Ein SEO-Audit beantwortet drei Fragen: Was ist auf der Website los, wie schlimm ist es, und was soll zuerst passieren? Fehlt die dritte Antwort, bleibt am Ende eine lange Liste ohne Reihenfolge. Diese Vorlage ist so gebaut, dass jede Zeile alle drei Antworten enthält. Sie eignet sich für die Selbstprüfung und als Gerüst, wenn mehrere Personen an einem Audit arbeiten.
Was ein Audit leisten soll, beschreibt Google auf der Seite zur Auswahl eines SEO-Dienstleisters: Sie sollten realistische Vorschläge bekommen und eine Einschätzung, wie viel Aufwand die Umsetzung kostet [1]. Genau dafür gibt es in der Vorlage die Spalten Empfehlung und Aufwand.
Bereiche und Prüfpunkte
Die Datei gliedert die Prüfpunkte in acht Bereiche. Ein Ausschnitt:

| Bereich | Prüfpunkt | Wo prüfen |
|---|---|---|
| Abruf | Wichtige Seiten liefern Status 200, Googlebot ist nicht gesperrt | URL-Prüftool, robots.txt |
| Indexierung | Gründe für nicht indexierte Seiten: noindex, robots.txt, 404, Soft 404, Weiterleitungsfehler, Duplikate | Bericht zur Seitenindexierung |
| Indexierung | Google hat eine andere kanonische URL gewählt als angegeben | Bericht zur Seitenindexierung, URL-Prüftool |
| Mobilgeräte | gleiche Hauptinhalte, Titel und robots-Angaben auf Mobilgerät und Desktop | Vergleich beider Versionen |
| Ladezeit | LCP, INP und CLS im grünen Bereich | Core-Web-Vitals-Bericht |
| Inhalte | eigene Informationen statt Wiederholung des Offensichtlichen, erkennbare Autorschaft | Stichprobe wichtiger Seiten |
| Snippets | eigener Title und eigene Description je Seite, keine Dopplungen | Crawl, Meta-Daten-Tabelle |
| Links | verlinkende Websites und Ankertexte auf Auffälligkeiten | Linkbericht der Search Console |
Die Prüfpunkte zu den Inhalten folgen Googles Fragen zur Selbsteinschätzung, etwa ob ein Inhalt eigene Informationen bietet und ob erkennbar ist, wer ihn erstellt hat [6]. Für diesen Bereich reicht eine Stichprobe der wichtigsten Seiten.
Vorlage herunterladen (CSV, Excel und Google Tabellen)
Frei nutzbar für eigene und Kundenprojekte. Wer die Datei weitergibt, nennt bitte seo-manager.info als Quelle.
Was in die Befundspalten gehört
Für jeden Prüfpunkt füllen Sie fünf Felder: Befund, Schwere, Empfehlung, Aufwand und Zuständig. Der Befund beschreibt, was Sie gesehen haben, mit Beispiel-URL. "Einige Seiten nicht indexiert" ist kein Befund. "Bericht zur Seitenindexierung: Kategorieseiten mit Status 'Gefunden, zurzeit nicht indexiert', Beispiel /kategorie-a/" ist einer.
Nicht jeder Eintrag im Indexierungsbericht ist ein Fehler. Google schreibt selbst, dass nicht jede Seite indexiert sein muss und Duplikate oder Varianten ohne eigenen Wert draußen bleiben sollen [2]. Seiten mit dem Status "Alternative Seite mit richtigem kanonischen Tag" brauchen keine Maßnahme [2]. Ziel ist, dass die kanonische Fassung jeder wichtigen Seite im Index steht [2]. Notieren Sie solche Fälle in der Vorlage mit Schwere "keine", damit niemand sie später erneut untersucht.
