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Ratgeber

Werkzeuge für SEO-Manager: was im Alltag gebraucht wird

Jeder SEO-Manager braucht die kostenlose Google Search Console, einen Crawler für die eigene Website, eine Ladezeitprüfung wie PageSpeed Insights und eine Webanalyse wie Matomo. Kostenpflichtige Datenbanken für Keywords und Wettbewerber kommen je nach Stelle hinzu.

Aufgeräumter Schreibtisch mit zugeklapptem Laptop, Notizbuch, Lupe und Lineal im Morgenlicht
Bild: KI-generiert

Stand: 31.10.2026. Ein SEO-Manager arbeitet mit einer Handvoll Werkzeuge, die jeweils eine Frage beantworten: Wie sieht Google die Website? Was findet ein Crawler auf den Seiten? Wie schnell lädt eine Seite? Mit welchen Begriffen sucht die Zielgruppe, und wer steht dafür vorn? Was tun die Besucher, nachdem sie angekommen sind? Für jede dieser Fragen gibt es kostenlose und kostenpflichtige Angebote. Welche davon eine Stelle braucht, hängt an der Größe der Website und an den Aufgaben.

In der Praxis greifen die Werkzeuge ineinander. Ein Crawler findet eine Seite mit falschem Canonical, die Search Console zeigt, ob Google sie trotzdem indexiert, und die Webanalyse verrät, ob über diese Seite überhaupt Anfragen kommen. Wer nur eines der Programme kennt, sieht jeweils einen Ausschnitt. Einzelne Programme stellt der Werkzeugbereich der Hauptseite ausführlich vor, einen Einstieg bietet der Vergleich kostenlose SEO-Tools im Vergleich.

Woran sich ein Werkzeug messen lässt

Bevor Geld ausgegeben wird, lohnen sich vier Fragen. Woher stammen die Daten: direkt von der Suchmaschine, aus einer eigenen Messung oder aus einer Hochrechnung des Anbieters? Deckt das Werkzeug den Markt ab, um den es geht, also etwa Deutschland, Österreich und die Schweiz? Lässt es sich mit den übrigen Programmen verbinden, etwa über einen Export? Und wer im Team wird es tatsächlich nutzen? Ein teures Programm, das nur eine Person bedienen kann, ist bei einer Urlaubsvertretung wenig wert.

Datenschutz kommt hinzu, sobald ein Werkzeug Daten von Besuchern verarbeitet. Bei Webanalyse und eingebundenen Skripten sollte die Datenschutzerklärung der Website zum eingesetzten Programm passen.

Daten direkt von Google

Die Google Search Console ist das Werkzeug, mit dem fast jeder Arbeitstag beginnt. Google beschreibt sie als kostenlosen Dienst, mit dem sich die Präsenz einer Website in der Google-Suche beobachten, verwalten und verbessern lässt [1]. Sie zeigt, wie oft Seiten in den Suchergebnissen erscheinen, bei welchen Suchanfragen und wie hoch die Klickrate ist [1]. Außerdem meldet sie Probleme bei Indexierung und Crawling, Serverfehler, Sicherheitsprobleme und Fehler in strukturierten Daten [1]. Google nennt ausdrücklich SEO-Fachleute als Zielgruppe, neben Inhabern, Administratoren und Entwicklern [1].

Weil die Daten aus der Google-Suche selbst stammen, sind sie der Maßstab für alle anderen Werkzeuge. Wenn ein Drittanbieter für eine Seite steigende Sichtbarkeit meldet, die Search Console aber sinkende Klicks zeigt, gilt im Zweifel die Search Console. Wer die Einrichtung für mehrere Domains, Nutzer und Berichte nicht selbst übernehmen will, findet Unterstützung bei der Einrichtung der Search Console.

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In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder Sie rufen einfach an.

