Ein WooCommerce-Shop hat strukturierte Daten, bevor jemand eine Zeile Code dafür schreibt. WooCommerce bringt eine eigene Klasse mit, die auf Produktseiten JSON-LD erzeugt. Die Frage beim WooCommerce Schema Markup ist deshalb selten, ob es Auszeichnungen gibt. Wichtiger ist, ob sie vollständig sind, ob ein SEO-Plugin eine zweite Fassung danebenstellt und ob die Bewertungen, die in die Daten einfließen, Googles Regeln erfüllen. Die folgenden Angaben stammen aus dem Quellcode von WooCommerce im Entwicklungszweig trunk, abgerufen am 31.10.2026. In der Version, die in Ihrem Shop läuft, kann einzelnes abweichen.
Was WooCommerce selbst ausgibt
Die Klasse für strukturierte Daten sammelt die Angaben einer Seite und gibt sie gesammelt als JSON-LD im Fußbereich der Seite aus [1]. Auf Produktseiten entsteht ein Eintrag vom Typ Product mit Name, Adresse, Beschreibung und Bild. Als Beschreibung nimmt WooCommerce die Kurzbeschreibung und, wenn sie fehlt, die lange Beschreibung. Als sku dient die Artikelnummer oder, ohne Artikelnummer, die ID des Produkts. Eine GTIN gibt WooCommerce aus, wenn sie gültig ist, eine MPN, wenn sie gesetzt ist [1].

Zum Angebot gehören Preis mit Preisangabe, Gültigkeit des Preises, Verfügbarkeit als vorrätig, nachbestellbar oder ausverkauft, Adresse, Verkäufer und Währung. Bei variablen Produkten mit Preisspanne nimmt WooCommerce ein AggregateOffer mit niedrigstem und höchstem Preis und der Zahl der Angebote [1]. Daneben erzeugt die Klasse einen Brotkrumenpfad als BreadcrumbList, auf einer Shop-Startseite einen Eintrag vom Typ WebSite mit Suchfunktion und auf der Seite für Rückgaben einen Eintrag OnlineStore mit Rückgaberichtlinie [1].
Zwei Punkte fallen beim Lesen des Codes auf. Bewertungen nimmt WooCommerce nur auf, wenn das Produkt Bewertungen hat und Sternebewertungen eingeschaltet sind. Dann kommen eine Gesamtbewertung und bis zu fünf aktuelle, freigegebene Bewertungen mit Sternen dazu [1]. Und hat ein Produkt weder Bewertungen noch Angebote, entfällt der Product-Eintrag ganz [1]. Auch Bestellbestätigungen per E-Mail bekommen eigene Auszeichnungen vom Typ Order mit Bestellnummer, Status und Positionen [1]. Das erklärt, warum auch in E-Mails des Shops JSON-LD auftaucht.
Prüfen Sie nach dem Lesen dieser Liste vor allem die Daten, aus denen das Markup entsteht. Fehlt bei vielen Produkten die Kurzbeschreibung, steht im Markup die lange Beschreibung. Fehlen Artikelnummern, steht dort die interne ID. Und ist der Lagerbestand nicht gepflegt, meldet das Markup womöglich ein Produkt als vorrätig, das längst ausverkauft ist.
Was Google für Händlereinträge erwartet
Google unterscheidet zwei Arten von Produkt-Markup. Für Seiten, auf denen Kunden ein Produkt kaufen können, gibt es Händlereinträge. Produkt-Snippets sind für andere produktbezogene Seiten gedacht, etwa Rezensionen [2]. Ein Shop braucht also die Auszeichnung für Händlereinträge. Pflicht sind dort Name, Bild und ein Angebot mit Preis und Währung [3]. Empfohlen werden unter anderem Marke, GTIN, Gesamtbewertung, Bewertungen, Versandangaben, Rückgaberichtlinie und Verfügbarkeit [3].
