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Ratgeber

Google Keyword Planner nutzen: so holen Sie SEO-Daten aus dem Werbewerkzeug

Den Google Keyword Planner nutzen Sie über ein Google-Ads-Konto im Menü Tools. Dort finden Sie unter "Neue Keywords entdecken" Ideen zu Begriffen oder zu einer Website und unter "Suchvolumen und Prognosen abrufen" Zahlen zu einer eigenen Liste. Für SEO zählen vor allem die Ideen und das durchschnittliche Suchvolumen, die Spalte Wettbewerb bezieht sich dagegen auf Werbetreibende.

Mann um die fünfzig sortiert an einem Holztisch kleine leere Papierkarten in mehrere Stapel
Bild: KI-generiert

Der Keyword Planner, auf Deutsch Keyword-Planer, ist ein Werkzeug aus Google Ads. Google beschreibt seinen Zweck klar: Der Keyword-Planer "erleichtert Ihnen die Suche nach Keywords für Ihre Suchkampagnen" [1]. Gebaut ist er also für bezahlte Anzeigen. Für die Keyword-Recherche in der Suchmaschinenoptimierung ist er trotzdem eine verbreitete Quelle, weil die Zahlen direkt von Google kommen. Wie Sie ihn dafür einsetzen und wo Sie die Zahlen vorsichtig lesen sollten, steht in den Abschnitten unten. Die Angaben folgen der Google-Ads-Hilfe, Stand 31.10.2026.

Zugang über ein Google-Ads-Konto

Ohne Google-Ads-Konto gibt es keinen Keyword-Planer. Sie öffnen ihn in Google Ads über das Menü Tools und wählen dort den Keyword-Planer [1]. Zur Einrichtung des Kontos gehört nach Googles Hilfe auch die Eingabe von Zahlungsinformationen [1]. Was ein Google-Ads-Konto ist und wie es aufgebaut ist, erklärt das Glossar unter Google-Ads-Konto.

Betreut im Unternehmen jemand anderes die Anzeigen, hält ein eigenes Konto für die Recherche die Arbeit sauber getrennt von laufenden Werbekonten.

Zwei Wege in die Recherche

Auf der Startseite des Werkzeugs stehen zwei Einstiege: "Neue Keywords entdecken" und "Suchvolumen und Prognosen abrufen" [1].

Ein Feldweg auf einer grünen Wiese teilt sich unter weichem Morgenhimmel in zwei Richtungen
Bild: KI-generiert

Neue Keywords entdecken

Hier geben Sie entweder Wörter ein oder eine Website. Bei einer Website "sucht Google nach Keywords, die sich auf den Inhalt dieser Website beziehen" [1]. Das ist für SEO eine mögliche Quelle: Geben Sie die Adresse einer Unterseite eines Wettbewerbers ein, sehen Sie, welche Begriffe Google mit diesem Inhalt verbindet. Mit der eigenen Domain lassen sich außerdem Begriffe ausschließen, die nicht zum Angebot passen [1].

Die Liste der Ideen lässt sich mit Filtern eingrenzen, unter anderem nach Wettbewerb und nach dem Text des Keywords [1]. Google gruppiert die Ideen zudem nach Kategorien, und nicht benötigte Kategorien können Sie entfernen [1]. Für eine SEO-Recherche ist der Textfilter am nützlichsten. Damit blenden Sie etwa alle Ideen mit Markennamen von Wettbewerbern aus oder suchen gezielt nach Fragen mit "wie" und "was".

Suchvolumen und Prognosen abrufen

Der zweite Einstieg ist für eine fertige Liste gedacht. Sie fügen Ihre Keywords ein und erhalten das Suchvolumen sowie eine Prognose für eine Anzeigenkampagne, die Sie auch herunterladen können [1]. Für SEO ist hier vor allem das historische Suchvolumen interessant, die Prognose betrifft Klicks und Kosten von Anzeigen.

Noch eine Frage offen?

