In deutschsprachigen SEO-Berichten taucht eine Kurve besonders oft auf: der Sichtbarkeitsindex von Sistrix. Wer nach Erfahrungen mit Sistrix sucht, will meist wissen, was hinter dieser Kurve steckt, was die Toolbox sonst kann und welcher Tarif nötig ist. Diese Seite beantwortet das mit den Angaben des Herstellers, Stand 31.10.2026. Bewertungen mit Sternen finden Sie hier nicht. Wo wir einschätzen, steht es dabei. Die einzelnen Bereiche der Toolbox beschreiben wir ausführlicher unter Sistrix-Toolbox-Module.
Anbieter und Datenhaltung
Sistrix schreibt auf seiner Startseite, das Unternehmen habe seinen Firmensitz in Deutschland und halte alle Daten ausschließlich in Europa vor [1]. Für Unternehmen, die bei der Auswahl auf den Speicherort achten, ist das eine klare Angabe. Die Sprachauswahl der Website nennt Deutsch, Englisch, Spanisch, Italienisch und Französisch [1].
Wie der Sichtbarkeitsindex entsteht
Sistrix beschreibt die Berechnung in drei Schritten [2]. Zuerst erhebt das Unternehmen die organischen Google-Ergebnisse für eine Million Suchanfragen je Land, ausgewählt so, dass sie das Suchverhalten im Land abbilden. In der Regel werden die ersten 100 Ergebnisse je Suchanfrage erfasst, das ergibt etwa 100 Millionen Datenpunkte [2]. Ein Teil der Suchanfragen wird im Lauf der Zeit ausgetauscht, wenn sich die Nachfrage verschiebt.

Im zweiten Schritt gewichtet Sistrix jeden Datenpunkt nach dem Suchvolumen des Begriffs und der erwarteten Klickrate der Position [2]. Eine achte Position bei einem gefragten Begriff kann dadurch mehr zählen als eine erste Position bei einem Begriff, den kaum jemand sucht. Im dritten Schritt werden die gewichteten Werte aller Rankings einer Domain addiert [2]. Je Land verteilt Sistrix dabei insgesamt 100.000 Sichtbarkeitspunkte auf alle gefundenen Domains [2]. Die Methode ist laut Sistrix seit 2008 unverändert, damit alte und neue Werte vergleichbar bleiben [2].
Für Deutschland reichen die Daten bis zum 25.02.2008 zurück [2]. In 13 Ländern mit Desktop- und Mobildaten, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz, wird der Index täglich aktualisiert [2]. Länder, die ab 2018 dazukamen, haben nur mobile Daten und einen wöchentlichen Rhythmus [2].
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Was der Index nicht zeigt
Ein Keywordset mit einer Million Begriffen ist groß, deckt aber nicht jede Nische ab. Ein Hersteller von Spezialmaschinen, dessen Kunden nach Fachbegriffen suchen, kann im Index fast unsichtbar sein und trotzdem gute Anfragen aus der Suche bekommen. Für die eigene Website zeigen die Search Console und die Webanalyse, was wirklich ankommt. Welche Zahl was aussagt, ordnet unser Ratgeber Sichtbarkeit messen ein.

Bei der Zahl der Länder widerspricht sich die Herstellerseite selbst. In der Einleitung ist von 30 Ländern die Rede, an anderer Stelle von 40 und in den häufigen Fragen von über 50 [2]. Die Preisseite nennt beim Sichtbarkeitsindex 30 Länder und für die Daten des kleinsten Tarifs über 40 Länder [3]. Für Websites aus Deutschland, Österreich und der Schweiz spielt das keine Rolle, weil alle drei Länder seit Jahren täglich erfasst werden. Für internationale Projekte fragen Sie vorher nach, welche Länder in welcher Tiefe abgedeckt sind.
Den Index richtig lesen
Bevor Sie bei einer fallenden Kurve handeln, lohnt ein Blick auf drei Dinge. Erstens der Vergleich: Fällt nur Ihre Domain, oder fallen die Wettbewerber im selben Zeitraum mit? Sistrix bietet dafür den Vergleich mehrerer Domains [7]. Zweitens die Ursache in den Keywords: Hinter einem Rückgang stehen oft wenige Begriffe mit hohem Suchvolumen, die einige Positionen verloren haben. Die Auswertungen zu Ranking-Veränderungen zeigen, welche das sind [7]. Drittens die Struktur: Betrifft der Verlust die ganze Domain oder nur ein Verzeichnis oder eine Subdomain? Auch dafür führt das Handbuch eigene Ansichten [7].
Fällt der Rückgang mit einem bestätigten Google-Update zusammen, ändert das die Fragen an die eigenen Inhalte. Wichtig ist auch der Blick auf das Datum. Bei täglicher Aktualisierung sind kleine Schwankungen normal. Erst ein Trend über mehrere Wochen ist ein Befund.
Halten Sie außerdem fest, wann Sie selbst etwas an der Website geändert haben, etwa einen Relaunch, neue Adressen oder gelöschte Bereiche. Ohne diese Notizen lässt sich ein Knick in der Kurve später kaum noch einer Ursache zuordnen.
Die Bereiche der Toolbox
Die Toolbox gliedert sich heute in drei große Produktbereiche: Google SEO, AI-Sichtbarkeit und Amazon Marketplace [4]. Zu Google SEO gehören laut Produktseite Keyword-Recherche, Wettbewerbsanalyse, ein Onpage-Audit, Content-Optimierung, Rank Tracking, Backlink-Analyse und Auswertungen zu Google-Anzeigen [4]. Dazu kommen Berichte, die sich automatisch versenden lassen, und eine Schnittstelle für eigene Auswertungen [4].
Die AI-Sichtbarkeit zeigt, bei welchen Prompts eine Marke in KI-Antworten genannt wird und welche Websites diese Antworten als Quelle anführen [5]. Als beobachtete Plattformen nennt Sistrix Google AI Overviews, Google AI Mode, ChatGPT und Perplexity [5]. Der Bereich Amazon Marketplace deckt laut Sistrix die fünf Marktplätze Deutschland, Vereinigtes Königreich, Frankreich, Italien und Spanien ab [6].
Tarife und Test
Sistrix hat vier Tarife: Start, Plus, Professional und Premium [3]. Die Preise stehen auf der Preisseite des Herstellers, alle Tarife sind monatlich kündbar, ein Jahresvertrag senkt den Monatsbetrag [3]. Für die Auswahl sind diese Unterschiede wichtiger als der Preis:

