungslisten, Keyword-Recherchen und Berichte im Unternehmen bleiben und nicht in seinem privaten Ordner.
Was eine Agentur kostet
Bei SEO NW kostet eine Beratungsstunde 200 Euro netto montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr. Die Monatspakete beginnen beim SEO Starter für 1.500 Euro netto im Monat mit zehn Stunden und reichen bis zum SEO Enterprise für 16.000 Euro netto im Monat, jeweils mit einer Mindestlaufzeit von drei Monaten. Eine eigene Stelle verursacht neben dem Gehalt weitere Kosten, etwa für Arbeitgeberanteile, Arbeitsplatz, Werkzeuge und Weiterbildung. Rechnen Sie beide Wege mit Ihren eigenen Zahlen durch, bevor Sie entscheiden.
Sie überlegen, ob Sie eine Stelle schaffen oder SEO vergeben sollen, und möchten die Frage mit jemandem besprechen, der beide Seiten kennt? Bringen Sie Ihre Überlegungen mit in die gratis SEO-Sprechstunde. Für ein Gespräch über Ihre Ziele und den aktuellen Stand Ihrer Website gibt es das Erstgespräch für 1 Euro.
- Organisation SEO-Expert*in (SEO-Manager*in, SEO-Strategist). BIC.at, ibw Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Behörde SEO-ManagerIn. AMS Berufslexikon, Arbeitsmarktservice Österreich. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Benötigst du einen SEO-Experten? Tipps zum Engagieren eines SEO-Experten. Google Search Central. Stand 10.06.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Verwalten von Inhabern, Nutzern und Berechtigungen. Google Search Console-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Ist es als SEO-Manager besser, inhouse oder in einer Agentur zu arbeiten?
Das hängt davon ab, wie Sie arbeiten möchten. Inhouse gehen Sie bei einer Website in die Tiefe und müssen Maßnahmen intern durchsetzen, in der Agentur sehen Sie viele Websites und Branchen, jede aber nur von außen.
Ab wann lohnt sich ein eigener SEO-Manager im Unternehmen?
Wenn dauerhaft genug Arbeit für eine Vollzeitkraft anfällt und jemand im Haus die Umsetzung mit Entwicklung und Redaktion vorantreiben muss. Vorher ist externe Hilfe meist flexibler.
Wer sollte Inhaber der Search Console sein?
Das Unternehmen selbst. Agenturen und Freelancer erhalten einen Nutzerzugang. Nur Inhaber können laut Google Nutzer hinzufügen und entfernen.
Kann man Agentur und eigene Stelle kombinieren?
Ja, das ist häufig sinnvoll. Ein interner Ansprechpartner koordiniert die Umsetzung, ein externer Partner übernimmt Audits, Umzüge oder Schulungen.
Noch eine Frage offen?
In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder Sie rufen einfach an.
Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.