In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder Sie rufen einfach an.

Die Spalten richtig lesen

Drei Spalten sehen Sie in fast jeder Auswertung. Ihre Bedeutung steht in der Google-Ads-Hilfe, und nicht jede passt zu SEO.

Lupe liegt auf einem Stapel bedruckter Blätter ohne lesbare Schrift auf einem Schreibtisch
Bild: KI-generiert
SpalteBedeutung laut GoogleNutzen für SEO
Durchschnittl. Suchanfragen pro Monatdurchschnittliche Zahl der Suchanfragen für ein Keyword und ähnliche Varianten, gerundetGrößenordnung der Nachfrage
WettbewerbZahl der Werbetreibenden, die auf das Keyword bieten, im Verhältnis zu allen Keywords, als gering, mittel oder hochkaum, sagt nichts über organische Konkurrenz
Gebot für obere PositionenSchätzwerte aus bisherigen Geboten, unterer und oberer BereichHinweis auf kaufnahe Suchanfragen

Das Suchvolumen ist ein Durchschnitt über den gewählten Zeitraum, Ort und das Suchnetzwerk, und es bezieht ähnliche Varianten mit ein [2]. Weil Google die Zahlen rundet, ergeben mehrere Orte zusammen nicht unbedingt die Summe, die Sie erwarten [2]. Lesen Sie die Zahl deshalb als Größenordnung. Für die Planung reicht die Frage, ob ein Begriff eher zehn, hundert oder tausend Suchen im Monat hat.

Die Spalte Wettbewerb führt in der SEO-Arbeit häufig in die Irre. Sie misst die Zahl der Werbetreibenden, die Gebote abgeben [2]. Ein Begriff mit hohem Wettbewerb kann in der organischen Suche leicht zu erreichen sein und umgekehrt. Wie schwer ein Keyword organisch ist, beantworten Kennzahlen wie die Keyword Difficulty kommerzieller Werkzeuge, erklärt im Glossar unter Keyword Difficulty.

Das Gebot für obere Positionen ist nach unserer Einschätzung dagegen ein brauchbares Nebensignal. Bieten viele Werbetreibende hohe Beträge, ist die Suchanfrage für sie offenbar wertvoll, oft weil Menschen dahinter etwas kaufen oder anfragen wollen.

Grenzen für die SEO-Arbeit

Der Hinweis im Kasten oben stammt direkt aus Googles Hilfe [1]. Gerade spezielle Fachbegriffe und lange Suchanfragen fallen deshalb oft heraus. Nach unserer Erfahrung zeigt der Keyword-Planer bei Konten ohne laufende Anzeigen außerdem häufig nur grobe Spannen statt genauer Werte. Für kleine Nischen sind diese Spannen kaum aussagekräftig.

Ergänzen Sie den Keyword-Planer deshalb mit Daten, die echte Suchen auf Ihrer Website zeigen. Die Search Console liefert die Suchanfragen, für die Ihre Seiten bereits erscheinen, beschrieben im Ratgeber Keyword-Recherche aus der Search Console. Google Trends zeigt, wie sich das Interesse über die Zeit verändert, siehe Google Trends für die Themenfindung. Wie der Keyword-Planer im Vergleich zu kommerziellen Werkzeugen abschneidet, steht im Beitrag Keyword-Tools im Vergleich.

Suchvolumen und Impressionen nicht verwechseln

Wer neben dem Keyword-Planer auch die Search Console nutzt, sieht für denselben Begriff oft zwei sehr unterschiedliche Zahlen. Das ist kein Fehler. Der Keyword-Planer nennt die durchschnittliche Zahl der Suchanfragen für ein Keyword und ähnliche Varianten im gewählten Gebiet [2]. Die Search Console zählt Impressionen, also wie oft Ihre Website in den Google-Suchergebnissen erschienen ist [3]. Steht Ihre Seite für einen Begriff auf der zweiten Ergebnisseite, sieht sie nur ein Teil der Suchenden, und die Impressionen bleiben weit unter dem Suchvolumen.

