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Redirect-Tabelle als Vorlage

Eine Redirect-Tabelle ordnet jeder alten URL genau ein neues Ziel und einen Statuscode zu und hält fest, wann die Weiterleitung getestet wurde. Für dauerhafte Umzüge nennt Google serverseitige Weiterleitungen mit 301 oder 308, direkt auf das Ziel und ohne Ketten.

Hölzerne Sortierfächer, aus denen Briefumschläge von Hand in eine neue Reihe Fächer umsortiert werden
Bild: KI-generiert

Wohin zeigt die alte Adresse nach dem Umbau? Diese Frage stellt sich bei jedem Relaunch, jeder neuen Kategoriestruktur und jedem Domainwechsel für jede einzelne URL. Die Redirect-Tabelle beantwortet sie Zeile für Zeile. Links steht die alte Adresse, daneben das Ziel, der Statuscode und das Ergebnis des Tests nach dem Start. Aus der fertigen Tabelle kann die Technik die Regeln für den Server bauen, und nach dem Start dient dieselbe Datei als Prüfliste.

Die Spalten der Vorlage

SpalteWas hinein gehört
Alte URLvollständige Adresse mit Protokoll und Host, so wie sie heute erreichbar ist
Neue URLdas endgültige Ziel, nie eine Adresse, die selbst noch weiterleitet
Statuscode301 oder 308 für dauerhafte Umzüge, 410 oder 404 für entfallene Inhalte ohne Ersatz
GrundUmzug, zusammengelegt, Struktur geändert, entfällt
Prioritäthoch, mittel, niedrig, etwa nach Klicks oder externen Links
Quellewoher die alte URL stammt: Sitemap, Crawl, Logs, Search Console, CMS-Export
Getestet am, ErgebnisDatum des Tests und der tatsächlich gelieferte Statuscode samt Ziel
NotizSonderfälle, offene Fragen, Ticketnummer

Die Spalte Priorität legt fest, was zuerst zugeordnet und getestet wird. Google rät, bei der Zuordnung mit den wichtigsten URLs zu beginnen [2]. Wichtig sind vor allem Adressen mit vielen Klicks aus der Suche und Adressen, auf die andere Websites verlinken. Die Spalte Quelle hilft später beim Nachprüfen, wenn eine Zeile fragwürdig erscheint.

Beispielzeilen aus der Datei

Die Beispiele in der Datei stehen auf der Domain example.com, damit Sie das Muster sehen und die Zeilen danach überschreiben.

Alte URLNeue URLStatuscodeGrund
https://www.example.com/leistung-a.htmlhttps://www.example.com/leistungen/leistung-a/301Struktur geändert
https://www.example.com/blog/beitrag-althttps://www.example.com/ratgeber/beitrag-neu/301zusammengelegt
https://www.example.com/aktion-vorjahr(kein Ziel)410entfällt
http://example.com/kontakt.phphttps://www.example.com/kontakt/301Umzug

Vorlage herunterladen (CSV, Excel und Google Tabellen)

Frei nutzbar für eigene und Kundenprojekte. Wer die Datei weitergibt, nennt bitte seo-manager.info als Quelle.

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Regeln für das Ausfüllen

Google beschreibt 301 und 308 als dauerhafte Weiterleitungen, 302, 303 und 307 als vorübergehende [1]. Der Unterschied hat Folgen: Bei einer dauerhaften Weiterleitung zeigt Google das Ziel in den Suchergebnissen und wertet es als kanonische Adresse, bei einer vorübergehenden bleibt die alte Adresse sichtbar [1]. Für einen Relaunch gehört in die Spalte Statuscode deshalb fast immer 301 oder 308. Weiterleitungen per JavaScript nennt Google nur für den Fall, dass serverseitige Lösungen und meta refresh nicht möglich sind [1]. Notieren Sie solche Ausnahmen in der Spalte Notiz.

