Ein Relaunch ist der Moment, in dem eine Website am meisten verlieren kann. Fast alle Verluste haben dieselbe Ursache: Adressen, die sich geändert haben, ohne dass jemand nachgehalten hat, wohin.

Vorher: die Bestandsaufnahme

  1. Alle Adressen sammelnAus Sitemap, interner Verlinkung, Search Console und Serverprotokollen. Die Sitemap allein reicht nie – sie kennt nur, was indexiert werden soll.
  2. Ziele festlegenZu jeder alten Adresse eine neue. Wo es keine Entsprechung gibt, ist 410 die ehrlichere Antwort als eine Umleitung zur Startseite.
  3. PrüfenKetten kürzen, Schleifen finden, Regeln erkennen, die nie greifen, weil die alte Adresse als Datei bestehen bleibt.
  4. Messwerte sichernRankings, Zugriffe und Positionen vor der Umstellung festhalten – sonst gibt es hinterher keinen Vergleich.

Was sich erhalten lässt

Die günstigste Weiterleitung ist die, die es nicht braucht. Wenn das neue System die Adresssegmente frei setzen lässt, bleibt die vorhandene Struktur erhalten – und mit ihr die Bewertung. Beim Relaunch dieser Website blieben so alle Beitragsadressen unverändert.

Danach

  • Sitemap neu einreichen, Abdeckungsbericht in den ersten Wochen täglich ansehen
  • 404-Protokoll auswerten: Dort tauchen die Adressen auf, die in keiner Liste standen
  • Alte Installation zwei Wochen erreichbar lassen – im Zweifel lässt sich zurückschalten
  • Schwankungen in den ersten vier Wochen sind normal; erst danach vergleichen

Wie wir das machen, steht unter Technisches SEO. Ein Beispiel: Familien.camp.