| Tarif | Nutzer | Projekte | Datenhistorie |
|---|---|---|---|
| Start | 1 | 3 | 3 Monate |
| Plus | 3 | 15 | 5 Jahre |
| Professional | 6 | 40 | vollständig |
| Premium | 12 | 100 | vollständig |
Die Angaben folgen der Preisseite [3]. Die Datenhistorie ist der Punkt, den viele unterschätzen. Mit drei Monaten Verlauf im kleinsten Tarif sehen Sie zwar den aktuellen Stand, aber nicht, ob ein Wettbewerber seit Jahren wächst oder ob ein Einbruch mit einem Google-Update zusammenfällt. Inhaltswerkzeuge wie der Content-Assistent sind laut Preisseite erst ab dem Tarif Plus enthalten [3]. Ab diesem Tarif lassen sich weitere Nutzer dazubuchen [3].
Ausprobieren lässt sich Sistrix 14 Tage kostenlos. Der Test läuft laut Sistrix automatisch aus, eine Kündigung ist nicht nötig [1].
Unsere Einschätzung
Für Unternehmen und Agenturen, deren Kunden vor allem im deutschsprachigen Raum suchen, ist Sistrix ein naheliegendes Werkzeug. Der lange Verlauf des Sichtbarkeitsindex für Deutschland, die Datenhaltung in Europa und die deutsche Oberfläche sprechen dafür. Wer international in vielen Ländern arbeitet oder vor allem Backlinks auswertet, sollte Sistrix mit Semrush oder Ahrefs vergleichen. Die Unterschiede stehen unter Sistrix oder Semrush und Sistrix oder Ahrefs.
Für einen kleinen Betrieb mit einer Website und wenigen Leistungen ist ein Abo oft mehr, als die Fragen verlangen. Dort beantworten die kostenlosen Werkzeuge von Google und Bing das meiste.
Eine Kurzerklärung finden Sie im Glossar unter Sichtbarkeitsindex. Wenn Sie die Auswertung lieber abgeben, beschreibt unsere Leistung SEO-Wettbewerbsanalyse, wie wir dabei vorgehen.
Ihre Sichtbarkeitskurve ist gefallen und Sie wissen nicht, warum? Stellen Sie Ihre Frage in der gratis Sprechstunde.
- Organisation SISTRIX (Startseite). SISTRIX. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation SISTRIX Sichtbarkeitsindex: Erläuterung, Hintergründe und Berechnung. SISTRIX. Stand 30.11.2022. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Preise. SISTRIX. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation SISTRIX Toolbox. SISTRIX. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation AI-Sichtbarkeit. SISTRIX. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Amazon Marketplace. SISTRIX. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Handbuch: SEO-Modul. SISTRIX. Stand ohne Datum. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Was ist der Sistrix-Sichtbarkeitsindex?
Eine Kennzahl von Sistrix, die zeigt, wie stark eine Domain in den Google-Ergebnissen für eine Million Suchanfragen je Land vertreten ist. Positionen werden nach Suchvolumen und erwarteter Klickrate gewichtet und addiert.
Kann man Sistrix kostenlos testen?
Ja, 14 Tage. Der Test läuft laut Sistrix automatisch aus, eine Kündigung ist nicht nötig.
Wie oft aktualisiert Sistrix den Sichtbarkeitsindex?
In 13 Ländern mit Desktop- und Mobildaten täglich, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz. Später hinzugekommene Länder mit nur mobilen Daten werden wöchentlich aktualisiert.
Wo speichert Sistrix seine Daten?
Laut Startseite ausschließlich in Europa, bei einem Firmensitz in Deutschland.
Welcher Tarif reicht für den Einstieg?
Der kleinste Tarif hat einen Nutzer, drei Projekte und drei Monate Datenhistorie. Wer Entwicklungen über Jahre sehen oder Inhaltswerkzeuge nutzen will, braucht mindestens den Tarif Plus.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.