Weiche an einem ruhigen Gleis im Morgenlicht, Nahansicht der Schienen, die die Richtung wechseln
Bild: KI-generiert

Jede Zeile zeigt direkt auf das endgültige Ziel. Ketten entstehen leicht, wenn ein früherer Umzug schon Weiterleitungen hinterlassen hat. Google rät, Ketten zu vermeiden. Der Googlebot folgt zwar bis zu zehn Schritten, empfohlen wird aber eine direkte Weiterleitung zum Ziel. Lässt sich das nicht vermeiden, sind im Idealfall bis zu drei und höchstens vier Schritte angebracht [2]. Gleichen Sie deshalb die Spalte Neue URL mit der Spalte Alte URL ab: Taucht ein Ziel links wieder auf, ist das eine Kette, und Sie tragen das letzte Ziel ein.

Ein Ziel muss inhaltlich passen. Viele alte URLs auf ein unpassendes Ziel wie die Startseite umzuleiten, kann Nutzer verwirren und von Google als Soft 404 gewertet werden [2]. Wenn es für eine alte Seite keinen Ersatz gibt, ist 404 oder 410 die ehrliche Antwort, und Google nennt genau das für Inhalte, die nicht übernommen werden [2]. Mehrere ähnliche Seiten auf eine gemeinsame neue Seite zusammenzuführen, ist dagegen in Ordnung [2].

Von der Tabelle zum Test

Die Spalten Getestet am und Ergebnis füllen Sie nach dem Start. Einzelne Adressen prüft das URL-Prüftool der Search Console, große Mengen prüft man laut Google mit Kommandozeilenwerkzeugen oder Skripten [2]. Für einzelne Stichproben eignet sich auch unser Weiterleitungsprüfer. Tragen Sie den Code ein, den der Server tatsächlich liefert. Weicht er vom geplanten ab, markieren Sie die Zeile und lassen sie offen, bis der Server das Richtige liefert.

Mann in den Fünfzigern vergleicht am Schreibtisch zwei ausgedruckte Listen mit einem Lineal
Bild: KI-generiert

Nach dem Start lohnt ein Blick in den Bericht zur Seitenindexierung. Er nennt Weiterleitungsfehler ausdrücklich, etwa zu lange Ketten, Schleifen oder ungültige Ziele [3]. Jede Adresse, die dort auftaucht, sollte in der Tabelle stehen. Fehlt sie, ergänzen Sie die Zeile.

Die Tabelle bleibt danach im Projekt. Google empfiehlt, Weiterleitungen mindestens ein Jahr bestehen zu lassen [2]. Wer später erneut umbaut, beginnt mit dieser Datei und vermeidet so neue Ketten.

Anleitung und Begriffe

Wie Weiterleitung und Canonical zusammenspielen, erklärt der Ratgeber Canonical und Weiterleitung. Die übrigen Schritte eines Umzugs stehen in der Relaunch-Checkliste. Den Statuscode 301 erklärt das Glossar unter 301-Weiterleitung.

Sie sind unsicher, welches Ziel für eine Gruppe alter Seiten passt, oder ob eine Seite besser ein 410 bekommt? Solche Einzelfragen können Sie in der gratis Sprechstunde stellen.

  1. Organisation Weiterleitungen und die Google Suche. Google Search Central. Stand 20.04.2026. abgerufen am 31.10.2026
  2. Organisation Website migrieren. Google Search Central. Stand 09.09.2026. abgerufen am 31.10.2026
  3. Organisation Bericht zur Seitenindexierung. Search Console-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026

Häufige Fragen

Welchen Statuscode trage ich für einen dauerhaften Umzug ein?

301 oder 308. Google behandelt beide als dauerhafte Weiterleitung und zeigt danach das Ziel in den Suchergebnissen. 302 und 307 gelten als vorübergehend.

Darf ich alte Seiten auf die Startseite weiterleiten?

Nur wenn die Startseite inhaltlich passt. Viele alte URLs auf ein unpassendes Ziel umzuleiten, kann Google als Soft 404 werten. Ohne passenden Ersatz ist 404 oder 410 die bessere Antwort.

Wie finde ich Ketten in der Tabelle?

Prüfen Sie, ob eine Adresse aus der Spalte Neue URL auch in der Spalte Alte URL steht. Dann zeigt eine Weiterleitung auf eine weitere, und Sie tragen stattdessen das letzte Ziel ein.

Wie lange behalte ich die Weiterleitungen?

Google empfiehlt mindestens ein Jahr, besser länger. Bewahren Sie die Tabelle auf, damit ein späterer Umbau darauf aufbauen kann.

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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.

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