Die Adresse einer Contao-Seite entsteht aus wenigen Bausteinen, und der wichtigste davon ist der Alias. Das Handbuch nennt ihn eine eindeutige und aussagekräftige Referenz, über die die Seite im Browser aufgerufen wird. Lassen Sie das Feld beim Anlegen leer, vergibt Contao den Alias selbst [1]. Das ist bequem, und gerade deshalb lohnt ein Blick auf das Ergebnis, bevor die Seite online geht. Dieser Ratgeber zeigt, wie ein Contao URL-Alias zustande kommt, wie Sie ihn gut wählen und was zu tun ist, wenn er sich ändern muss.
Aus welchen Teilen eine Adresse besteht
Drei Angaben aus dem Startpunkt der Website rahmen den Alias ein. Das URL-Präfix stellt allen Aliassen unter diesem Startpunkt eine feste Zeichenfolge voran, unabhängig von der Sprache. Das URL-Suffix hängt eine Endung an, etwa .html, oder entfällt ganz. Mit den Ordner-URLs darf ein Alias Schrägstriche enthalten, sodass Adressen wie docs/install/download entstehen [2]. Eine Seite mit dem Alias leistungen unter dem Präfix de und ohne Suffix erscheint also als /de/leistungen.
Für die Startseite gilt eine eigene Regel. Ihr Alias sollte immer index lauten, denn nur dann ist ihre Adresse die leere Wurzel der Domain [1]. Im Formular jeder Seite zeigt das Feld Routen-Pfad, wie die fertige Adresse aussehen wird. Haben zwei Seiten einen ähnlichen Alias, weist Contao auf den Konflikt hin, und über die Routenpriorität lässt sich die Reihenfolge der Routen steuern [1].
Welche Zeichen ein Alias enthalten darf
Im Startpunkt legen Sie unter den gültigen Alias-Zeichen fest, aus welchem Zeichensatz Contao automatische Aliasse bildet: Unicode oder ASCII, jeweils mit oder ohne Großbuchstaben [2]. Mit Unicode können Umlaute in der Adresse stehen, mit ASCII nicht.

Google empfiehlt lesbare Wörter statt langer Nummern, Bindestriche statt Unterstriche zwischen den Wörtern und Wörter in der Sprache der Zielgruppe. Zeichen außerhalb von ASCII sollen in Links prozentkodiert werden [3]. Beides ist also möglich. Wir raten für deutschsprachige Websites meist zu ASCII in Kleinbuchstaben, weil solche Adressen beim Kopieren, in E-Mails und in Tabellen unverändert bleiben. Entscheiden Sie das am besten vor dem Start. Wer bestehende Aliasse nachträglich umschreibt, erzeugt neue Adressen, die alle weitergeleitet werden müssen.
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Nachrichten, Termine und Detailseiten
Nachrichtenbeiträge haben einen eigenen Alias, ebenfalls als eindeutige Referenz für den Aufruf im Browser [4]. Angezeigt wird ein Beitrag auf der Seite, die im Archiv als Weiterleitungsseite eingetragen ist und das Modul Nachrichtenleser enthält [4]. Diese Leserseite verdient deshalb dieselbe Sorgfalt wie eine Hauptseite: Ihr Alias erscheint in den Adressen aller Beiträge, die dort angezeigt werden.
Für Leserseiten gibt es die Option Element erforderlich. Ist sie gesetzt, liefert die Seite eine 404-Fehlerseite, wenn die Adresse keinen Alias eines Elements enthält [1]. So steht keine leere Leserseite ohne Beitrag im Netz, die als inhaltsarme Seite in den Index geraten könnte.
Was passiert, wenn sich ein Alias ändert
Ändern Sie den Alias einer Seite, ist sie unter der alten Adresse nicht mehr erreichbar. Wer die alte Adresse aufruft, landet auf der Seite vom Typ 404 Seite nicht gefunden [5]. Das betrifft Lesezeichen, Links von anderen Websites und die Einträge in den Suchergebnissen. Für eine geänderte Adresse legen Sie deshalb eine Seite vom Typ interne Weiterleitung an, wählen die neue Seite als Ziel und stellen den Typ auf permanent, also HTTP 301 [6]. Google wertet eine permanente Weiterleitung als Signal, dass das Ziel die kanonische Adresse ist, und zeigt dann das Ziel in den Ergebnissen [7].