Crawler für die eigene Website

Ein Crawler ruft die Seiten einer Website so ab, wie es eine Suchmaschine tut, und listet auf, was er findet: kaputte Links, Weiterleitungen, fehlende oder doppelte Seitentitel, Seiten ohne Beschreibung. Ein verbreitetes Programm ist der SEO Spider von Screaming Frog. Laut Hersteller crawlt die kostenlose Version bis zu 500 Adressen je Durchgang, die Lizenz hebt diese Grenze auf [4]. Für eine kleine Firmenwebsite reicht die kostenlose Version oft aus, bei einem Shop mit vielen Kategorien und Filtern nicht.

Spinnennetz mit Tautropfen zwischen zwei Zweigen im Garten am frühen Morgen
Bild: KI-generiert

Ein Crawl ist eine Momentaufnahme. Nach einem Relaunch oder einem größeren Umbau gehört er zu den ersten Arbeiten, im laufenden Betrieb in regelmäßigen Abständen. Wer zwei Crawls vergleicht, sieht, welche Fehler neu hinzugekommen sind.

Ladezeit und Technik prüfen

PageSpeed Insights von Google verbindet zwei Arten von Daten. Die Labordaten stammen aus Lighthouse, das eine Seite unter festgelegten Bedingungen lädt und in den Kategorien Leistung, Barrierefreiheit, Best Practices und SEO bewertet [2]. Die Felddaten stammen aus dem Chrome User Experience Report und zeigen, wie echte Nutzer die Seite in den vergangenen 28 Tagen erlebt haben [2]. Felddaten gibt es nur für Seiten mit genügend Besuchern [2].

Stoppuhr auf einem Holzschreibtisch neben zugeklapptem Laptop und Kaffeetasse
Bild: KI-generiert

Lighthouse selbst ist ein Open-Source-Werkzeug und lässt sich direkt in den Entwicklertools von Chrome, über die Befehlszeile oder als Node-Modul ausführen [3]. Für SEO-Manager ist das praktisch, weil sie damit auch Seiten prüfen können, die eine Anmeldung verlangen [3]. Die Labordaten helfen beim Finden von Ursachen, die Felddaten zeigen, ob ein Problem bei echten Besuchern ankommt.

Keyword- und Wettbewerbsdaten

Für die Recherche neuer Themen und den Blick auf Wettbewerber setzen viele SEO-Manager kostenpflichtige Datenbanken ein, etwa Sistrix, Semrush oder Ahrefs. Sie liefern Suchbegriffe, geschätzte Suchvolumen, Rankings fremder Websites und Kennzahlen zur Sichtbarkeit. Welches Angebot zu einer Stelle passt, hängt vor allem vom Markt ab, den die Datenbank gut abdeckt, und vom Budget. Einen direkten Vergleich zweier verbreiteter Anbieter enthält der Beitrag Sistrix oder Semrush.

Werte aus solchen Datenbanken sind gut für Vergleiche und Trends. Bevor Sie sie in einem Bericht an die Geschäftsführung verwenden, gleichen Sie sie mit der Search Console ab. Nach unserer Erfahrung entstehen viele Missverständnisse in Besprechungen, wenn ein Sichtbarkeitsindex wie eine Besucherzahl gelesen wird.

Webanalyse

Die Search Console endet beim Klick. Was Besucher danach tun, ob sie anfragen, kaufen oder die Seite sofort verlassen, zeigt die Webanalyse. Verbreitet sind Google Analytics und Matomo. Matomo steht unter der GNU General Public License in Version 3 oder später und lässt sich selbst betreiben [5]. Welche Lösung besser passt, hängt unter anderem am Datenschutz, an vorhandenen Werbekonten und am Aufwand für den Betrieb; die Unterschiede beschreibt der Beitrag Matomo oder Google Analytics.

