Wie eine Seite aussieht, bewertet keine Suchmaschine. Wie sie sich benutzen lässt, wirkt sich dagegen aus – über Umwege, aber messbar.
Die vier Berührungspunkte
Ladeverhalten
Große Bilder, Schriften von fremden Servern, Bewegtbild im Kopfbereich: Gestaltungsentscheidungen mit unmittelbarer Wirkung auf die Ladezeit.
Springendes Layout
Wenn Anzeigen oder Bilder nachträglich Platz einnehmen, verrutscht der Inhalt. Das wird gemessen – und ärgert Nutzer mehr als fast alles andere.
Lesbarkeit
Zu kleine Schrift, zu wenig Kontrast, zu lange Zeilen. Wer nach zwei Sekunden zurückgeht, hinterlässt ein Signal.
Auffindbarkeit im Text
Überschriften, Absätze, Aufzählungen. Dieselbe Struktur, die Leser scannen lässt, macht Abschnitte für Antwortsysteme entnehmbar.
Der teuerste Gestaltungsfehler ist die Startseite ohne Aussage: ein Bild, ein Schlagwort, ein Knopf. Wer nicht in fünf Sekunden erkennt, was hier angeboten wird und für wen, geht zurück – unabhängig davon, wie gut die Seite gefunden wurde.
Barrierefreiheit als Nebeneffekt
Fast alles, was einer Seite bei Suchmaschinen hilft, hilft auch Menschen mit Hilfstechnik: klare Überschriftenfolge, sprechende Verweistexte, Alternativtexte, ausreichender Kontrast. Das ist kein Zufall – beide werten dieselbe Struktur aus.
Häufige Fragen
Hilft ein Redesign den Rankings?
Nicht durch das neue Aussehen. Es hilft, wenn dabei Ladezeit, Struktur und Verständlichkeit besser werden – und es schadet, wenn dabei Adressen verlorengehen. Siehe Website-Relaunch.
Wie viel Text braucht eine Startseite?
Genug, damit ein Fremder in fünf Sekunden versteht, was angeboten wird und für wen. Das sind selten mehr als drei Sätze – aber die müssen dastehen.
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Über den Autor
Alexander MüllerInhaber, SEO- und GEO-Berater
Inhaber von SEO NW, seit 2012 selbstständig. Kommt aus der Technik: Server, Hosting, eigene Redaktionssysteme.