Beide Zahlen ergänzen sich. Das Suchvolumen sagt, wie groß die Nachfrage ist. Die Impressionen sagen, wie viel davon Ihre Website heute schon erreicht. Liegt ein Begriff mit großem Suchvolumen bei Ihnen nur bei wenigen Impressionen, ist er ein Kandidat für eine bessere oder eine neue Seite. Umgekehrt zeigt die Search Console oft Begriffe mit Impressionen, die der Keyword-Planer gar nicht führt, weil ihr Volumen dort zu gering ist [1]. Den Begriff Suchvolumen erklärt das Glossar unter Suchvolumen.

Ein Ablauf für die Praxis

  1. Sammeln Sie fünf bis zehn Startbegriffe aus Ihrem Angebot und aus Kundenanfragen.
  2. Geben Sie sie unter "Neue Keywords entdecken" ein, stellen Sie Ort und Sprache auf Ihren Markt und wählen Sie einen Zeitraum von zwölf Monaten, damit saisonale Schwankungen im Durchschnitt stecken.
  3. Wiederholen Sie die Abfrage mit der Adresse Ihrer wichtigsten Seite und mit einer vergleichbaren Seite eines Wettbewerbers.
  4. Filtern Sie Markennamen und unpassende Begriffe heraus und laden Sie die Liste herunter.
  5. Ordnen Sie die Begriffe nach Suchabsicht und ordnen Sie jeder Gruppe eine Seite zu.

Erst die Zuordnung zu Seiten macht aus der Liste einen Plan. Wenn Sie diese Arbeit abgeben möchten, finden Sie unter Keyword-Recherche beauftragen unsere Leistung dazu. Bei SEO NW dauert eine solche Recherche in der Regel ein bis zwei Wochen.

Hände einer jungen Frau heften leere Papierzettel in Spalten an eine Wand in einem hellen Raum
Bild: KI-generiert

Sie haben eine Liste aus dem Keyword-Planer und sind unsicher, welche Begriffe sich lohnen? Bringen Sie sie in die gratis SEO-Sprechstunde mit.

  1. Organisation Keyword-Planer verwenden. Google Ads-Hilfe. Stand 2026. abgerufen am 31.10.2026
  2. Organisation Keyword-Planer: Statistiken und Messwerte. Google Ads-Hilfe. Stand 2026. abgerufen am 31.10.2026
  3. Organisation Leistungsbericht (Suche). Search Console-Hilfe. Stand 2026. abgerufen am 31.10.2026

Häufige Fragen

Ist der Google Keyword Planner kostenlos?

Google nennt in der Hilfe keinen eigenen Preis für den Keyword-Planer. Sie brauchen aber ein Google-Ads-Konto, und zu dessen Einrichtung gehört laut Google die Eingabe von Zahlungsinformationen.

Was bedeutet die Spalte Wettbewerb?

Sie zeigt, wie viele Werbetreibende auf ein Keyword bieten, im Verhältnis zu allen Keywords bei Google. Über die Konkurrenz in der organischen Suche sagt sie nichts.

Warum fehlen manche Keywords?

Google zeigt Keywords mit sehr geringem Suchvolumen und als sensibel eingestufte Keywords nicht an.

Wie genau sind die Suchvolumen?

Es sind gerundete Durchschnittswerte über den gewählten Zeitraum, einschließlich ähnlicher Varianten. Lesen Sie sie als Größenordnung.

Kann ich Keywords zu einer fremden Website finden?

Ja. Unter "Neue Keywords entdecken" können Sie statt Wörtern eine Website eingeben, Google schlägt dann Keywords zum Inhalt dieser Website vor.

Noch eine Frage offen?

In der gratis Sprechstunde beantworten wir Fragen zu SEO live, jeden ersten Samstag im Monat um 18 Uhr. Oder Sie rufen einfach an.

Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.

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