Besonders weit reichen Änderungen im Startpunkt. Ein neues Präfix, ein entferntes Suffix oder das Einschalten der Ordner-URLs ändert die Adresse jeder Seite darunter. Planen Sie solche Schritte wie einen kleinen Relaunch:
- Vorher alle Adressen sichern, etwa aus der Datei sitemap.xml oder mit einem Crawl.
- Für jede alte Adresse das neue Ziel festlegen.
- Die Weiterleitungen anlegen und am Tag der Umstellung alle alten Adressen einmal aufrufen.
- In den Wochen danach die Search Console auf Fehler beim Abruf prüfen.
Wie Weiterleitung und kanonische Angabe zusammenspielen, erklärt der Ratgeber Canonical oder 301. Den Begriff selbst erläutert das Glossar zur 301-Weiterleitung. Bei einem Umzug mit vielen Adressen hilft die Leistung Website-Migration.
Bestehende Aliasse prüfen
Bei einer Website, die schon einige Jahre läuft, lohnt ein Blick auf alle Aliasse in einer Liste. Am einfachsten exportieren Sie dafür die Adressen aus einem Crawl oder aus der Datei sitemap.xml und sortieren sie nach Länge. Auffällig sind Aliasse mit Unterstrichen, mit Jahreszahlen, mit Füllwörtern aus dem Seitennamen oder mit einer Mischung aus Umlauten und Ersatzschreibweisen.
Nicht jeder Fund ist ein Grund für eine Änderung. Eine Seite, die gut gefunden wird und Links von anderen Websites hat, behält ihre Adresse in der Regel besser, auch wenn der Alias nicht schön ist. Jede Änderung braucht eine Weiterleitung, und bis Suchmaschinen die neue Adresse übernommen haben, vergeht Zeit. Ändern Sie Aliasse deshalb vor allem dort, wo eine Seite neu aufgebaut wird oder wo der alte Alias in die Irre führt, etwa weil er ein Produkt nennt, das es nicht mehr gibt.
Ein zweiter Prüfpunkt sind Parameter. Achten Sie in der Liste auf Adressen mit angehängten Parametern, etwa für Sortierung oder Seitenzahl. Google rät, Parameter wegzulassen, die den Inhalt nicht ändern [3]. In der kanonischen Angabe entfernt Contao Query-Parameter standardmäßig, gewünschte Parameter lassen sich als Liste erhalten [1]. Mehr dazu im Ratgeber Parameter-URLs behandeln.
Zuletzt die Weiterleitungen selbst. Wurde eine Seite über die Jahre mehrmals umbenannt, zeigt eine alte Weiterleitung womöglich auf eine Adresse, die ihrerseits weiterleitet. Solche Ketten kosten bei jedem Aufruf Zeit. Stellen Sie das Ziel jeder alten Weiterleitungsseite in Contao direkt auf die aktuelle Seite und rufen Sie die alten Adressen danach einmal auf.
Mehrere Sprachen und Domains
Mehrsprachige Websites legt Contao als eigene Webseite je Sprache an, jede mit eigenem Startpunkt. Das Sprachkürzel in der Adresse kommt über das URL-Präfix, das Kürzel ist frei wählbar, und ein Startpunkt kann auch ohne Präfix laufen [8]. Weil jede Sprache einen eigenen Seitenbaum hat, der sich auch in der Struktur unterscheiden darf [8], bekommt jede Seite dort ihren eigenen Alias, zum Beispiel leistungen im deutschen und services im englischen Baum. Läuft eine Installation unter mehreren Domains, bekommt jede Domain einen eigenen Startpunkt mit dem Domainnamen. Gibt es nur einen Startpunkt, empfiehlt das Handbuch, weitere Domains auf die Hauptdomain umzuleiten [9].

Welche Felder im Startpunkt sonst noch für Suchmaschinen zählen, steht im Ratgeber Contao SEO-Einstellungen. Die Einstiegsseite Contao SEO Agentur beschreibt, wie wir eine Contao-Website prüfen.
Sie wollen Aliasse umstellen oder Ordner-URLs einschalten und sind unsicher, was dabei mit Ihren Adressen passiert? Fragen Sie in der gratis Sprechstunde nach, bevor Sie die Änderung speichern.
- Organisation Reguläre Seite. Contao Handbuch 5.x. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Website-Startseite. Contao Handbuch 5.x. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation URL-Struktur für die Google Suche. Google Search Central. Stand 21.10.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Nachrichtenverwaltung. Contao Handbuch 5.x. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation 404 Seite nicht gefunden. Contao Handbuch 5.x. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Interne Weiterleitung. Contao Handbuch 5.x. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Weiterleitungen und die Google Suche. Google Search Central. Stand 14.04.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Mehrsprachige Webseiten. Contao Handbuch 5.x. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Multidomain-Betrieb. Contao Handbuch 5.x. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Was ist ein URL-Alias in Contao?
Der Alias ist die eindeutige Kennung einer Seite in ihrer Adresse. Contao vergibt ihn automatisch, wenn das Feld beim Anlegen leer bleibt. Präfix, Suffix und Ordner-URLs aus dem Startpunkt ergänzen ihn zur vollständigen Adresse.
Welchen Alias braucht die Startseite?
Laut Contao-Handbuch sollte der Alias der Startseite immer index lauten. Nur dann erscheint sie unter der Wurzel der Domain.
Leitet Contao eine alte Adresse nach dem Ändern des Alias weiter?
Planen Sie die Weiterleitung selbst ein. Legen Sie eine Seite vom Typ interne Weiterleitung mit dem Typ permanent (HTTP 301) an und prüfen Sie danach, ob die alte Adresse auf das neue Ziel führt.
Wie entferne ich die Endung .html aus den Adressen?
Über das Feld URL-Suffix im Startpunkt der Website. Bei einer bestehenden Website ändert das alle Adressen, deshalb brauchen alle alten Adressen eine Weiterleitung.
Sind Umlaute im Alias ein Problem?
Contao erlaubt Unicode oder ASCII für automatische Aliasse. Google akzeptiert Wörter in der Sprache der Zielgruppe. Wichtig ist, sich einmal zu entscheiden und den Zeichensatz nicht im laufenden Betrieb zu wechseln.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.