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Befunde gewichten
Die Spalte Schwere hat drei Stufen. Hoch ist alles, was Googles Mindestanforderungen verletzt: Der Googlebot ist blockiert, die Seite liefert keinen Status 200, oder es gibt keine indexierbaren Inhalte [3]. Ein solcher Befund auf wichtigen Seiten geht jeder anderen Maßnahme voraus. Mittel sind Punkte, die Sichtbarkeit kosten, ohne sie zu verhindern, etwa fehlende Inhalte in der mobilen Version, denn Google indexiert die mobile Version, und was dort fehlt, wird nicht indexiert [4]. Niedrig sind Verbesserungen ohne erkennbare Dringlichkeit.

Für die Ladezeit nutzt die Vorlage die Schwellen von web.dev: LCP bis 2,5 Sekunden, INP bis 200 Millisekunden und CLS bis 0,1, gemessen am 75. Perzentil [5]. Die Vorlage schlägt vor, einen Wert knapp darüber als mittleren Befund zu führen und einen Wert weit darüber auf vielen Seiten als hohen. Die genaue Grenze legen Sie selbst fest und schreiben sie in die Notiz, damit das nächste Audit vergleichbar bleibt.
Vom Audit zum Maßnahmenplan
Sortieren Sie die fertige Tabelle nach Schwere und dann nach Aufwand. Oben stehen hohe Befunde mit geringem Aufwand, die Sie sofort angehen. Was hoch und aufwendig ist, braucht einen eigenen Termin. Niedrige Befunde mit großem Aufwand können warten. Die Spalte Status übernehmen Sie in die Planung der Technik oder der Redaktion.
Für die Inhalte gibt es eine eigene, ausführlichere Content-Audit-Vorlage, die jede URL einzeln bewertet. Die Prüfung vor einem Livegang deckt die Technik-Checkliste für den Launch ab. Wie Sie die Indexierung im Detail prüfen, zeigt der Ratgeber Indexierung prüfen, und den Begriff erklärt das Glossar unter SEO-Audit.
Wenn Sie das Audit lieber abgeben, beschreibt die Seite SEO-Audit den Ablauf bei SEO NW. Zu einzelnen Befunden, die Sie beim Ausfüllen nicht einordnen können, stellen Sie Ihre Frage in der gratis Sprechstunde.
- Organisation Benötigst du einen Suchmaschinenoptimierer (SEO)?. Google Search Central. Stand 10.06.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Bericht zur Seitenindexierung. Search Console-Hilfe. Stand laufend. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Technische Anforderungen für die Google Suche. Google Search Central. Stand 18.12.2025. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Best Practices für die Mobile-First-Indexierung. Google Search Central. Stand 20.02.2026. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Web Vitals. web.dev (Google). Stand 31.10.2024. abgerufen am 31.10.2026
- Organisation Hilfreiche, vertrauenswürdige, nutzerorientierte Inhalte erstellen. Google Search Central. Stand 07.10.2026. abgerufen am 31.10.2026
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich ein SEO-Audit machen?
Eine feste Regel gibt es nicht. Sinnvoll ist ein Audit vor und nach einem Relaunch, nach deutlichen Einbrüchen bei den Zugriffen und wenn lange niemand die Website geprüft hat. Mit derselben Vorlage bleiben die Ergebnisse vergleichbar.
Muss jede nicht indexierte Seite repariert werden?
Nein. Google sagt selbst, dass Duplikate und Varianten ohne eigenen Wert nicht im Index stehen müssen. Wichtig ist, dass die kanonische Fassung jeder wichtigen Seite indexiert ist.
Welche Befunde gehen vor?
Alles, was Googles Mindestanforderungen verletzt: blockierter Googlebot, fehlender Status 200, keine indexierbaren Inhalte. Danach folgen Befunde nach Schwere und Aufwand.
Brauche ich für das Audit kostenpflichtige Werkzeuge?
Viele Punkte lassen sich mit der Search Console prüfen. Ein Crawler hilft bei größeren Websites, Titles, Statuscodes und Canonicals vieler Seiten auf einmal zu erfassen.
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Zuletzt geprüft am 03.11.2026, nächste Prüfung spätestens im November 2027. Haben Sie einen Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns.