Legt man beides nebeneinander, deckt WooCommerce die Pflichtangaben ab. Eine Marke und Versandangaben haben wir im Code der Klasse nicht gefunden [1]. Ergänzen lässt sich das über Filter, die WooCommerce dafür vorsieht, zum Beispiel woocommerce_structured_data_product für den Product-Eintrag und woocommerce_structured_data_product_offer für das Angebot [1]. Viele Shops ergänzen solche Angaben auch über ein SEO-Plugin. Wie das in WordPress aussieht, beschreibt unser Portal unter Schema-Markup in WordPress.
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Varianten
Für Produkte mit Varianten empfiehlt Google den Typ ProductGroup. Die Varianten hängen über hasVariant an der Gruppe, variesBy nennt die Merkmale, in denen sie sich unterscheiden, und productGroupID trägt die Kennung der Gruppe. Jede Variante braucht eine eigene Kennung wie sku oder gtin [4]. Liegen alle Varianten auf einer Seite, nennt Google eine kanonische Adresse für die ganze Gruppe, und jede Variante muss sich über eine eigene Adresse mit Parametern vorauswählen lassen [4].

WooCommerce kommt dem entgegen. Wird eine vollständig festgelegte Variante über die Merkmale in der Adresse aufgerufen, gibt der Code ein einzelnes Angebot für diese Variante aus und verweist mit inProductGroupWithID auf das Elternprodukt [1]. Ein vollständiges ProductGroup mit hasVariant baut die Klasse nach unserem Lesen des Codes nicht. Wer Varianten so auszeichnen will, wie Google es beschreibt, braucht eine Erweiterung oder eigenen Code.
Eine Quelle statt zwei
Viele SEO-Plugins für WordPress geben ebenfalls Product-Markup aus. Dann stehen auf einer Produktseite zwei Fassungen mit womöglich unterschiedlichen Angaben. Entscheiden Sie sich für eine Quelle und schalten Sie die andere ab. Prüfen Sie das Ergebnis an einigen Produktseiten mit dem Test für Rich-Suchergebnisse und dem URL-Prüftool der Search Console, die Google für die Kontrolle nennt. Google weist dabei darauf hin, dass per JavaScript erzeugtes Produkt-Markup weniger zuverlässig erfasst werden kann [4]. Die Ausgabe von WooCommerce steht im HTML der Seite und ist davon nicht betroffen.
Bewertungen in WooCommerce einstellen
Die Einstellungen liegen unter WooCommerce, Einstellungen, Produkte im Abschnitt Bewertungen. Dort schalten Sie Produktbewertungen ein, können Bewertungen von Käufern als "verifizierter Besitzer" kennzeichnen oder Bewertungen ganz auf Käufer beschränken. Sterne lassen sich einschalten und zur Pflicht machen [5]. Für einzelne Produkte schalten Sie Bewertungen unter Produktdaten, Erweitert ein oder aus. Neue Bewertungen geben Sie in der Liste unter Produkte, Bewertungen frei oder ziehen die Freigabe zurück [5].
Für die strukturierten Daten zählt vor allem der Schalter für Sterne. Ohne Sternebewertungen nimmt WooCommerce nach dem Quellcode keine Gesamtbewertung in den Product-Eintrag auf [1]. Die Beschränkung auf verifizierte Käufer ist keine Voraussetzung für Google, sie macht die Bewertungen aber für Kunden nachvollziehbarer.
Googles Regeln für Sterne
Google stellt für Rezensions-Snippets klare Regeln auf. Die ausgezeichneten Bewertungen müssen auf der Seite für Besucher sichtbar sein. Sie beziehen sich auf ein bestimmtes Produkt und nicht auf eine Kategorie oder eine Liste. Gibt es mehrere Bewertungen, gehört eine Gesamtbewertung dazu. Google empfiehlt, nur Bewertungen mit Kommentar und Namen des Verfassers anzunehmen [6]. Bewertungen von anderen Websites dürfen Sie nicht zusammenfassen und auszeichnen, und gefälschte oder nicht offengelegte, gegen eine Gegenleistung erstellte Bewertungen haben weder auf der Seite noch im Markup etwas zu suchen [6]. Für die Gesamtbewertung verlangt Google neben dem Durchschnitt entweder die Zahl der Bewertungen oder die Zahl der Rezensionen [6].

