Wer einen Text schreibt, ohne zu wissen, für wen er ist und welche Frage er beantworten soll, schreibt meistens zweimal. Das Content-Briefing verhindert die zweite Runde. Es hält auf einer Seite fest, was der Text leisten soll, und es ist für alle gleich: für die Autorin im Haus, die freie Texterin und die Agentur. Unsere Vorlage ist eine Tabelle mit drei Spalten. Links steht das Feld, in der Mitte Ihr Eintrag, rechts ein kurzer Hinweis, was in das Feld gehört. Die Vorschau unten zeigt Feld und Beispieleintrag.
Die Felder im Überblick
| Feld | Eintrag (Beispiel) |
|---|---|
| Arbeitstitel | [Thema in einem Satz] |
| Ziel-URL | /ratgeber/[thema]/ |
| Hauptkeyword und Nebenkeywords | aus der Keyword-Map übernommen |
| Suchintention | informativ, kommerziell oder transaktional |
| Leserin oder Leser | [wer sucht, mit welchem Vorwissen] |
| Fragen, die der Text beantwortet | [Frage 1], [Frage 2], [Frage 3] |
| Gliederung | Zwischenüberschriften als Entwurf |
| Eigene Erfahrung, eigene Daten | [was nur Sie beitragen können] |
| Quellen | [Primärquellen, die genutzt werden sollen] |
| Interne Links | [Seiten, auf die der Text verweist] |
| Title und Description | Entwürfe |
| Handlungsaufforderung | [nächster Schritt für die Leser] |
| Bilder | [Motive, Alt-Texte] |
| Autor, Prüfung, Termin | [Name], [Name], [TT.MM.JJJJ] |
Vorlage herunterladen (CSV, Excel und Google Tabellen)
Frei nutzbar für eigene und Kundenprojekte. Wer die Datei weitergibt, nennt bitte seo-manager.info als Quelle.
Woher die Einträge kommen
Hauptkeyword, Nebenkeywords und Ziel-URL übernehmen Sie aus der Keyword-Map. Steht das Thema dort noch nicht, gehört es zuerst hinein, damit kein zweiter Text zum selben Begriff entsteht. Die Suchintention lesen Sie an den aktuellen Suchergebnissen ab. Wie das geht, beschreibt der Ratgeber Suchintention erkennen.

Die Felder für Leser, Fragen und eigene Erfahrung folgen Googles Fragen zur Selbsteinschätzung von Inhalten. Google fragt dort unter anderem, ob ein Inhalt eigene Informationen, Recherchen oder Analysen bietet und über das Offensichtliche hinausgeht [1]. Gefragt wird auch, ob der Inhalt erkennbar von jemandem mit Fachwissen stammt [1]. Das Feld "Eigene Erfahrung, eigene Daten" zwingt dazu, das vor dem Schreiben zu klären. Bleibt es leer, ist das ein Signal, das Thema noch einmal zu prüfen.
Für die Gliederung gilt, was Google im Startleitfaden schreibt: Inhalte sollen gut lesbar und übersichtlich gegliedert sein, längere Texte in Absätze und Abschnitte mit Überschriften geteilt [2]. Im Briefing reichen Arbeitsüberschriften. Die Autorin darf sie beim Schreiben ändern.
Fragen zu Ihrer Website?
Rufen Sie an, stellen Sie Ihre Frage in der gratis Sprechstunde oder vereinbaren Sie ein Erstgespräch.
Ein Feld, das fehlt: die Wortzahl
Viele Briefings nennen eine Mindestlänge. Unsere Vorlage hat dafür kein Feld. Google schreibt, dass es keine bevorzugte Wortzahl gibt, und nennt das Schreiben auf eine Zielmenge sogar als Warnzeichen [1]. Auch der Startleitfaden zählt die Länge zu den Dingen, die für das Ranking allein keine Rolle spielen [2]. Statt einer Zahl beschreibt das Feld "Fragen, die der Text beantwortet" den Umfang. Ist jede Frage gut beantwortet, ist der Text lang genug.
Häufige Lücken im Briefing
Nach unserer Erfahrung bleiben oft drei Felder leer, und jedes kostet später Zeit. Ohne Beschreibung der Leser fehlt der Autorin der Maßstab, wie viel Vorwissen sie voraussetzen darf. Ohne Quellenliste sucht sie selbst und landet womöglich bei Zusammenfassungen aus zweiter Hand, die sich widersprechen. Und ohne benannte Prüferin bleibt der fertige Text liegen, weil niemand weiß, wer ihn fachlich abnimmt. Sehen Sie sich diese Felder an, bevor Sie das Briefing weitergeben.
Hilfreich ist außerdem die Abgrenzung zu vorhandenen Seiten. Schreiben Sie in das Feld Interne Links auch, welche Seite das Nachbarthema schon behandelt. Dann weiß die Autorin, was sie nur kurz anreißt und verlinkt, und der neue Text wiederholt keine Abschnitte, die es auf der Website schon gibt.
Title, Links und Bilder vorbereiten
Der Entwurf für den Title steht schon im Briefing, weil er den Kern des Textes in wenigen Worten fasst. Google wünscht sich als Überschrift eine beschreibende, hilfreiche Zusammenfassung ohne Übertreibung [1]. Die Entwürfe für Title und Description wandern später in die Meta-Daten-Tabelle.

Für interne Links nennt das Briefing die Zielseiten und, wenn nötig, den Ankertext. Google rät zu beschreibenden Linktexten, die vorab erkennen lassen, worum es auf der verlinkten Seite geht [2]. Für Bilder hält das Briefing Motiv und Alt-Text fest, weil der Startleitfaden einen beschreibenden Alternativtext empfiehlt [2].
Vom Briefing zum Redaktionsplan
Ein fertiges Briefing bekommt einen Termin. Diesen tragen Sie in den Redaktionsplan ein, wo die Spalte "Briefing fertig" auf ja springt. Das Glossar erklärt den Begriff unter SEO-Briefing.
Bei Unklarheiten, etwa wenn zwei Themen nah beieinander liegen und Sie nicht wissen, ob ein oder zwei Briefings nötig sind, stellen Sie die Frage in der gratis Sprechstunde.
- Organisation Hilfreiche, vertrauenswürdige, nutzerorientierte Inhalte erstellen. Google Search Central. Stand 07.10.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Startleitfaden zur Suchmaschinenoptimierung (SEO). Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Wer schreibt das Content-Briefing?
Die Person, die das Thema und die Keyword-Map verantwortet, oft die Redaktionsleitung oder die SEO-Zuständige. Fachwissen zum Thema kommt von denen, die es haben, etwa aus Vertrieb oder Technik.
Warum hat die Vorlage kein Feld für die Wortzahl?
Google nennt keine bevorzugte Länge und sieht das Schreiben auf eine Zielmenge als Warnzeichen. Den Umfang bestimmen die Fragen, die der Text beantworten muss.
Wie detailliert soll die Gliederung sein?
Arbeitsüberschriften reichen. Sie zeigen die Reihenfolge der Fragen. Beim Schreiben darf sich die Gliederung ändern, wenn der Text dadurch klarer wird.
Kann ich die Vorlage für Agenturen und freie Autoren nutzen?
Ja. Gerade dann hilft das Feld zur eigenen Erfahrung, weil nur Sie wissen, welche Beispiele und Daten aus Ihrem Unternehmen in den Text gehören.
Fragen zu Ihrer Website?
Rufen Sie an, stellen Sie Ihre Frage in der gratis Sprechstunde oder vereinbaren Sie ein Erstgespräch.
Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.