Frau um die dreißig lehnt sich nachdenklich im Bürostuhl zurück, Laptop von hinten zu sehen
Bild: KI-generiert

Kleine Helfer im Browser

Neben den großen Programmen gehören Erweiterungen für den Browser zum Alltag, etwa um Weiterleitungen, Meta-Angaben oder strukturierte Daten einer Seite schnell zu prüfen. In eigener Sache: SEO NW hat eine kostenlose Erweiterung für Chrome veröffentlicht, die eigene Domains in den Ergebnissen von Google und Bing markiert und die organische Position anzeigt. Was sie kann und wo ihre Grenzen liegen, steht im Beitrag zur Chrome-Erweiterung SEO Manager. Für Auswertungen über viele Adressen und mehrere Zeiträume nutzt SEO NW außerdem das eigene Werkzeug Search-Console.PRO.

Vorsicht bei großen Versprechen

Google warnt in seiner Hilfe zur Beauftragung eines SEO vor Werkzeugen, die angeblich von der Google-Suche "akzeptiert" oder "genehmigt" wurden [6]. Genauso skeptisch sollten Sie bei Programmen sein, die automatisch Links aufbauen oder Texte in großer Menge erzeugen und dafür bessere Rankings versprechen. Verstöße gegen die Spamrichtlinien können laut Google dazu führen, dass eine Website schlechter dargestellt oder aus dem Index entfernt wird [6].

Wie viel Werkzeug eine Stelle braucht

Für den Einstieg und für kleinere Websites reichen Search Console, ein Crawler in der kostenlosen Version, PageSpeed Insights und eine Webanalyse. Damit lassen sich die meisten Fragen beantworten. Kostenpflichtige Datenbanken lohnen sich, sobald regelmäßig neue Themen recherchiert, viele Wettbewerber beobachtet oder große Websites betreut werden. Wer eine Stelle ausschreibt, sollte das Werkzeugbudget gleich mitplanen. Kurze Erklärungen der einzelnen Werkzeugarten finden Sie auch im Glossar unter SEO-Tools, die Kurzantwort in der Frage Welche SEO-Tools braucht man wirklich.

Sie sind unsicher, ob sich ein bestimmtes Programm für Ihre Aufgaben lohnt, oder kommen mit einem Bericht in der Search Console nicht weiter? Fragen Sie in der gratis Sprechstunde nach.

  1. Organisation Über die Search Console. Google Search Console-Hilfe. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
  2. Organisation Über PageSpeed Insights. Google for Developers. Stand 25.07.2025. abgerufen am 31.10.2026
  3. Organisation Einführung in Lighthouse. Chrome for Developers. Stand 02.06.2025. abgerufen am 31.10.2026
  4. Organisation Screaming Frog SEO Spider Website Crawler. Screaming Frog Ltd. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
  5. Organisation Matomo Licences. Matomo (InnoCraft). Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
  6. Organisation Benötigst du einen Suchmaschinenoptimierer (SEO)?. Google Search Central. Stand 10.06.2026. abgerufen am 31.10.2026

Häufige Fragen

Welche SEO-Tools braucht ein SEO-Manager unbedingt?

Die Google Search Console, einen Crawler für die eigene Website, eine Ladezeitprüfung wie PageSpeed Insights und eine Webanalyse. Kostenpflichtige Keyword-Datenbanken kommen je nach Aufgabe hinzu.

Ist die Google Search Console kostenlos?

Ja. Google beschreibt sie als kostenlosen Dienst, mit dem sich die Präsenz einer Website in der Google-Suche beobachten und verbessern lässt.

Reicht die kostenlose Version von Screaming Frog?

Für kleine Websites oft. Laut Hersteller crawlt die kostenlose Version bis zu 500 Adressen je Durchgang, größere Websites brauchen die Lizenz.

Was ist der Unterschied zwischen Labordaten und Felddaten?

Labordaten misst Lighthouse unter festen Bedingungen, Felddaten stammen von echten Chrome-Nutzern aus den vergangenen 28 Tagen. Felddaten gibt es nur bei genügend Besuchern.

Gibt es von Google zugelassene SEO-Tools?

Google warnt ausdrücklich vor Werkzeugen, die angeblich von der Google-Suche akzeptiert oder genehmigt wurden. Ein solches Versprechen ist ein Grund zur Vorsicht.

Noch eine Frage offen?

In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder Sie rufen einfach an.

Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.

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