Daraus folgt für den Shop: Bewertungen schreiben die Kunden, niemand sonst. Schreiben Sie keine Bewertungen im Namen des Shops, Ihrer Mitarbeiter oder erfundener Käufer, und übernehmen Sie keine Sterne von Bewertungsportalen in das Markup Ihrer Produktseiten. Bewertungen über den Shop selbst als Unternehmen sind ein eigenes Thema. Hat ein Unternehmen die Kontrolle über die Bewertungen zu sich selbst, bekommt seine Seite dafür laut Google keine Sterne [6]. Rechtliche Fragen rund um Bewertungen behandelt der Ratgeber Bewertungen und UWG, wie Sie mehr echte Bewertungen bekommen, der Ratgeber Produktbewertungen und Sterne in Google.
Sie wollen wissen, ob die strukturierten Daten Ihres WooCommerce-Shops vollständig sind oder ob zwei Plugins gegeneinander arbeiten? Bringen Sie die Frage in die gratis Sprechstunde mit. Größere Umsetzungen beschreibt die Leistung strukturierte Daten umsetzen, den Überblick gibt die Seite WooCommerce SEO Agentur.
- Organisation class-wc-structured-data.php (Quellcode, Zweig trunk). WooCommerce auf GitHub. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Strukturierte Daten für Produkt-Snippets. Google Search Central. Stand 12.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Strukturierte Daten für Händlereinträge. Google Search Central. Stand 12.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Strukturierte Daten für Produktvarianten. Google Search Central. Stand 12.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Product Reviews. WooCommerce Documentation. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Strukturierte Daten für Rezensions-Snippets. Google Search Central. Stand 02.10.2026. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Gibt WooCommerce selbst strukturierte Daten aus?
Ja. Nach dem Quellcode (Zweig trunk, Stand 31.10.2026) erzeugt WooCommerce auf Produktseiten JSON-LD vom Typ Product mit Angebot, Verfügbarkeit, Bewertungen und Brotkrumenpfad. Marke und Versandangaben haben wir im Kerncode nicht gefunden, sie lassen sich über Filter oder ein SEO-Plugin ergänzen.
Warum zeigt mein WooCommerce-Produkt keine Gesamtbewertung im Markup?
Nach dem Quellcode (Zweig trunk, Stand 31.10.2026) nimmt WooCommerce eine Gesamtbewertung nur auf, wenn das Produkt Bewertungen hat und Sternebewertungen in den Einstellungen eingeschaltet sind. Prüfen Sie den Schalter unter WooCommerce, Einstellungen, Produkte.
Darf ich Bewertungen von Bewertungsportalen auf meiner Produktseite auszeichnen?
Nein. Google untersagt, Bewertungen von anderen Websites zusammenzufassen und auszuzeichnen. Auszeichnen dürfen Sie die Bewertungen, die Kunden auf Ihrer Seite abgegeben haben und die dort sichtbar sind.
Brauche ich ein SEO-Plugin für Produkt-Schema in WooCommerce?
Nicht zwingend, nach dem Quellcode (Zweig trunk, Stand 31.10.2026) bringt WooCommerce die Grundauszeichnung mit. Ein Plugin kann fehlende Angaben ergänzen. Achten Sie darauf, dass am Ende nur eine Quelle Product-Markup ausgibt.
Wie prüfe ich die strukturierten Daten meines Shops?
Google nennt den Test für Rich-Suchergebnisse und das URL-Prüftool der Search Console. Prüfen Sie einige Produkte mit und ohne Varianten und mit und ohne Bewertungen.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.



