„SEO-Hosting" ist als Begriff Marketing. Was zählt, ist das, was jedes gute Hosting ausmacht – nur, dass drei Punkte davon unmittelbar auf die Sichtbarkeit wirken.
Die drei Punkte
Antwortzeit
Wie lange der Server bis zum ersten Byte braucht. Wird gemessen und ist die Grundlage jeder weiteren Optimierung – was hier verloren geht, holt kein Zwischenspeicher auf.
Erreichbarkeit
Kurze Ausfälle sind unkritisch, wiederkehrende nicht. Wichtig: Bei Wartung den Statuscode 503 liefern, damit der Crawler später wiederkommt.
Kontrolle
Eigene Regeln in der Konfiguration, freie Wahl der PHP-Fassung, Zugriff auf Protokolle. Ohne das lassen sich Weiterleitungen und Fehlerseiten kaum steuern.
Was kaum eine Rolle spielt
Der Serverstandort für die Bewertung – wohl aber für den Datenschutz und die Antwortzeit. Und die Nachbarschaft auf einem geteilten Server: Dass die Website eines anderen Kunden die eigene beeinflusst, ist bei seriösen Anbietern kein Thema.
Der praktische Test: Antwortzeit des Servers über eine Woche messen, nicht einmalig. Ein Anbieter, der unter Last einbricht, fällt bei einer Momentaufnahme nicht auf – aber genau dann, wenn Besucher kommen.
Bringt ein Umzug auf einen schnelleren Server bessere Rankings?
Wenn die Antwortzeit vorher schlecht war: mittelbar ja, über die gemessene Ladezeit. War sie in Ordnung, bringt ein schnellerer Server für die Sichtbarkeit nichts – dann liegt der Hebel bei Bildern und Skripten.
Reicht ein günstiges Paket?
Für kleine Websites meist ja. Kritisch wird es bei Shops und bei Seiten mit Lastspitzen – dort entscheidet, wie sich der Server verhält, wenn viele gleichzeitig zugreifen.
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Über den Autor
Alexander MüllerInhaber, SEO- und GEO-Berater
Inhaber von SEO NW, seit 2012 selbstständig. Kommt aus der Technik: Server, Hosting, eigene Redaktionssysteme.